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Palmweide

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Erle

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Hasel

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Wintergeißblatt

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Winterjasmin

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Palmkätzchen

1. Der Vorfrühling (Februar – März):
Der erste ausgiebige Polleneintrag erfolgt in den meisten Gebieten von Hasel und Erle. lm Kalkbereich spielt die Schneeheide (Erica carnea) eine große Rolle, weitere, für die Bienen wichtige Leitpflanzen sind Schneerose, Krokus, Leberblümchen und Buschwindröschen. Wenn auch der Eiweißgehalt des Hasel- und Erlenpollens nicht hoch ist, ist er für die Anlage des ersten Brutnestes sehr wichtig. Ein wertvoller Strauch mit hohem Polleneiweißgehalt, der auch zu den Frühblühern gehört, ist die Kornelkirsche.
2. Die Weidenzeit (März – April):
Erst mit dem Aufblühen der ersten Weidenkätzchen beginnt für die Bienen eine starke Aufwärtsentwicklung. Während im Vorfrühling der Pollen von Hasel und Erle durch Witterungsrückschläge oft gar nicht voll ausgenützt werden kann, wird in der Weidenblüte, bei der neben Pollen auch schon Nektar eingetragen wird, das erste große Brutnest angelegt. Die Weiden sind zweihäusig, die männlichen Sträucher tragen Kätzchen mit Pollen, die weiblichen liefern Nektar, damit sie von den Bienen zur Bestäubung besucht werden. Die Weiden decken über einen langen Zeitraum den Bedarf der Bienen ab, deshalb ist es wichtig, dass eine größere Vielfalt von früh blühenden bis spät blühenden Arten vorhanden ist. Die größte Bedeutung haben die Frühblüher Sahlweide und Reifweide sowie deren Bastarde. Eine Vielzahl von Weiden bildet untereinander Kreuzungen, die Blütezeiten liegen dann genau in der Mitte der verbastardierten Hauptarten.
Durchschnittlicher Beginn des Blühens folgender Weiden-Hauptarten auf 600 m Seehöhe
16. März: Salix caprea – Sahlweide (Palm-Weide)
18. März: Salix daphnoides Reifweide
27. März: Salix appendiculata Schluchtweide (Großblatt-Weide, Gebirgs-Weide)
3. April: Salix viminalis Hanfweide (Korb-Weide) ‚
7. April: Salix purpurea – Purpurweide (Stein-Weide)
10. April: Salix cinerea Asch-Weide (Grau-Weide)
13. April: Salix fragilis – Bruch-Weide (Knack-Weide)
17. April: Salix eleagnos-Grau-Weide (Lavendel-Weide)
19. April: Salix aurita Ohr-Weide (Salbei-Weide)
21. April: Salix glabra- Glanz-Weide (Kahl-Weide, nur auf Kalk)
27. April: Salix alba – Silberweide
Die Weiden lassen sich sehr leicht vegetativ (durch Stecklinge) vermehren, auch die Bastarde der Sahlweide, nur die Hauptart der Sahlweide zeigt wenig Austriebsfähigkeit und muss durch Samen vermehrt werden. Auf Grund des Bedarfes an Palmkätzchen für die Palmprozession soll in jedem Garten eine Palm-Weide vorhanden sein.ln der zweiten Hälfte der Weidenzeit blühen bereits Marille und Mandel, wobei besonders der Mandelbaum förderungswürdig erscheint. Die Weidenzeit geht am Ende über in

3. Die Kirschenzeit (April – Mai):
Kirsche, Spitzahorn und Heidelbeere liefern schon rund 10 Tage vor Beginn der Blütenhaupttracht neben Pollen schon reichlich Nektar, bei optimalem Vorkommen und günstiger Witterung schon bis zu 1,0 kg über mehrere Tage. Vogelkirsche und Spitzahorn sind neben den Weiden die wichtigsten Bäume in der Entwicklungsphase der Bienenvölker, denn die im April aufgezogenen Bienen sind entscheidend für den Gesamtertrag eines Jahres. Diese Bienen lösen nämlich die Winterbienen gänzlich bei der Brutaufzucht ab, so dass die Winterbienen zusammen mit jenen aus dem ersten Brutnest im März die Blütenhaupttracht einbringen. Nach dem Brutgeschäft im Mai sind sie für den Eintrag der Waldtracht verantwortlich.

4. Der Vollfrühling (Mai):
ln dieser Zeit ist das größte Angebot von Pollen und Nektar des ganzen Jahres vorhanden. Die Blütentracht steht auf zwei getrennten Säulen, nämlich den Bodenblühern (Löwenzahn auf Grünland und Raps in Ackerbaugebieten) und den Bäumen und Sträuchern (Obst, Beerenobst, Bergahorn, Rosskastanie). Je geringer der Obstanbau mit der Höhenlage wird, um so größer ist die Bedeutung des Bergahorns. Bei der Neuanlage von Gärten ist besonders darauf zu achten, dass nicht Koniferen, sondern Obstbäume gesetzt werden.

5. Die Zeit der Waldtracht (Ende Mai bis Anfang Juli):
Gleichzeitig mit der Lecanientracht auf der Fichte wie Föhre,blühen die Robinie(Akazien) in der Niederung und die Himbeere in mittleren und höheren Lagen. In der zweiten Hälfte der Lecanientracht beginnt die großblättrige Sommerlinde zu blühen, in tiefen Lagen auch die Edelkastanie. Mit Beginn der Lachnidentracht im Wald blüht die kleinblättrige Winterlinde. Den meisten Blatthonig liefern Eichen und Linden. Robinie, Linde und Edelkastanie können, wenn sie in ausreichendem Maß vorhanden sind, ebenso viel Nektar liefern, wie die Nadelbäume an Honigtau. Die Anpflanzung dieser Bäumäe ist besonders dort wichtig, wo die Fichte nicht mehr regelmäßig honigt (zwischen 400 m und 800 m Seehöhe).

Was soll gepflanzt werden und was soll nicht mehr gepflanzt werden?
Zur Erreichung einer ökologischen Vielfalt sollen alle einheimischen Bäume und Sträucher in einem ausgewogenen Verhältnis gepflanzt werden. Die Nektar spendenden Arten sollen dabei einen hohen Anteil haben.

Ausländische Bäume und Sträucher:
Sie fallen bei uns durch besondere Blüten- und Blattfärbungen auf (Forsythie, Japanische Blütenkirschen). Sie passen nicht in unsere Ökologie und werden nicht von Insekten besucht. Eine Ausnahme bildet die Robinie(Akazie), die allerdings schon seit 300 Jahren in Europa heimisch ist und sich unserem Lebensraum angepasst hat.

BÄUME:
Bergahorn Acer pseudoplatanus (5 – 6) 2 3 4 6 7
Feldahorn Acer campestre (4 – 5) 1 4 5 6 7
Spitzahorn Acer platanoides (4 – 5) 2 3 4 6 7
Eichen Quercus ssp. (4 – 6) 2 3 4 6
Grauerle Alnus incana (3 – 4) 1 6
Schwarzerle Alnus glutinosa (3 – 4) 1 6
Weiden Salix ssp. (3 – 5) 1 5 6 7
Sommer-Linde Tilia platiphyllo (6 – 7) 2 3 4 6 7
Winter-Linde Tilia cordata (6 – 7) 2 3 4 6 7
Robinie (Akazie) Robinia pseudoacacia 2 3 4 6 7
Rosskastanie Aesculus hippocastanum (4 – 6) 3 4 6
Edelkastanie Castanea sativa (6 – 7) 2 3 4 6
Faulbaum Frangula alnus (5 – 7) 1 5 6
Apfel Malus domestica (4 – 5) 1 7
Birne Pyrus communis (4 – 5) 2 3 7
Vogelkirsche, Süßkirsche Prunus avium (4 – 5) 2 3 4 5 6 7
Weichsel, Sauerkirsche Prunus cerasus (4 – 5 1 7 8
Pfirsich Prunus persica (3 – 4) 7 8
Pflaume, Zwetschke Prunus domestica (4 – 1 7
Marille, Aprikose Prunus armeniaca (3 – 4) 1 7 8
Mandelbaum Prunus dulcis (3 – 4) 1 4 6 7

STRÄUCHER:
Brombeere Rubus fruticosus (6 – 8) 6 7
Himbeere Rubus idaeus (5 – 7) 6 7
Stachelbeere, Ribisel Ribes ssp. (4 – 5) 7
Hasel Corylus avellana (2 – 3) 5 6 7
Kornelkirsche Cornus mas (2 – 3) 5 6 7
Schwarzdorn-Schlehe Prunus spinosa (4 – 5) 5 6 7
Hartriegel Cornus sanguinea (5 – 6) 5 6 7
Versch. Weiden Salix ssp. (3 – 5) 5 6 7
Versch. Ginster Cytisus (5 – 6) 6 7
Maiblumenstrauch Deutzia (5 – 6) 5 6 7
Eibisch Hibiscus (7 – 8) 6 7
Falscher Jasmin Philadelphus
(Pfeifenstrauch) coronarius (5 – 6) 5 6 7
Schneebeere Symphoricarpus rivularis (6 – 8) 5 6 7
Wolliger Schneeball Viburnum Iantana (5 – 6) 5 6 7
Berberitze Berberis vulgaris (5 – 6) 5 6 7
Heckenkirsche Lonicera tatarica (5 – 7) 5 6 7

ZWERGSTRAUCHGEWÄCHSE:
Heidelbeere Vaccinium myrtillus (4 – 6) 6 7
Preiselbeere Vaccinium vitis idaea (5 – 7) 6 7
Besenheide Calluna vulgaris (7 – 9) 6 7
Schneeheide Erica carnea (2 – 4) 6 7

KLETTERPFLANZEN:
Efeu Hedera helix

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