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Auch das Heer profitiert von Corona: 204 Millionen Euro fürs österreichische Heeresbudget…37 Millionen Euro für NÖ für 2021

CORONA-KRISE

Internes Krisenstabspapier: Weniger testen für die Rettung des Wintertourismus?

Aus einem „Policy Brief“ von Bundesrettungskommandant Foitik geht hervor, dass man für eine „grüne Einschätzung“ innerhalb weniger Tage mit den Testungen aufhören könnte

19. Oktober 2020, 12:53

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Wollte wohl nicht, dass diese Ideen an die Öffentlichkeit dringen: Rot-Kreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik.

Es ist ein internes Ideenpapier von Rotkreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik, das derzeit an einige Redaktionen – auch an die des STANDARD – gelangt sein dürfte und für Verwunderung sorgt. Der Inhalt ist nämlich ziemlich brisant. Vorrangig geht es in dem „Policy Brief“ um den Wintertourismus, um den sich die Bundesregierung ebenso wie der Westen Österreichs Sorgen macht. Es gilt, die Reisewarnungen loszuwerden und damit aus der „roten Zone“ für andere EU-Länder zu gelangen. Foitik skizziert in dem Papier seine Idee, Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko nicht mehr testen zu lassen.

Konkret heißt es in dem Papier: „Wintertourismus: Wenn Zahlen eine Zeitlang sinken, aber immer noch zu hoch sind für eine ‚grüne‘ Einschätzung der EU-Partner, könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören, Kontaktpersonen ‚1‘ zu testen: Die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich (absolut – Zahlen der vergangenen Woche) bei gleichzeitigem leichten Sinken der Positivitätsrate (vermutlich).“

Für den STANDARD war Foitik nicht erreichbar. Dem Kurier bestätigte er aber inzwischen, dass das Papier von ihm sei. „Das war nicht für die Öffentlichkeit gedacht, auch nicht für die Medien. Fest steht, Sie sollten das jedenfalls nicht haben“, sagt er in einem Onlinebericht der Tageszeitung. Das Papier sei nur für den Krisenstab gedacht gewesen. „Es geht hier in keiner Weise um Manipulation von Zahlen“, beteuert Foitik, sondern um die Vergleichbarkeit von Ländern. (jan, mika, 19.10.2020)

Rotes Kreuz will mit weniger Tests Touristen anlocken


Ökotreibstoff entpuppt sich als ,,Grünes Licht“ für Legalisierung des GEN-Mais, GEN-Weizen, Gen-Zuckerüben-Anbau

Was nicht gegessen wird darf als gen-pflanzlicher GEN-Treibstoff die Felder samt Grundwasser belasten?

☆▪Die Bienen sterben am GEN-Anbau.

☆▪Das Immunsystem ist mit Genlebensmittel geschwächt, darum ist Deutschland von Corona (Umweltgiftkrankheit)mehr betroffen als Öko-Bio-Österreich.

ÖKo ist nicht ÖKo.

Wir haben soviel Sonnenstrom, mit denen wir unsere E-Fahrzeuge der Zukunft laden können.Wir brauchen keinen Felderverschwendung für konventionellen GEN-Anbau um für Öko-Treibstoff der gar nicht ÖKo ist die Bio-Lebensmittelproduktion weiter zu verdrängen ohne Schutz vor GEN.

Freie Fahrt für Holztransporte aus Tschechien und Ungarn während die Österreicher in Isolierhaft gehalten werden

In Wahrheit sterben mehr an Glyphosat-Lebensmittel (Krebsfolgen) Pharma-Medikamente und Kummer und Isolation als an Corona.Mit Corona lassen sich viele Gesundheitssünden -Todeszahlen bestens vertuschen

Zukunft: spielendes Kind vor dem Schlupfloch der Natter

Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, / das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Jes 11,9Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, / so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.

Corona am Puls der Zeit

Eingemauerte Jugend im Spiel versiegelt um sich am Stillstand zu ergötzen und um den Stillstand organisieren zu können.
Am Sprung gehemmt, für den Augenblick verewigt.Nicht die lebendige Wahrheit,nein- sondern der Scheinfrieden als Ziel für das Glück für den Augenblick.Freiheit zum Gesetzesbruch mißbraucht,kriminalisiert verführt über Leichen zu gehen, nur um alltägliche Dinge zweckentfremdet an sich zu reißen ohne Rücksicht auf Verluste für das kleine Glück.Ausgeliefert der Gier darf die Unschuld das Vertrauen lahmlegen, damit die Gott-losen die Unschuld versklaven können und der Vertrauenselige Sklave des Gesetzes bleibt aber der Gesetzlose mit dessen Freiheit Raum gewinnt, um Mauern des Gefängnisses niederzureißen?

Physische Freiheit aufgeben um freies Denken zu gewinnen ist Klosterphilosophie.

Während im Alltag zählt: Nicht denken wie die Denker gewinnt physische Freiheit sondern Narrenfreiheit von der (Kapital)Politik gegängelt.

Gefängnisphilosophie aber ist: du darfst weder gedankliche noch leibliche Freiheit haben wenn du nicht mittels Gesetze Herr deiner Freiheit bist?

Nicht umsonst ist Oma Rosa am 11 November 2001 (zum Faschingsbeginn) in den Himmel vorrausgegangen.Hat sie den Weg bereitet für die Narrenfreiheit?Vielleicht ist nur diese von Gott?

Frage im Raum: Wie kann eine Freiheit des Geistes von Gott sein, wenn ihr die physische Freiheit fehlt?Was ist denken ohne reden und reden ohne tun?Zur Narrenfreiheit verurteilt?

Aber möglicherweise gibt es gar nur diese Freiheit.Denn kontrolierte Freiheit ist in Wahrheit keine Freiheit? Oder doch?

Sind wir mit Corona gefangene Zellen eines freien Organismus geworden?Das wäre nur der Fall für jene, die den Menschen nur als Teil und nicht wie ich als GANZES Universums einschätzt.Jeder Mensch birgt ein ganzes Universum in sich,- denn Gott ist mehr als die Summe ALLER Teile.Deshalb kann der Respekt für dieses Geheimnis Gott nicht begraben werden.Gott stirbt so viele Tode, wie es Menschen gibt.

Wienwahl Endergebnis

Corona macht vieles möglich:Nur das Ackerbienengift Glyphosat ist noch nicht verboten!Gesundheit doch noch nicht der höchste Wert für Politik ?

…nur leider nicht das Ackerbienengift Glyphosat…

Niederösterreich: rund 2610 Elektrofahrzeuge zugelassen (Sepember 500)

EU sichert sich Fischerei-Rechte in britischen Gewässern

Varroa-resistente Bienen

HomeGrundlagenWie funktioniert das? wie wehren sich die kleinzelligen Bienen gegen die Varroa?Wie funktioniert das?eigene Erfahrungen zu Varroa-resistenten, kleinzelligen Bienen

wie wehren sich die kleinzelligen Bienen gegen die Varroa?

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Es gibt ja verschiedene Arten wie sich die kleinzelligen Bienen gegen die Varroamilben zur Wehr setzen können.

Gerade berichtet ein Kollege, dass er in zwei seiner kleinzelligen Stöcke extrem wenig Milben in der Brut finden kann, obwohl er nicht behandelt hat.
Letztes Jahr fand er im August in 20 Drohnenbrutzellen 4 von Milben besetzte vor und eine davon war sechsfach besetzt und es gab keine Nachkommen.
In 100 Bienenbrutzellen fand er zur selben Zeit 4 besetzte vor.
Und heuer bei den letzten Untersuchungen konnte er in 50 Zellen Bienenbrut keine Milben finden und in der Drohnenbrut in 20 Zellen nur eine Milbe.
Und das alles ohne jeglichen Behandlungen!

Das schaut sehr nach VSH aus, Varroa Sensitive Hygiene.
Hier wird erklärt was VSH genau ist.

Nur bei diesen beiden Stöcken ist nicht viel von hygienischem Verhalten zu sehen gewesen im letzten Jahr.
Somit muss es sich um eine Anreicherung von sterilen Milben in den Zellen handeln.

Bei unseren Untersuchungen vor ein paar Jahren kamen wir zu ähnlichen Ergebnissen.

Um diese Jahreszeit, also im späten Sommer bis Herbst, und auch im zeitigen Frühjahr kann man in kleinzelligen Völkern das hygienische Verhalten sehr verstärkt beobachten.

Das sollte dann so aussehen:
zum vergrößern drauf klicken

Bild

Diese Brutwabe hab ich heute untersucht und sie stammt von einem starken, kleinzelligen Volk auf 3 Zargen. Die Tracht ist sehr stark zurück gegangen hier und die Bienen konzentrieren sich nun auf das Ausräumen der Milben wie es scheint.
Ich habe nun diese Wabe entdeckelt und die Brut ausgewaschen um zu sehen wieviele Varroen sich wirklich in den Zellen verbargen.

So geht das:
Zuverlässige Befallskontrolle bei kleinzelligen Bienenstöcken

:ha:

Es wurden ja ettliche durch die Bienen schon ausgräumt, weil sie von Varroen befallen waren. Nun konnte ich aber nur sehr wenige Zellen finden, die noch von Milben besetzt gewesen sind. Also haben die kleinzelligen Bienen gute Arbeit geleistet und fast alle Varroen ausgräumt.
BEHANDLUNGSFREIES IMKERNHYGIENISCHES VERHALTENRESISTENTE BIENENVARROAVARROARESISTENZ1

CORONAVIRUS. Covid-19 überstanden, auch ohne Antikörper?

Nicht alle Covid-19-Patienten bilden Antikörper. Doch sie sind nicht die einzige Chance, gesund zu werden. Unser Körper besitzt auch eine zelluläre Abwehr

12. Juli 2020, 07:00

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Derzeit sind viele Antikörpertests noch unzuverlässig.

Es gibt zwei Möglichkeiten für einen nachhaltigen Schutz der Bevölkerung gegen das Coronavirus: eine wirksame und sichere Schutzimpfung oder die natürliche Herdenimmunität. Für Letzteres müsste ein größerer Anteil der Bevölkerung zunächst eine Infektion mit Sars-CoV-2 oder eng verwandten Coronaviren überstanden und dabei einen natürlichen Immunschutz entwickelt haben.

Aktuell laufen verschiedene Studien, um festzustellen, wie viele Menschen bereits in Kontakt mit Sars-CoV-2 gekommen sind. In Gebieten, in denen das Virus sich sehr gut ausbreiten konnte, wie in New York zum Beispiel, haben fast 20 Prozent der Bevölkerung schon Antikörper gegen Sars-CoV-2. In Ischgl konnten bereits bei über 40 Prozent der Bevölkerung Antikörper nachgewiesen werden, im deutschen Heinsberg bei 15 Prozent und in Schweden, wo es gar keinen Lockdown gab, bei vier bis sieben Prozent. In Gebieten, in denen sich das Virus nicht so stark ausgebreitet hat, haben erste Analysen ergeben, dass dort die Seroprävalenz, also die Häufigkeit des Nachweises spezifischer Antikörper, bei ein bis zwei Prozent liegt. „Wobei man das auch mit Vorsicht genießen muss. Denn es kommt immer auf den Antikörpertest an, den man macht. Man muss sich ansehen, wie spezifisch und wie sensitiv sind die eigentlich?“, sagt Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.

Infiziert, ohne Antikörper

Aktuell gehen Forschende davon aus, dass der Körper im Zuge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus spezifische Antikörper ausbildet, die Infektionen eindämmen können. Jene Antikörper lassen sich in einer Blutprobe mithilfe von unterschiedlichen Antikörpertests nachweisen. Die meisten Menschen, die symptomatisch erkrankt sind, bilden relativ schnell Antikörper.

Derzeit gerät allerdings die Annahme ins Wanken, dass alle infizierten Personen nachhaltig Antikörper ausbilden und damit vor einer Neuinfektion geschützt wären. Denn in einer in „Nature“ veröffentlichten Studie, bei der 37 asymptomatische und Patienten mit milden Verläufen auf ihre Antikörper untersucht wurden, haben Forscher festgestellt, dass bei 40 Prozent der Patienten die Antikörper nach acht Wochen nicht mehr nachzuweisen waren. „Es verdichten sich die Hinweise, dass es da unterschiedliche Ausprägungen gibt, je nach Symptomatik der Patienten“, sagt Leif-Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Zelluläre Abwehr

Immer wieder sind in den vergangenen Wochen auch Berichte aufgetaucht, wonach Gesunde erneut an Covid-19 erkrankt seien. Becker dazu: „Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich eine Zweitinfektion war oder Exazerbationen (eine plötzliche deutliche Verschlechterung im Verlauf, Anm.) oder ein Wiederaufflammen derselben Infektion. Von den Tierexperimenten, die gemacht worden sind, sieht es ja eher so aus, als ob kurz nach der Infektion, also wenn die Infektion gerade abgeflaut ist, eine Reinfektion nicht mehr möglich ist.“ Wie die Sache sich ein oder zwei Monate nach der Erkrankung verhält, könne man jetzt noch nicht sagen, so Becker.

Doch auch Patienten, die scheinbar keine Antikörper bilden, können die Infektion bekämpfen. Hier ist möglicherweise eine andere Art der Immunreaktion involviert, und zwar die zelluläre Abwehr, an der die sogenannten T-Zellen beteiligt sind. „Es gibt Menschen, die eine Infektion durchgemacht haben und keine Antikörper zeigen, aber scheinbar eine T-Zell-Antwort“, sagt Becker.

Welche Immunantwort letztlich einen schützenden Aspekt hat, der auch bei der Entwicklung einer Impfung eine Rolle spielen wird, ist noch nicht klar und „kann uns auch noch nicht klar sein“, sagt Sander. Und weiter: „Angesichts dieser unglaublichen Menge an verschiedenen Impfstoffprojekten, die weltweit gemacht werden – ich glaube, wir sind jetzt bei über 200, die gezählt werden von der WHO –, bin ich ganz sicher, dass da irgendeiner dabei ist, der wirklich hilft und schützt.“ (bere, 12.7.2020)

Weiterlesen:

Kann man ein zweites Mal an Covid-19 erkranken?

Immunsystem gegen Virus: Warum Ältere kränker werden

Sars-CoV-2-positiv: Mit Antikörpertests Immunstatus ermitteln

ABWEHR:Viren abhalten: Wie sich der Körper sich schützt

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Wollen uns Viren oder Bakterien angreifen, müssen sie erst mechanische Barrieren überwinden. Erst danach kommt das Immunsystem zum EinsatzGerlinde Felix 

18. Oktober 2020, 13:00

109 Postings

Die Abwehr von Eindringlingen fängt schon an den Grenzflächen zwischen Außenwelt und Körperinnerem an, also an den Schleimhäuten und der Haut. In den Atemwegen etwa liegen Millionen Flimmerhärchen. Sie bewegen sich wie eine Unterwasserwiese aus Seetang im Gleichklang.

Wenn Erreger ins Körperinnere gelangen, dann wird das Immunsystem aktiv und sorgt dafür, dass Immunzellen, Botenstoffe und molekulare Werkzeuge die Eindringlinge möglichst zügig unschädlich machen. Auf welcher Stufe der Abwehr dies gelingt, hängt unter anderem davon ab, wie fit das Immunsystem ist, ob erblich bedingte Immundefekte vorliegen, wie aggressiv der Krankheitserreger ist – und um welche Art von Erreger es sich handelt. Unser Immunsystem ist damit im Allgemeinen gut beschäftigt.

Dabei bekommen die Immunzellen allerdings nur einen Teil jener Angreifer zu sehen, die tagtäglich auf uns einstürmen. Die Abwehr von Eindringlingen fängt nämlich schon an den Grenzflächen zwischen Außenwelt und Körperinnerem an, also an den Schleimhäuten und der Haut. Die erste Verteidigungslinie bilden natürliche chemische und mechanische Schutzbarrieren von Haut, Lunge und Darminnerem. Da gehören Enzyme im Speichel und in der Tränenflüssigkeit, die Lysozyme, genauso dazu wie antimikrobiell wirksame Sekrete von Talg- und Schweißdrüsen der Haut.

Die Haut selbst erinnert in ihrem Aufbau an eine Festungsmauer aus backsteinartig verzahnten Zellen. Eine auf ihr lebende gesunde Bakteriengemeinschaft, das Hautmikrobiom, erschwert fremden Keimen den Zugang in die Haut. Ist diese Barriere aber gestört, wie das etwa bei Neurodermitis der Fall ist, fällt es den Eindringlingen leichter, die Festungsmauer zu überwinden.

Mukus soll Angreifer stoppen

Eine weitere wichtige Waffe zur Abwehr von Erregern ist der von lokalen schleimproduzierenden Drüsen, den Becherzellen, hergestellte Schleim auf den Schleimhäuten der Atemwege und des Darminneren. Dieser sogenannte Mukus (lat. Mucus) bildet eine zähe Schicht, eine Art Hydrogel. Seine Hauptbestandteile sind langgezogene Zucker-Protein-Ketten. Das aus den Mucinen gebildete Netzwerk ist für Erreger nur schwer zu durchdringen. Viele Eindringlinge bleiben deshalb bereits im Schleim stecken. Leider nicht Sars-CoV-2. Das Virus scheint die Schutzwirkung des Schleims verringern zu können.

In den Atemwegen liegt außerdem ein Teppich aus Millionen Flimmerhärchen, das sogenannte Flimmerepithel, das den Großteil der Atemwege auskleidet. Außer den die Flimmerhärchen tragenden Schleimhautzellen sind auch schleimproduzierende Becherzellen Teil des Flimmerepithels.

Wie eine Unterwasserwiese aus Meerestang sich im Wasser im Gleichklang bewegt, flimmern die Härchen in koordinierter Weise allesamt etwa 1.000-mal pro Minute im Takt. Auf diese Weise katapultieren sie den sie bedeckenden Schleim mitsamt der Fracht aus Schadstoffen wie etwa Nikotin und Bakterien hochkant ins Freie.

Koordinierte Bewegung

Aber woher wissen die Flimmerhärchen in der Luftröhre, dass sie diese natürliche Abwehrreaktion gegen Bakterien starten müssen? Dies haben der Neurophysiologe Frank Zufall und seine Mitarbeiter von der Universität des Saarlandes gemeinsam mit anderen Forschergruppen kürzlich herausgefunden und die Ergebnisse im Fachmagazin „Immunity“ veröffentlicht.

Für die Lunge gefährliche Bakterien setzen bestimmte bakterielle Peptide frei. Spezialisierte chemosensorische Sinneszellen in der Luftröhre können diese Peptide wahrnehmen. Dafür haben sie auf ihrer Oberfläche spezielle Rezeptoren. Wenn die bakteriellen Peptide an den Chemorezeptoren andocken, dann löst dies eine Signalkaskade in der Zelle aus. Im Zellkern wird die Genregulation verändert und vermehrt der Botenstoff Acetylcholin gebildet und ausgeschüttet. Das Acetylcholin dockt seinerseits an einem Rezeptor auf benachbarten Flimmerhärchen an. Das löst deren koordinierte Bewegung aus.

Doch Sars-CoV-2 schwächt offenbar die Abwehr durch die Flimmerhärchen. Wissenschafter vom Berlin Institute of Health (BIH), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Thoraxklinik des Universitätsklinikums Heidelberg haben an Probenmaterial aus nicht virusinfizierten Patienten untersucht, welche Zellen in der Lunge und in den Bronchien vom Coronavirus infiziert werden können. Dabei stellten sie fest, dass in den Bronchien vor allem bestimmte Vorläuferzellen die Rezeptoren für das Coronavirus herstellen und so dem Virus die Möglichkeit bieten, an sie anzudocken und sein genetisches Material ins Zellinnere einzuschleusen. Die Vorläuferzellen gehen infolge der Infektion zugrunde. Normalerweise würden sie sich zu den Zellen im Atemtrakt weiterentwickeln, die mit ihren Flimmerhärchen dafür sorgen, dass Schleim und Bakterien aus der Lunge heraustransportiert werden. Das könnte bedeuten, dass das Flimmerepithel wegen Sars-CoV-2 seine Abwehraufgaben nicht mehr so gut erfüllen kann.

Säurebad im Magen

Viren und Bakterien, die statt der Luftröhre die Speiseröhre als Route wählen, erwartet ein unfreundliches Säurebad im Magen, das zudem noch von aggressiven Enzymen unterstützt wird. Es ist für viele Eindringlinge tödlich. Gelangen bakterielle Angreifer wie beispielsweise Salmonellen trotzdem in den Dickdarm, dann müssen sie mit Milliarden Bakterien, der Darmmikrobiota, klarkommen. Sie leben in der Schleimschicht des Dickdarms und verteidigen ihre jeweilige Lebensnische gegen Eindringlinge.

In den meisten Fällen gelingt es den pathogenen Keimen nicht, dieses äußere Schutzwallsystem zu überwinden. Zumal sich nach einem früheren Kontakt des Immunsystems mit dem Erreger bereits Antikörper im Blut und auf den Schleimhäuten befinden, die die Keime zusätzlich blockieren können. Aber es ist ratsam, diesen Teil der Abwehr fit zu halten – etwa indem man auf Rauchen verzichtet, die Haut gut pflegt, ausreichend schläft und sich gesund ernährt.

Es gibt zwar kein Fitnessstudio fürs Immunsystem, aber der Lebensstil eines Menschen kann sich stark darauf auswirken. Wichtig ist, sich mit frischen Früchten, Gemüse, Nüssen und Saaten vitamin- und mineralstoffreich zu ernähren und auf eine gute Zinkversorgung zu achten. Moderater Sport kann sowohl direkt ein echter Booster für die Abwehr sein als auch indirekt, weil Sport auch Stress abbaut. Die Skelettmuskulatur etwa hilft dem Immunsystem, weil ihre Kontraktion zur Produktion kleiner Proteine, den Myokinen, führt, die Entzündungen im Körper entgegenwirken. (Gerlinde Felix, 18.10.2020)

Originalpublikation:

Chemosensory Cell-Derived Acetylcholine Drives Tracheal Mucociliary Clearance in Response to Virulence-Associated Formyl Peptides

Weiterlesen:

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Immunsystem gegen Virus: Warum Ältere kränker werden

Wie Viren die natürliche Abwehr ausschalten

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