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Archiv: Donnerstag, 2. Juli 2020

Windräder verhindern den CO2-Ausstoß von 51.000 Tonnen CO2(und verdrängen Atomkraft)pro Jahr.

Bei Stromerzeugung aus Kernenergie(Tschechien) fallen Emissionen auch im Betrieb an, da Uran abgebaut, angereichert und für sehr lange Zeit endgelagert werden muss. Insbesondere die CO2-Emissionen die noch für die Endlagerung entstehen werden, sind nur schwer absehbar (da es nur sehr wenige empirische Daten gibt). Auch die beim Abbau von Uran entstehenden Emissionen können nicht eindeutig bestimmt werden. Unter anderem aus diesen Gründen sind die Bandbreiten für die CO2-Emissionen im Lebenszyklus von Kernenergie sehr hoch und die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Laut IPCC-Bericht von 2014 liegen die Treibhausgasemissionen von Kernkraftwerken über den gesamten Lebenszyklus im Bereich von 3,7 bis 110 Gramm CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde mit einem Median von 12 CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde.

Auch Kernenergie verursacht CO2

Strom aus Atomkraftwerken ist laut Umweltbundesamt nicht CO2-neutral, wie es an vielen Stellen und besonders in den sozialen Medien oft beworben wird.

Die Treibhausgase entstehen besonders vor und nach der Stromproduktion,beim ständigen Kühlwasser der laufenden Reaktoren, etwa auch beim Uranabbau, beim Kraftwerksbau oder -rückbau bis hin zur Endlagerung.

Den gesamten Lebenszyklus der Braunkohle und -Kraftwerke zu berücksichtigen, würde die dortigen Emissionen übrigens ebenfalls erhöhen.

Dem Bericht der weltweiten Klimakommission IPCC aus dem Jahr 2014 zufolge emittieren die Kernkraftwerke zwischen 3,7 bis 110 Gramm CO2-Äquivalente pro Kilowattstunde, wahrscheinlich eher im Bereich von 12 Gramm. Für das Jahr 2019 ergäbe das schätzungsweise 731 000 Tonnen CO2 – es bliebe also noch immer eine Ersparnis von vermutlich mehr als 54 Millionen Tonnen pro Jahr.

Menge an Atommüll steigt, Endlager nicht in Sicht

Viel schwieriger wiegt vermutlich der zusätzliche Atommüll, der zum Schutz der Umwelt sicher gelagert sein muss. Jedes Jahr fallen in Deutschland derzeit schätzungsweise rund 150 Tonnen hoch radioaktive, abgebrannte Brennelemente an.

Bis 2080 prognostiziert die Bundesgesellschaft für Endlagerung mehr als 10 500 Tonnen hoch radioaktiven Abfall(ein Teil wurde nach Großbritannien und Frankreich entsorgt). Das entspricht rund 27 000 Kubikmetern. Hinzu kommen mehr als 300 000 Kubikmeter schwach und mittelradioaktive Abfälle, vom einfachen Putzlappen bis hin zum Bauschutt der abgebauten Kernkraftwerke. Für diesen Teil des radioaktiven Abfalls ist mit dem stillgelegten Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter das erste Endlager in Deutschland gefunden.

Im weltweiten Vergleich oder allein zu den USA sind die Zahlen niedrig.

Die Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen, würde die Gesamtmenge um etwa ein Drittel erhöhen.

Am Ende ist weniger die Menge entscheidend, sondern ob man ein passendes Endlager findet.

In Europa hat lediglich Finnland bisher ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle gebaut. In Deutschland läuft die Suche.

Meine Idee: In alten Still-gelegte Atomkraftwerken könnte Atommüll sicher gelagert werden, damit sie nicht teuer abbgebaut werden müssen.Es müssten keinen neuen Standorte gefunden werden.

Die Sicherheit von Lagern wie Asse, wo die Atommüllfässer damals zum Teil unbedacht und unsicher abgekippt wurden, steht schon lange in der Kritik.

Das nun beschlossene Lager Konrad kann bisher die Hälfte des schwach und mittelradioaktiven Abfalls einlagern. Für die andere Hälfte fehlt bisher eine endgültige Unterbringung und Einlagerung.

Per Gesetz muss die sichere Lagerung für hoch radioaktive Abfälle für mehr als eine Million Jahre gewährleistet sein. Vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit?

Der Atomausstieg ist beschlossen

Am Atomausstieg wird derzeit nicht gerüttelt. Die Atomkraftwerke werden die letzten sein und nun noch zwei Jahre mit sinkender Auslastung weiterlaufen. An der Gesamtstromproduktion in Deutschland hat Kernenergie nur noch einen kleinen Anteil.

Der angekündigte Abschied hat auch dazu geführt, dass es immer weniger Expertise im Bereich Atomphysik gibt.

Von ehemals mehr als zehn Studiengängen sind in Deutschland nur zwei Masterstudiengänge übrig geblieben.

Auch anderswo sieht es ähnlich aus. Ein Blick auf das Nachbarland Frankreich, das seinen Strom zu viel größeren Anteilen aus Kernkraft bezieht, zeigt, wie der Strom aus Brennelementen an Bedeutung verliert. Die Auslastung der Kernkraftwerke in Frankreich sinkt seit Jahren. Im Sommer erwärmen sich beispielsweise die Flüsse immer häufiger so stark, dass das Wasser nicht mehr wie geplant als Kühlwasser taugt.

Die Konzepte von sogenannten “schnellen“ Reaktoren, den aktuellsten und trotzdem mehr als 50 Jahre alten Typen von Kernkraftwerken, die quasi Atommüll zu Energie umwandeln sollen, haben sich nie wirklich durchgesetzt.

Trotz einiger Vorteile bestehen auch hier bestimmte Risiken und Nachteile, oftmals haben schlicht die Kosten einen Strich durch die Rechnung gemacht. In Deutschland bekam ein solcher Reaktor in Nordrhein-Westfalen niemals die Betriebserlaubnis. Überhaupt haben Neubauten von Reaktoren bislang die ursprünglich geplanten Kosten nicht eingehalten.

Und jetzt?

Atomkraft hat Deutschland-Europa keine Zukunft

Wer lediglich den nüchternen Vergleich der CO2-Emissionen zurate zieht, kann Atomkraftwerke nicht für die kommenden Jahre als treibhausgasarme Variante bezeichnen.

Ein Weiterbetrieb der deutschen AKW würde temporär eine nennenswerte Menge Treibhausgase nicht einsparen.

Sie haben in Deutschland politisch jedoch keine Zukunft. Sie erreichen in den kommenden Jahren ihre geplante Laufzeit von 40 Jahren. Auch die Betreiber sprechen sich mittlerweile gegen eine Verlängerung aus. Nach dieser Zeit würde sich erneut die Frage stellen: Woher beziehen wir den Strom? Die teuren Nachrüstungen und Modernisierungen, um die Laufzeit zu erhöhen, stehen oft in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Der Ausbau erneuerbarer Energie reduziert in gleichem Maße die CO2-Emissionen und wäre insgesamt günstiger und zukunftsträchtiger.

Angesichts der Produktionsüberschüsse ließen sich schon jetzt mehrere Braunkohlekraftwerke problemlos vom Netz nehmen. Eine Analyse der RWTH Aachen zeigte bereits 2018, dass ein vollständiger Wechsel von Braunkohle möglich sei – bei gleichbleibender Energieproduktion. Dort wurde die Energie dann durch Erdgas bereitgestellt.

Währenddessen muss die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energie weiter vorantreiben, um sowohl die zukünftige Energieversorgung zu sichern als auch große Mengen an Treibhausgasen einzusparen. Wichtig wäre aber eine konsequente Politik, um Planungssicherheit und Verbindlichkeiten zu schaffen.

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