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20.5.2016
GLOBAL 2000 fordert: EU-Kommission muss krebserregendes Pestizid jetzt verbieten.

Wien – Entgegen aller ursprünglichen Erwartungen erreichte der Vorschlag der EU-Kommission, die Zulassung des von der IARC der WHO als „wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ eingestufte Pestizid zu verlängern, keine qualifizierte Mehrheit im Ausschuss der EU-Mitgliedsstaaten. „Dass die Wiederzulassung von Glyphosat auch im zweiten Anlauf keine Mehrheit unter den EU-Mitgliedsstaaten fand, ist ein Erfolg für den Umwelt- und Verbraucherschutz und ein deutliches Signal an die EU-Kommission“, erklärt Helmut Burtscher, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000. „Wir erwarten nun, dass die EU nach dem Vorsorgeprinzip handelt und den Stoff vom europäischen Markt nimmt.“

Je länger der Prozess der Wiederzulassung andauerte, desto mehr verdichteten sich die Hinweise, dass im Laufe des Verfahrens gravierende Fehlentscheidungen begangen und Informationen über die krebserzeugende Wirkung von Glyphosat von den Zulassungsbehörden wiederholt heruntergespielt oder aussortiert wurden.

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat aus diesem Grund gemeinsam mit acht weiteren europäischen Organisationen Anzeige gegen die zuständigen Prüfbehörden und gegen Monsanto erstattet.

„Die berechtigten Zweifel am Zulassungsverfahren und die zunehmenden Belege für eine krebserregende Wirkung haben unter den Mitgliedsstaaten offenbar zu einem Sinneswandel geführt“, erläutert Burtscher. „Das Ergebnis dieser Abstimmung läutet nun hoffentlich das endgültige Aus für den Unkrautvernichter ein. Ein Stoff, der in der landwirtschaftlichen Anwendung erwiesenermaßen und beim Menschen und Tieren höchstwahrscheinlich Krebs erzeugt, hat nichts in unserer Nahrungskette und unseren Körpern verloren. Wir erwarten nun, dass die EU nach dem Vorsorgeprinzip handelt und das krebserregende Pestizid vom europäischen Markt nimmt“, so Burtscher.

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