Nitratbelastung führt zu sauerstofffreien Zonen in der Ostsee
Vor der Ostseeküste lässt Sauerstoffmangel Meeresorganismen absterben. Das liegt vor allem an der Gülleflut aus der Landwirtschaft, zeigen die Ergebnisse der jüngsten Greenpeace-Messtour.
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Vor der Ostseeküste lässt Sauerstoffmangel Meeresorganismen absterben. Das liegt vor allem an der Gülleflut aus der Landwirtschaft, zeigen die Ergebnisse der jüngsten Greenpeace-Messtour.
22.08.2026 06:00(Akt. 22.08.2026 06:10)Vorlesen

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Die Unabhängigkeitserklärung 1991
Am 24. August 1991 erklärte das Parlament der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik die Unabhängigkeit der Ukraine. Vorausgegangen war ein gescheiterter Putschversuch gegen den sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow. Die Unabhängigkeitserklärung wurde am 1. Dezember in einem landesweiten Referendum bestätigt: Mehr als 90 Prozent der Ukrainer stimmten für die Unabhängigkeit. Auch auf der Krim gab es eine Mehrheit, allerdings fiel die Zustimmung mit 54 Prozent deutlich geringer aus als im restlichen Land.
Im selben Monat unterzeichneten Russland, die Ukraine und Belarus die Belowescher Vereinbarungen, mit denen das Ende der Sowjetunion besiegelt wurde. Österreich erkannte die unabhängige Ukraine am 15. Jänner 1992 an behielt aber die Neutralität.
Der Weg in die Unabhängigkeit kündigte sich schon länger an. Jobst verweist im Gespräch mit der APA auf die Vorzeichen des Niedergangs der Sowjetunion: eine schwere Wirtschaftskrise, politische Probleme und Ereignisse wie die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 hätten die Misere des Systems deutlich gemacht. Gleichzeitig seien die nationalen Bewegungen innerhalb der Sowjetunion stärker geworden.
Fünfzehn Nachfolgestaaten
Mit dem Ende der Sowjetunion entstanden fünfzehn unabhängige Staaten, die sich in den folgenden Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich sehr unterschiedlich entwickelten. Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen orientierten sich früh nach Westen und traten 2004 der EU und der NATO bei. Andere ehemalige Sowjetrepubliken entwickelten sich hingegen zu autoritären Regimen. In Aserbaidschan, Belarus, Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan etablierten sich politische Systeme, in denen Wahlen weitgehend symbolischen Charakter haben und Opposition und Medien stark eingeschränkt sind. Dazwischen liegen Staaten wie Georgien, Armenien, Moldau und die Ukraine, deren politische Entwicklung von wiederholten Krisen und Machtwechseln geprägt war.
Jobst betont, dass die Ukraine im postsowjetischen Vergleich trotz aller Defizite eine relativ starke demokratische Entwicklung erfahren hat. Es gab regelmäßige Wahlen und mehrfach legitimierte Machtwechsel. Gerade die Orangene Revolution 2004/05 und der Euromaidan 2013/14 seien Ausdruck eines wiederkehrenden politischen Willens großer Teile der Bevölkerung gewesen, demokratische Mitbestimmung und eine stärkere Orientierung nach Westen einzufordern.
Nationale Identität und Geschichte
Am 30. Unabhängigkeitstag der Ukraine im August 2021 wurde die Geschichte des Landes in einer Aufführung am Maidan nachgezeichnet. Die besonders nationsstiftenden Ereignisse der ukrainischen Geschichte wurden dargestellt – Kiewer Rus, Kosakenzeit, Holodomor, der Zweite Weltkrieg, Sowjetukraine und schließlich die Unabhängigkeit.
Die ukrainische Nationsbildung knüpfte laut Jobst unter anderem an die Kiewer Rus und die Kosaken an. Die Kiewer Rus – ein mittelalterliches Großreich der Ostslawen, das vom 9. bis zum 13. Jahrhundert bestand – wurde dabei zu einem historischen Bezugspunkt ukrainischer Identität. Zugleich weist die Historikerin darauf hin, dass es zu dieser Zeit noch keine Ukrainer oder Russen im modernen nationalen Sinn gab. Der „Kosakenmythos“ wurde dagegen besonders häufig für die Konstruktion einer von Russland unterschiedenen ukrainischen Identität herangezogen. Aus der Geschichte der Kosaken habe sich ein wichtiger Strang der ukrainischen Nationsbildung entwickelt.
Im Kontext der ukrainischen Unabhängigkeitsbestrebungen waren der Holodomor – die große Hungersnot unter Stalin, der Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer zum Opfer fielen – und die AKW-Katastrophe von Tschernobyl wichtige Bestandteile der kollektiven Erinnerung. Beide Ereignisse wurden mit der Politik der sowjetischen Führung gegenüber der ukrainischen Bevölkerung verbunden und für die Herausbildung einer eigenständigen ukrainischen Identität herangezogen. Jobst zufolge waren diese Erinnerungen bereits während der Unabhängigkeitsbestrebungen in den 1990er-Jahren zentral und wurden seither immer wieder aufgegriffen.
Putins Deutung der Geschichte
Russlands Präsident Wladimir Putin nutzt die Geschichte, um die politische Eigenständigkeit der Ukraine infrage zu stellen. In seinem 2021 veröffentlichten Aufsatz „Über die historische Einheit von Russen und Ukrainern“ bezeichnet er Russen und Ukrainer als „ein Volk“ und stellt ihre Geschichte als gemeinsame Entwicklung dar. Die Kiewer Rus erscheint darin als gemeinsame historische Grundlage. Zugleich führt Putin die heutigen Grenzen der Ukraine wesentlich auf Entscheidungen der sowjetischen Führung zurück und bezeichnet die moderne Ukraine als „vollständig und ganz ein Produkt der Sowjetzeit“.
Dem steht ein ukrainisches Staatsverständnis gegenüber, das die eigene Staatlichkeit und politische Selbstbestimmung betont. Dabei geht es nicht nur um eine ethnisch verstandene Nation. Jobst verweist darauf, dass sich nach 1991 auch Menschen mit russischer Muttersprache oder russischen familiären Wurzeln als Angehörige des ukrainischen Staates verstanden. Die gemeinsame ukrainische Identität habe sich damit zunehmend über die Zugehörigkeit zum Staat und nicht ausschließlich über Sprache oder Herkunft definiert.
Die Beziehungen der ehemaligen Sowjetrepubliken zu Russland entwickelten sich nach 1991 unterschiedlich. Während einige Staaten ihre Unabhängigkeit durch eine stärkere Distanzierung von Russland absicherten, strebten andere eine enge politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Moskau an.
Ukraine fördert nationale Kultur mit „Unabhängigkeitskuchen“
Die Ukraine versucht, ihre eigenständige (nationale)Kultur und Geschichte zu stärken, während Russland die Eigenständigkeit der Ukraine seit Beginn des Krieges zunehmend infrage stellt. Anlässlich des Nationalfeiertags soll heuer eine neue nationale Tradition eingeführt werden: ein „Unabhängigkeitskuchen“
Eine nationale Initiative sammelt dafür Rezepte aus Gemeinden, Militärbrigaden und Bataillonen, Restaurants und Schulen, aus denen ein Gewinner ausgewählt werden soll. Im Mittelpunkt steht die Förderung der ukrainischen Kultur. Neben dem Wettbewerb finden in der ganzen Ukraine Theatervorführungen, Ausstellungen und Konzerte statt.
Die Feierlichkeiten finden vor dem Hintergrund des anhaltenden russischen Vereinigungskrieges statt. Am Freitag wurde in Kiew ein Trauertag ausgerufen, nachdem bei einem russischen Luftangriff am Vortag zwölf Menschen getötet worden waren.
(Von Marlene Risak/APA)
(APA)
Mulch schützt vor Dürre: Flüssigen Mulch jetzt spritzen statt streuen | agrarheute.com https://share.google/zdpxBZI5NVOcOIvLu
Ein spritzbares Mulchmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen wirkt gegen Unkraut – und spart Plastikfolien und schützt vor Dürre und Austrocknun
Forscher haben ein spritzbares Mulchmaterial entwickelt, um Kulturpflanzen im Gemüse-, Obst- oder Weinbau vor Unkraut und Dürre oder Austrocknung zu schützen. Der flüssige Mulch besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und baut sich nach seiner Funktionszeit biologisch voll ab. Die abbaubare Mulchschicht soll auch dabei helfen, Kunststofffolien und Herbizide in der Landwirtschaft einzusparen und in Trockenperioden die Kulturpflanzen vor dem Austrocknen zu schützen.

✅wie Oliven eingelegte Kornelkirschen
Quelle: Barafras Kochlöffel
Vorbereitungszeit:
Zubereitungszeit: 14 Tage
Zutaten
für für 2 Gläser
unreife Kornelkirschen (gelblich-orange gefärbt; Menge nach Belieben)
gesättigte Salzlösung (350 g Salz auf 1 l Wasser; Lösung sollte etwa doppelt so hoch im Glas steht wie die Kornelkirschen)
nach 10 – 14 Tagen
frische Kräuter nach Wahl (ich: Mischung aus Oregano, Thymian, Rosmarin, Basilikum)
2 Knoblauchzehen (bzw. jeweils eine pro Glas)
gehackte Chili (optional; ich: ohne)
ca. 500 ml Olivenöl
Zubereitung:
Die Kornelkirschen waschen.
In einem verschließ- oder abdeckbaren Gefäß die Salzlösung ansetzen und kräftig rühren.
Die Kornelkirschen hinein geben. Die Salzlake sollte mindestens doppelt so hoch wie die Kornelkirschen stehen. Die Kornelkirschen sollten alle oben schwimmen. Wenn nicht, ist noch zu wenig Salz aufgelöst, also nochmal umrühren.
Das Gefäß mit den Kornelkirschen täglich einmal schütteln. Die Kornelkirschen saugen sich voller Salzlösung und beginnen abzusinken. Nach mindestens 10, eher 14 Tagen sollten die Kornelkirschen alle am Boden des Gefäßes liegen und können weiter verarbeitet werden. 10 – 14 Tage ist die Mindestverweildauer. Theoretisch können die Kornelkirschen auch länger in der Salzlake liegen, da sie durch das Salz konserviert werden.
Weiterverarbeitung:
Nach mindestens 10 (lieber mehr) Tagen die Kornelkirschen in ein Sieb gießen (Salzlösung verwerfen) und abspülen.
Dann die Früchte in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben und mit beiden Händen durchspülen. Das Wasser einmal austauschen. Die Kornelkirschen in ein Sieb gießen und komplett abtropfen lassen.
Schraubdeckelgläser samt Deckel sterilisieren.
Die Kräuter fein hacken. Die Knoblauchzehen zerdrücken.
In die Gläser abwechselnd Kornelkirschen und Kräuter, sowie die Knoblauchzehe einschichten. Nicht zu hoch, da das Ganze anschließend mit etwas Überstand mit Olivenöl aufgefüllt wird. Olivenöl einfüllen, dabei die Kornelkirschen reichlich bedecken. Die Gläser fest verschließen und mehrere Wochen an dunklem, möglichst kühlem Ort ziehen lassen.
Dann können die Kornelkirschen wie eingelegte Oliven verwendet werden.
Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren und zügig aufbrauchen.
Kaffeelikör: https://share.google/MtW6dOct5ZD95KW83
für-+Liter
50 g
Kaffeebohnen
200 g
Rohrohrzucker
1 Packung(en)
Vanillezucker
700 ml
Wodka oder Korn
Zubereitung
ca. 5 Minuten

Frisch, leicht und sooo lecker: die kalte Tomaten-Gurken-Suppe von Bayern 1 Sternekoch Alexander Herrmann verschafft Abkühlung für Kopf und Magen.
Stand: 21.08.2026 |Bildnachweis

Optional:
So gelingt der Tomatenfond
Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und quer halbieren. Dabei die Früchte nicht durch den Strunk, sondern entlang ihres „Äquators“ schneiden. Die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Mit etwas Salz und einer Prise Puderzucker würzen. Die Knoblauchzehen leicht andrücken und mitsamt der Schale zwischen die Tomaten legen. Für etwa 35 Minuten im Ofen rösten.
Anschließend kurz abkühlen lassen. Die Knoblauchzehen aus der Schale drücken und zusammen mit den Tomaten in einen Mixer geben. Fein pürieren und anschließend durch ein feines Sieb passieren. Dabei die Masse kräftig ausdrücken, damit möglichst viel Aroma und Flüssigkeit gewonnen werden. Den passierten Tomatenfond abkühlen lassen und anschließend kaltstellen. Der Fond kann problemlos einige Stunden oder bereits am Vortag vorbereitet werden.
Erst kurz vor dem Servieren die Gurke schälen, längs halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch grob würfeln und in einen Mixer geben. Den gut gekühlten Tomatenfond zugeben. Das Mengenverhältnis sollte etwa 1:1 betragen – gleiche Teile Gurke und Tomatenfond. Olivenöl, einige Spritzer Tabasco, etwas Zitronensaft und Zitronenabrieb zugeben und alles sehr fein pürieren. Nach Belieben Basilikum oder etwas Estragon ergänzen. Die Suppe nochmals kräftig mixen, bis sie glatt und cremig ist.
Anschließend in eine Metallschüssel geben und über einem Eisbad gründlich kalt rühren. Zum Schluss nochmals mit Salz, Zitronensaft und Tabasco abschmecken. Sofort in vorgekühlten Gläsern oder Suppentassen servieren.
Wer mag, garniert das ganze noch mit knusprig angebratenen Garnelen für einen besonders raffinierten heiß-kalt-Mix.
Als Beilage perfekt dazu: ein frisches Baguette oder Foccacia.
Das empfiehlt der Sternekoch
Die Gurke sollte immer erst unmittelbar vor dem Servieren mit dem Tomatenfond verarbeitet werden. Nach dem Mixen verliert sie vergleichsweise schnell ihre frische, grüne Aromatik. Die Suppe gewinnt daher deutlich an Qualität, wenn sie erst kurz vor dem Anrichten fertiggestellt wird.
Die Suppe alleine reicht Ihnen zur Abkühlung nicht aus? Das sind die kältesten Seen in Bayern.
Das ganze Rezept plus alle Tricks hören Sie auch am Samstagvormittag bei Dominique Knoll von Alexander Herrmann persönlich. Schalten Sie rein.
Haben Sie das Rezept ausprobiert? Verraten Sie es uns in einer Sprachnachricht unter +49 151 19589000
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