Wilmas Bienenblog

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Archiv: Samstag, 1. August 2020

Wenn ich einst tot…

Wenn ich einst tot und längst begraben bin,

…der Wind wird sein, das Meer, der Schöpfung Sinn;

…und grüßen wird wie heut´vor meiner Tür,-

der Jahreszeiten wechseldes Spalier.

Ein anderer wird in meinen Garten gehen, in dem ich einst soviel gewandert bin.

Ein anderer wird das Meeresglühen sehen, das einmal war mein lieblichster Gewinn.

Das gleiche Fest wird sein, das gleiche Beben,

der Garten wird vor meiner Tür erblühen.

Das herbstliche Blattgold wird die Wälder überziehn,

als wäre ewig,-unveränderlich mein Leben.

Dia do Mar, 1947

Der kleine Platz

Mein Leben hatte die Form des kleinen Platzes angenommen

In dieser Zeit, wenn dein Tod sich nach und nach einschleicht, klammere ich mich an den Platz, den du liebst.Die bescheidene sehnsüchtige Menschlichkeit der Räume,in denen Stoffe und uralte Gewänder warten die daran erinnern, als Gott noch erlebbar berührbar war und Fragen beantwortete, wenn es auch Märchen gewesen wären, nur um der Hoffnung ein Gesicht zu geben.Ich suche ,,du“ zu werden, weil du sterben würdest, und alles Leben dort aufhören würde meines zu sein.Ich versuche zu Lächeln, so wie du allen zulächelst.Ich versuche zu lächeln, wie du dem Zeitungsverkäufer, dem Soldaten,dem Zigarettenverkäufer,der Frau ohne Beine, die Veilchen verkauft ,-zulächelst.Ich bat, die Frau ohne Beine für dich zu beten.Ich entzünde Kerzen auf alle Altären der Kirchen, die an den Ecken dieses Platzes stehen.Doch kaum schlage ich die Augen auf lese ich in deinem Gesicht die geschriebene Berufung zum Ewigen.Ich berufe die Menschen aller Straßen und Orte, die Erinnerung deines Gesichtes sind,damit sie sich einprägen in das ewige Gewebe des Todes um gleichzeitig damit zu beginnen aufzutrennen, das Gewebe, das der Tod in dir webt,damit das Leben eine Chance hat sich zu erholen.

Obra Poética III,1991

***

Zielrichtung

Wer mir keine Liebe gab, gab mir nichts.Ich trete auf der Stelle…ich blicke umher, meine bessere Welt unvollendet.

Soviel verlorene Zeit…

Mit welcher Sehnsucht erinnere ich und segne sie

Ein Feld mit Blumen und Dornensträucher.

Quelle des Lebens bin ich gewesen.Ich sinne, ich ordne.<ich denke an eine mögliche Zukunft.Ich folge verzaubert dem Gedanken, der sich enthüllt.

Wer mir keine Liebe gab, gab mir nichts.Verbrannt. Verbannt schreite ich fort und träume mich ohne Vaterland und ohne Freunde,-Vorsätzlich. Deine Blick war mein Spiegel, weil ich nie sehen konnte, und nur sah was du siehst.Jetzt aber sehe ich die Wahrheit, aber sie schmerzt mehr als alle Lügen.Aber die Wahrheit kann und will nicht länger LÜGE sein,weil Wahrheit frei sein will, um das Leben so zu ordnen, daß Gott darin wohnen will.Denn Wahrheit will nicht ohne Gott.Denn wäre Wahrheit ohne Gott, wär sie eine Mörderin, die um sich alles vernichtet.

Du bist die Erde

Du bist die Erde, auf der ich ruhe; weich sanft,zärtlich und hart und weich genug, damit deine Arme und Beine Liebeskraft haben, um mich zu umarmen.Du bist auch der Stein, an dessen Kanten ich mich abrunde, dessen Moosbelag jedoch die Wunden erfrischt,die das Zusammenleben mit dir (Wahrheit)mir zufügt.Und Schatten von Bäumen,und Blumen und Früchte, die sich so reichhaltig aufdrängen und kristallfrisches murmeldes Wasser, daß mir nur von unaufhörlichen Liebe in der Welt flüstert.

Du bist die Erde, auf der ich ruhe.Nicht Landschaft, weder Muttererde noch auf Wäldern und Bergen geborgtes Atmen.Menschliche Erde, auf der ich ganz und gar für immer ausruhe.

(Conheco o Sal.1974)

Lazarus

Lazarus bin ich, es war nicht der Andere; ich bin es,der mit den Krücken und den fauligen Wunden.Lazarus bin ich, sitzend am Tisch des Königs und kaue angewidert die vorgekaute Kost der gespendeten Wörter.Ich bin es, in ungebleichten Leinen, und predige die Nacktheit, die ich immer trug bei festlichen Anlässen!Ich bin es, geboren und erzogen zum Lieben und kann doch nicht lieben.Ich bin, der nein sagte und sich verlor.Ich bin es, der Gott sah und nie glaubte.Der die verbotene Grenze sah und sie überquerte.Ich bin es, der weder im Himmel glücklich ist, noch in der Hölle.Denn im Himmel herrscht Frieden und in der Hölle Krieg.Aber mein Frieden ist ein anderer und mein Krieg ist ein anderer.Ich bin es; so groß und so klein, daß ich nicht für das Korn tauge im Gleichnis vom Senfkorn.Ich bin es der seit Ewigkeit ohne Schutzengel lebt.Ich bin es der sagt: Alles oder Nichts. Leben oder Tod und der immer auf den Tod trifft.Der immer das Messer der Wahrheit zückt, wo ich doch nicht verwunden will.Denn mit der Wahrheit des Lebens stoße ich immer blind in die Unschuld wie gesegnete Geburtswehen. Ich bin es der mir lebewohl wünschte und seither auf mich wartet und der an jedem Morgen Sonne verspricht und Regen beschert und in meinen Armen empfing ,das wahre Gerippe meines Bruders bittere Sehnsucht,dabei aber keine Abwesenheit kennt und keine Entfernung.

Ich bin der flügellose Engel Gottes, der sich gottlos in die Abgründe stürzt und dabei das Lied des Unschuldigen singt.Und der aus der Tiefe aller dunklen Träume Flüche und Plagen emporschleudert, das zum erlösenden Unverständnis seines Volkes führt.

Ich bin es Anfang und Ende, Alpha und Omega in Gnade der heiligen Sinne, die der Satansengel mir verhieß.Ich bin der Edeldörfler, barfuß mit Krawatte, ich bin die Zeitung ohne Datum mit den Unglücksnachrichten,die niemand lesen will.Ich bin es – und zeige mich ganz. Wer es vermag der reiße sich die Augen des Zweifels aus und komme voller Glauben um den echten Lazarus zu sehen, der nicht in den Evangelien steht, aber es ist.

(O ountro Livro de Job,1936)

Wurzelfäule lässt Roteichen umkippen

NÖ/Hollabrunn. Mysteriöses Baumsterben Roteichenwald in Hollabrunn bis Spätherbst gesperrt.Ursache:
▪Klimawandel,
▪4.Dürrejahr,
▪Pilz wie beim Eschensterben,
▪Wühlmäuse….
▪in den letzten Jahren wegen der Dürre kaum gewachsen,wenig/keine Feuchtgebiete, alles trocken-gelegt.
▪Schädlingsbefall.(Schwammspinner,Borkenkäfer, Prozessionsspinner)
▪Sinken des Grundwasserspiegels, weil Regenrinnen in Kanalisation abrinnen und dem Grundwasser verloren gehen…
▪NÖ hat keine(wenig) natürlichen Badeseen,FAST KEINE FEUCHTGEBIETE

Drainage.Frühere teuere Regulierung der Bäche und Flüsse
▪hoher Nitratgehalt im Grundwasser wegen Pestizide,lassen das Grundwasser faulen.MIt Nitrat belastetes Grundwasser fehlt der Sauerstoff, der die Wurzeln belebt.Das Wasser kann nicht atmen.Das wirkt sie auf die Wurzeln der Bäume aus.
▪Nähe zu Tschechien, Temperaturen und Dürre sind wegen AKWs in Tschechien höher.

Forderung

*Ökologisierung der LANDWIRTSCHAFT: Nitratreduktion durch verpflichtende Biolandwirtschaft auch im Weinbau.

*Natürliche Badeseen (in jedem Ort ein Löschteich)sorgen für mehr Niederschläge

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