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Archiv: August 2012

Über die Wahrheit …

Je mehr wir nach der Wahrheit forschen desto mehr geht sie an uns verloren, wenn wir sie nicht leben.
… von mir.

Aurelius Augustinus, Philosoph und Kirchenlehrer (354 – 430)

Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von diesen Gesetzen wissen.

Aurelius Augustinus – Aurelius Augustinus
Philosoph und Kirchenlehrer (354 – 430)

Aurelius Augustinus kommt am 13. November 354 in der nordafrikanischen Kleinstadt Thagaste, dem heutigen Souk-Ahras zur Welt. Er ist ein afrikanischer Römer. Es ist lateinischer Boden, Latein war nicht nur seine Kultursprache sondern auch seine Muttersprache. Sein Vater Patricius ist ein kleiner Grundbesitzer mit Sklaven und städtischer Beamter. Er bleibt bis kurz vor seinem Tod, als er sich taufen läßt, den alten römischen Göttern treu. Augustinus‘ Mutter Monica (oder auch Monnica) hingegen stammt aus einer katholischen Familie und in diesem Sinne versucht sie auch Augustinus zu erziehen.

Der kleine Augustinus ist ein sehr aufgeweckter Knabe, der in der in seiner Umgebung – Thagaste ist ein Handelsmarkt, den viele Karawanen kreuzen und liegt in einer sehr eindrucksvollen, kraftvollen Landschaft – Eindrücke sammelt, die er später in seinen Werken als eindrucksvolle Bilder wiedergeben wird. Augustinus empfängt, wie es damals üblich war nicht die Kindstaufe sondern nur eine Weihe, die ihn zum Christwerden in den Mannesjahren vorbestimmt. Er wächst auf in dem Zwiespalt zwischen Donatisten und Katholiken (den zwei größten unter dem Namen „Christen“ laufenden Strömungen der damaligen Zeit), sowie den gesamten heidnischen Göttern, die hier in der Provinz immer noch das Glaubensbild beherrschen.

Sein Vater Patricius beschließt, Augustinus in die Schule zu schicken, um ihm die Möglichkeit der Laufbahn als Lehrers oder Rechtsanwaltes zu geben, die ihm im Dienste des Kaisers Wege zur Macht und zu Reichtum eröffnen würde. Für den spielfreudigen Knaben wird die Schule zur unterdrückenden Last. Die Prügel durch den Lehrer sind Folter für seine Seele. Später jedoch, als er auf die höhere Schule in Madaura, einer Stadt unweit von Thagaste, geschickt wird, lernt er in dieser lichtbefluteten Stadt ausgelassener Götterfeste den Lohn für seine Mühsal mit der Grammatik kennen: der Zauber der großen Epopöen von Äneas und Dido, von Odysseus und den Kämpfen um Troja. Homer wird ihm verleidet durch das griechische, das er hasst, aber Vergil nimmt ihn für Lebenszeit gefangen. In der Rhetorik überflügelt er die anderen Schüler sehr bald, jedoch wird er zum Lieberhaber sinnlicher Genüsse, der, als er mit 16 Jahren zu seinen Eltern heimkehrt als die finanziellen Mittel des Vater nicht mehr aus reichen, ein volles Jahr in erotischer Dichtung und im Nebel seines Selbstgefühles verbummelt. In seiner unbändigen Sinnlichkeit verdunkelt sich ihm wie selbstverständlich das Auge für die Dinge des Geistes, an die seine Mutter glaubt.

Die wirtschaftliche Bedrängnis zwingt Patricius , seinen Sohn für das weitere Studium einem reichen Bürger, dem mäzenatisch gesinnten Romanian, zu empfehlen. Auf seine Kosten bezieht der 17-jährige die Hochschule von Karthago, um Rhetor und Anwalt zu werden. Karthago, eine der fünf größten Städte des Kaiserreichs (Rom, Antiochia, Konstantinopel, Alexandria), beeindruckt den Jungen vom Land natürlich sehr. Diese Stadt, die einem Völkergemisch aus aller Herren Länder Heimat bot mit stolzen Gefühl, römische Bürger zu sein. Hier finden sich auch Religionen und Philosophien gewissermaßen zu einem Jahrmarkt des Geistes zusammen. Augustinus genießt das Leben wie ein flüchtig gewordener Sklave. Doch zwischen all den Theaterbesuchen, dem Musizieren und dem Flirt bringt es der außergewöhnlich Begabte auch in seiner Rhetorenschule bald zum Ersten, wie es den Hoffnungen seiner Eltern entspricht. In dieser Zeit stirbt Augustinus‘ Vater und der Zuschuss Monnicas zu den Leistungen des Romanian findet seine Grenze an den Verpflichtungen gegen die Gläubiger ihres Mannes. Augustinus indessen, der für Geld auch Stunden gibt und Theaterstücke schreibt, hat auskömmlich zu leben. Er tut sich mit einem Mädchen zusammen, einem, wie es scheint recht vernünftigen, lebenstüchtigen Kind, mit dem er über 13 Jahre ein Verhältnis betreibt, aus der auch ein Kind, ein Knabe hervorgeht, der, obwohl ungewollt, doch den Namen Adeodatus bekommt. In dieser Beziehung, so kann man es aus den Confessiones herauslesen, lernt Augustinus die Defizite der geschlechtlichen Liebe kennen. Die Lust im Spiel zwischen Vereinigung und sich nicht vereinigen erfüllt das Letzte, nach dem der Eros strebt, nicht. Wie dem auch sei, vorerst mag es dem jungen Literaten, der auch „Über das Schöne und Angemessene“ seine Gedanken niederschrieb, ein ästhetisches Bedürfnis gewesen sein, sich tiefer auf die Welt des Geistes einzulassen.

Doch auch diese Fragen der Schönheit, werden sie weiter in die Tiefe verfolgt führen unaufhaltsam ins Gebiet der Fragen, wo der Ästhetik das Wort entzogen ist und so ermuntert sich der Neunzehnjährige an einem Dialog des Cicero über die Weisheit – heute ist er verloren – im Flüchtigen das Beständige zu ergreifen. Der Intellektuell beginnt, Bücher nicht mehr nur nach ihrer Form sondern nach ihrem Inhalt zu lesen. In dieser Zeit, wo er eifrig nach dem Weltgrund zu suchen beginnt, greift er auch zur Bibel, wird aber, er, der Schöngeist, durch die Redeweise abgestoßen. Er sieht sich auch die Kirche seiner Mutter an, aber das gar so autoritäre Wesen stößt ihn ab, auch die Keuschheit, um die er zwar an der Schwelle der Mannwerdung gebetet hat (jedoch mit der Bitte um Aufschub), macht ihm zu schaffen. Was seine Mutter nach ihrem Ideal an diesem Sohn erzogen hat, scheint vergeblich zu gewesen zu sein. In dieser Zeit, befindet sich Augustinus – in der unglaublichen Fülle der Lebensphilosophien, die in Karthago angeboten werden – auf der Suche nach einer Lehre, die seine Gedanken und Fragen beantworten soll. Er glaubt diese dann auch zu finden und zwar in der Kirche des Mani, eines persischen Reformators der Lehre Zarathustras, der gut hundert Jahren vor Augustinus sich selbst als den nach Abraham, Zoroaster, Buddha und Christus als letzten himmlischen Sendboten für die Erfüllung eines göttlichen Plans sieht. Seine Religion stehen sich von Uranfang die Mächte des Lichtes und der Finsternis sich gegenüber. In ihrem langen Kampf ist schließlich die lichte Materie von der finsteren überwältigt worden und nun muss der lichte Teil erlöst werden, eine Aufgabe die sich vor allem bei der Frau sehr schwer gestaltet, da bei ihr das Finstere stark überwiegt. Die Vollkommenen und Auserwählten legen das dreifache Siegel der Enthaltung an: auf den Mund, der nicht unrein reden und den Genuss von Fleisch und Wein sich versagen soll; auf die Hände, die auf Eigentum und gemeine Arbeit zu verzichten, auf den Schoß, der sich Ehe und Geschlechtsverkehr zu versagen hat. Den einfachen Hörern wird diese Strenge nicht auferlegt. War ihnen auch die Ehe und Zeugung verboten, so nicht die unfruchtbare Lust des fleischlichen Umgangs. Sie müssen jedoch immer wieder Fasten und Beten und alle erwarten sie den Tag der kosmischen und sittlichen Scheidung von Licht und Finsternis. Dann fällt die lichtlos gewordene Welt, von Engeln in Brand gesteckt, in Asche, die Getreuen Manis aber gehen für ewig ins Licht des Himmels ein, die andern in die Hölle, das Reich der vollen Finsternis.

Dieses Evangelium, für das Mani, der am persischen Hofe nicht gern gesehen war, unter dem Hass persischer Priester am Kreuz starb, drang im Osten bis nach China, im Westen so weit, als der römische Name reicht, auch nach Karthago und tief, tief in die Seele Augustinus‘. Er ist Hörer bei den Manichäern als er sein Studium abschließt und aus unbekannten Gründen der juristischen Laufbahn entsagt und in seine Vaterstadt zurückgeht, während sein Mädchen in der zaubervollen Stadt am Meer verbleibt. Als er nach Hause zurückkehrt, befindet er sich in tiefem Zerwürfnis mit seiner Mutter, die inzwischen immer mehr in den christlich Glauben eingedrungen ist. Alles Einreden auf ihn nutzt nichts, der 20jährige, stolze Intellektuelle spottet nur und wirbt sogar in Thagaste weiter für den Manichäismus. Es kommt der Tag, wo die Mutter ihm das Haus verschließt.

So wendet er sich an den Mann, der ihn schon einmal unterstützt hat, als die Mittel des Vaters nicht ausreichten, seine Ausbildung zu bezahlen, den großen Gönner Romanian. Dort verdient er sein Geld als Lehrer der Familie und lebt das Leben in Saus und Braus. Monnica inzwischen betet und weint für ihren „verlorenen Sohn“. Als sie sich einmal sogar an den Bischof mit ihrem Anliegen wendet, tröstet er sie mit den Worten: „Es ist nicht möglich, dass ein Sohn solcher Tränen verloren geht.“

Da gibt es plötzlich einen Umschwung in Augustinus‘ Leben. Ein Freund von ihm erkrankt schwer an Fieber, erhält in seiner Bewußtlosigkeit die Taufe und wird wieder gesund. Augustinus aber spottet über ihn und die Taufe, wie er es als Manichäer gewohnt war. Sein Freund allerdings bietet ihm Parole und als er kurze Zeit später stirbt, bricht für Augustinus eine Welt zusammen.

Durch den Tod seines Freundes verliert Thagaste für ihn seine heimatliche Geborgenheit. Nicht einmal die Villa seines epikurischen Gönners kann ihn noch halten.

375 geht er nach Karthago zurück. Dort verbringt er 8 schwere Jahre. Seine Freundin ist ihm inzwischen Mutter eines Sohnes geworden, den er, obwohl ungewollt, „Adeodatus“ nennt. Die Sorge, die er jetzt für Mutter und Kind zu tragen hat, bringt ihn auch in wirtschaftliche Bedrängnis und so sieht er sich gezwungen, einen Rednerschule zu eröffnen, in der auch seine Freunde Alypius und Nebridius seine Schüler werden.

Daneben schreibt er fürs Theater und beschäftigt sich mit Mantik, Magie und Astrologie. Doch einiges dieser okkulten Wissenschaften beleidigte seine Nerven wie auch einiges aus der Lehre der Manichäer beginnt ihn anzuwidern. Durch seine immer wiederkehrende Kritik wird er ihnen sichtlich unbequem und so verweigern sie ihm die Aufnahme in den Kreis der Erwählten.

Auch macht der Lehrer der Rhetorik in Karthago, der Weltstadt nicht wirklich Furore und so, nach all diesen Enttäuschungen, beschließt er nach Rom zu fahren um dort sein Glück zu versuchen. Seine Mutter, die seit unbekannter Zeit auch bei ihm in Karthago wohnt, versucht ihm abzuraten, doch stößt sie auf taube Ohren und beschließt also auch weiterhin ihren Sohn zu begleiten. Augustinus aber will davon nichts wissen und so trickst er die Mutter aus und reist ohne sie ab in die Stadt, in die ihm schon sein Freund Alypius vorangegangen war. Dort in der Stadt aus Gold und Marmor in der die Völker des Orient und Okzident in Luxus und Armut sich durcheinander drängen, fühlt er sich nicht wohl. Alypius ist inzwischen hoher Finanzbeamter geworden und Augustinus tut sich schwer, die Vorlieben seines Freundes für Sklavenhetzen und Theaterspiele zu teilen. Er selbst schafft es zwar eine große Schar von Schülern um sich zu versammeln, doch bleiben die Hörer ihm, der ohne staatlichen oder städtischen Auftrag hier unterrichtet das Honorar schuldig.

Doch über Nacht tut sich dem innen und außen verklemmten Dreißigjährigen eine helle Zukunft auf. Die Stadt Mailand sucht nämlich um einen Rhetoriklehrer an und Augustinus, der sich sofort bewirbt erhält tatsächlich die Stelle und wird in einem kaiserlichen Wagen an seine neuen Wirkungsstelle gebracht. Als er dort, der Inhaber einer öffentlichen Professur, im Jahre 385 seine Antrittsrede hält, stellt er sich auch dem katholischen Bischof der Stadt vor. Dieser aber war Ambrosius(Schutzpatron der Imker). Augustinus spürt sofort das Wohlwollen dieses Kirchenfürstes, der gegen die Heiden und Arianer kämpfte und so beginnt er, zuerst nur an der Form, später auch an der Sache interessiert, sich dem Kreise Ambrosius‘ zu nähern. Immer wieder sucht er das tiefe Gespräch mit dem Heiligen, aber dieser ist viel zu beschäftigt um sich mit dem künftigen Wortführer eines Jahrtausends eingehender zu unterhalten. In einem Haus mit Garten lebt er zwischen Beruf und Neigung zu Büchern und Menschen. Er hat seine Geliebte und seinen genial erwachten Sohn zu sich geholt und auch ein ganzer Schwarm Verwandter sind ihm nachgekommen; so beispielsweise seine Freunde Alypius und Nebridius und seine Mutter. Diese, immer um das seelische wie weltliche Wohlergehen ihres Sohnes besorgte, setzt ihm auch solange zu, standesgemäß zu heiraten um die Möglichkeit auf eine weitere Beamtenlaufbahn in diesem offiziell christlichen Staat zu sichern, dass er schließlich einwilligt und seine Geliebte aus dem Hause verbannt. Seine Mutter führt ihm inzwischen ein katholisches Mädchen aus reichem Hause zu, die ihm auch ihr Jawort gibt. Die Hochzeit muss allerdings, da sie noch zu jung ist, um zwei Jahre aufgeschoben werden. Augustinus, der die Einsamkeit nicht gewohnt ist, nimmt sich derweil eine andere Frau zu sich ins Haus. Doch wird er die Erinnerungen an seine einstige Geliebte nicht mehr los, die nach Afrika zurückgekehrt war und so beginnt er wieder zu grübeln und zu trauern. Zu dieser Zeit sitzt er oft mit seinen Freunden im Garten zusammen und sie diskutieren über die Ehe, Ambrosius, die Philosophie des Epikur, der Skeptiker, und Agnostiker oder über den Plan eines Laienkloster. Zu diesem Zeitpunkt, er ist gerade dabei eine Lobrede auf den Kaiser vorzubereiten versetzt ihn plötzlich ein betrunkener Bettler, den er auf einem Spaziergang durch die Straßen Mailands trifft in grelle Selbsterkenntnis. Er muss realisieren, dass dieser Mann mit seinen paar erbettelten Münzen sich in ein ebenso wirkliches Glück gestürzt hatte, wie es ihm, dem gelehrten Philosophen bei all seinem Reichtum gelang.

Da der mailänder Rhetor sich von berufswegen auch mit den philosophischen Schriften der Vorzeit beschäftigt, stößt er auf die Schriften des Plotin, der etwa hundert Jahre vor Augustinus einer der größten Fortdenker der Lehre Platons war. Sein Jünger Porphyrius hatte den Nachlaß veröffentlicht und die lateinische Welt las ihn in der Übersetzung des Marius Viktorinus, eines vielbeschlagenen Redners und Gelehrten, der im Greisenalter noch Christ geworden war und seinem Bewunderer Augustinus mehr als nur Plotin vermittelt. Dieser Neuplatonismus schlägt tief in das Innere von Augustinus hinein. Er rettet ihn vor seinen hoffnungslosen Weltanschauungen und auch die Lehre der Manichäer, die ihm immer undurchdringlicher erschienen war, löst sich jetzt auf und gleitet ab an der Klarheit dieser neuen Sichtweise. Es war keine Zwiewelt mehr sondern ein einiges All, das aus dem Einen ausfließt, dieses Eine das Ist, und in dem das Böse nur ein Fehlen des Einen darstellt. Platon-Plotin eröffnet Augustinus den Blick auf eine neue, wirklichere Wirklichkeit, wofür dieser Gottes Gnade dankt.

Zu dieser Zeit kommt greift er abermals zur Bibel und jetzt bietet sich ihm ein viel verständlicheres Bild dar. Besondere Wirkung auf ihn haben die Paulus-Briefe. Die in ihnen gepriesene Entsagung dem Fleische, als etwas nicht unrealisierbares faszinieren ihn und lassen ihn nicht mehr los. Er erkennt jetzt, dass das Leben um des Lebens Willen nicht genug ist, sondern dass das Streben nach Wahrheit, der Wahrheit Jesu Christi sein höchstes Ziel werden muss. Doch bei allen Geschichten und Erzählungen über Bekehrung, die er hört versperren ihm immer noch die „alten Freundinnen“, seine Leidenschaften, den Weg dahin. Zu der Zeit beginnt auch sein Beruf und das damit verbundene öffentliche Auftreten ihm unangenehm zu werden und das nicht nur weil seinen Persönlichkeit einen starken Wandel durchmacht, sondern auch weil es um seine Gesundheit nicht besonders gut bestellt ist. Das mailändische Klima und die rauhe Nähe der Alpen verträgt er nicht besonders gut. Auch die Rohheit und Niedertracht im gesellschaftlichen Leben des entarteten Kaiserreichs und das Aufkommen der Barbaren nähren seinen Sehnsucht nach Ruhe und Fernsein von den Menschen. Gerne zieht er sich jetzt in die Gotteshäuser zurück um dort zu meditieren oder sich den liturgischen Gesängen sowie den Psalmen und Hymnen des Ambrosius hinzugeben. Er beginnt zu beten.

Dann im Jahre 386, kurz vor der Weinlese reist ein römischer Offizier, Pontizian, durch Mailand auf seinem Weg zurück in seine afrikanische Heimat. So besucht er zufällig auch seinen Landsmann Augustinus. Als er auf dessen Spieltisch die Paulusbriefe sieht, freut er sich als Christ aufrichtig darüber und lenkt das Gespräch auf den damals so populären Einsiedler und Wüstenvater Antonius. Im Zusammenhang damit erzählte Pontizian auch über eines seiner eigenen Erlebnisse von der Bekehrung zwei seiner ehemaligen Kameraden, die , nachdem sie Eremiten getroffen hatten, sich sofort für ein solches Leben entschieden, alles zurückließen sogar ihre Verlobten um sich nur mehr Gott und dem Heiligen Geist zu widmen. Als Augustinus über diesen heroischen Bruch mit den weltlichen Gütern hört wird er davon gepackt. Nachdem sich der Gast verabschiedet und er mit Alypius allein ist, packt er ihn an der Schulter und sagt:“ Was muss ich leiden! Was soll das alles – wie leben wir dahin! Hast du’s gehört: die Ungelehrten stehen auf und reißen den Himmel an sich. Aber wir mit unserer Bildung – Bildung ohne Herz – , wir wälzen uns in Fleisch und Blut, und wir vergehen nicht vor Scham!“ Nach diesen Worten stürmt Augustinus hinaus in den Garten, wo ihn der Freund auf der Bank sitzend und weinend vorfindet. In ihm spielt sich der Kampf zwischen den „alten Freundinnen“ und der reinen Seele ab. Plötzlich springt er auf und wirft sich unter einem Feigenbaum auf die Erde. Da vernimmt er auf einmal eine Stimme die ihm zuruft: „Tolle, lege – tolle, lege“ . Er hört auf zu weinen und nimmt das Buch zu Hand, das gerade auf der Bank liegt – die Paulusbriefe. Er öffnet es und liest: „Nicht im Fressen und Saufen, nicht in Schlafkammern und Unzüchten, nicht in Hadern und Eifern – sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an und pfleget das Fleisch nicht zur Erregung eurer Lüste.“

Jetzt, im Alter von zweiunddreißig Jahren, entsagt er sich den Frauen und ist bereit ein neues, reineres Leben zu beginnen.

Augustinus ist nun fest entschlossen sein Lehramt aufzugeben. Der an chronischer Bronchitis Leidende zieht sich geräuschlos zurück auf ein kleines Besitztum eines Freundes, das windgeschützt, südlich des Comosees lag. Dort zwischen den Wiesen und Wäldern diskutiert und philosophiert er viel mit seinen Freunden (die ganze kleine afrikanische Kolonie ist stets mit ihm gemeinsam unterwegs), wobei ein Geschwindschreiber oft die Dialoge in Kurzschrift festhielt, welche Augustinus später dann in literarisch gültige Schriften umschrieb. Es sind die Frühwerke des Heiligen: „Gegen die Akademiker“ , ein Werk in dem er sich mit der Skepsis auseinandersetzt; „Vom wahren Glück“ , in dem er die Wichtigkeit des Erkennens Gottes beschreibt; „Über die Ordnung“ , das über die Stellung des Guten und Bösen in der göttlichen Einrichtung der Welt erzählt; außerdem seine „Selbst – oder Alleingespräche“ oder das Werk „Kehre dich in dich selbst“, eine Weisung zum intellektuellen Schauen Gottes.

Nachdem er in aller Form vom städtischen Dienst ausscheidet meldet er sich für Ostern 387 zur Taufe an. Zusammen mit ihm wurden dann in der Osternacht dieses Jahres sein Freund Alypius und auch sein Sohn Adeodat getauft. Bei anschließenden Beratungen über den Ort, wo sie sich niederlassen sollten entscheidet das Heimweh Monnicas nach dem Grab ihres Gatten, aber auch die Sehnsucht Augustinus nach dem Klima seiner Jugend, dass die ganze Gruppe schließlich im Sommer 387 aufbricht um nach Thagaste zurückzukehren. Doch bereits in Ostia, der Hafenstadt von der aus das Schiff nach Afrika zurückgehen soll stirbt Monnica, von den Strapazen des Landweges erschöpft.

Die Weiterreise verschiebt sich dann noch um fast ein Jahr, das Augustinus in Rom mit literarischer Arbeit verbringt. Er schreibt „Über das Leben in der katholischen Kirche“, „Über das Leben der Manichäer“, „Über die Unsterblichkeit der Seele“, „Über die Größe der Seele“ aber auch „Über Musik“, in dem sich der Ästhetiker mit Metrik und Rhythmus beschäftigt.

Im Spätsommer 388 fährt er schließlich von Ostia über das Meer zurück in die Heimat. Nach kurzem Aufenthalt in Karthago betritt er Thagaste, die Stadt seiner Kindheit. Dort verschenkt er seinen Anteil am Gut des Vaters, das er mit seinen Geschwistern zu teilen hat zugunsten der Armen und behält sich nur das Recht vor in einem kleinen Hause vor der Stadt wohnen zu dürfen. Er richtet dieses zu einer Art Kloster ein, in welchem er mit Adeodatus und einigen seiner Freunde lebt. Keine feste Regel verbindet hier die enge Gemeinschaft unter seiner Führung. Fast zwei Jahre lang studieren und beten sie hier gemeinsam. Hier führt er auch die längst begonnene Schrift „Über die Musik“ zu Ende. Auch die Werke „Über die wahre Religion“ und „Vom Lehrmeister“, in dem Dialoge mit seinem damals 16jährigen Sohn festhält, entstehen damals.

Doch die Zeiten werden unruhig. Das Anwachsen der manichäischen Bewegung zwingt ihn zur Abfassung einiger polemischer Schriften und die Hilferufe bekannter und unbekannter Menschen im Orient und Okzident machen ihn zu einem rastlosen Briefschreiber, dem oft das Papier ausgeht, so dass er manchmal auf ganz elenden Zetteln schreiben muss. In dieser Zeit, da er sein neues Leben gerade aufbaut sterben sein Sohn Adeodatus und der geliebte Freund Nebridius. Doch durch seinen tiefen, gerade erst gefundenen Glauben überwindet er auch diesen Schmerz.

Der Gottesmann in Thagaste erregt gegen seine Absicht in der Nähe und Weite die Aufmerksamkeit auf seine Person. Als er eines Tages nach Regio Hippo reist um jemanden in einer Glaubensfrage zu beraten greift das Volk entschieden in sein Leben ein. Die Katholiken der Stadt werden bedrängt durch die schismatische Partei der Donatisten, einer christlichen Radikal-Bewegung. Der dortige Bischof Valerius war zu schwach und hatte schon begonnen, nach Nachfolgern bzw. Hilfspriestern Ausschau zu halten. Als Valerius dies wieder einmal predigt steht Augustinus zwischen den Hörern und als er vom Volk als der Mönch von Thagaste erkannt wird, schleifen sie ihn mit Gewalt vor Valerius hin und das Volk begehrt ihn zum Priester zu machen. Denn damals war es nach alter Sitte nämlich möglich, dass der Wunsch des Volkes allein schon einen Mann zum Priester oder Bischof erwählen konnte. So wird Augustinus, der zu Tränen erschrocken war, alsbald zum Priester geweiht und verlegt sein Kloster von Thagaste in ein Landhaus vor der Stadt. Auch überträgt Valerius ihm das Amt der Predigt, das eigentlich nur für den Bischof vorgesehen war. Trotz heftigen Einsprüchen bleibt es dabei und so beginnt Augustinus in der Karwoche 391 seine Tätigkeit als Prediger, die ihn weitere 40 Jahre noch, bis zu seinem Tode hin begleiten sollte.

Neben der Predigt ist der Kampf gegen Häresie und Schisma die zweitgrößte Pflicht des Priesters. Als zum Beispiel der Manichäer Fortunatus in Hippo erfolgreich seine Propaganda betreibt, halten selbst die Donatisten Augustinus für den einzig berufenen Anwalt der gemeinchristlichen Abwehr dieser Gefahr. Auf einer zweitägigen, öffentlichen Disputation vor vielem Volk, vor Notaren und Stenographen setzt er im Sommer 392 seinen Gegner matt, so dass er, unfähig, die katholische Lehre zu widerlegen und die Wahrheit der seinigen zu erweisen, die Stadt verlassen muss.

Darüber hört der Kampf gegen die Donatisten freilich nicht auf. Das dritte Wirkungsfeld Augustinus‘ liegt in der Enge seiner klostermäßigen Behausung. Durch all dies wird der Presbyter natürlich immer mehr bekannt und Valerius beginnt sich zu fürchten, dass ihm dieser einzigartige Mann weggenommen würde. Deshalb läßt er ihn vom Primas von Numidien im Jahre 396 zum Mitbischof weihen und nach seinem Tod wird Augustinus Bischof von Hippo.

In den Jahren 397 und 398, also ein reichliches Jahrzehnt nach seiner inneren Wandlung schreibt er seine Bekenntnisse. Dieser Titel „Confessiones“ ist im doppelten Sinn des Wortes zu verstehen, des Bekennens der Schuld und des Sichbekennens zu Gott. Augustinus berichtet vor aller Welt seine Vergangenheit, und hymnisch dankt er dem Beweger und Begnader seines Lebens, dem Erwecker des ewigen Teils seines Wesens, dem Erwähler und Erretter aus der Masse der Verwerfung.

Doch neben dem Verfassen dieses Werkes sind seine Aufgaben in der Gemeinde sehr vielfältig und nehmen in sosehr in Anspruch, dass das Verfassen seiner weiteren großen Werke wie „Über die Dreieinigkeit“ oder „Über den Gottesstaat“ über vierzehn und sechzehn Jahre seiner zersplitterten Kraft in Anspruch nehmen. Er betreibt unermüdlich Seelsorge, kümmert sich um die Nöte der Armen und der Bauern, predigt gegen die heidnischen Verfälle und betreut nebenbei auch noch sein Kloster, aus dem später noch viele Bedeutende Männer hervorkamen. Immerwährend auch ist sein Kampf gegen die Manichäer, gegen die Donatisten, eine radikale, christliche Sekte, die teilweise mit Gewalt gegen Andersgläubige auftrat, sowie später – nach einem Konzil von Karthago 404 wurden die Donatisten verfolgt und über alle gegen den Willen Augustinus‘ die Todesstrafe verhängt, so dass sie sich bald auflösten – gegen die Pelagianer unter der Führung eines Laienmönches Pelagius. Ein Kampf der sehr heftig geführt wird und den er später gegen den Bischof Julian von Eklanum, dem Systematiker dieser Irrlehre weiterführt. In all diesen Auseinandersetzungen gerät Augustinus selbst manchmal in die Gefahr sektirerisch-besessen seine Meinung zu vertreten und nur seinem so offenen Geist ist es wohl zu verdanken, dass dies nicht geschieht.

Im Jahr 426 vollendet Augustinus sein 22-bändiges Werk „Der Gottestaat“ und verkündet, zweiundsiebzigjährig, seiner Gemeinde , dass er den Priester Heraklius zu seinem Nachfolger bestimmt habe. Die letzten Jahre seines Lebens verbringt er tätig bis zum Schluß und beginnt auch noch ein Buch der Rückschau auf sein literarisches Wirken. Zu dieser Zeit beginnen die Vandalen durch die Schuld des Statthalters der Provinz, das römische Afrika zu überziehen. Nach einem kurzen Waffenstillstand, den ein zur Ordnung gesandter kaiserlicher Feldherr erwirkt, beginnen 430 die Horden unter Genserich ihr Wüten aufs neue. Hippo wird zum Flüchtlingslager, in dem Augustinus viele Menschen betreut. Als auch Hippo belagert wird, im dritten Monat schon, wirft ihn das Fieber auf sein Sterbebett. Die letzten zehn Tage bittet er sich völlige Einsamkeit aus und liest nur mehr die Bußpsalmen Davids. Endlich, am 28. August 430, findet sein Herz die Ruhe.

Die Nachwirkung seiner Schriften und seiner Person sind wohl gar nicht zu ermessen. Fast jeder Philosoph nach seiner Zeit setzte sich mit ihm auseinander und selbst viele Staatsmänner wie zum Beispiel Karl der Große wurden durch seine Schriften geleitet.</a>

Glaube ist, an das zu glauben, was man bis dahin nicht sehen kann. Die Belohnung dafür ist, das zu sehen, was man glaubt!
(Definition des Kirchenlehrers Augustinus)

„Weggehen von Gott heißt sterben, zurückkehren zu Gott heißt auferstehen, wohnen bei Gott heißt leben!“ (Augustinus: Alleingespräche 1,3)

„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir. Denn auf
dich hin hast du uns geschaffen“
(Augustinus: Bekenntnisse II/4)

„Gott ist dir näher als du dir selbst nahe bist!“
(Augustinus: Bekenntnisse III, 6, 11)

„Deine Sehnsucht ist dein Gebet!“
(Augustinus: Psalmenauslegung 37,14)

So beschreibt der hl. Augustinus den österlichen Weg des Menschen. Wir sind in Gott eingetaucht, eingehüllt in Seine heilende und liebende Gegenwart. Wir atmen in Gott, weinen in Gott, lachen in Gott. Wir leben, wenn wir in Gott sind. Ohne Gott fallen wir ins Nichts. Das ist die österliche Blickrichtung: Jesu Auferweckung und Erhöhung zum Vater verändert unser Gottes- und Menschenbild. Dominikus gab die Regel des heiligen Augustinus seinem neu gegründeten Orden 1216 als Richtschnur für das gemeinsame Leben
Gott nicht ohne den Menschen und der Mensch nicht ohne Gott. Wir sind nicht nur auf Gott bezogen, wir leben, bewegen uns und sind in Gott.

4 Bienenvölker bekamen heute die erste Einfütterung …

Das Schwarmablegervolk im Birkenwald hat mit Sicherheit eine begattete Königin weil (orangfarbener)Pollen eingetragen wurde.Fluglöcher wurden verengt um Räuberei zu verhindern.

Das WAHRE Leben!

Gedanken zum Evangelium am 20. Sonntag im Jahreskreis
(18.08.2012)

Jesus bietet sich selbst als Speise an: Durch ihn kommt man zum wahren Leben.

Kann man Gott essen?

Joh 6,51-58

Darf ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, heute um eine besondere Aufmerksamkeit bitten? Lesen Sie zuerst den Text des heutigen Evangeliums, ehe Sie meine Auslegung lesen. Vielleicht machen Sie das sowieso regelmäßig. Heute scheint es mir besonders wichtig. Lassen Sie diesen Abschnitt aus dem Evangelium des Johannes auf sich wirken. Stellen Sie sich vor, Sie wären unter den Menschen, die Jesus so reden hören. Wie wäre Ihre Reaktion? Wie klingen diese Worte für jemanden, der sie zum ersten Mal hört? Wenn Sie nun meinem Rat gefolgt sind und die Rede Jesu unvoreingenommen gelesen haben, wie wirkt sie auf Sie?

 

Joh 6, 51-58

51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. 52Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 53Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 54Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. 55Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. 56Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. 57Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Auslegung:
Kann man Gott essen?
…da würden wir uns die Zähne ausbeißen …denn es ist verdammt hart der Beste zu sein…ist das Erste was mir spontan dazu einfällt….
Steine zu Brot?

…aber ähnlich gefragt: Kann man Gott mögen?Ihn aufnehmen… ihn nah sein;sich mit ihm vereinigen; Gott als Nahrung der Seele als Erfüllung der Sehnsucht;wahr werden der Träume…in der Gegenwart Gottes leben?
Die Schriftstelle ist einer der schwerst verständlichen Schriftstellen und doch so einfach mit den Augen der Kindheit betrachtet mit der wir die Welt als Kind gesehen haben.Man muß die Schriftstelle nur leben und das Himmelreich so selbstverständlich annehmen wie ein Kind vielleicht ohne nachzudenken?

Aber denken wir dennnoch an „Selbstverständliches“ als wir gezeugt wurden.Zuerst war die Liebe unserer Eltern; eine Samenzelle von vielen hat es geschafft sich gegen den Strom zur Eizelle durchzusetzen und sich mit der Eizelle zu vereinigen.Wir begannen zu wachsen; es bildeten sich unser Körper..Wovon haben wir uns ernährt?Vom Blutkreislauf der Mutter unter dem Schutz des Vaters.Mit Nährstoffen; der Nahrung.Einer Kultur des Lebens.Wir wurden geboren; wir wuchsen heran und wurden erwachsen und bekamen eine Identität und schufen uns Raum in der Wirklichkeit und erkämpften uns einen Platz um zu leben.Eine Heimat in der wir uns einwurzeln haben können…wo der Geist und der Charakter gebildet werden kann.
Jesus sah den Durst der vielen nach seinem Wort und er sah, dass seine Zeit begrenzt war, er wußte von seiner göttlichen-prophetischen Botschaft und wollte dieser Ewigkeitscharakter einverleiben.Und wollte dies anbieten als lebendige Nahrung die lebenspendend wirken soll;Er hatte eine geistige Intention aber fühlte sich allein, heimatlos;weit ab vom seiner Familie…gottverbunden aber unverstanden;ungeliebt;er sah dass die Welt um sich lieber nach der Erfüllung der fleischlichen Begierden sich sehnte;Gier und Habgier Betrug,Mord und Totschlag Lüge und Spott waren das tägliche Brot;alles NUR Spass? alles ohne sichtbare Wunden? alles ohne sichtbare Folgen? Der Bauch als MITTE?…essen und trinken waren wichtiger als Kommunikation, Freundschaft;Barmherzigkeit,Versöhnung.Darum wollte er ein Zeichen setzen und sich mit dem Fleisch „VERSÖHNEN“ in dem er „Brot“ sein wollte um endgültig Himmel und Erde miteinander zu verbinden um Gott in der Welt nicht auszugrenzen;für immer dazuzugehören um die zu trösten diejenigen die Ausgrenzung und Heimatlosigkeit wie er erleben und um so Gemeinschaft zu stiften über Familienbande hinaus ;aber nicht Brot wovon man stirbt. …kein Brot der Angst wollte er sein wie in den beiden Weltkriegen die unsere Väter erlebt haben…kein Brot der Tränen sondern Brot der Erfüllung sondern Brot woran man sich erfreut… GOTT WURDE MENSCH, sodass der Mensch Gott werde;gleichzeitig aber mit der sicheren Gewissheit dass die Seinen(GOTT) ihn nicht schlachten werden wie Schachtvieh sondern stattdessen in einer Schüssel ein Teig gerührt werde um diesen anstelle Gottes hinzugeben;(wie bei Abraham – der ein Tier anstelle seines Sohnes opferte)damit sie wenn einer von den SEINEN an seiner Stelle mit Fleisch und Blut aufgenommen werde damit Gott alles in allem sein kann…gestiftete Gemeinschaft… DAMIT einer unter uns Gottes Gegenwart sichtbar erlebbar werden lassen kann als gleichwertiges geliebtes Kind dieser Welt.

Denken wir einmal nach wer von uns war den schon ein geplantes Kind, ein gewollte Kind? Viele von uns sind NUR durch Zufall entstanden; doch schon nach der Geburt erwartet uns ein menschenfreundliches System in der Welt die uns tragen hilft…vom Arzt bis zur Autobahnraststätte .. und dem Gebetstempel…überall steht mit unsichtbaren Buchstaben ein „Herzlich Willkommen“ geschrieben…alles ist bereit damit wir ein gutes angenehmes Leben haben…Schon von Beginn ist für uns ein Weltengebäude Stein für Stein mit Blut und Tränen und Opfer erbaut worden dass endliche eine Zeit kommen wird wo wir das Leben haben und es in Fülle haben und das Leben auch annehmen und uns daran erfreuen wie ein Kind das von neuem geboren wurde in Geist und Wahrheit.Matt.18:3;Joh.3:3 wenn wir nicht von neuen geboren werden aus Wasser und Geist können wir nicht ins Reich Gottes eingehen…denn Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben?
…darum hat es wahrscheinlich einen neuen Bund geben müssen wo Gott sich DEM Fleisch hingegeben hat um das Fleisch neu zu beseelen …(das Begehren des Fleisches war ihm nicht fremd) um DEM LEIB ein neues Wertmaß zu schenken sodass der Leib- die Heimat des Geistes – die Seele bilden kann, entfalten kann;Gewissen schulen kann.In einem gesunden Leib wohnt ein gesunder Geist?
Aber warum gibt Ausgrenzung, Mobbing, Schimpf und Schande und Sünde und Ablehnung, Spott und Hohn; nicht wirklich sagt ihr?Alles nur SPASS?Alles ohne S I C HT B A R E Folgen? OHNE sichtbare Wunden?Aber die Hingabe war eine einmalige und einzigartige; Gott hat nicht nur ein totes System geschaffen um Teil eines totem Systems zu werden, sondern er hat Leben gestiftet um dann einmal zu kommen und um dann bei uns-mit uns in uns um uns zu leben damit nie wieder NEID UND HASS soviel Schaden anrichten kann dass das Gefüge der Welt aus den Fugen gerät und dadurch Gott unfassbar wird im Fleisch und darum nicht mehr geschlachtet werden kann.WER Gott ISST erbt auch sein Leid, seine Tränen, seinen Schmerz – nicht nur die Freude.Ab nun kann niemand mehr ohne persönliches Mitleid sein wenn er Gottes Erbe verwalten will.

Um zu unserem Mutterleib zurückzukommen wo wir entstanden sind; die Mutter gab uns leibliche Nahrung…

Gott will wie ein Vater das ergänzen was noch fehlt; er könnte sich heute an die Spitze des Systems setzen und sagen:…“ ich war immer da, ich habe gewacht über euch wie eine Hennenmutter über ihre Kücken…wie ein Vater habe ich gesorgt für euch…bei Tag und Nacht habe ich euch nicht aus den Augen gelassen…ich habe eure Tränen gesehen…ich habe euch Heimat geben wollen in dem ihr sorgenfrei leben könnt…ich wollte euch Zukunft schenken und Sinn…aber habt ihr standgehalten bis zu Ende?…ihr seid fern geblieben…ich hatte Hunger und Durst nach einem guten Wort aber ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ihr habt „VON MIR“gegessen und getrunken, aber ihr habt mich nicht besucht und ward fern meine Gedanken… ihr habt die Gesetze gebrochen und das goldene Kalb angebetet …nun komm ich als Richter erkennt ihr mich jetzt…

…aber Gott sagt dies alles nicht weil er nicht richten will sondern retten – weil er uns liebt; immer wieder bietet er uns seinen Bund aufs neue an,wir müssen uns nur einreihen lassen …seine Gesetze anerkennen…in der Taufe haben wir einen Namen erhalten…der uns Wege eröffnet und Freiheit schenkt ..uns an unsere Mit-Verantwortung erinnert wo wir eine Welt mitgestalten können, die lebenswert bleibt.

Das letzte dass ein Mensch geben kann ist „sich selber“ denn wenn alles nichts geworden ist dann muß nichts alles werden, damit alles in allem in Gott seine Erfüllung findet.Denn es wäre das Ende der Philosophie wenn jemand behaupten würde er habe die Wahrheit ALLEIN und alles andere wäre NICHTS.Darum sind wir unser Leben lang auf Gottes Gnade angewiesen LEBEN zu dürfen in seiner Gegenwart; nur mit einem geläuterten Herzen dürfen wir Gott von Angesicht zu Angesicht erkennen und und seine Liebe immer wieder erleben und in seiner Gegenwart geborgen sein.
Und uns nicht vor der Zukunft fürchten…denn er macht alles neu!
Der Muttersegen baut uns Kindern Häuser.
Der Leib ABER ist der wahre Tempel des neuen Bundes welcher nicht mehr abgerissen werden kann.
Aber über allem drohnt der Gott des alten Bundes der in Ewigkeit „leben“ darf in der Freiheit seines Geistes.

In Wahrheit ist diese Hingabe an das Begehren des Fleisches eine Weichenstellung; alles was geschieht kann ab nun in der Liebe Gottes geläutert werden ohne Strafgerichtsandrohung.

WER wird unser Fleisch sich einmal „einverleiben“ wenn wir nicht verbrennen und unsere Asche der Erde neue Nährstoffe schenkt?

Ich bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott von Gott verachtet.
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Unser Fleisch werden vielleicht einmal die Würmer fressen; doch wir sind Gott sei Dank mehr als nur Fleisch und Blut und das wird uns retten ins ewige Leben hinein.

Denn nicht umsonst sind wir katholische Christen gegen die Verbrennung des Leibes denn am Grab von Heiligen wo auch der Leib vereint mit der Erde verehrt wird haben sich immer wieder Wunder zugetragen die Menschen erlöst haben von so mancherlei Leiden.

Auslegung 2:

Diese Evangeliumstelle stellt sich gegen elitäres Leben ohne Gott.

Väter, sorgten sich schon immer um das tägliche Brot der Familie mit Kampf, Kriege, und heute mit Geld.-Dieser Kampf endet mit dem Tod, würde man auf das tägliche Brot der Seele vergessen.

Elite-Denken isoliert, Gott aber verbindet.

Fleisch und Blut-Menschsein ist nicht alles, denn ohne Gott endet es im Tod.

Es ist wichtig,  auch auf das tägliche Brot der Seele zu achten.Denn nach dem Tod, werden wir nur eine Seele besitzen.Jesus ist das Fleisch gewordene Wort.Geist Gottes hat Fleisch angenommen und wurde gegenwärtig.Was wäre, wenn Gott plötzlich hier wäre, leibhaftig, wäre sein Wort Evangelium wie bei Jesus?Plötzlich würde die Wertigkeit der gegenwärtigen Wirklichkeit elitär werden, und Geist der Erinnerung übergangen. Jesus sagte, daß nicht nur gegenwärtiges Leben Wahrheit(Wirklichkeit, Fleisch und Blut)göttlich-ewig sind sondern das Wort das die Güte beinnhaltet Ewigkeischarakter erbt.

Nicht nur alles was wir sehen ist Wirklichkeit und Wahrheit.Selig, die nicht sehen und doch glauben.

Darum ist unser katholischer Glaube nicht tot.Darum ist nicht der Todestag ein Feiertag, sondern die Auferstehung.

Man muß das einfach nur glauben!

Das göttliche Wort von Jesus will verwirklicht und Wahrheit werden.

Seine Jünger sendete er in die ganze Welt, weil seine Botschaft die Welt retten kann.

Darum ist es wichtig, daß auch heute noch das Jesuswort als Botschaft Gültigkeit hat.Weil Jesus Wort nur jene erben die seine Botschaft aufnehmen wie die tägliche Nahrung.

Es gibt mehr als Essen und Trinken, es gibt die Freude, die von der Güte lebt.

Es wird ihnen alles eingegeben werden, was sie sagen sollen..

Wort der Zuwendung  soll Nahrung sein,nicht allein Brot.

Was wäre, jemand gäbe uns Brot und wünsche uns den Tod.

Seit Jesus müssen wir niemals mehr Brot der Welt ohne Gott essen.

Und das ist der schönste Trost, den es je geben kann.Diese Evangeliumstelle stiftet Beistand in aller Gottverlassenheit, weil jemand wie Jesus sich mit diesem Brot verbunden hat.So daß das Brot, das wir zu uns nehmen nicht in den Tod sondern ins ewige Leben führt.

Vom guten Wort kann man leben, aber vom bösen Worten könnte man sterben, wäre da nicht Jesus, der für alle jene alles geworden ist, die sonst nichts haben.

Auch in der Gegenwart unser Feinde wird so Leben erfüllt von Freude und Liebe und Beistand.

Und das ist mehr als menschlich, das ist göttlich!

Wie konnte es zum Beispiel denn geschehen, daß ich als Tochter meiner Mutter das nichts und die Leere des Todes früher fühlen mußte als meine Mutter bei ihren Heimgang ins Jenseits , sodaß sie mir etwas zurückgeben mußte, daß ich bei ihr ließ?Seither gibt es dieselbe  unumstritten ewige Verbindung wie ein Vater zu seinem Sohn haben sollte.

Nur wer diese Verbindlichkeit annimmt ohne operativ gewaltsam zu unterscheiden und zu trennen in Geschlechtertrennung hat etwas von dem Gott verstanden der die Seele wie Jesus nähren will.

Jes 49,15 Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, / eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: / ich vergesse dich nicht.

Es ist wichtig daß wir an etwas glauben dürfen, daß über alle Verlassenheit hinaus Vertrauen und Hoffnung schenken kann um eine Liebe in uns zu spüren können, die immer da ist und immer da sein wird und nicht abhängig davon ist, wie beliebt wir sind oder auch nicht.

Dieses Evangelium will Erfüllung schenken, wo man nie wieder hungrig wird, weil man schon den Himmel in sich spürt, wenn man in dieser Gemeindchaft Gottes lebt.

Unser Leben wäre dann eine Quelle des Glücks.

Vielen fehlt schon die Sehnsucht so glauben zu können, daß man zum Geschenk und zur Gabe werden will die hilft Gottgemeinschaft =Glückgemeinschaft zu stiften.

Dieser Akt des Schenkens ist bei Gott keine Verzweiflungstat sondern bezeugt, wie weit Gott geht ,mit seiner  Liebe gegangen ist und immer noch bereit ist zu gehen.Immer wieder aufs neue.Darum ist es kein Opfer mehr sondern eine Gabe.

Wer das Leben zu einer Gabe macht,wird immer wieder neu das Glück finden, weil wir uns gegenseitig aufeinander einlassen.

 

Wäre unser Leben stets eine Gabe, würde jeder seinem Nächsten bereichern wollen und es gäbe keine Kriege mehr.

Weil jeder alles hat was er braucht!

Frage des Tages:

○ Warum verlieren wir an Kommunikationsbereitschaft.

Kommunikation ist geben und nehmen, der Medienkonsum aber verführt dazu nur noch (zum Schein )zu nehmen…Die Gabe sich einzubringen ist stark begrenzt und gelenkt.Der freie Geist mit der Spontanität der Gestaltung des Augenblicks geht damit verloren.Die spontane Handlungsbereitschaft wird sehr stark eingeschränkt ohne daß wir es merken.Wie frei ist unser Wille noch, wird er nicht von Gott inspiriert?

 

 

 

 

 

○Warum reagieren viele beim  einfachen Gruß:, Grüß Gott „so ablehnend, fast allergisch

○Warum hören wir Evangeliumstellen nicht mehr zu, warum bereichern sie nicht?

○Warum ist religiös sein nicht mehr in?

○Haben wir keine Lebenshaltungen mehr, keine Prizipien, schwimmen wir mit dem Strom, oder haben wir noch eine Einstellung und eigene Meinung,

○Ist es zu anstrengend an Gott zu glauben?

○Fehlt uns ohne Glaube an Gott die Kraft Werte zu verteidigen…

○Sind wir kopflos geworden weil wir gottlos werden mußten um in der Welt zu bestehen und angepasst zu leben…?

○Warum ist es so schwer für Gott einen Raum frei zu lassen, damit wir dem Geheimnis des ewigen Lebens näher kommen können…

○ Sind wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt, so daß wir zum Beten uns keine Zeit mehr nehmen, daß Wunder geschehen können.

○Beweist die Dürre dieses Sommers nicht, wie wenig Kraft unser Glaube mehr hat, der durch guten Willen genährt wird?

○Unsere Gebeten fehlt die Eindringlichkeit die mit Nachdruck und Glaubenstärke Gott dazu zwingt sich um  unsere Anliegen zu kümmern…

○Wer bittet der empfängt…

○Kann es Weisheit ohne Gott geben, und hat sie ohne Gott Bestand?

○Warum fehlt uns die Neugier immer wieder neu nach Gott zu suchen.

 

Wer Gott (=Himmel)nicht in sich selber trägt, sucht ihn vergeblich im ganzen Weltall.

Das erste, was der Gegner Gottes tun wird, wenn er sich die Macht ergaunert, er macht Religion zur Privatsache!Sobald Religion Privatsache und nicht mehr Gemeinschaftscharakter hat, zerfällt der Glaube in viele Splitter!Zersplittert ist der Glaube kraftlos,die Worte werden wortlos, gnadenlos, herzlos, ruhelos…
Das Gebet wird ziellos, orientierungslos.
Gottes Geist lebt von Gemeinschaft.Nimmt man Gott die Gemeinschaft und der Gemeinschaft Gott bleibt nur noch die Passion.Passion Gottes aber stiftet immer Gemeinschaft
Wo zwei oder drei…

 

Heilige Rosa

Rosa erhielt den Beinamen „Die erste Blüte der Heiligkeit in Südamerika“.

Die heilige Rosa wurde am 20. April 1586 in Lima in Peru geboren und 1606 Terziarin des Dominikanerordens.

Durch seelische und körperliche Leiden geläutert, wuchs sie zu einem eindrücklichen Tugendleben heran, das durch mystische Gnadenerweise verklärt wurde.

Am 24. August 1617 wurde sie durch den Tod von ihren Leiden erlöst und in der Dominikanerkirche von Lima bestattet.

Dargestellt wird sie im Dominikanerinnenhabit, auf dem Kopf einen Kranz aus stacheligen Rosen, mit Jesuskind, Nachtigall, Hasen und Anker.

Sie ist Patronin von Amerika, Peru, Lima, Indien, und wird angerufen bei Verletzungen, Ausschlag, Entbindungen und Familienstreitigkeiten.

Schnell nach ihrem Tod setzte zunächst in Lima später auch in Peru und schließlich in ganz Lateinamerika ihre Verehrung als Heilige ein. 1671 wurde sie durch Papst Clemens X. offiziell heiliggesprochen und wurde so zur ersten Heiligen Amerikas.

Hautinfektionen behandeln mit Mariendistel:

Hierfür eignen sich z. B. frische oder getrocknete Blätter der Mariendistel. Eine Menge von 4 oder 5 Esslöffeln davon wird mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. 20 Minuten ziehen lassen und abseihen. Infizierte Hautstellen damit gründlich abwaschen. Dieser Aufguss kann auch zu einer guten Vernarbung einer Wunde seinen Beitrag leisten

Hollunderbeeren sind reif…!

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra)

Familie: Geißblattgewächse, Caprifoliaceae

Schwarzer Holunder, Flieder, Holder, Holler, Altholder, Bachholder

„Oh, wer zählt die Wunder alle

Dieses Strauches wohl?

Rinde, Beere, Blatt und Blüte,

Jeder Teil ist Kraft und Güte

Jeder Segensvoll.“

Wer nicht alle Hollunderblüten im Frühjahr für einen Grippetee abgepflückt hat, kann sich jetzt über die reifen und gesunden Hollunderbeeren freuen.Roh sind sie ungenießbar und sogar giftig.Nur gekocht ist der Saft mit Honig gesüßt ein Immunsystem-stärkendes Getränk.Bitte nur dort ernten wo die Beeren vor Pflanzenschutmittel und anderen chemischen Keulen gesichert gedeihen dürfen.

MYTHOLOGIE

Baum der Großen Göttin, Frau Holle (Holla, Perchta, Erda), der Erdmutter.

In der Esoterik besinnen wir uns beim Holunder in den Meditationen

„Der drei Welten“ :

1.Krone: Wohnort des Göttlichen, Göttliche Wesenheiten, Lichtleben Asgard, Vanaheimr, Alfheimr, wo die Götter wohnen.
2.Stamm: Mittelerde, Die uns bekannte Erde, auf der wir leben. Midgard, Jotunheimr, Mykenheimr
3.Wurzel: Dunkle Welt, Unbewußtes, wo die Wurzeln wachsen, Totenreich Nifelheim Nebelwelt

Die Welten berühren einander, sei es durch einen Regenbogen (Bifrost), die Weltenschlange, Zauberstäbe, Drachen… .

Es war (vielleicht)unter dem Holunderstrauch oder einen jungen Olivenstrauch oder Olivenbaum als Jesus zu den Jüngern sagte : Wenn wir nicht werden wie die Kinder...

Der Holler bietet allem Lebendigen Schutz und ist in der „Anderswelt“ ein Wegweiser zum Licht.

Beeren: Holundersirup bei: Husten, grippalen Infekten.

Rezept: Beeren abrebeln und zum Kochen bringen. Ist der Saft aus den Beeren geronnen, diese durchpassieren und den Saft zu einem dicken Sirup einkochen. 1 – 2 TL in Wasser aufgerührt, mit Honig gesüßt gibt einen Labetrunk.

Blätter und Rinde(nur im Frühjahr die jungen Blätter): Schon Plinius empfiehlt den Blättertee, mit altem Wein bereitet, gegen Harnbeschwerden und Blutunreinheiten. Tee: bei Verstopfung, Rheuma, Gicht: 2 TL mit 1/4 Liter Wasser kurz aufkochen, abseihen. Nur kurz anwenden!

Rinde: Mathiolis (1564): „Des Holders Wurzel in Wein gesotten, treibt die Wassersucht mit Gewalt von dannen.“
Heilwirkung: Fiebersenkend, schweißtreibend, blutreinigend, ausleitend, Rheuma, Gicht, Verkühlungen, grippaleInfekte, Husten, Verstopfung.

Mittlerweile wird der Hollunder wegen seiner Vielseitigkeit auch schon vielerorts landwirtschaftlich kultiviert und ohne jeglichen Pflanzenschutz gezüchtet weil der Hollunder weder auf gedüngten Boden gedeiht noch aufwendige teure chemische Behandlung verträgt.

Angaben zur Bienenweide
Blütezeit: Anfang Juni bis Anfang Juli
Nektar: kein Nektar
Pollen: mäßiges Angebot an Pollen
Pollenfarbe:
gelblich weiß
gelb

Der Holunderstrauch hat meiner Ansicht nach auch bei der Propolisgewinnung bei den Bienen eine noch unerforschte wichtige Bedeutung für die Bienengesundheit.

Hollalikör: hier

…heute war die letzte Honigernte für heuer…biologischer Wiesenkräuterhonig-der geschmacklich beste Honig den wir je geerntet haben…!

Bei der Durchsicht der Völker konnte wir bemerken dass schon weniger Brut war vor allem fast keine Brut im neuen Schwarmableger,fast keine Dronenbrut;

2 Kübeln Honig Wiesenkräuterhonig wurde geerntet …fruchtig…zitroniger
Geschmack…vitaminreich…nicht zu süß…fast wie der Frühjahrshonig…hell…. sehr flüssig aber gute Konsistenz…!


…geht ist Blut… macht fröhlich…stärkt die Nerven…gibt Kraft und Ausdauer…sogar schmerzstillend…kreislaufstärkend…stillt sogar den Durst mit den ca 15% Wassergehalt!
…fruchtiger Nachgeschmack…von blühender Zitronenmelisse und Taubnessel und Herzgespann und Himbeersträucher…Brombeersträucher…wichtig bei der Honigqualität ist auch die Wasserqualität bei der Bienentränke…Bienen mögen abgestandenes Teich-Algenwasser und liebenaber auch frisches Brunnenquellwasser…!Mehr Honigertrag mit guter Bienentränke…
Der von der letzten Ernte anfallender sehr guter Entdeckelungshonig wurde dem Birkenwaldschwarmableger mittels Futtertasse heute eingefüttert…etwas Honigeinlagerung im Ableger…weniger Tracht im Birkenwald als im Kräutergarten.

Auffallend- das Entdeckelungswachs war sehr leicht zu entfernen beim Entdeckeln…das könnte heißen, dass die Bienen im Winter die Honigreserven leicht öffnen können; der meiste Honig wurde den Bienen für den Winter im Volk belassen;

wichtige Lernerfahrung: …auf helle junge ausgebaute Waben beim Einwintern achten, denn diese könnten leichter geöffnet werden von den Bienen als ältere dunkle Waben…

Dennnoch wird aufgehobener Entdeckelungshonig von den verschiedenen Honigernten…besonders den vitaminreichen vom Frühjahr… den Bienen bei Zeiten eingefüttert.Wir im Retzerland haben ein längeres Bienenjahr als in den übrigen Bundesländern,weil wir sehr viel Sonne und Kräuterläppertracht haben; darum können die Bienen noch sehr viel Tracht jetzt bis in den Herbst eintragen.
Beizschäden sind derzeit nicht zu beobachten weil die Bienenanzahl im Bienenvolk sehr hoch ist; gefährlich wird es erst beim Herstbrachefuttereintrag, wenn das Brachesaatgut gebeizt und nicht biologisch angebaut und bewirtschaftet wird und nicht ungebeiztes Saatgut verwendet wird, dann sterben die Bienen beim Öffnen der Futterreserven zu beobachten letzten Winter.Die Bienen beginnen sich schon nach unten zurückzuziehen; vermehrte Propolisverkittung ist zu beobachten …erst nach dem Ausschlecken der geschleuderten Waben werden Zargen entfernt und je nach Volksstärke ein-oder zweizargig eingewintert.Flugloch wurde verengt und schon die Mäusegitter vorbereitet.

Erst beim Rückgang der Aussentemperaturen wird an die Varroabehandlung gedacht.Da die Hitze einen geringeren Varrabefall bewirkt kann die Varroabehandlung noch etwas verschoben werden weil kein Akutbefall zu befürchten ist.
In Afrika gibt es wegen der Hitze fast keinen Varroabefall.

Je mehr die Bienen an biologischen Futter eingefüttert bekommen und biologsische Bienentränken zur Verfügung haben desto weniger sind die Bienen angewiesen gebeizte >Maisfelder anzufliegen beim Wassertrinken.Die Beizmittel in unserer Gegend werden wegen der Bienengefährdungskampagne in den Medien freiwillig in unserer Gegend reduziert und einige politische Maßnahme dürften schon positive Auswirkungen haben, weil neu angelegte Maisfelder nicht mit Maisbeizmittel behandelt werden dürfen und die Maisfelder wegen der starken Auszerrung des Bodens immer wieder gewechselt werden müssen, viele Landwirte überlegen auch die Umstellung auf biologischen Landbau wegen der Bodenerhaltung, der besseren Wasseraufnahme und dem regeren Bodenlebens und der Vermehrung der Nützlinge und der Stärkung der Ackerpflanzen im Immunsystem, und schlußendlich der Bienenfreundlichkeit und der besseren Befruchtung und deswegen höhere langanhaltende Ernteerträge als in der konventionellen Landwirtschaftsweise wo der Boden nachhaltig am Bodenleben verliert.

Ausgefallen ist heuer Gott sei Dank die bakteriologische Gelsenbekämpfung mittels Flugezug im Thayatal, die das Bienenvolk vehement im Gesamtgefüge gestört haben vergangenes Jahr(Versuchreihe) und die Bienenanzahl im Volk sehr geschwächt haben sodass sich zuwenige Winterbienen entwickeln haben können, die das Volk sicher über den Winter hätten bringen können.
Dem lieben Gott sei Dank dass heuer die Bienen sehr sehr gut und stark aussehen und zu hoffen ist, dass alles gut bleibt.Vielleicht weil sie glücklich sind?

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