Du bist wie du bist! Manchmal schweigst du tagelang und manchmal kommt ein Satz, der mich trifft! Hast du dabei mich gemeint? Wie oft setzt du deinen eigenen Kopf durch,- so eigensinnig, aber voller Charme. Wenn du lachst, steht die Zeit still. Wenn du weinst, zerreißt es mir das Herz. Aber du kannst auch trösten, mit einer feinen Geste, mit wenigen Worten.
Du hast ein Gesicht, das man so schnell nicht vergisst.Die vielen Falten erzählen eine lange Geschichte. Magst du auch alt sein, du denkst modern. Du hast keine Lust, dich beeinflussen zu lassen. Du kennst Gott und die Welt. Wie ein Wasserfall kannst du reden. Nicht immer hab ich Zeit zuzuhören. Manchmal willst du nur, daß ich bei dir bleibe. Dann brauche ich viel Geduld und Zeit. Besonders, wenn du nur in der Vergangenheit kramst. Aber du hast auch Geduld und immer Zeit. Mein ganzes Leben kennen wir uns schon. Doch wenn du zornig wirst, dann möchte ich nicht schuld sein. -In diesen Zornesregen stehen. Und gerade das liebe ich: daß du so verletzlich bist. -sensibel für alles Leid der Welt. Und daß du diesen unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn hast. Selten antwortest du wie ich erwarte, wenn ich frage. Das irritiert mich oft. Aber irgendwie schaffst du es immer, auf das zurückzukommen, was mir wichtig ist. Du bist eine ganz besonderer.
Die EU-Kommission ruft die Renaissance der Atomkraft aus. Aber geht das, angesichts enormer Kosten und hoher Risken, überhaupt? Und was könnte sonst dahinterstecken?
Am 11. März 2011 blickte die Welt geschockt nach Japan: Ein Tsunami, ausgelöst durch ein gewaltiges Seebeben, hatte im Atomkraftwerk Fukushima zum Super-GAU, zur größten nuklearen Katastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986, geführt. Videos zeigen Berge aus Schutt und Asche, Reaktoren, die nur noch ein Trümmerfeld sind. Rund 150.000 Personen mussten evakuiert werden, die Folgen des Unglücks sind bis heute spürbar. Noch immer befinden sich rund 880 Tonnen Brennstoffreste in der Atomruine, und obwohl Japan die Gegend um das Kraftwerk wieder für normal bewohnbar erklärt hat, wollen nur die wenigsten dorthin zurück.
Auf die Woche genau 15 Jahre später bezeichnet EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Atom-Gipfel in der Nähe von Paris die Abkehr von der Kernkraft als „strategischen Fehler“. Zugleich kündigte sie künftige Risikoabsicherungen der Europäischen Union für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. Und sie bedauerte das Schrumpfen des Anteils an Atomkraft am europäischen Energiemix. Gleichzeitig betonte die Kommissionspräsidentin: „In den letzten Jahren erleben wir eine weltweite Renaissance der Kernenergie. Und Europa will an dieser Renaissance teilhaben.“
408 Reaktoren weltweit in Betrieb
Aber stimmt das wirklich? Erleben wir ein Comeback der Atomkraft? Aufschluss darüber gibt ein Blick in den World Nuclear Industry Status Report, der seit 2007 jährlich – jenseits von Propaganda und wirtschaftlichen Interessen – den Stand und die Entwicklung in Sachen Kernenergie offenlegt. Auf rund 600 Seiten zeigt der aktuelle Bericht aus dem Jahr 2025 sehr deutlich, dass die Atomkraft stagniert, erneuerbare Energien hingegen Rekordzuwächse verzeichnen. Insgesamt waren 408 Reaktoren weltweit in Betrieb, 30 weniger als beim Höchststand 2002. 63 Reaktoren sind in Bau, die meisten davon in China und Russland, ein Großteil der Projekte verzögert sich erheblich. Und: Der Anteil der Atomkraft am globalen Strommix ist im Jahr 2024 auf neun Prozent gesunken.
Die EU-Kommission ruft die Renaissance der Atomkraft aus. Aber geht das, angesichts enormer Kosten und hoher Risken, überhaupt? Und was könnte sonst dahinterstecken?
Am 11. März 2011 blickte die Welt geschockt nach Japan: Ein Tsunami, ausgelöst durch ein gewaltiges Seebeben, hatte im Atomkraftwerk Fukushima zum Super-GAU, zur größten nuklearen Katastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986, geführt. Videos zeigen Berge aus Schutt und Asche, Reaktoren, die nur noch ein Trümmerfeld sind. Rund 150.000 Personen mussten evakuiert werden, die Folgen des Unglücks sind bis heute spürbar. Noch immer befinden sich rund 880 Tonnen Brennstoffreste in der Atomruine, und obwohl Japan die Gegend um das Kraftwerk wieder für normal bewohnbar erklärt hat, wollen nur die wenigsten dorthin zurück.
Auf die Woche genau 15 Jahre später bezeichnet EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Atom-Gipfel in der Nähe von Paris die Abkehr von der Kernkraft als „strategischen Fehler“. Zugleich kündigte sie künftige Risikoabsicherungen der Europäischen Union für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. Und sie bedauerte das Schrumpfen des Anteils an Atomkraft am europäischen Energiemix. Gleichzeitig betonte die Kommissionspräsidentin: „In den letzten Jahren erleben wir eine weltweite Renaissance der Kernenergie. Und Europa will an dieser Renaissance teilhaben.“
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408 Reaktoren weltweit in Betrieb
Aber stimmt das wirklich? Erleben wir ein Comeback der Atomkraft? Aufschluss darüber gibt ein Blick in den World Nuclear Industry Status Report, der seit 2007 jährlich – jenseits von Propaganda und wirtschaftlichen Interessen – den Stand und die Entwicklung in Sachen Kernenergie offenlegt. Auf rund 600 Seiten zeigt der aktuelle Bericht aus dem Jahr 2025 sehr deutlich, dass die Atomkraft stagniert, erneuerbare Energien hingegen Rekordzuwächse verzeichnen. Insgesamt waren 408 Reaktoren weltweit in Betrieb, 30 weniger als beim Höchststand 2002. 63 Reaktoren sind in Bau, die meisten davon in China und Russland, ein Großteil der Projekte verzögert sich erheblich. Und: Der Anteil der Atomkraft am globalen Strommix ist im Jahr 2024 auf neun Prozent gesunken.
In Europa macht sich in manchen Staaten jedoch eine gegenteilige Entwicklung breit. Insgesamt wurden in der EU 2024 knapp fünf Prozent mehr Strom aus Kernenergie erzeugt als noch im Jahr 2023, hauptverantwortlich dafür ist Frankreich, der mit Abstand größte Erzeuger von Atomenergie in der Europäischen Union. Das Land hat außerdem weitere Meiler in Planung. Auf einen Ausbau setzt auch Tschechien: Nach langem Tauziehen wurde der Vertrag für eine Erweiterung des AKW Dukovany, das nur 31 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt liegt und von Experten als Hochrisiko-Anlage eingeschätzt wird, fixiert.
Größte Atom-Baustelle Europas
Die größte Atom-Baustelle Europas befindet sich im Südwesten Großbritanniens, genauer in Hinkley Point. Die Fertigstellung des einstigen Vorzeigeprojekts musste vor Kurzem zum wiederholten Mal verschoben werden. Ursprünglich sollte der Betrieb im ersten Block 2025 starten, es folgte ein Aufschub bis 2027, ein weiterer bis 2029, und nun peilt man den Start für das Jahr 2030 an. Die Verzögerung lässt die Kosten explodieren: Schätzungen gehen nun von rund 49 Milliarden Pfund (56,7 Milliarden Euro) aus. Anfänglich geplant waren 18 Milliarden Pfund.
Alle Energieproduktion(Wärme),die nicht ursprünglich von der Sonne kommt,trägt zur Erderwärmung bei.
Das stetige Kühlen von AKWs(Tag&Nacht) beeinflusst das Klima nachhaltig
Unsere ablehnende Position bleibt aufrecht. Die tragischen Unglücke in Tschernobyl und Fukushima haben der ganzen Welt vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraft ist
Unsere ablehnende Position bleibt aufrecht. Die tragischen Unglücke in Tschernobyl und Fukushima haben der ganzen Welt vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraft ist
Die EU-Kommission ruft die Renaissance der Atomkraft aus. Aber geht das, angesichts enormer Kosten und hoher Risken, überhaupt? Und was könnte sonst dahinterstecken?
Am 11. März 2011 blickte die Welt geschockt nach Japan: Ein Tsunami, ausgelöst durch ein gewaltiges Seebeben, hatte im Atomkraftwerk Fukushima zum Super-GAU, zur größten nuklearen Katastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986, geführt. Videos zeigen Berge aus Schutt und Asche, Reaktoren, die nur noch ein Trümmerfeld sind. Rund 150.000 Personen mussten evakuiert werden, die Folgen des Unglücks sind bis heute spürbar. Noch immer befinden sich rund 880 Tonnen Brennstoffreste in der Atomruine, und obwohl Japan die Gegend um das Kraftwerk wieder für normal bewohnbar erklärt hat, wollen nur die wenigsten dorthin zurück.
Auf die Woche genau 15 Jahre später bezeichnet EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Atom-Gipfel in der Nähe von Paris die Abkehr von der Kernkraft als „strategischen Fehler“. Zugleich kündigte sie künftige Risikoabsicherungen der Europäischen Union für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. Und sie bedauerte das Schrumpfen des Anteils an Atomkraft am europäischen Energiemix. Gleichzeitig betonte die Kommissionspräsidentin: „In den letzten Jahren erleben wir eine weltweite Renaissance der Kernenergie. Und Europa will an dieser Renaissance teilhaben.“
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408 Reaktoren weltweit in Betrieb
Aber stimmt das wirklich? Erleben wir ein Comeback der Atomkraft? Aufschluss darüber gibt ein Blick in den World Nuclear Industry Status Report, der seit 2007 jährlich – jenseits von Propaganda und wirtschaftlichen Interessen – den Stand und die Entwicklung in Sachen Kernenergie offenlegt. Auf rund 600 Seiten zeigt der aktuelle Bericht aus dem Jahr 2025 sehr deutlich, dass die Atomkraft stagniert, erneuerbare Energien hingegen Rekordzuwächse verzeichnen. Insgesamt waren 408 Reaktoren weltweit in Betrieb, 30 weniger als beim Höchststand 2002. 63 Reaktoren sind in Bau, die meisten davon in China und Russland, ein Großteil der Projekte verzögert sich erheblich. Und: Der Anteil der Atomkraft am globalen Strommix ist im Jahr 2024 auf neun Prozent gesunken.
In Europa macht sich in manchen Staaten jedoch eine gegenteilige Entwicklung breit. Insgesamt wurden in der EU 2024 knapp fünf Prozent mehr Strom aus Kernenergie erzeugt als noch im Jahr 2023, hauptverantwortlich dafür ist Frankreich, der mit Abstand größte Erzeuger von Atomenergie in der Europäischen Union. Das Land hat außerdem weitere Meiler in Planung. Auf einen Ausbau setzt auch Tschechien: Nach langem Tauziehen wurde der Vertrag für eine Erweiterung des AKW Dukovany, das nur 31 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt liegt und von Experten als Hochrisiko-Anlage eingeschätzt wird, fixiert.
Größte Atom-Baustelle Europas
Die größte Atom-Baustelle Europas befindet sich im Südwesten Großbritanniens, genauer in Hinkley Point. Die Fertigstellung des einstigen Vorzeigeprojekts musste vor Kurzem zum wiederholten Mal verschoben werden. Ursprünglich sollte der Betrieb im ersten Block 2025 starten, es folgte ein Aufschub bis 2027, ein weiterer bis 2029, und nun peilt man den Start für das Jahr 2030 an. Die Verzögerung lässt die Kosten explodieren: Schätzungen gehen nun von rund 49 Milliarden Pfund (56,7 Milliarden Euro) aus. Anfänglich geplant waren 18 Milliarden Pfund.
Unsere ablehnende Position bleibt aufrecht. Die tragischen Unglücke in Tschernobyl und Fukushima haben der ganzen Welt vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraft ist
Norbert Totschnig
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Alles in allem wird klar, dass ein klarer Fokus auf das Wiedererstarken der Atomkraft wohl anders aussieht. „Alle paar Jahre wird uns eine nukleare Renaissance vorgegaukelt. Wir diskutieren mehr über die Atomkraft als diese eigentlich an Bedeutung hat“, bestätigt die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. Tatsächlich hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit ihren Aussagen auf dem Atom-Gipfel eine weitere Debatte an- und so manche vor den Kopf gestoßen. In Österreich findet sich kaum jemand, der pro Atomkraft eintritt. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) hält fest: „Unsere ablehnende Position bleibt aufrecht. Die tragischen Unglücke in Tschernobyl und Fukushima haben der ganzen Welt vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraft ist.“
Auch die deutsche Regierung dürfte nicht viel Freude mit dem Vorstoß der EU-Kommissionspräsidentin haben. Totschnigs Amtskollege Carsten Schneider (SPD) hat den Plänen von der Leyens umgehend eine Abfuhr erteilt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trauert zwar dem deutschen Atomzeitalter nach, nannte den Ausstieg aus der Nuklearenergie allerdings „unumkehrbar“. Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirbt für ein Pilotprojekt mit kleinen modularen Reaktoren – diese Art der Minikraftwerke gilt als Zukunftshoffnung der Atomenergie.
Kleine Reaktoren, große Fans
Die Technologie soll zwar weniger Leistung als die bekannten AKWs haben, aber dafür sicherer und durch die modulare Bauweise auch deutlich günstiger sein. Zu den großen Fans dieser kleinen Reaktoren zählt etwa Microsoft-Gründer Bill Gates. Mit seinem Unternehmen TerraPower hat er ein milliardenschweres Bauprojekt im US-Bundesstaat Wyoming gestartet, vor Kurzem hat die amerikanische Atomaufsichtsbehörde grünes Licht gegeben. Allerdings: Diese kleinen Reaktoren werden seit vielen Jahren angekündigt, sind aber, bis auf wenige Ausnahmen, noch Spekulation. Das Verfahren ist noch nicht so weit ausgereift, dass es eingesetzt werden kann.
Dennoch kündigte von der Leyen an, „dass wir Investitionen in innovative Kerntechnologien mit einer Garantie in Höhe von 200 Millionen Euro unterstützen werden“. Ein Schritt, den Klimaexpertin Rogenhofer so gar nicht nachvollziehen kann: „Die Idee der kleinen Kraftwerke ist ein Traumschloss. Diese Anlagen sind erst in der Prototypphase und noch nicht marktreif. Selbst im optimistischsten Szenario der Internationalen Energieagentur für die Stromproduktion im Jahr 2050 wird die Energiemenge nicht an jenen Wert herankommen, den allein die Erneuerbaren jetzt schon in Deutschland erzielen. Das heißt also, die Reaktoren werden uns im Kampf gegen die Klimakrise nicht herausreißen.“
Ökologisch nachhaltig
In der Tat ist das Klima und dessen Schutz eines der wichtigsten Argumente der Atombefürworter. Die EU-Kommission hat 2022 in der Taxonomie-Verordnung Atomkraft als ökologisch nachhaltig – und damit förderungswürdig – eingestuft. Österreich hat dagegen geklagt, der Europäische Gerichtshof hat den Einspruch im September 2025 abgewiesen. Die Begründung lautete: Die EU-Kommission dürfe Atom und Gas als Technologien ansehen, die zum Klimaschutz beitragen. Auch die Risiken der Kernenergie könne die Kommission dabei außer Acht lassen.
Österreich hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Die Hoffnung auf Erfolg in der nächsten Instanz ist allerdings eher gering. Unstrittig ist, dass Atomkraftwerke im Betrieb keine direkten Treibhausgasemissionen erzeugen. Doch Helga Kromp-Kolb lässt die Klimaschutz-Erklärung nicht gelten: „Es ist einfach falsch. Erstens muss man das Uran ja aus dem Berg holen, das passiert mit fossiler Energie. Dann muss das Werk mit viel Stahl und Beton gebaut werden, auch das erfolgt mit fossiler Energie.“
Die EU hat sich ambitionierte Ziele gesteckt, bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 55 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 sinken, bis 2050 soll es Klimaneutralität geben. So schnell sind weder große noch kleine Atomkraftwerke verfügbar. „Schon rein wirtschaftlich geht sich das nicht aus. Ein Atomkraftwerk zu bauen, ist extrem teuer und dauert extrem lang“, sagt Katharina Rogenhofer. Sie verweist auch auf die internationale Entwicklung: China baue zwar teilweise immer noch Gas- und Kohlekraftwerke, sei aber weltweit führend beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Ukraine habe bereits angekündigt, beim Wiederaufbau auf Erneuerbare zu setzen. Und selbst US-Präsident Donald Trump könne Wind- und Solarenergie nicht aufhalten, vor allem in traditionell republikanischen US-Bundesstaaten werde dieser Bereich aufgestockt.
Die EU-Kommission ruft die Renaissance der Atomkraft aus. Aber geht das, angesichts enormer Kosten und hoher Risken, überhaupt? Und was könnte sonst dahinterstecken?
Am 11. März 2011 blickte die Welt geschockt nach Japan: Ein Tsunami, ausgelöst durch ein gewaltiges Seebeben, hatte im Atomkraftwerk Fukushima zum Super-GAU, zur größten nuklearen Katastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986, geführt. Videos zeigen Berge aus Schutt und Asche, Reaktoren, die nur noch ein Trümmerfeld sind. Rund 150.000 Personen mussten evakuiert werden, die Folgen des Unglücks sind bis heute spürbar. Noch immer befinden sich rund 880 Tonnen Brennstoffreste in der Atomruine, und obwohl Japan die Gegend um das Kraftwerk wieder für normal bewohnbar erklärt hat, wollen nur die wenigsten dorthin zurück.
Auf die Woche genau 15 Jahre später bezeichnet EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Atom-Gipfel in der Nähe von Paris die Abkehr von der Kernkraft als „strategischen Fehler“. Zugleich kündigte sie künftige Risikoabsicherungen der Europäischen Union für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. Und sie bedauerte das Schrumpfen des Anteils an Atomkraft am europäischen Energiemix. Gleichzeitig betonte die Kommissionspräsidentin: „In den letzten Jahren erleben wir eine weltweite Renaissance der Kernenergie. Und Europa will an dieser Renaissance teilhaben.“
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408 Reaktoren weltweit in Betrieb
Aber stimmt das wirklich? Erleben wir ein Comeback der Atomkraft? Aufschluss darüber gibt ein Blick in den World Nuclear Industry Status Report, der seit 2007 jährlich – jenseits von Propaganda und wirtschaftlichen Interessen – den Stand und die Entwicklung in Sachen Kernenergie offenlegt. Auf rund 600 Seiten zeigt der aktuelle Bericht aus dem Jahr 2025 sehr deutlich, dass die Atomkraft stagniert, erneuerbare Energien hingegen Rekordzuwächse verzeichnen. Insgesamt waren 408 Reaktoren weltweit in Betrieb, 30 weniger als beim Höchststand 2002. 63 Reaktoren sind in Bau, die meisten davon in China und Russland, ein Großteil der Projekte verzögert sich erheblich. Und: Der Anteil der Atomkraft am globalen Strommix ist im Jahr 2024 auf neun Prozent gesunken.
In Europa macht sich in manchen Staaten jedoch eine gegenteilige Entwicklung breit. Insgesamt wurden in der EU 2024 knapp fünf Prozent mehr Strom aus Kernenergie erzeugt als noch im Jahr 2023, hauptverantwortlich dafür ist Frankreich, der mit Abstand größte Erzeuger von Atomenergie in der Europäischen Union. Das Land hat außerdem weitere Meiler in Planung. Auf einen Ausbau setzt auch Tschechien: Nach langem Tauziehen wurde der Vertrag für eine Erweiterung des AKW Dukovany, das nur 31 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt liegt und von Experten als Hochrisiko-Anlage eingeschätzt wird, fixiert.
Größte Atom-Baustelle Europas
Die größte Atom-Baustelle Europas befindet sich im Südwesten Großbritanniens, genauer in Hinkley Point. Die Fertigstellung des einstigen Vorzeigeprojekts musste vor Kurzem zum wiederholten Mal verschoben werden. Ursprünglich sollte der Betrieb im ersten Block 2025 starten, es folgte ein Aufschub bis 2027, ein weiterer bis 2029, und nun peilt man den Start für das Jahr 2030 an. Die Verzögerung lässt die Kosten explodieren: Schätzungen gehen nun von rund 49 Milliarden Pfund (56,7 Milliarden Euro) aus. Anfänglich geplant waren 18 Milliarden Pfund.
Unsere ablehnende Position bleibt aufrecht. Die tragischen Unglücke in Tschernobyl und Fukushima haben der ganzen Welt vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraft ist
Norbert Totschnig
about:blank
Alles in allem wird klar, dass ein klarer Fokus auf das Wiedererstarken der Atomkraft wohl anders aussieht. „Alle paar Jahre wird uns eine nukleare Renaissance vorgegaukelt. Wir diskutieren mehr über die Atomkraft als diese eigentlich an Bedeutung hat“, bestätigt die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. Tatsächlich hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit ihren Aussagen auf dem Atom-Gipfel eine weitere Debatte an- und so manche vor den Kopf gestoßen. In Österreich findet sich kaum jemand, der pro Atomkraft eintritt. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) hält fest: „Unsere ablehnende Position bleibt aufrecht. Die tragischen Unglücke in Tschernobyl und Fukushima haben der ganzen Welt vor Augen geführt, wie gefährlich Atomkraft ist.“
Auch die deutsche Regierung dürfte nicht viel Freude mit dem Vorstoß der EU-Kommissionspräsidentin haben. Totschnigs Amtskollege Carsten Schneider (SPD) hat den Plänen von der Leyens umgehend eine Abfuhr erteilt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trauert zwar dem deutschen Atomzeitalter nach, nannte den Ausstieg aus der Nuklearenergie allerdings „unumkehrbar“. Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirbt für ein Pilotprojekt mit kleinen modularen Reaktoren – diese Art der Minikraftwerke gilt als Zukunftshoffnung der Atomenergie.
Kleine Reaktoren, große Fans
Die Technologie soll zwar weniger Leistung als die bekannten AKWs haben, aber dafür sicherer und durch die modulare Bauweise auch deutlich günstiger sein. Zu den großen Fans dieser kleinen Reaktoren zählt etwa Microsoft-Gründer Bill Gates. Mit seinem Unternehmen TerraPower hat er ein milliardenschweres Bauprojekt im US-Bundesstaat Wyoming gestartet, vor Kurzem hat die amerikanische Atomaufsichtsbehörde grünes Licht gegeben. Allerdings: Diese kleinen Reaktoren werden seit vielen Jahren angekündigt, sind aber, bis auf wenige Ausnahmen, noch Spekulation. Das Verfahren ist noch nicht so weit ausgereift, dass es eingesetzt werden kann.
Dennoch kündigte von der Leyen an, „dass wir Investitionen in innovative Kerntechnologien mit einer Garantie in Höhe von 200 Millionen Euro unterstützen werden“. Ein Schritt, den Klimaexpertin Rogenhofer so gar nicht nachvollziehen kann: „Die Idee der kleinen Kraftwerke ist ein Traumschloss. Diese Anlagen sind erst in der Prototypphase und noch nicht marktreif. Selbst im optimistischsten Szenario der Internationalen Energieagentur für die Stromproduktion im Jahr 2050 wird die Energiemenge nicht an jenen Wert herankommen, den allein die Erneuerbaren jetzt schon in Deutschland erzielen. Das heißt also, die Reaktoren werden uns im Kampf gegen die Klimakrise nicht herausreißen.“
Ökologisch nachhaltig❓
In der Tat ist das Klima und dessen Schutz eines der wichtigsten Argumente der Atombefürworter. Die EU-Kommission hat 2022 in der Taxonomie-Verordnung Atomkraft als ökologisch nachhaltig – und damit förderungswürdig – eingestuft.
Österreich hat dagegen geklagt, der Europäische Gerichtshof hat den Einspruch im September 2025 abgewiesen. Die Begründung lautete: Die EU-Kommission dürfe Atom und Gas als Technologien ansehen, die zum Klimaschutz beitragen. Auch die Risiken der Kernenergie könne die Kommission dabei außer Acht lassen.
Österreich hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Die Hoffnung auf Erfolg in der nächsten Instanz ist allerdings eher gering. Unstrittig ist, dass Atomkraftwerke im Betrieb keine direkten Treibhausgasemissionen erzeugen. Doch Helga Kromp-Kolb lässt die Klimaschutz-Erklärung nicht gelten: „Es ist einfach falsch. Erstens muss man das Uran ja aus dem Berg holen, das passiert mit fossiler Energie. Dann muss das Werk mit viel Stahl und Beton gebaut werden, auch das erfolgt mit fossiler Energie.“
Die EU hat sich ambitionierte Ziele gesteckt, bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 55 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 sinken, bis 2050 soll es Klimaneutralität geben. So schnell sind weder große noch kleine Atomkraftwerke verfügbar. „Schon rein wirtschaftlich geht sich das nicht aus. Ein Atomkraftwerk zu bauen, ist extrem teuer und dauert extrem lang“, sagt Katharina Rogenhofer. Sie verweist auch auf die internationale Entwicklung: China baue zwar teilweise immer noch Gas- und Kohlekraftwerke, sei aber weltweit führend beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Ukraine habe bereits angekündigt, beim Wiederaufbau auf Erneuerbare zu setzen. Und selbst US-Präsident Donald Trump könne Wind- und Solarenergie nicht aufhalten, vor allem in traditionell republikanischen US-Bundesstaaten werde dieser Bereich aufgestockt.
Unterdessen sucht die internationale Forschung nach neuen Energiequellen, denn der weltweite Bedarf an Strom steigt und steigt. Viel Potenzial wird der Kernfusion zugeschrieben, in der Branche herrscht Optimismus. Fusionskraftwerke kopieren, was in der Sonne passiert – die Verschmelzung zweier Atomkerne setzt riesige Mengen Energie frei. Viele Expertinnen und Experten meinen, dass es noch 30 Jahre dauern werde, bis solche Anlagen in großem Stil betrieben werden können.
Das ist jedoch schon seit 50 Jahren zu hören. Nicht nur im Silicon Valley, auch in Europa herrscht in diesem Bereich Aufbruchstimmung, so haben etwa die beiden deutschen Start-ups Marvel Fusion und Proxima Fusion jeweils mehr als 100 Millionen Euro an Investitionen eingesammelt. Heike Freund, Geschäftsführerin von Marvel Fusion, betont immer wieder ihre Vision: „2035 haben wir das erste Fusionskraftwerk in Europa gebaut.“ Geforscht wird auch an Kraftwerken, in denen es ohne Uran zur Kernspaltung kommt. Ein Beispiel dafür ist das Grazer Unternehmen Emerald Horizon, bei dem auch Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer tätig ist (siehe Artikel rechts).
Frankreich als treibende Kraft
Zurück zur klassischen Atomkraft, für die Kommissionspräsidentin von der Leyen wirbt. In Bezug auf Beweggründe für die Brüsseler Offensive hat Klimaforscherin Kromp-Kolb eine Theorie: „Die Atomkraft hat von jeher eine doppelte Bedeutung: Energie und Waffen. Es war immer schon so, dass die zivile Kernenergie auch der Deckmantel war, unter dem Forschung zusätzlich für Waffen genutzt wurde. Ich denke, es ist kein Zufall, dass Frankreich nun die treibende Kraft hinter dem nuklearen Antrieb ist.“
Tatsächlich hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Europa Anfang März ein nukleares Angebot gemacht. Vor martialischer Kulisse in Île Longue, dem Stützpunkt der französischen Atom-U-Boote in der Bretagne, bot er an, den Atomschirm seiner Nation auf ganz Europa auszuweiten. Der Zusammenhang zwischen Atomwaffen und ziviler Nutzung der Kernenergie ist in Frankreich nicht neu, bei einer Rede im Jahr 2020 hatte Macron betont: Ohne zivile Atomenergie gebe es keine militärische Nutzung der Technologie – und ohne die militärische Nutzung keine zivile Atomenergie. Politische Beobachter deuten die Atom-Ansage von Ursula von der Leyen nun durchaus als politisches Signal.
Seit mittlerweile fünf Jahren gibt es in Tulln das sogenannte Accent Makerspace – über ein Dutzend Startups forschen dort an landwirtschaftlichen Technologien. Unter ihnen die Firma Ensemo, die zuletzt eine Millionenförderung von der EU bekommen hat.
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Es ist zwar nur ein ganz kleiner Schnitt in einem Samen, doch der könnte ganz große Wirkung haben. Denn beim Startup Ensemo in Tulln werden landwirtschaftliche Samen aufgeschlitzt, Mikroorganismen eingespritzt und das Ganze dann wieder verklebt.
„Das kann man bei uns Menschen damit vergleichen, dass wir zum Beispiel zur Stabilisierung unserer Magen-Darm-Flora Joghurt oder Probiotika essen können. Und genauso ist es auch für die Pflanze. Wir geben ihr Mikroorganismen, die sie unterstützen und ihr beim Wachstum helfen“, erklärt Birgit Mitter, die Gründerin von Ensemo.
Bakterien dorthin bringen, wo sie wirken
Der große Vorteil bei der Technologie des Startups sei, dass man die Bakterien dorthin bringen könne, wo sie wirken sollen – also direkt in die Pflanze. „Die Bakterien können dann diese Symbiose mit der Pflanze eingehen und den Stickstoff fixieren. Und das bedeutet, dass der Bauer in diesem Fall keinen Stickstoff ausbringen muss“, so der zweite Gründer von Ensemo, Nikolaus Pfaffenbichler.
Die Samen werden zuerst aufgeschlitzt (links), dann werden Mikroorganismen eingesetzt (Mitte) und schlussendlich werden sie wieder verklebt (rechts)
Entwickelt wurde diese Technologie im Accent Makerspace in Tulln. Seit fünf Jahren arbeiten hier verschiedene Startups zusammen – und zwar auf dem Areal der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule. Als die Schülerinnen und Schüler damals ausgeblieben sind, sei die Idee entstanden, dass man das Areal Startups zur Verfügung stellen könnte, „die hier ihre Produkte im Bereich Agrartechnologie, Grüne Biotechnologie und auch Energietechnik ausprobieren können“, so Michael Moll, Geschäftsführer des Accent Makerspace.
Felder, Glashaus und Labore
Genau dafür stehen am Areal in Tulln Felder, ein Glashaus, Labore und Werkstätten zur Verfügung. Insgesamt 19 Startups sind derzeit am Standort ansässig. Gefördert werden sie jährlich mit rund einer halben Million Euro vom Land Niederösterreich.
„Es ist so, dass wir hier für den Aufbau da sind. Das heißt: Hier wird geforscht und entwickelt. Sobald das Unternehmen aber einen Standort hat, wo produziert wird, müssen sie leider auch den Makerspace verlassen. Das ist schade, weil wir natürlich damit unsere schönsten und besten Startups dann sukzessive auch verlieren. Aber es kommen ja immer wieder neue Ideen hinzu“, so Michael Moll.
Fotostrecke mit 4 Bildern
Seit fünf Jahren gibt es das Accent Makerspace in TullnDie verschiedenen Äcker können von den Startups genutzt werden
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Denn neue Startups können sich beim Accent Makerspace melden. „Sobald man an einer Idee arbeitet und glaubt, daraus könnte ein Produkt werden, ist genau der richtige Zeitpunkt, zu uns zu kommen. Wir arbeiten dann Geschäftsmodelle aus, wir erarbeiten ein Geschäftskonzept, wir informieren über diverse Themen. Es gibt bei uns Workshops, es gibt Coaching, es gibt Bootcamps, die wir zur Verfügung stellen“, sagt Moll.
Millionen für Ensemo
Von den Angeboten profitiert hat auch Ensemo. Das Unternehmen bekam zuletzt eine EU-Förderung von über zwei Millionen Euro – mehr dazu in Millionenförderung für Agrar-Start-up Ensemo (noe.ORF.at; 28.2.2026). Damit möchte man nun die Maschine weiter verbessern, obwohl sie bereits jetzt 3.000 Samen pro Sekunde behandeln kann.
Das Team von Ensemo plant nach Erhalt der Förderung nun die Weiterentwicklung der Technologie
„Wenn man sich überlegt, dass man für Soja circa 600.000 Körner pro Hektar benötigt, kommt man sehr schnell auf einen großen Durchsatz, den man mit der Maschine erzielen muss. Ansonsten ist das einfach nicht wirtschaftlich“, so Pfaffenbichler.
Mit dem Fördergeld sollen nun die Maschinen vollautomatisiert werden. Außerdem sollen sie für die Anwendung an Mais weiterentwickelt werden. Bis dato werden nur Sojasamen behandelt. Außerdem will man expandieren, denn der Markt für Soja sei etwa in Südamerika noch deutlich größer, so die Ensemo-Gründer.
📖NÖ.🇺🇦🇦🇹Wir für Retz 🇪🇺Europäische Kommission – Vertretung in Österreich 🏥Kepler Uniklinikum
Insektizide sind chemische Mittel zur Bekämpfung von Insekten, die oft das #Nervensystem schädigen. Sie wirken als Kontaktgift, Frassgift oder Atemgift und können Nützlinge, Bienen sowie den Menschen (durch Einatmen/Hautkontakt) gefährden. Viele Mittel (z.B. Neonicotinoide) sind extrem bienengiftig.
✅🍇🌱🐰Hauptsache BIO
👀‼️🇪🇺Chemischer Pflanzenschutz bei Konventionellen nicht bei Wind im Ortsgebiet (Kinder)einsetzen.
Insektizide sind #Chemikalien, die zur Abtötung von Insekten verwendet werden. Manche Insektizide sind auch für den Menschen gefährlich.
Viele Insektizide können eine Vergiftung verursachen, wenn sie geschluckt, eingeatmet und durch die Haut aufgenommen werden.
👀🚁Zu den Symptomen zählen #Augentränen, #Herzprobleme und #Atemnot.
Die Diagnose gründet sich auf Symptome, Bluttests und eine Beschreibung der Umstände der Vergiftung.
Bei der Behandlung schwerer #Insektizidvergiftungen sind mehrere Medikamente wirksam.
(Siehe auch Übersicht über Vergiftungen.)
Die Eigenschaften, die Insektizide für Insekten tödlich machen, können sie mitunter auch für Menschen tödlich machen. Die meisten schweren Insektizidvergiftungen werden durch 😱Organophosphat- und Carbamat-Verbindungen verursacht,
📖🍇Behandlung einer Insektizid-Vergiftung Ausziehen der kontaminierten Kleidung und Waschen der Haut
Behandlungen zur Unterstützung der Atmung und Herzfunktion
Atropin, über die Vene verabreicht
📖Zeigen sich Symptome einer #Organophosphat-#Vergiftung, ist unbedingt ein ✅Arzt aufzusuchen.
Bei Verdacht auf Hautkontakt mit einem Insektizid sollten die Kleidungsstücke ausgezogen und die Haut abgewaschen werden.
📖Pflegekräfte sollten darauf achten, dass sie sich bei der Versorgung des Betroffenen nicht selbst mit dem Gift kontaminieren.
Ärzte überwachen die Betroffenen auf ein #Atemversagen, und geben Atropin und andere Therapien zur Aufrechterhaltung der Atem- und Herzfunktion.
Intravenös gespritztes Atropin kann die meisten Symptome einer Organophosphat-Vergiftung lindern.
Pralidoxim, ebenfalls intravenös injiziert, kann die Wiederherstellung der #Nervenfunktion beschleunigen, indem die Ursachen der Symptome beseitigt werden. Gegen die Symptome einer Carbamat-Vergiftung hilft Atropin ebenfalls,
👀Pralidoxim jedoch meist nicht. Die Symptome einer Pyrethrumeinnahme klingen ohne Behandlung von selbst ab. 📖#Schwindel nach Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln im 🍇Weinberg kann ein Symptom einer akuten Vergiftung oder Reizung sein. Pflanzenschutzmittel, insbesondere Insektizide, können #Benommenheit, #Schwindel, #Kopfschmerzen, #Erbrechen, #Bauchschmerzen oder sogar #Bewusstlosigkeit verursachen. Wichtige Hinweise: 👀#Abdrift: Auch wenn Sie nicht direkt beim Spritzen dabei waren, können #Pestizidrückstände durch den Wind (Abdrift) auf angrenzende Wege oder Grundstücke gelangen, was zu #gesundheitlichen #Problemen führen kann. Symptome: Wenn Sie Schwindel, Übelkeit oder andere Beschwerden verspüren, die auf den Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen sind, sollten Sie den Bereich sofort verlassen, an die frische Luft gehen und ggf. Kleidung wechseln. 🥹Arztbesuch: Bei anhaltenden oder starken Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Vergiftung auszuschließen.
✅Bio-Weinbau: Im ökologischen Weinbau werden zwar andere Mittel (wie Kupfer oder Schwefel) verwendet als im konventionellen, dennoch können auch diese bei hoher Konzentration Reizungen hervorrufen. Der Einsatz von synthetischen Insektiziden wird jedoch im Bioweinbau vermieden.
Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.
Die Arbeit im Weinberg mit Pflanzenschutzmitteln erfordert Sachkenntnis, um die Gesundheit der Anwender und der Umwelt zu schützen.
Muskelschwäche ist eine bekannte, ernstzunehmende Folge von Vergiftungen durch bestimmte Insektizide (Pestizide), insbesondere Organophosphate und Carbamate. Diese Substanzen wirken neurotoxisch, das heißt, sie schädigen das Nervensystem, was wiederum zu neuromuskulären Störungen führt.
Wirkmechanismus und Symptome Insektizide greifen häufig in die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln ein. Organophosphate und Carbamate: Diese hemmen das Enzym Acetylcholinesterase, was zu einer #Überreizung der #Muskeln führt, die in einer #Muskelschwäche oder sogar #Lähmung enden kann. 😮Akute Vergiftung: Symptome können neben Muskelschwäche auch Muskelzucken (Faszikulationen), Krämpfe, Atemnot, Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen umfassen.
Verzögerte Effekte: Einige Organophosphate können eine „verzögerte Polyneuropathie“ (OPIDN) verursachen, die Wochen nach der Exposition mit 😱Muskelschwäche in den Beinen beginnt.
📖Ursachen für #Muskelschwäche Direkte #Nervenschädigung: Die durch das Insektizid hervorgerufene 😱neuronale Störung beeinträchtigt die Nervenstrukturen, die die Muskeln steuern. Störung der neuromuskulären Übertragung: Die Kommunikation an den Verbindungsstellen zwischen Nerv und Muskel wird blockiert.
⚠️Betroffene Gruppen und Gefahren Insektizide sind besonders für Menschen kritisch, da deren ‼️Nervensystem dem von Insekten ähnlich ist. 📖Landwirte, Gärtner und Personen, die beruflich oder privat intensiv mit Pestiziden arbeiten, sind am stärksten gefährdet. Die Auswirkungen können nicht nur akut, sondern auch chronisch sein und zu langfristigen #neurologischen #Störungen führen.
📖Maßnahmen bei Verdacht Bei Symptomen einer Insektizidvergiftung sollte sofort der ✅#medizinische #Notdienst (144) gerufen oder das #Giftinformationszentrum kontaktiert werden.
📖🇪🇺Was sind 5 Anzeichen und Symptome einer Pestizidvergiftung? Zu den Symptomen einer leichten Vergiftung gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, verschwommenes Sehen, vermehrtes Schwitzen und Speichelfluss, Übelkeit und Erbrechen sowie Magenkrämpfe oder Durchfall . Symptome einer mittelschweren Vergiftung sind Gehschwierigkeiten, Schwäche, Brustschmerzen, Muskelzuckungen und eine Verengung der Pupille.
🧐 Tinnitus kann als Symptom einer Vergiftung durch bestimmte Insektizide auftreten. Dies geschieht in der Regel durch die sogenannte Ototoxizität, bei der Gifte die Strukturen des Innenohrs oder den Hörnerv angreifen.
Zusammenhang zwischen Insektiziden und Tinnitus:
Insektizidvergiftung: Wirkstoffe wie Organophosphate (in vielen Insektiziden) oder Carbamat können neben 👀nervösen Störungen auch👀 Ohrensausen verursachen. Ototoxizität: Wenn Insektizide die Cochlea (Hörschnecke) schädigen, kann dies zu Hörverlust oder Tinnitus führen.
Symptom einer Vergiftung: Neben Tinnitus können Vergiftungen durch Insektizide Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit hervorrufen.
‼️Wichtige Hinweise: Bei Verdacht auf eine Vergiftung durch Insektizide sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Tinnitus ist in 99 Prozent der Fälle auf andere, nicht-physiologische Ursachen zurückzuführen. Die Verwendung von Insektiziden (z. B. Pyrethroide) ist zwar weit verbreitet, aber eine direkte Verursachung von chronischem Tinnitus ist eher bei akuter, hoher Exposition wahrscheinlich.
Wirkmechanismus: Pestizide wie Dieldrin, Rotenon und Paraquat können die Apoptose (programmierter Zelltod) dopaminerger Neuronen induzieren. Sie verursachen Entzündungen und Ablagerungen im Gehirn, die für neurodegenerative Erkrankungen typisch sind. Neonicotinoide: Diese Mittel stehen wegen ihrer Toxizität und möglichen Nervenschädigung in der Kritik. 🌐Berufliches Risiko: Personen, die in der Landwirtschaft arbeiten und regelmäßig Pestiziden ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Demenzerkrankungen. 🌐Glyphosat: Eine Studie deutet darauf hin, dass auch geringe Dosen von🐰 Glyphosat zu chronischen Entzündungen im Gehirn führen und somit neurodegenerative Prozesse wie 🎵Alzheimer fördern könnten.
📖Das Parkinson-Syndrom, verursacht durch langjährigen, häufigen Umgang mit Pestiziden (Herbizide, Insektizide), wird in 🇪🇺Europa als ✅Berufskrankheit anerkannt. Besonders betroffen sind Landwirte, Gärtner und Winzer, die Pflanzenschutzmittel selbst ausgebracht haben. Eine Anerkennung erfordert meist den Nachweis von mindestens 100 Anwendungstagen.
Wichtige Informationen zur Anerkennung: Anerkennung: Der Ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten (ÄSVB) hat die Anerkennung empfohlen, mit einer Aufnahme in die Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) ist Anfang 2026 zu rechnen. Risikogruppen: Landwirte, Winzer, Gärtner und verwandte Berufe, die intensiv mit Pestiziden arbeiten. Voraussetzungen: Nachweis einer 🚑Parkinson-Erkrankung und einer intensiven, langjährigen Pestizidexposition (mind. 100 «trendkorrigierte» Anwendungstage). Antragstellung: Betroffene können bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) einen Antrag auf Anerkennung stellen. Symptome: Schleichender Beginn mit Ruhetremor (Zittern), Bewegungsverlangsamung (Akinese), Muskelsteifheit (Rigor) und Haltungsstörungen.
Die Anerkennung ermöglicht Betroffenen Leistungen der Unfallversicherung, wie Heilbehandlung, Rehabilitation oder Verletztenrente
🦉Ja, der Einsatz von Pestiziden in der intensiven Landwirtschaft ist eine der Hauptursachen für das Sterben von 🦉Vögeln und gefährdet auch 🐰🐇Feldhasen. Der Rückgang wird durch direkte Vergiftung und indirekte Effekte wie Nahrungsmangel verursacht. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
🎵Auswirkungen auf Vögel: Insektensterben führt zu Hungersnot: Pestizide, insbesondere Insektizide, töten die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten, was zu einem dramatischen Rückgang der Bestände führt. 🎵Direkte Vergiftung: Vögel können Pestizide direkt aufnehmen, was zu tödlichen Vergiftungen führen kann. Studien belegen Rückgänge: Studien zeigen beispielsweise einen Rückgang der Vogelarten in Agrarlandschaften um bis zu 84 %. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
⚠️Auswirkungen auf Hasen und Wildtiere: Lebensraumverlust: Die Intensivierung der Landwirtschaft, zu der auch der Pestizideinsatz gehört, verschlechtert den Lebensraum und verringert das Nahrungsangebot für Feldhasen und andere Wildtiere. Vergiftete Nahrungskette: Pestizide gelangen in die Nahrungskette und schädigen die biologische Vielfalt. 🇪🇺Österreichischer Tierschutzverein
Ursachen und Hintergründe: Intensive Landwirtschaft: Der hohe Pestizidverbrauch führt zu Vergiftungen und einer Zerstörung von Lebensräumen, was das 🧐Artensterben vorantreibt. Rückstände in der Umwelt: Pflanzenschutzmittel gelangen oft durch Abwaschungen von Feldern oder Fassaden in Gewässer und die Umwelt. NABU
Das Artensterben betrifft nicht nur Insekten, sondern wirkt sich negativ auf die gesamte Nahrungskette aus, wovon Vögel und Hasen stark betroffen sind und die Krebsrate bei Menschen&Tieren ,,wahrscheinlich“ erhöht.
🎵Lösungsansätze Grundsätzlich sind nachhaltig und auch ökologisch bewirtschaftete Agrarflächen für Vögel von Vorteil, allerdings können auch intensiv genutzte Flächen mit einem hohen Aufkommen von Vogelknöterich, Vogelmiere oder Rispengras samenfressenden Vögeln einen Lebensraum bieten. Wichtig sind ebenso Grünstreifen und Brachen als Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen.
Der BUND fordert aufgrund des Artensterbens zehn Prozent ökologische Rückzugsflächen direkt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Ohne Pestizideinsatz versteht sich.
Als BUND machen wir uns stark gegen Pestizide! Pestizide gefährden nicht nur die Artenvielfalt, Wildbienen und andere Insekten. Sie sind ebenso eine große Gefahr für uns Menschen. Jährlich kommt es weltweit zu Millionen von Vergiftungen mit Pestiziden.
Bei einer großen Militärübung hat die NATO heute mit einer amphibischen Landeoperation an der deutschen Ostsee-Küste begonnen. Die beteiligten Bündnispartner bringen seit der Früh Verstärkungskräfte der Allied Reaction Force (ARF) – der „Speerspitze der NATO“ – über den Truppenübungsplatz Putlos im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein unweit der Insel Fehmarn an Land.
„Steadfast Dart 26“ ist die größte NATO-Übung in diesem Jahr. Die Verbündeten demonstrieren, wie Truppen aus Südeuropa schnell näher an die Ostflanke des Bündnisses verlegt werden. Das findet ohne direkte Beteiligung der USA statt. Den Anfang bei dem Einsatz machten Taucher und Spezialkräfte, danach sollten Landungsboote eingesetzt werden. An der amphibischen Anlandung sind laut NATO-Angaben 15 Schiffe mit 2.600 Soldaten beteiligt.
10.000 Soldaten aus 13 Ländern
Insgesamt sind rund 10.000 Soldaten, mehr als 1.500 Fahrzeuge und 17 Schiffe aus 13 Nationen Teil des Manövers. Die größten Beiträge kommen aus südeuropäischen Ländern wie der Türkei und Spanien sowie Italien und Griechenland. Unter den Beobachtern der Übung ist auch Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius. Er wollte sich später zusammen mit dem deutschen NATO-General Ingo Gerhartz äußern.
Gerhartz hat im niederländischen Brunssum das Kommando über das operative Hauptquartier („Allied Joint Force Command“).