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Archiv: Freitag, 7. Februar 2020

Nikola Tesla: Das betrogene Genie: Tesla erfand die Atomstromleitungsfreie Energiegewinnung für Jedermann. Energie aus der Erde(Quarz, Teslaspule, drahtloser, kostenlose Energie).Warum wurde nach seine Erfindungen nicht daran weitergeforscht ?

Warum wurde Tesla und seine Arbeit ausradiert, als wäre er nichts?

80 Kisten Unterlagen von Tesla müsste es geben.Offiziell im Teslamuseum gibt es nur 30.Wo sind die ANDEREN Kisten?

Tausende geheim gehaltene Akten des genialen Wissenschaftlers Nikola Tesla sind nach seinem Tod im Jahr 1943 auf unerklärliche Weise verschwunden. Das Forschungsteam begibt sich auf die Spuren des Physikers und prüft dabei auch seine Thesen. Wurden die Dokumente gezielt vernichtet? Sollten die bahnbrechenden Entdeckungen der Öffentlichkeit vorenthalten werden?

Der Serbe Nikola Tesla war einer der genialsten Erfinder aller Zeiten, doch immer wieder ließ er sich um die Früchte seiner Arbeit bringen.

Nikola Tesla
Nikola TeslaPublic Domain / Wikimedia Commons

Mit einem Fingerschnippen eröffnet der in die USA emigrierte Serbe Nikola Tesla an einem Abend im Jahr 1891 die Vorstellung: Augenblicklich lodert ein roter Feuerball in seiner Hand auf. Behutsam lässt der hoch-gewachsene Mann die Flammen auf seinen weißen Frack, dann über sein schwarzes, in der – Mitte gescheiteltes Haar gleiten. Schließlich verstaut der Magier – zum Erstaunen des Publikums gänzlich unversehrt – das geheimnisvolle Feuer in einer Holzschachtel.

Jetzt werde ich Ihnen Tageslicht machen“, ruft Tesla. Mit einem Mal erstrahlt der Vorführungsraum, sein Labor in der New Yorker South Fifth Avenue, in wundersam hellem Licht.

Dann springt der Erfinder auf eine Plattform, die mit einem elektrischen Spannungsgeber verbunden ist. Langsam dreht er den Regler hoch, bis sein Körper schließlich einer Spannung von zwei Millionen Volt ausgesetzt ist.

Elektrische Entladungen knistern um seinen Leib. Blitze und Flammen zucken aus seinen Händen. Als Tesla die Spannung ausschaltet, umflirrt ihn, so erinnern sich später manche, noch immer ein bläuliches Glimmen. Der „Magier der Elektrizität“ liebt es, New Yorks High Society mit seinen Inszenierungen zu verzaubern und

Reportern die Kraft und Gefahrlosigkeit des von ihm entwickelten Stromsystems zu präsentieren. Nicht zuletzt sind seine spektakulären Vorführungen Propaganda im Krieg um die weltweite Elektrifizierung.

Nikola Teslas Gegenspieler ist ein gerissener Geschäftsmann

Es ist ein Krieg, den Tesla (wenn auch unfreiwillig) gegen einen zweiten, nicht weniger gefeierten Erfinder führt. Einen Mann von so anderem Naturell, dass er wie der Gegenentwurf zu Tesla anmutet: Thomas Alva Edison – hemdsärmelig, gerissen, geschäftstüchtig.

Für den Amerikaner ist Tesla nicht mehr als ein „Wissenschaftspoet“, ein Theoretiker und glückloser Tüftler, dessen Ideen zwar „großartig, aber ausgesprochen unbrauchbar“ sind. Edison bemisst den Wert einer Erfindung daran, wie viele Dollar sie seinem Unternehmen einbringt.

Tesla dagegen geht es nicht nur ums Geld: Der Zweck einer Erfindung, sagt er, bestehe vor allem in der Nutzbarmachung der Naturkräfte für die menschlichen Bedürfnisse.

Als 28-jähriger wandert Nikola Tesla 1884 in die USA aus und arbeitet zunächst für Thomas Edison…  SPL/Ag. Focus

Der Kampf um den Strom: Tesla wird ihn gewinnen. Und doch – wie so oft in seinem Leben – als Verlierer daraus hervorgehen.

Die geheimnisvolle Wirkkraft der Elektrizität scheint Nikola Tesla schon als Kind erfasst zu haben. Immer wieder sieht der am 10. Juli 1856 im kroatischen Dorf Smiljan geborene Sohn serbischer Eltern grelle Lichtblitze. „In einigen Fällen war die gesamte Luft um mich herum mit lebendigen, flammenden Zungen erfüllt“, erinnert sich Tesla später in seiner Autobiografie.

Oft gehen diese Erscheinungen mit inneren Bildern einher. Dann sieht Tesla Räume oder Gegenstände vor seinem geistigen Auge, so klar, dass er Traum und Wirklichkeit kaum auseinanderzuhalten weiß. Mit der Zeit lernt er, diese visuellen Eingebungen zu kontrollieren. Er reist gedanklich in fremde Städte und Länder, unterhält sich im Geiste mit Menschen, schließt Freundschaften.

Der junge Tüftler arbeitet ohne Zeichnungen und Modelle

Als Tesla mit 17 Jahren beginnt, sich „ernsthaft mit Erfindungen“ zu befassen, offenbart sich seine Vorstellungskraft: Er braucht keine Modelle, Zeichnungen oder Experimente, um Geräte zu entwickeln – er verfolgt den gesamten Schaffensprozess einer Erfindung im Kopf. Dort baut er die Apparaturen auf, bessert Fehler aus, lässt sie laufen. „Es ist völlig ohne Bedeutung für mich, ob ich eine Turbine in meinem Geist oder in der Werkstatt betreibe“, schreibt er. „Ich kann sogar bemerken, wenn sie aus dem Gleichgewicht gerät.“

1875 erhält der 19-Jährige ein Stipendium an der Technischen Hochschule in Graz. Er lernt wie besessen – manchmal von drei Uhr morgens bis abends um elf – und besteht im ersten Jahr gleich neun Examina mit Bestnote. „Ich

besaß eine wahre Manie, alles, was ich einmal begonnen hatte, auch zu Ende zu führen“, erinnert sich Tesla später. Als er Voltaire zu lesen beginnt, stellt er zu seinem Leidwesen fest, dass „dieses Monster“ an die 100 Bücher geschrieben hat – quält sich aber dennoch durch das Mammutwerk.

Nikola Tesla: Das betrogene Genie
Mit dieser Tesla-Spule erzeugt der Serbe Wechselströme von sehr großer Spannung und verfolgt dabei einen utopisch anmutenden Plan: Er will diese Ströme auch für die drahtlose Telegraphie nutzen und sie dazu über große Entfernungen etwa durch das Erdreich schicken. Doch 1906 bricht er die Versuche ab…  Mary Evans/Interfoto

Ohnehin hängt dem jungen Mann etwas Zwanghaftes an. Er hegt eine starke Abneigung gegen Perlen und Ohrringe, ekelt sich vor den Haaren anderer Leute. Ihm wird heiß, wenn er einen Pfirsich sieht. Er wiederholt bestimmte

Tätigkeiten genau so oft, dass die Anzahl der Wiederholungen durch drei teilbar ist. Stets zählt er die Schritte beim

Gehen, berechnet den Rauminhalt von Suppentellern, Kaffeetassen, Lebensmitteln. „Wenn ich das nicht tat, schmeckte mir mein Essen nicht“, notiert er.

In Graz stößt Tesla schließlich auf jenes mysteriöse Forschungsgebiet, das ihn Zeit seines Lebens nicht mehr loslassen wird: die Elektrizität. Für die meisten Menschen jener Zeit ist Strom noch ein okkulter Saft, der wie von Geisterhand durch Drähte fließt. Tesla möchte die Gesetze dieses Fluidums begreifen – und ist instinktiv davon überzeugt, dass die Zukunft einem damals noch nicht praxistauglichen System gehört, dem Wechselstrom.

Nikola Tesla glaubt an die Zukunft des Wechselstroms

Anders als bei einem Gleichstrom-Generator, der mit einem fest montierten Magneten und einer im Inneren des Geräts rotierenden Spule Strom erzeugt, dreht sich beim Wechselstrom-Generator der Magnet im Zentrum und produziert so in den außen angebrachten Spulen Strom.

Der Vorteil: Der Strom muss nicht mehr umständlich mithilfe von Funken sprühenden Schleifkontakten an einer rotierenden Spule abgenommen werden. Er entsteht stattdessen im äußeren, statischen Teil des Generators.

Doch sämtliche elektrisch betriebenen Geräte jener Zeit beziehen ihre Kraft über den permanent in eine Richtung fließenden Gleichstrom. Vor allem Elektromotoren, die per Wechselstrom betrieben werden, halten Wissenschaftler für undenkbar. Tesla aber vertraut seiner Intuition. Im Geiste testet er einen Wechselstrom-Motor nach dem anderen, verfolgt gedanklich, wie der schnell wechselnde Strom durch die Schaltkreise rauscht. Zunächst ohne Erfolg.

Es dauert sieben Jahre, bis der nunmehr bei einer Budapester Telefongesellschaft angestellte Ingenieur den Durchbruch schafft. Während eines abendlichen Spaziergangs 1882 durch den Stadtpark schießt ihm die Lösung „wie ein Blitz“ durch den Kopf.

Tesla greift nach ei-nem Stock und zeichnet das Diagramm eines gänzlich neuartigen Motors in den Staub, bei dem außen angebrachte Spulen, die von Wechselströmen durchflossen werden, ein rotierendes Magnetfeld erzeugen. Dadurch wirken auf den Rotor im Inneren Kräfte, die ihn antreiben.

Nikola Tesla: Das betrogene Genie
Nach seinem Bruch mit Edison arbeitet Tesla – hier in den 1890er Jahren in seinem Labor – für den Industriellen George Westinghouse, der seine Patente kauft und dem Wechselstrom zum Durchbruch verhilft…  Granger Collection/Ullstein

Wie im Rausch entwickelt er in den folgenden Wochen weite-re Motoren, Dynamos und Transformatoren, die allesamt Wechselstrom benötigen – oder erzeugen. „Es war ein geistiger Zustand von Glück, so vollständig, wie ich es nie zuvor im Leben gekannt habe“, schreibt er. „Die Ideen kamen in einem ununterbrochenen Strom, und die einzige Schwierigkeit, die ich hatte, war die, sie festzuhalten.“

Tesla erkennt auch, dass Wechselstrom einen entscheidenden Vorteil gegenüber Gleichstrom hat: Er kann aufgrund seiner physikalischen Natur nahezu verlustfrei über Hunderte von Kilometern durch die Kabel geschickt werden. Gleichstrom dagegen lässt sich lediglich über kurze Strecken transportieren.

Zwei Jahre später, 1884, kündigt er in seiner Firma und macht sich mit einem Empfehlungsschreiben in der Hand auf den Weg nach New York. Er will sich dort bei dem großen Thomas Alva Edison um eine Anstellung bemühen und ihn für seine bahnbrechende Erfindung begeistern.

Edison sagt dem Genie eine Prämie von 50.000 Dollar zu

Mitten in Manhattan hat der Glühbirnen-Magnat das weltweit erste öffentliche Kraftwerk errichtet. Allerdings vermag der dort produzierte Gleichstrom nur die elektrischen Straßenlaternen im Umkreis weniger Hundert Meter zum Leuchten zu bringen. Deshalb plant Edison, die Stadt mit einem Netz von Generatoren zu überziehen.

Das Empfehlungsschreiben verschafft Tesla ein Vorstellungsgespräch. Doch schon die erste Begegnung mit Edison verläuft ernüchternd: Als Tesla die Vorzüge seines Stromsystems darlegt, erwidert der Amerikaner verärgert, er solle mit dem Unsinn aufhören. „Die Leute mögen den Gleichstrom, und er ist alles, womit ich mich je abgeben werde.“ Allerdings erkennt Edison das technische Talent des jungen Serben, stellt ihn ein – und verspricht Tesla sogar eine Prämie von 50 000 US-Dollar, falls es ihm gelingen sollte, die Leistung der Gleichstrom-Dynamos zu verbessern.

Tesla nimmt das Angebot an und kann seinem Chef nach fast einem Jahr harter Arbeit den Erfolg melden: Die Umbauten an Edisons Dynamos sind abgeschlossen, die Effizienz ist wesentlich gesteigert.

Doch die zugesagte Belohnung bleibt aus – Edison weigert sich, die Prämie zu zahlen: „Tesla, Sie verstehen den amerikanischen Humor nicht“, erklärt er. Empört kündigt Tesla. Später wird er über das angebliche Jahrhundertgenie schreiben: „Wenn Edison eine Nadel in einem Heuhaufen finden müsste, würde er sofort mit dem Eifer einer Biene darangehen, Strohhalm für Strohhalm zu untersuchen, bis er das gesuchte Objekt gefunden hätte. Ich war bedauernder Zeuge solcher Handlungen und wusste, dass ein wenig Theorie und Berechnung ihm 90 Prozent der Arbeit erspart hätten.“

Nikola gründet seine eigene Firma

Seine herausragende Arbeit bei der „Edison Electric Light Company“ hat Tesla in Fachkreisen bekannt gemacht. Und so nimmt der inzwischen 29-Jährige kurz nach seiner Kündigung das Angebot einer Gruppe von Investoren an und gründet eine eigene Firma, die „Tesla Electric Light and Manufacturing Company“.

Doch wieder erfüllen sich seine Hoffnungen nicht. Statt Wechselstromsysteme zur Marktreife zu bringen, lassen sich die Geldgeber von ihm innovative Straßen- und Fabrikleuchten konstruieren. So tüftelt Tesla unter anderem an der Entwicklung einer Bogenlampe, erwirbt mehrere Patente – und wird nach Erfüllung seiner Aufgabe von den Investoren aus der Firma gedrängt und um seine Entlohnung betrogen.

Nikola Tesla: Das betrogene Genie
Eine Metallkugel krönt den 45 Meter hohen Mast von Teslas Versuchsstation in der Wüste bei Colorado Springs. Mit der Anlage erzeugt der Erfinder gewaltige Blitze und Radiowellen, um die elektrischen Kräfte zu erforschen und nutzbar zu machen…  www.teslasociety.ch

„Danach folgte eine Periode des Kampfes“, erinnert sich der Erfinder. Ein Jahr lang muss er sich gar als Tagelöhner im Straßenbau durchschlagen.

Bis sein Schicksal im Frühjahr 1887 eine unerwartete Wende nimmt: Der Vorarbeiter seiner Baukolonne erfährt von Teslas angeblichem Wundermotor und vermittelt ihm den Kontakt zu Alfred K. Brown, dem Direktor der Western Union Telegraph Company (Telegraphenfirmen brauchen Strom – also interessiert Brown der Wechselstrom, der sich über weite Strecken ohne Verlust übertragen lässt).

Unweit der Edison Company in Manhattan mieten sie ein geräumiges Labor, in dem Tesla endlich die praktische Umsetzung seines Wechselstromsystems vorantreiben kann. Der Krieg um den Strom beginnt: Tesla bringt ein Patent nach dem anderen für Komponenten seiner neuartigen Motoren heraus, hält Vorträge, setzt sich vor begeistertem Publikum in Szene und gewinnt alsbald die Aufmerksamkeit des Industriellen George Westinghouse.

Ein finanzstarker Industrieller erwirbt Nikola Teslas Patente

Westinghouse, selbst Ingenieur und Erfinder, ist einige Jahre zuvor in den Strommarkt eingestiegen und hat mehrere Patente gekauft. Anders als Edison glaubt er an die Wirtschaftlichkeit der neuen Technik. Er erwirbt Teslas Patente, vereinbart die Entrichtung einer Lizenz-gebühr von zweieinhalb Dollar für jede Pferdestärke verkaufter „Tesla-Elektrizität“ – und zieht in den Kampf für den Wechselstrom.

Aufgrund der geringen Energieverluste kann Westinghouse seine Kraftwerke außerhalb der Städte errichten. Zudem genügen dünnere Kupferkabel als bei Gleichstrom, sodass die Kosten für die Leitungen geringer sind als die des Konkurrenten. Deshalb kann Westinghouse den Strom günstiger verkaufen und hat schon bald mehr Kunden

als Edison.

Doch der holt zum Gegenschlag aus: Edison lässt Informationen über Unfälle mit Wechselstrom zusammentragen, schreibt Pamphlete und bedrängt Politiker. Er bezahlt Schuljungen dafür, dass sie ihm Katzen und Hunde fangen, lässt die Tiere in öffentlichen Vorführungen auf Metallplatten schnallen und jagt ihnen Wechselstrom durch den zuckenden Leib. Anschließend fragt er die Zuschauer: „Ist das die Erfindung, mit der Ihre lieben Frauen kochen sollen?“

Im Januar 1889 tritt in New York ein Gesetz in Kraft, nach dem Mörder zum Tode durch Stromschlag verurteilt werden – und prompt plädiert Edison dafür, dafür Wechselstrom zu verwenden. Im August 1890 stirbt erstmals ein Mensch auf dem elektrischen Stuhl: durch Wechselstrom. Zweimal muss der Schalter umgelegt werden, bis der Verurteilte aufhört zu zucken.

Doch Edisons Schmähkampagnen erzielen nicht die gewünschte Wirkung. Binnen zwei Jahren baut Westinghouse mehr als 30 Kraftwerke und versorgt 130 amerikanische Städte mit Teslas Wechselstrom.

Nikola Tesla verzichtet auf Tantieme in Milliardenhöhe

1893 wird der Auftrag für die Beleuchtung der Weltausstellung in Chicago ausgeschrieben: Westinghouse unterbietet Edison um fast eine Million Dollar. Ab November 1896 installieren weltweit Städte fast nur noch Wechselstromanlagen. Nikola Tesla steht kurz davor, einer der reichsten Männer der Welt zu werden: Denn laut Lizenzvertrag soll er für jeden verkauften Elektromotor, ja für alle Anwendungen der Wechselstrompatente Gebühren kassieren.

Doch Geldgeber drängen Westinghouse dazu, den Vertrag zu ändern. Der Unternehmer macht Tesla deutlich, dass dessen Entschluss über das Schicksal der Firma entscheide. Tesla, der in Westinghouse einen Freund sieht, zerreißt seinen Vertrag und tauscht die Tantiemen für seine Patente gegen eine einmalige Pauschale von 216 000 Dollar ein.

Damit verliert er nicht nur den Anspruch auf vermutlich zwölf Millionen Dollar bereits verdienter Honorare, sondern auch auf Milliarden, die in Zukunft angefallen wären.

Nikola Tesla: Das betrogene Genie
Tesla – hier um 1900 im New Yorker Büro – bleibt immer kreativ. Mit über 50 konstruiert er unter anderem Frequenzmesser, Blitzableiter, ein senkrecht startendes Fluggerät und ein geothermisches Kraftwerk…  Bettmann/CORBIS

Doch nicht das Geld ist Tesla wichtig, sondern die Verbreitung seiner neuen Technik. Außerdem hat sich der Erfinder bereits in neue Aufgaben vertieft: Er hegt Visionen von einer Welt, in der alle Menschen unbegrenzt und kostenlos mit Energie versorgt werden. Stromnetze begreift Tesla nur als Zwischenstufe auf dem Weg zu einem kabellosen System, das Informationen und Energie über den ganzen Erdball senden soll.

1898 entwickelt er die erste Fernbedienung. Im Jahr darauf gelingt es ihm, aus einem Labor in der Nähe von Colorado Springs Radiowellen über eine Entfernung von 1000 Kilometern zu übertragen. 1900 findet Tesla einen Financier für den Bau eines futuristischen Funkturms auf Long Island: Von dort möchte er unter anderem hochenergetische Wellen in die oberen Atmosphärenschichten schicken und deren Energie rund um den Globus verteilen.

Als ein Investor abspringt, bricht Tesla zusammen

Doch kurz vor der Fertigstellung des ambitionierten Projekts springt der Investor ab: Wenn jedermann weltweit unkontrolliert die Energie aus Long Island anzapfen kann, womit würde sich dann noch Geld verdienen lassen?

Tesla erleidet daraufhin einen Nervenzusammenbruch, von dem er sich nur langsam erholt. 1917 wird das Stahlgerüst des Turms gesprengt und für 1000 Dollar Schrottwert verkauft. Im selben Jahr soll dem Erfinder die angesehene Edison-Medaille verliehen werden. Tesla lehnt zunächst ab: Nicht ihn würde die Auszeichnung ehren, sondern Edison.

Bernard Arthur Behrend, der Jury-Präsident, überredet ihn schließlich, die Medaille doch entgegenzunehmen.

„Wollten wir all das, was aus Teslas Werk bisher entstanden ist, wieder aus der Industrie entfernen“, sagt Behrend in

einer Laudatio, „würden ihre Räder nicht weiterlaufen, unsere elektrischen Wagen und Züge stillstehen, unsere Städte wären dunkel und unsere Mühlen tot und nutzlos. Ja, so weittragend ist sein Werk, dass es zum Fundament unserer Industrie geworden ist.“

Trotz des Ruhmes und seiner rund 700 Patente bleibt der Magier der Elektrizität finanziell erfolglos. Verarmt stirbt Nikola Tesla, der wohl selbstloseste Erfinder der Geschichte, am 7. Januar 1943 mit 86 Jahren in einem New Yorker Hotelzimmer.

Podcast: Wieso gibt es kein Krebs-Wundermittel ?Warum ist nicht längst die gesamte Landwirtschaft BIO?

Im Kampf gegen das Coronavirus versucht China mit allen Mitteln die Ausbreitung einzudämmen.

560 Tonnen Desinfektionsmittel sollen dabei helfen?

Quelle: WELT / Max Seib

Coronaviren können auch außerhalb eines Wirts erstaunlich lange überleben.

Forscher aus Greifswald und Bonn fanden heraus, dass die Viren bis zu 9 Tage lang ansteckend bleiben können.

Alle Entwicklungen im Liveticker.

Chinas Nationale Gesundheitskommission meldet mittlerweile 636 Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg der Kommission zufolge seit gestern,- Donnerstag um 3143 auf 31.161.(Dunkelziffer offen)

Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu 9 Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben.

Im Schnitt überleben sie zwischen 4 und 5 Tagen, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im „Journal of Hospital Infection“.

Zur Desinfektion empfehlen die Forscher Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit?

Im Kampf gegen das Coronavirus versucht China mit allen Mitteln die Ausbreitung einzudämmen.

Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig.

Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden.

„Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten“, erklärte Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald am Freitag.DAS IST PASSIERT15:02Coronavirus bringt Autoproduktion weltweit ins Stottern12:35Weltweite Knappheit an Virus-Schutzausrüstung08:10Chinas Vizepremier kündigt Maßnahmen „wie in Kriegszeiten“ an02:1041 weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff vor Japan

06.02.2020Chinesischer Arzt, der vor Coronavirus warnte, ist tot17:31

Webasto rechnet mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen

Der Autozulieferer Webasto rechnet mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Epidemie.

„Ich gehe davon aus, dass die Lage in China Auswirkungen auf unsere Geschäftszahlen haben wird“, sagte Vorstandschef Holger Engelmann der „Süddeutschen Zeitung“.

Webasto erwirtschaftet mit Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächern sowie Standheizungen rund 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz – fast die Hälfte davon in China.

Die elf Webasto-Standorte in China sind wegen der Seuche geschlossen, „ebenso wie die anderer Unternehmen“, sagte Engelmann. In der am meisten betroffenen Provinz werde es „wohl länger dauern. Bis der Betrieb in China wieder einigermaßen läuft, könnte es bis Anfang März dauern.“ Bei dem Zulieferer in Stockdorf bei München war der erste Coronafall in Deutschland bekanntgeworden. Ein Mitarbeiter hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt.15:11

„Ablehnende Reaktionen“ gegen Chinesen in hessischer Kleinstadt

Wegen Ängsten vor dem Coronavirus ist es in einer nordhessischen Kleinstadt mit 500 chinesischen Studenten zu ablehnenden Reaktionen in der Bevölkerung gekommen. Bei der privaten Hochschule Diploma in Bad Sooden-Allendorf ging ein noch ungeprüftes Schreiben ein, in dem eine Zahnarztpraxis die Behandlung von Chinesen wegen angeblicher Ansteckungsgefahr abgelehnt habe, wie die Hochschul-Leitung am Freitag mitteilte. Zudem habe es „skeptische Nachfragen“ nach dem Ansteckungsrisiko gegeben. „Die Situation ist aus Ängsten heraus entstanden und hat keinen rassistischen Hintergrund“, sagte Frank Hix (CDU), Bürgermeister der 8300-Einwohner-Stadt im Werra-Meißner-Kreis.

Die Diploma hat zwar eine Partneruni in Wuhan, der Ausbruchsregion des Coronavirus. Doch die betroffenen Studenten kämen aus anderen Teilen Chinas – ebenso wie weitere sechs Studenten, die die Uni am Wochenende zurück erwarte.
15:02

Coronavirus bringt Autoproduktion weltweit ins Stottern

Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Als erster europäischer Autobauer stellt sich Fiat Chrysler darauf ein, dass eine stockende Teileversorgung aus der Volksrepublik in zwei bis vier Wochen die Produktion in einem Werk in Europa beeinträchtigen könnte.

Suzuki erwägt, Fahrzeugkomponenten außerhalb von China zu beziehen, da die Ausbreitung des Coronavirus die Produktion in seinem größten Markt in Indien bedroht.

Für die exportabhängigen deutschen Autobauer ist China der wichtigste Automarkt und zugleich ein wachsender Produktionsstandort. Wenn die Schauräume der Händler und die Fabrikhallen länger leer bleiben, könnte dies Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW empfindlich treffen.
14:53

Coronaviren halten sich bis zu neun Tage auf Oberflächen

Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tagen, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im „Journal of Hospital Infection“.

Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden.

Zur Desinfektion empfehlen die Forscher Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit.
13:54

Bundeszentrale informiert mit Videoclips über Coronavirus

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert im Internet über das neuartige Coronavirus. Dazu gehören Antworten auf häufig gestellte Fragen, etwa zu Ansteckungswegen oder Symptomen der Erkrankung, wie die Behörde am Freitag in Köln mitteilte. Zudem gibt es kurze Erklärvideos zum Thema. Die wissenschaftlich fundierten Informationen werden den Angaben zufolge regelmäßig aktualisiert.

13:30

Äquatorialguinea spendet China zwei Millionen Dollar gegen Corona

Das kleine Äquatorialguinea spendet der Volksrepublik China zwei Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro) für die Bekämpfung des Coronavirus. Der Staats- und Regierungschef des westafrikanischen Landes, Obiang Nguema Mbasogo, sprach von einem Zeichen der Hilfe und Solidarität, wie die spanische Tageszeitung „El Diario“ am Freitag berichtete. Der Bergbau- und Ölminister Gabriel Mbaga Obiang Lima betonte, China sei stets ein loyaler Verbündeter.
12:35

Weltweite Knappheit an Virus-Schutzausrüstung

Wegen der Coronavirus-Epidemie in China wird nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile weltweit Schutzausrüstung knapp. „Die Welt ist mit einem chronischen Mangel an persönlicher Schutzausrüstung konfrontiert“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einem Treffen des WHO-Exekutivrats in Genf. Weltweit gehen seinen Angaben zufolge Schutzmasken und andere Schutzausrüstung aus.
12:30

China will Lebensmittel-Lieferungen nach Hubei erhöhen

China will mehr Lebensmittel in die vom Coronavirus am heftigsten betroffene Provinz Hubei schicken. Die staatlichen Agrarkonzerne COFCO und Sinograin sollen die Lieferungen an Fleisch, Reis, Mehl und Speiseöl nach Hubei und in die abgeriegelte Hauptstadt Wuhan erhöhen, wie die zuständige Planungsbehörde mitteilt.

COFCO liefere täglich mehr als 200 Tonnen Reis, 50 Tonnen Mehl und Nudeln sowie 300 Tonnen Speiseöle nach Wuhan. Außerdem würden 2.000 Tonnen gefrorenes Schweinefleisch in die Stadt gebracht, erklärte die NDRC in einer separaten Mitteilung.10:53

Schuppentier möglicher Überträger von neuartigem Coronavirus?

Das bedrohte und in China begehrte Schuppentier könnte einer Studie zufolge Überträger des neuartigen Coronavirus sein. Die Untersuchung von mehr als tausend Proben von Wildtieren habe ergeben, dass die Gensequenz von Viren beim Schuppentier zu 99 Prozent mit der des Coronavirus 2019-nCoV übereinstimme, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag aus der Studie der Südchinesischen Landwirtschaftlichen Universität. Weitere Details wurden nicht genannt? Es wird davon ausgegangen, dass das neuartige Virus, das mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursacht, sich von einem Markt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan aus verbreitete.09:56

Italiener erkrankt an Coronavirus

Eine aus Wuhan in die italienische Heimat geflogene Person ist an dem neuen Coronavirus erkrankt. Dies habe ein Test ergeben, teilten Gesundheitsbedienstete der Region Lazio mit. Die Person war unter den 56 Italienerinnen und Italienern, die in dieser Woche aus dem chinesischen Epizentrum der Epidemie zurückgebracht wurden.

Die erkrankte Person sei von einer militärischen Einrichtung in das nationale Institut für Infektionskrankheiten Spallanzani in Rom gebracht worden, hieß es. Dort werden auch zwei chinesische Touristen wegen des Virus behandelt.08:10

Chinas Vizepremier kündigt Maßnahmen „wie in Kriegszeiten“ an

Chinas Vizepremierministerin Sun Chunlan hat laut einem “New York Times”-Bericht von “Zuständen wie in Kriegszeiten” gesprochen, die auf das Land zukämen. Sun besuchte am Donnerstag Wuhan. “Es darf keine Deserteure geben, sonst werden sie für immer an die Säule der historischen Schande genagelt”, warnte Sun. Die Regierung hat in Wuhan noch striktere Maßnahmen verordnet, um die Krankheit einzudämmen. Das medizinische Personal soll in Rund-um-die-Uhr-Schichten arbeiten, um jedes Haus in Wuhan zu besuchen, die Temperatur aller Bewohner zu überprüfen und diese über Kontakte zu infizierten Patienten befragen.07:39

Nach Tod von Whistleblower-Arzt: Chinas Regierung startet Untersuchung

Nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet.

Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit gestorben war, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst. Sein Schicksal symbolisiert für viele Chinesen die Folgen der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch. Li Wenliang hatte am 30. Dezember in einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern und Studenten unter Hinweis auf eine wachsende Zahl von mysteriösen Virusfällen in Wuhan vor einer Wiederkehr des Sars-Virus gewarnt, das vor 17 Jahren zu der Pandemie mit 8000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte.

Xi telefoniert mit Trump, spricht von „entscheidender Phase“

US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping sein „Vertrauen“ zum Ausdruck gebracht, dass die Volksrepublik die Coronavirus-Epidemie erfolgreich bekämpfen werde. Chinas „Stärke und Widerstandskraft“ würde bei der Konfrontation mit der Epidemie helfen, sagte er weiter. Xi wiederum versicherte laut chinesischen Staatsmedien in dem Telefonat, dass sein Land eine „landesweite Mobilisierung“ gegen den Krankheitsausbruch in Gang gesetzt habe. Das Virus werde mit „den striktesten Präventions- und Kontrollmaßnahmen“ bekämpft. Der Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sei nun in einer „entscheidenden Phase“.

Xi drang den Angaben zufolge zugleich bei Trump darauf, dass die USA „vernünftig“ auf die Verbreitung des Erregers reagieren sollten. Der chinesische Präsident bezog sich damit offensichtlich auf das vor einer Woche erlassene Einreiseverbot der USA für Chinesen und Ausländer, die vorher in China waren – mit Ausnahme von Angehörigen von US-Staatsbürgern. China hatte den Bann mehrfach als Überreaktion kritisiert, auch weil es den Empfehlungen der WHO widerspreche.02:11

Japan will Folgen des Coronavirus für die Wirtschaft abfedern

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat seine Regierung damit beauftragt, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Folgen des Virus-Ausbruchs für die Wirtschaft abzufedern. Das teilt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura mit. Demnach geht es auch darum zu prüfen, ob Haushaltsreserven angezapft werden.02:10

41 weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff vor Japan

Auf einem unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff im Hafen der japanischen Stadt Yokohama sind 41 neue Coronavirus-Fälle festgestellt worden. Die Zahl der infizierten Passagiere sei damit auf aktuell 61 gestiegen, teilten die japanischen Behörden mit. Vor der Mitteilung vom Freitag waren 20 Betroffene von Bord der „Diamond Princess“ geholt worden.

Rund 3700 Passagiere wurden auf dem Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt und müssen dort bis zum 19. Februar ausharren. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch mehrere deutsche Staatsangehörige.
00:48

69 weitere Coronavirus-Todesfälle in Hubei

Die Zahl der Virus-Todesfälle in der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach offiziellen Angaben am Donnerstag um 69 auf 618 gestiegen. Es gebe 2447 bestätigte neue Fälle und damit 22.112 insgesamt, berichtet das staatliche Fernsehen.
06.02.202022:57

Chinesischer Arzt, der vor Coronavirus warnte, ist tot

Ein chinesischer Arzt, der früh vor dem Coronavirus gewarnt und deshalb Ärger mit den Behörden bekommen hatte, ist an der Lungenkrankheit gestorben.

Der 34-jährige Dr. Li Wenliang habe sich „leider während des Kampfs gegen die Lungenentzündungsepidemie der neuen Coronavirus-Infektion infiziert“, teilte das Zentrale Krankenhaus Wuhan über soziale Medien mit.

„Wir bedauern und beklagen dies zutiefst.“

Zuvor hatte stundenlang Verwirrung um den Zustand des Arztes geherrscht. Die chinesische staatliche Zeitung „Global Times“ hatte im Internet berichtet, er sei an dem Virus gestorben, der Eintrag wurde später gelöscht.

Die Zeitung und auch andere Medien schrieben später, sein Zustand sei kritisch. Li war von der Polizei gerügt worden, weil er Ende Dezember „Gerüchte“ über die Krankheit verbreitet habe, wie aus Medienberichten zu erfahren war.19:42

Bundesregierung will weitere Deutsche aus China holen

Die Bundesregierung will wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus der Millionenstadt Wuhan zurück nach Deutschland holen. Entsprechende Informationen des „Spiegel“ bestätigte das Auswärtige Amt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe in Wuhan „einzelne Personen“, die sich erst nach dem Rückholflug am vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hätten, hieß es aus dem Ministerium. „Wir bemühen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen.“
18:24

Neun von zehn Deutschen haben keine Angst vor Coronavirus

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Angst vor dem Coronavirus. 89 Prozent gaben in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den ARD-„Deutschlandtrend“ an, keine Angst davor zu haben, dass sie oder Familienmitglieder sich anstecken könnten. Bei sieben Prozent der Befragten war die Angst dagegen „groß“ und bei drei Prozent „sehr groß“. Ein Großteil der Befragten zeigte außerdem großes Vertrauen in die hiesigen Behörden und Gesundheitseinrichtungen: Vier von fünf Befragten waren der Meinung, diese hätten die Situation alles in allem unter Kontrolle. 14 Prozent dagegen gaben an, die Einrichtungen hätten die Situation ihrer Ansicht nach nicht unter Kontrolle.15:10

Zweites Krankenhaus für Infizierte in China fertiggestellt

China hat ein zweites Krankenhaus nur für die Behandlung von Coronaviruspatienten fertiggestellt. Das Gebäude mit 1500 Betten wurde am Donnerstag wenige Tage nach Inbetriebnahme einer 1000-Betten-Klinik eröffnet, in der bereits Patienten auf Krankenstationen und in Isolationsräume gekommen sind. Eine mögliche neue Behandlungsmethode weckte die Hoffnung auf Heilung. Eine erste Gruppe von Patienten sollte das Medikament nehmen, kündigte China an.

Erkrankte mit weniger starken Symptomen werden in China provisorisch in Sport- und Messehallen und anderswo im öffentlichen Raum untergebracht. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur gibt es in Wuhan, dem chinesischen Zentrum des Ausbruchs, 132 Quarantänestätten mit mehr als 12 500 Betten.13:53

„Wie ein schwimmendes Gefängnis“ – Bericht von der „Diamond Princess“

Hunderte Touristen erleben in Japan und Hongkong derzeit, dass eine Luxuskreuzfahrt durch Ostasien auch Isolation bedeuten kann. Wegen des Coronavirus werden sie auf zwei Schiffen festgehalten, da manche Passagiere und Besatzungsmitglieder Symptome einer Erkrankung hatten oder in Kontakt mit Infizierten standen. Während der Inkubationszeit von zwei Wochen dürfen sie nicht von Bord. „Das wird wie ein schwimmendes Gefängnis“, beschrieb Passagier David Abel via Facebook die Lage auf der „Diamond Princess“ in Yokohama bei Tokio. Ihm täten jene ohne Balkonkabine leid, denn sie hätten noch nicht einmal natürliches Licht und frische Luft. „Für sie wird es die nächsten zwei Wochen ziemlich düster.“

Der Alltag sei nicht mehr wie auf einem Luxuskreuzschiff, sagte Abel. So habe eine Mahlzeit bloß aus einem Glas Orangensaft, einem Joghurt und ein bisschen Melone bestanden. Mit Masken ausgestattete Crewmitglieder würden das Essen auf Tabletts austragen, „es gibt keinen körperlichen Kontakt abgesehen vom Berühren des Tabletts“. Auch wenn die erkrankten Personen nicht mehr auf dem Schiff seien, gebe es weiter Unruhe unter den Passagieren: „Wir haben die gleiche Luft geatmet wie die, die (von Bord) heruntergeholt worden sind.“ Um mit der Situation klarzukommen, müsse man positiv denken.

Elfter Corona-Fall in Bayern – Frau von Webasto-Mitarbeiter infiziert

In Bayern gibt es einen elften Coronavirus-Fall. Auch die Frau eines Erkrankten aus dem Landkreis Traunstein sei nun positiv auf das Virus getestet worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Mann ist, wie die zuvor in Bayern anderen infizierten Erwachsenen, ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto. Zwei der Kinder des Paares waren ebenfalls positiv getestet worden. Sie sind nach Ärzte-Angaben – ebenso wie die Mutter – symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in Trostberg im Krankenhaus.12:47

Coronavirus-Patient auf La Gomera stammt aus Bayern

Der deutsche Corona-Patient auf der spanischen Insel La Gomera stammt aus Bayern. Er habe Kontakt mit einem Mitarbeiter der Firma Webasto gehabt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag mit.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet. Der positiv getestete Mann ist 26 Jahre alt und wohnt im Landkreis Landsberg am Lech. Er sei derzeit auf La Gomera isoliert, hieß es. In Bayern selbst werden derzeit zehn Corona-Patienten behandelt.
12:05

Air France fliegt China bis Mitte März nicht an

Wegen des grassierenden Coronavirus wird Air France das chinesische Festland weiterhin nicht anfliegen. Der Stopp soll nach Angaben der Fluggesellschaft bis 15. März andauern. Ab 29. März soll voraussichtlich wieder der normale Flugplan gelten.11:04

WHO kündigt Expertengipfel in Genf an

Die weltweit führenden Experten zum Coronavirus werden sich am nächsten Dienstag und Mittwoch in Genf treffen. Sie sollen alle aktuellen Erkenntnisse zur vor allem in China verbreiteten neuen Lungenkrankheit zusammentragen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag ankündigte.

Das globale Forschungstreffen werde sich nicht nur auf Fragen der Forschung und Entwicklung wie Therapien und Impfstoffe konzentrieren, sondern sich auch mit der möglichen Quelle des Virus und seiner Übertragbarkeit befassen. Außerdem werde es um die Entwicklung schneller Diagnosen und serologischer Test gehen, kündigte die WHO an.
08:40

China erwägt Verschiebung der jährlichen Parlamentssitzung

China erwägt eine Verschiebung seiner jährlichen Parlamentssitzung. Man prüfe angesichts der Verbreitung des Coronavirus mehrere Optionen, hieß es aus Regierungskreisen. „Eine Verschiebung ist eine dieser Möglichkeiten.“ Der Nationale Volkskongress mit seinen rund 3000 Delegierten kommt üblicherweise für mindestens zehn Tage in Peking zusammen, um Gesetze zu verabschieden. Dabei werden auch wichtige wirtschaftliche Ziele für das gesamte Jahr bekanntgegeben. Der Beginn der Sitzung ist für den 5. März geplant.08:32

Österreich führt Fiebermessungen am Flughafen Wien durch

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Wien verschärft. Ab Donnerstagmorgen werde am Flughafen der österreichischen Hauptstadt bei Passagieren, die per Direktflug aus Peking kommen, die Temperatur gemessen, kündigte Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig im Sender ORF an.

Sieben Österreicher, darunter ein Kind, waren am Sonntag aus der chinesischen Provinz Hubei, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte, ausgeflogen worden. Bislang fielen die Tests bei den Rückkehrern nach Behördenangaben negativ aus. Sie befinden sich in Wien in Quarantäne.04:35

Zehn weitere Fälle von Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff in Japan

Auf dem Kreuzfahrtschiff im Hafen der japanischen Stadt Yokohama sind dem Gesundheitsministerium zufolge weitere 10 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigte Fälle auf dem unter Quarantäne stehenden Schiff auf 20.
04:17

73 weitere Tote durch Coronavirus in China

In China steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. Laut offiziellen Angaben sind am Mittwoch die Todesfälle um 73 auf 563 gestiegen, weitere 28.018 Personen sind mit dem Virus infiziert. Das sind fast 3700 mehr als am Vortag.
05.02.202015:29

Italien führt Fiebermessung an Flughäfen ein

Als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung des neuen Coronavirus wird an Italiens Flughäfen bei allen ankommenden Passagieren die Körpertemperatur gemessen. Spezielle Thermo-Scanner seien dafür aufgestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Flüge zwischen Italien und China sind seit dem 30. Januar gestoppt. Zwei chinesische Touristen aus Wuhan brachten das Virus aber bereits vorher ins Land. Sie leiden an einer Lungenentzündung und werden am Lazzaro-Spallanzani-Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Rom mit einer experimentellen Methode behandelt.13:58

Airbus schließt wegen Coronavirus Werk in China

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der europäische Flugzeugbauer Airbus sein Werk in China vorerst geschlossen: Die Fertigung in der Hafenstadt Tianjin südöstlich von Peking sei zum Stillstand gekommen, erklärte Airbus am Mittwoch. Dort werden Flugzeuge vom Typ A320 hergestellt.

Airbus begründete die Werksschließung mit den Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus in China und weltweit. Sie stellten den Flugzeugbauer vor „logistische Herausforderungen“.13:54

Petition fordert Schließung von Schulen in Kalifornien

Auf der Plattform Change.org wurde eine Petition veröffentlicht, die verlangt, die Schulen des Bezirks Alhambra Unified School östlich von Los Angeles bis zum Ende der Coronavirus-Epidemie zu schließen. Bislang schlossen sich dem Aufruf über 14.000 Menschen an.

In dem Bezirk, in dem etwa die Hälfte der 16.500 Schüler asiatische Wurzeln hat, ist bislang kein Fall von 2019-nCoV aufgetreten. Dennoch heißt es in der Petition, es gebe einen „Verdachtsfall“ in Alhambra.

Die zuständige Schulbehörde wies die Petition als hysterische Überreaktion auf das Virus zurück.13:42

WHO: Es gibt kein Gegenmittel

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es noch kein Mittel gegen das Coronavirus. Auf die Frage nach Medienberichten über einen Durchbruch bei der Suche nach einem Gegenmittel sagt ein WHO-Sprecher in Genf, es gebe „keine bekannte wirksame Therapie“ gegen das Virus. In den meisten Fällen klingen die Symptome aber von alleine wieder ab.
12:55

Spam-Emails nutzen Angst vor Coronavirus aus

Derzeit sind Spam-Emails in Umlauf, die angeblich wichtige Informationen zum Coronavirus enthalten. Sicherheitsexperten warnen davor, auf entsprechende Links zu klicken oder Anhänge herunterzuladen.

Teils handele es sich bei den Nachrichten auch um Phishing-Mails mit Fake-Angeboten – etwa zum Kauf von Atemschutzmasken. Betrüger versuchen so, an persönliche Daten und Zahlungsinformationen wie Kreditkartennummern zu gelangen.
12:21

Schwangere übertragen Coronavirus auch auf Babys

Das Coronavirus könnte nach Erkenntnissen von Medizinern von schwangeren Frauen auf ihre ungeborenen Kinder übertragen werden. Das berichtet der staatliche Fernsehsender CCTV unter Berufung auf Ärzte in der Wuhan Kinderklinik. Sie verweisen auf eine mit dem Virus infizierte Frau, die am 2. Februar ihr Kind zur Welt brachte. Dreißig Stunden später sei das Neugeborene getestet und das Virus bestätigt worden.
12:13

Adidas schließt wegen Coronavirus vorübergehend Shops in China

Der Sportartikelhersteller Adidas schließt in China wegen des Coronavirus vorübergehend viele seiner eigenen Geschäfte. Das bestätigte der Dax-Konzern am Mittwoch auf Anfrage. Darüber hinaus würden ähnliche Entwicklungen innerhalb des Franchise-Geschäfts beobachtet, heißt es. Das belaste das China-Geschäft. Allerdings ist wes laut Adidas noch zu früh, um die Auswirkungen zu beurteilen.11:38

Weiteres Kreuzfahrtschiff vor Hongkong festgesetzt

Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1800 Passagieren ist am Mittwoch wegen des Verdachts auf das Coronavirus vor der Finanzmetropole Hongkong festgesetzt worden. Bei drei Menschen, die zwischenzeitlich mit dem Schiff der asiatischen Gesellschaft Dream Cruises gereist waren, war das Virus festgestellt worden, teilten chinesische Behörden mit.

Drei Mitglieder der Besatzung litten an Fieber, sie wurden in ein Krankenhaus gebracht und dort isoliert, wie die Gesundheitsbehörde des Hafens mitteilte. Mehr als 20 weitere Crew-Mitglieder würden untersucht, sagte Behördenleiter Leung Yiu-hong. Die Passagiere müssen den Angaben zufolge an Bord bleiben. Zunächst ist unklar, wie lange das Schiff in Hongkong bleiben muss.

Bereits am Dienstag war ein anderes Kreuzfahrtschiff vor dem Hafen der japanischen Stadt Yokohama unter Quarantäne genommen worden.11:24

Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ setzt sich wieder in Bewegung

Das Kreuzfahrtschiff “Diamond Princess”, das bis vor Kurzem vor der japanischen Stadt Yokohama unter Quarantäne lag, setzt sich wieder in Bewegung. Das berichtete die BILD-Zeitung am Mittwoch. Laut eines Sprechers der Reederei werde das Schiff mehrere Stunden unterwegs sein, damit die Frischwasseraufbereitung wieder anlaufen kann. Danach mache man wieder vor Yokohama fest.

An Bord des Schiffes befinden sich rund 3700 Passagiere, von denen nach derzeitigem Stand zehn nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind.

Auch acht Deutsche sind unter den Passagieren. Die infizierten Personen wurden in Krankenhäuser geflogen.10:23

Hongkong stellt Besucher aus China unter Quarantäne

Hongkong stellt jeden Besucher vom chinesischen Festland für zwei Wochen unter Quarantäne. Das kündigt Carrie Lam, die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, an. Außerdem würden zwei Kreuzfahrt-Terminals in Hongkong geschlossen. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle sei auf 21 gestiegen.
09:23

Weltbank will wegen Coronavirus globale Wachstumsprognose senken

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Weltbank ihre globale Wachstumsprognose für dieses Jahr senken. Dies betreffe „mindestens den ersten Teil von 2020“ sagte Weltbank-Präsident David Malpass am Dienstag.

Er verwies darauf, dass viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen nach China wegen des Virus ausgesetzt haben. „Viele chinesische Güter werden im Bauch von Passagierflugzeugen in den Rest der Welt gebracht.“ Nun müssten Firmen ihre Lieferketten der neuen Situation anpassen.09:17

Olympia-Organisatoren besorgt wegen Coronavirus

Knapp sechs Monate vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio rückt auch bei den Organisatoren die schnelle Ausbreitung des Coronavirus in China immer mehr in den Fokus. „Ich bin ernsthaft besorgt, dass die Ausbreitung der Infektionskrankheit den Spielen einen Dämpfer versetzen könnte“, sagte Organisationschef Toshiro Muto am Mittwoch bei einem Treffen mit Vertretern des Internationalen Paralympischen Komitees in Japans Hauptstadt.

Saburo Kawabuchi, der Bürgermeister des Athletendorfs, in dem 11 000 Olympioniken wohnen sollen, ist ebenfalls besorgt. „Ich hoffe wirklich, dass die Infektionskrankheit irgendwie abklingt, damit wir die Olympischen und Paralympischen Spiele reibungslos durchführen können“, sagte er.08:58

Hongkonger Fluglinie will alle Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub schicken

Die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific will wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub schicken. Die rund 27.000 Angestellten würden gebeten, bis zu drei Wochen zu Hause zu bleiben, sagte Konzernchef Augustus Tang in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. „Ich hoffe, Sie werden sich alle beteiligen.“ Der Aufruf gelte auch für hochrangige Führungskräfte.
08:55

Taiwan verwehrt Chinesen vom Festland die Einreise

Taiwan verwehrt allen Chinesen, die auf dem Festland leben, bis auf Weiteres die Einreise. Dies gelte von Donnerstag an, teilt die Regierung in Taiwan mit.

Menschen, die aus Hongkong einreisen, sollen zudem 14 Tage in Quarantäne verbringen. Das berichtete das Hongkonger Newsportal RTHK unter Berufung auf taiwanesische Behörden.

Schulen in Shanghai bleiben bis Ende Februar geschlossen

In der chinesischen Finanzmetropole Shanghai bleiben die Schulen mindestens bis Ende Februar geschlossen. Das teilt die Bildungsbehörde der Stadt mit. Betroffen seien alle Schularten. Man bemühe sich um Online-Unterricht für die Schüler, die vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden sollen.
08:04

USA und Russland fliegen Staatsbürger aus Wuhan aus

Die USA und Russland haben weitere Staatsbürger aus der vom Coronavirus schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina ausgeflogen. Wie die US-Botschaft in Peking bestätigte, sind zwei weitere Flugzeuge in die USA gestartet. Damit seien insgesamt 500 Personen zurückgeholt worden. Es werde möglicherweise am Donnerstag noch einen oder mehr Flüge geben, um US-Bürger aus Wuhan in die USA zu bringen. Die Betroffenen kämen für zwei Wochen in Quarantäne. Die beiden russischen Flugzeuge mit jeweils 80 und 64 Insassen aus Wuhan landeten bereits auf einem Militärflughafen in Russland, wie die Nachrichtenagentur Tass berichtete. Die Insassen kommen demnach vorübergehend in Westsibirien in ein medizinisches Zentrum in Quarantäne.07:57

Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff – Bislang keine Fälle bei Deutschen

Unter den bislang bestätigten zehn Fällen des neuen Coronavirus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan ist kein Deutscher. Wie die Reederei der „Princess Cruises“ am Mittwoch bestätigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied aus den Philippinen. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff in der Provinzhauptstadt Yokohama vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht.
07:54

Nike schließt Hälfte seiner Filialen in China

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat vor wesentlichen Einbußen auf dem chinesischen Markt aufgrund des Coronavirus gewarnt. Es sei mit „erheblichen Auswirkungen“ auf das China-Geschäft zu rechnen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Nike habe die Hälfte seiner Filialen in Konzernbesitz in dem Land geschlossen und betreibe die restlichen Läden mit eingeschränkten Öffnungszeiten, da weniger Kunden kämen. Für Nike ist China einer der wichtigsten Absatzmärkte. Auch der iPhone-Riese Apple hat vorübergehend seine Geschäfte in dem Land geschlossen und Sorgen vor Schäden für die Zuliefererkette geäußert. Die Café-Kette Starbucks machte mehr als die Hälfte ihrer Filialen in China dicht.
06:00

Chinesische Botschaft in Berlin: Mehr Anfeindungen gegen Chinesen

Die chinesische Botschaft in Berlin sieht wegen der Ausbreitung des Coronavirus mehr Fälle von Anfeindungen gegen chinesische Bürger in Deutschland. „Die jüngsten Anfeindungsfälle und die fremdenfeindlichen Äußerungen in einzelnen Medien haben nach dem Coronavirus-Ausbruch zugenommen und sind besorgniserregend“, teilte die Botschaft auf Anfrage mit.

Nach einem Angriff auf eine Chinesin in Berlin habe man sofort die Polizei kontaktiert. „Inzwischen hat die Botschaft auch beim Auswärtigen Amt interveniert und notwendige Maßnahmen gefordert, um die Sicherheit, legitime Rechte und die Würde der chinesischen Staatsbürger zu gewährleisten“, hieß es.

Wie die Berliner Polizei am Samstag mitteilte, sollen zwei Frauen am Freitagnachmittag im Stadtteil Moabit eine Chinesin rassistisch beleidigt, bespuckt, an den Haaren zu Boden gerissen sowie geschlagen und getreten haben. Die 23-Jährige wurde demnach am Kopf verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt, ihre Brille zerbrach. Die Angreiferinnen flüchteten. Die Polizei verwies auf Nachfrage zu den Beleidigungen auf laufende Ermittlungen.01:58

Flugzeug mit Neuseeländern und Australiern startet aus Wuhan

Neuseeländer, Australier und Einwohner der Pazifischen Inseln befinden sich auf einem Flug aus Wuhan in Richtung Neuseeland. Die Maschine der Air New Zealand wird voraussichtlich um 18:30 Uhr in Auckland (Ortszeit, 06:30 MEZ) landen. Nach Angaben des neuseeländischen Außenministeriums bestiegen 193 Passagiere das Flugzeug, darunter 100 neuseeländische Staatsbürger und ständige Einwohner, 23 australische Staatsbürger und 70 Personen zumeist von den Pazifischen Inseln. Nach der Ankunft würden australische Passagiere auf der von Australien geführten Weihnachtsinsel unter 14-tägige Beobachtung stehen. Die übrigen Evakuierten würden für zwei Wochen auf einem Militärstützpunkt im Norden Aucklands in Quarantäne gestellt. In Australien sind 13 Fälle von Coronavirus bestätigt, Neuseeland und andere pazifische Länder haben bisher keine Fälle gemeldet.
01:22

490 Tote durch Corona-Virus in China

Die Gesamtzahl der an den Folgen des Corona-Virus gestorbenen Personen ist am Dienstag in China auf 490 gestiegen. Das sind 65 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Alle 65 Toten sind in der Provinz Hubei gemeldet. Die Zahl der in China bestätigten Infektionen ist am Montag um 3887 auf 24.324 geklettert.
01:21

Ein Dutzend Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ der Reederei Carnival haben sich einem Medienbericht zufolge rund ein Dutzend Personen mit dem Virus infiziert. Wie der TV-Sender Asahi unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtet, sind zehn der 3700 Passiere und Besatzungsmitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Tags zuvor hatte das Gesundheits-Screening an Bord des im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stehenden Schiffes begonnen, nachdem ein mit dem Virus infizierter Passagier aus Hongkong vergangenen Monat auf dem Schiff reiste. Unter den Passagieren befinden sich laut Angaben eines Reedereisprechers auch acht Deutsche.
04.02.202019:35

Kanadischer Urlaubsflieger muss wegen Coronavirus-Scherz umkehren

Wegen eines Scherzes über das Coronavirus ist ein Urlaubsflieger aus Kanada mit 243 Passagieren an Bord auf halbem Weg umgekehrt. Der Westjet-Flug nach Jamaika sei am Montag „wegen eines schwierigen Gastes“, der fälschlicherweise behauptet hatte, mit dem Krankheitserreger infiziert zu sein, nach Toronto umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin des kanadischen Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

Berichten zufolge stand der junge Mann nach fast der Hälfte des vierstündigen Fluges auf und erklärte, dass er sich mit dem Virus infiziert habe. Dabei machte er laut Augenzeugen mit dem Smartphone Fotos von sich. Die Flugbegleiter gaben ihm daraufhin eine Maske und Handschuhe und befahlen ihm, sich in den hinteren Teil des Flugzeugs zu begeben.19:15

WHO-Chef warnt: „Es gibt ein Zeitfenster, in dem wir handeln können“

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehreren wohlhabenden Ländern Versäumnisse beim Informationsaustausch über das neuartige Coronavirus vorgeworfen. Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Dienstag in Genf, dass einige Staaten „mit hohem Einkommen“ beim Transfer von Daten über neue Coronavirus-Fälle „weit zurückliegen“ würden. Er forderte außerdem mehr globale Solidarität bei der Bekämpfung des Virus.

„Von den 176 bisher außerhalb Chinas gemeldeten Fällen hat die WHO nur für 38 Prozent der Fälle vollständige Fallberichtsformulare erhalten“, sagte der WHO-Direktor. „Ohne bessere Daten ist es sehr schwer für uns, die Entwicklung des Ausbruchs oder seine möglichen Auswirkungen zu beurteilen und sicherzustellen, dass wir die am besten geeigneten Empfehlungen geben“, fügte er hinzu.

Tedros lobte hingegen die drastischen Maßnahmen Chinas zur Eindämmung des tödlichen Erregers: Die Bemühungen Pekings hätten eine erhebliche Ausbreitung im Ausland verhindert und damit eine „Gelegenheit“ geschaffen, die Übertragung aufzuhalten. Es gebe „ein Zeitfenster, in dem wir handeln können“, sagte der WHO-Direktor. „Lassen Sie uns dieses Zeitfenster nicht verpassen“, forderte er die Staatengemeinschaft auf.
15:57

Alle Briten sollen China verlassen

Großbritannien hat alle Landsleute wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Erkrankungen zur Rückkehr aus China aufgerufen. „Wir raten britischen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen, falls sie können, um ihr Infektionsrisiko zu minimieren“, teilte Außenminister Dominic Raab am Dienstag in London mit. Sollten sich Briten in der besonders betroffenen Provinz Hubei aufhalten und zurückkehren wollen, werde man rund um die Uhr daran arbeiten, das zu ermöglichen. In anderen Regionen bestünden normale Flugverbindungen.

Gesundheitsminister Matt Hancock rechnet mit weiteren Fällen der neuartigen Lungenerkrankung in Großbritannien. Bislang wurde das Virus bei zwei Menschen nachgewiesen. Fast 100 Menschen leben derzeit für zwei Wochen in Quarantäne in einem Krankenhaus in Wirral.
15:54

Spahn möchte EU-Debatte über schärfere Einreisekontrollen wegen Coronavirus

Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine EU-weite Debatte über schärfere Einreisekontrollen ausgesprochen. Nach der Verschärfung der Einreisebestimmungen durch die USA sei dies „eine sehr berechtigte Frage, die in den nächsten Tagen auch eine Antwort braucht“, sagte Spahn am Dienstag nach einem Treffen mit der französischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn in Paris. Beide forderten eine möglichst rasche EU-Krisensitzung zu dem Thema.

Spahn betonte, die EU müsse zu einer gemeinsamen Risikoabschätzung kommen, ob auch in der Phase der Symptomfreiheit von Erkrankten eine Ansteckungsgefahr bestehe. „Davon hängt auch die Frage von möglichen Einreisebeschränkungen ab, oder zumindest intensiveren Befragungen bei der Einreise“, sagte Spahn.15:49

Acht Deutsche auf Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama

Auf dem Kreuzfahrtschiff, das derzeit wegen Verdachts auf das neuartige Coronavirus im Hafen von Yokohama in Japan unter Quarantäne steht, sind einem Zeitungsbericht zufolge auch deutsche Urlauber. „Unter den 2666 Passagieren, die derzeit an Bord der ‘Diamond Princess’ im Hafen von Yokohama sind, befinden sich acht Deutsche“, sagte der Sprecher der deutschen Repräsentanz der Reederei Princess Cruises, Rolf Nieländer, am Dienstag der „Bild“-Zeitung.

Der Verdacht, dass Menschen an Bord mit dem Erreger infiziert sein könnten, war wegen eines 80-jährigen Passagiers aufgekommen, der einige Tage zuvor das Schiff in Hongkong verlassen hatte. Er wurde von den Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone positiv auf das Virus getestet.14:54

Virus bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar

Das Coronavirus ist offenbar bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar. Das berichteten das Institut für Virologie der Berliner Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Dienstag nach regelmäßigen Untersuchungen der in der Münchner Klinik Schwabing betreuten Patienten.

„Diese Beobachtungen sind deutliche Hinweise für eine Übertragbarkeit des Virus bereits bei milder oder beginnender Erkältungssymptomatik“, schrieben die Virologen aus München und Berlin. Dazu zählen demnach Halsschmerzen, Zeichen einer akuten Nasennebenhöhleninfektion oder ein leichtes Krankheitsgefühl ohne Fieber.14:34

Infizierten in Frankfurter Isolierstation geht es „sehr gut“

Die beiden infizierten Patienten an der Frankfurter Uniklinik sind wohlauf. „Sie haben keine Symptome“, sagte der Leiter Gesundheitsamt Frankfurt, René Gottschalk, am Dienstag. „Es geht ihnen sehr gut.“ Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Isolierstation verlassen zu können.
12:13

Sterblichkeitsrate bei 2,1 Prozent – in Wuhan aber mehr

Die Sterblichkeitsrate der Lungenkrankheit in China liegt im Schnitt bei 2,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund jeder 50. nachweislich Erkrankte an dem Virus stirbt. In der schwer betroffenen Metropole Wuhan erreicht die Mortalität allerdings 4,9 Prozent, wie Jiao Yahui von der Gesundheitskommission berichtete. In der gesamten Provinz Hubei, dessen Hauptstadt Wuhan ist, sind es demnach 3,1 Prozent.
12:01

Patienten in München stabil und meist weitgehend symptomfrei

Die sieben Corona-Patienten in der München Klinik Schwabing befinden sich weiter alle in stabilem klinischen Zustand. Das gelte auch für einen Erkrankten, bei dem neben erhöhter Temperatur aktuell eine beginnende Entzündung der Atemwege beobachtet werde, teilte die Klinik am Dienstag mit. Die Patienten zeigten im Verlauf ihres Aufenthalts teilweise grippeähnliche Symptome, die meisten seien aber weitestgehend symptomfrei.11:53

Formel-1-Teams unsicher, ob China-Rennen stattfindet

Die Formel-1-Rennställe diskutieren am Mittwoch über eine mögliche Absage oder Verlegung des Großen Preises von China in Shanghai. Das bestätigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag bei einem Medientermin in London. „Im Moment könnten wir niemanden dort hinschicken, weil niemand dort hinkommen würde“, sagte Horner dem Fachportal „motorsport.com“. Das Rennen auf dem Shanghai International Circuit am Rande der Millionen-Metropole ist für den 19. April geplant.
10:53

Lufthansa verlängert Flug-Stopp

Das Coronavirus sorgt im Flugverkehr weiter für Turbulenzen. Die Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines streichen Verbindungen von und nach Peking und Shanghai bis zum 29. Februar 2020. Insgesamt fallen damit pro Woche 54 Flüge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich ins Reich der Mitte weg. Zunächst hatte die Lufthansa die China-Flüge bis zum 9. Februar 2020 gestrichen. Die 19 wöchentlichen Verbindungen nach Hongkong werden hingegen weiterhin unverändert angeboten. Man beobachte die Situation und stehe mit den Behörden im Kontakt, teilte das Unternehmen mit.10:39

Eine Person wegen Verschleierung von Kontakt mit Virus festgenommen

Die Polizei in China nimmt der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge eine Frau fest, die den Kontakt mit einer Person aus einem vom Coronavirus betroffenen Gebiet „absichtlich verschleiert“ haben soll. Die 36-jährige Frau befindet sich in der nördlichen Gemeinde Tianjin in Untersuchungshaft. Es gibt zunächst keine Details darüber, ob oder wann sie freigelassen wird. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sagt ein High Court in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang, dass laut einer Gerichtsmitteilung vom 31. Januar Menschen, die das Virus absichtlich verbreiten, die Todesstrafe drohen könnte.
10:12

Schwerbehinderter Junge in China gestorben, weil Vater in Quarantäne ist?

In der chinesischen Provinz Hubei ist ein schwerbehinderter Jugendlicher beim Kampf gegen das Virus auf tragische Weise zu Tode gekommen: Der Vater des 17-jährigen Yan Cheng wurde in Quarantäne genommen und musste seinen auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn allein zu Hause zurücklassen? Da der Junge weder sprechen noch laufen oder selbständig essen konnte, starb er nach einer Woche, wie die Regierung des Bezirks Hongan mitteilte.
09:22

Stabilisierung an Asiens Börsen – aber Sorge bleibt

Nach deutlichen Kursrückgängen zum Wochenbeginn wegen Furcht vor dem Virus hat sich die Lage an Asiens Börsen am Dienstag stabilisiert. An den chinesischen Festlandbörsen legte der Leitindex CSI 300 um 2,64 Prozent auf 3785,64 Punkte zu, nachdem er am Vortag nach einer verlängerten Handelspause um fast 8 Prozent abgesackt war. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Plus von 0,49 Prozent bei 23 084,59 Punkten. Der Hang Seng in Hongkong kletterte zuletzt um 1,31 Prozent auf 26 703,22 Punkte. „Es ist beeindruckend, wie schnell die Käufer in den Markt zurückgekommen sind“, kommentierte der Marktexperte Thomas Altmann. Zwar versuchten die chinesische Notenbank und die Regierung, den Schaden gering zu halten. Die Risiken blieben aber bestehen.
08:34

Belgischer Rückkehrer positiv auf Virus getestet

Ein am Sonntag aus Wuhan ausgeflogener belgischer Staatsbürger ist positiv auf das Virus getestet worden. Das geben die belgischen Gesundheitsbehörden bekannt. Acht weitere Rückkehrer seien nicht infiziert.
08:34

Vietnam ordnet Quarantäne für 950 Rückkehrer aus China an

Vietnam weist das Militär staatlichen Medien zufolge an, 950 zurückkehrende Staatsbürger aus China für 14 Tage unter Quarantäne zu setzen. Die Menschen sollen in zwei Stützpunkten untergebracht werden.
06:42

Koreanerin nach Thailand-Reise erkrankt

Eine Südkoreanerin ist nach einer Thailandreise am Virus erkrankt. Die 42-Jährige sei am 19. Januar nach Südkorea zurückgekehrt, teilen die Koreanischen Zentren für Seuchenkontrolle (KCDC) mit. Ein Aufenthalt in China wurde in der Mitteilung nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Es wäre der erste Fall einer Ansteckung in Thailand.
03:58

Erster Coronavirus-Toter in Hongkong bestätigt

Durch den neuartigen Coronavirus ist erstmals auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte am Dienstag den Tot eines 39-Jährigen. Wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtete, hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands. Zuvor war auch ein Patient auf den Philippinen ums Leben gekommen.
03:20

Japan nimmt wegen Virus-Verdachts Kreuzfahrtschiff in Quarantäne

Wegen des neuartigen Coronavirus hat Japan ein Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt. Fernsehbilder zeigten, wie am Montagabend im Hafen von Yokohama Gesundheitsbeamte an Bord der „Diamond Princess“ gingen. Sie sollten den Gesundheitszustand sämtlicher 2500 Passagiere und 1000 Besatzungsmitglieder überprüfen.

Der Verdacht, dass Menschen an Bord mit dem Erreger infiziert sein könnten, war wegen eines 80-jährigen Passagiers aufgekommen, der einige Tage zuvor das Schiff in Hongkong verlassen hatte. Er wurde von den Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone positiv auf das Virus getestet.

Die „Diamond Princess“ war bereits am Samstag in einem Hafen im japanischen Naha kurzzeitig unter Quarantäne gestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt war die Infektion des 80-Jährigen in Hongkong aber noch nicht bestätigt. Nachdem der dortige Test bei dem Mann dann positiv ausfiel, wurde das Schiff nach der Ankunft in Yokohama am Montagabend erneut unter Quarantäne gestellt. Die Passagiere wurden unterrichtet, dass sich ihre Weiterreise um 24 Stunden verzögern würde.00:15

64 weitere Tote durch Coronavirus in China

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China ist abermals stark gestiegen. Wie die Behörden in der zentralchinesischen Provinz Hubei am Dienstagmorgen (Ortszeit) mitteilten, wurden seit dem Vortag weitere 64 Todesfälle verzeichnet. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer in der Volksrepublik wuchs damit auf mindestens 425.

Nach Angaben der Behörden in Hubei ist die Zahl der in China bestätigten Infektionen am Montag um 3235 auf 20.438 geklettert.03.02.202021:19

Mittlerweile zwölf Corona-Fälle in Deutschland

In Bayern haben sich inzwischen zehn Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, bundesweit ist die Zahl somit auf zwölf Fälle gestiegen. Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend in München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte.

Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht. Kurz zuvor hatte das Ministerium die Infizierung eines zweiten Kindes im Freistaat bekanntgegeben. Alle betroffenen Personen seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

Damit ist der Erreger bei acht Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto nachgewiesen worden. Dazu kommen die beiden Kinder eines Mitarbeiters. Der Firmensitz bleibt wegen der neuartigen Lungenkrankheit bis mindestens zum 11. Februar geschlossen.19:19

Wut und Engpässe in China

Chinas Staatschef Xi Jinping sagte am Montag bei der Sitzung des Politbüros, eine Eindämmung der Coronavirus-Epidemie werde einen „direkten Einfluss“ auf die wirtschaftliche und soziale Stabilität Chinas „und auch auf Chinas Öffnung“ haben. Wegen der rasanten Ausbreitung des Erregers hat in China die Wut auf die Behörden immer mehr zugenommen.

China versucht weiterhin mit strengen Maßnahmen, die Atemwegserkrankung aufzuhalten: In Provinzen und Städten mit insgesamt mehr als 300 Millionen Einwohnern gilt jetzt eine Schutzmaskenpflicht. Vielerorts werden Masken daher knapp. „Was China momentan dringend braucht, sind Atemmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen“, sagte die Sprecherin des Außenministeriums. Nach Angaben des Industrieministeriums versucht die Regierung, zusätzliche Masken aus Europa, Japan und den USA zu besorgen. Deutschland ist bereit, „nach Kräften zu helfen“, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin sagte.16:27

Chinas Führung räumt Fehler im Umgang mit Coronavirus-Epidemie ein

Chinas Führung hat am Montag Fehler im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe „Fehler und Schwierigkeiten“ beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.

Der Ständige Ausschuss forderte außerdem eine verstärkte Überwachung von Märkten. Der illegale Handel mit Wildtieren müsse streng verboten werden, die Behörden müssten hart dagegen vorgehen.

Es wird vermutet, dass der Erreger der Lungenkrankheit auf einem Markt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen ist. Auf dem mittlerweile geschlossenen Markt wurden außer Meeresfrüchten und Geflügel auch Tiere wie Krokodile, Schlangen und Füchse angeboten.14:40

Geldprämien fürs Verpfeifen der Nachbarn

Die Furcht vor einer Ansteckung setzt die Behörden zunehmend unter Druck und löste teils drastische Maßnahmen aus. Ein Bezirk der Stadt Shijiazhuang im Norden Chinas lockt die Bewohner sogar mit einer Geldprämie von 2000 Yuan (rund 258 Euro), wenn sie Menschen melden, die in den vergangenen zwei Wochen in Wuhan gewesen sind. In der Hauptstadt Peking versuchen ganze Wohnviertel, sich gegen Urlaubs-Rückkehrer aus Wuhan abzuschotten – teils mit selbstgebauten Barrikaden (Foto).

CHINA-HEALTH-VIRUS
Quelle: AFP/NICOLAS ASFOURI

Rückkehrer und Besucher werden bei der Ankunft minutiös ausgehorcht. Wenn Wuhan-Reisende in ihre Wohnungen zurückkehren, werden sie zwei Wochen lang streng überwacht. Sobald sie wieder in ihren Häusern sind, „können sie nicht mehr ein- und ausgehen“, erklärt Xu Aimin von einer Einwohnergemeinschaft in Peking. Wenn die Rückkehrer Lebensmittel bräuchten, könne das Nachbarschaftskomitee die Einkäufe erledigen. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehören auch tägliche Telefonanrufe und Fiebermessungen.
14:06

Mögliches Coronavirus-Mittel treibt Pharmafirma Gilead

Der mögliche Einsatz eines experimentellen Ebola-Mittels zur Bekämpfung des Coronavirus ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gilead. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 13 Prozent. Das ist der größte Kurssprung seit sieben Jahren. Das Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge mit der chinesischen Regierung zusammen, um das Ebola-Medikament an Coronavirus-Patienten zu testen.
14:05

Reisekrankenversicherung zahlt bei Corona-Behandlung

Nach China dürfte wegen des Coronavirus derzeit wohl niemand mehr aufbrechen – wohl aber in andere asiatische Länder. Der Schutz einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung gelte unverändert, teilte der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) mit. Eine medizinische Behandlung wegen einer Coronavirus-Infektion sei versichert. Die Versicherung ist auf allen Auslandsreisen ratsam – unabhängig vom Coronavirus. Sie übernimmt die für eine Heilbehandlung im Ausland anfallenden Kosten, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht gedeckt sind.
14:04

China stoppt Anti-Doping-Kontrollen

Wegen des weiter um sich greifenden Coronavirus hat Chinas Anti-Doping-Agentur CHINADA sechs Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio beschlossen, ihre Dopingkontrollen „aus Gründen des Gesundheitsschutzes“ bis auf Weiteres auszusetzen. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit der Internationalen Kontrollagentur ITA mit Sitz in Lausanne getroffen.
14:03

Coronavirus dürfte von Fledermäusen stammen

Das neue Coronavirus hat seinen Ursprung möglicherweise in Fledermäusen. Dafür haben chinesische Wissenschaftler nach eigenen Angaben weitere Hinweise gefunden. In zwei im Fachmagazin „Nature“ erschienenen Aufsätzen berichten sie, Genomsequenzen mehrerer Patienten in Wuhan zeigten, dass das Virus eng mit Viren verwandt ist, die die Lungenkrankheit Sars auslösen.
13:25

China-Rückkehrer aus Italien gelandet

Ein Militärbus fährt italienische Staatsbürger vom Flughafen Pratica di Mare weg. Sie wurden zuvor aus Wuhan ausgeflogen. Bisher gibt es in dem Land zwei bestätigte Coronavirus-Fälle.

Apple nach Ladenschließungen in China unter Druck

Die vorübergehende Schließung aller Filialen in China setzt Apple zu. Der US-Konzern notierte vorbörslich ein Prozent tiefer. Am Wochenende hatte der iPhone-Hersteller angekündigt, wegen des Coronavirus alle Geschäfte auf dem chinesischen Festland bis zum 9. Februar geschlossen zu halten. Die Analysten von Wedbush gehen aber davon aus, dass die Auswirkungen dieser Vorsichtsmaßnahme vernachlässigbar seien. Der Großteil des Geschäfts mit iPhones und AirPods aus China und den umliegenden Ländern habe im Vorfeld des chinesischen Neujahrs stattgefunden. Viele Verkäufe würden zudem im Internet abgewickelt.
12:53

16 Ausländer in China durch Coronavirus infiziert

In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenamtssprecherin Hua Chunying in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne. Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können. Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht. Nach früheren, offiziell unbestätigten Medienberichten haben sich mindestens zwei Australier, zwei Hongkonger und vier Pakistaner infiziert.
12:23

Russischer Händler stoppt Obst- und Gemüseimporte aus China

Der zweitgrößte russische Lebensmittelhändler Magnit setzt die Einfuhr von Obst und Gemüse wegen der Verbreitung des Coronavirus aus. Das meldet die russische Nachrichtenagentur RIA. Stattdessen führt der Konzern nach eigenen Angaben mehr Produkte aus Israel, Marokko und der Türkei ein.
12:22

Coronavirus legt chinesische Community in Frankfurt nahezu lahm

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch deutliche Auswirkungen auf das soziale Leben der in Frankfurt lebenden Chinesen. „Die Leute sind in großer Sorge“, sagt die Geschäftsführerin des Frankfurter Konfuzius-Instituts Christina Werum-Wang. „Sie gehen nicht vor die Tür, meiden Menschenansammlungen und sorgen sich um ihre Angehörigen in China.“ Zudem würden Menschen, die aktuell oder kürzlich aus China zurückgekommen sind, gemieden. „Nach meiner persönlichen Einschätzung sind die sozialen Folgen viel gravierender als die gesundheitlichen Auswirkungen“, sagte Werum-Wang. Die Deutschen seien diesbezüglich entspannter. Am Samstag habe es beispielsweise ein Neujahrskonzert in der Community gegeben: Während zahlreiche Chinesen wegen des Virus zu Hause geblieben sind, habe es von den Deutschen keine Absagen gegeben.11:33

Webasto verlängert Schließung von Firmenzentrale

Der vom neuartigen Coronavirus betroffene bayerische Automobilzulieferer Webasto verlängert die Schließung seiner Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Bis einschließlich 11. Februar bleibe die Zentrale geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Damit blieben die Mitarbeiter insgesamt zwei Wochen zu Hause, was der von Experten angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen entspricht.
11:26

China-Rückkehrerin meldet sich aus Quarantäne

Als eine der zurückgekehrten Deutschen aus China hat die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt die Abläufe im Quarantäne-Block in Germersheim als „gut organisiert“ gelobt. „Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm“, sagte die 22-Jährige telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur „Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander.“ Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben müsse. Muxfeldt war mit mehr als 100 Deutschen und deren Angehörigen am Samstag aus der besonders vom Corona-Virus betroffenen Stadt Wuhan zurückgekehrt.

Die junge Frau aus Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) studiert Technische Informatik in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Sie lebte seit September in Wuhan und wollte für zwei Auslandssemester bis Juli bleiben. „Mundschutz war Pflicht in China, und alle haben sich daran gehalten“, sagte Ann-Sophie Muxfeldt. Dass Wuhan besonders von der Lungenkrankheit betroffen sei, habe sie an den leeren Straßen gemerkt. „Aber es war zum Beispiel nichts von einer Panik zu spüren.“
11:16

Kreuzfahrtschiffe nehmen Passagiere nach China-Reisen nicht an Bord

Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Das liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.
11:06

Hongkong riegelt Großteil der Grenzübergänge nach China ab

Die Finanzmetropole Hongkong riegelt einen Großteil der Grenzübergänge zum chinesischen Festland ab, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zehn von 13 Grenzübergängen würden geschlossen, teilt Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam mit. Seit einigen Tagen gibt es Proteste, die für eine komplette Schließung streiken.

11:04

Apple schließt alle China-Stores

Das Coronavirus setzt nicht nur den Menschen zu. Auch die Wirtschaft leidet. Apple beispielsweise schließt in China als Vorsichtsmaßnahme vor dem Coronavirus alle 42 Apple-Stores und alle Firmen-Büros bis zunächst zum 9. Februar 2020, teilt der Konzern mit.
10:32

Coronavirus setzt Ölpreis zu

Die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage aus China wegen der Ausbreitung des Coronavirus belastet den Ölpreis. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent fiel um bis zu 2,1 Prozent auf 55,42 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit einem Jahr. Der weltgrößte Ölimporteur China hat Flüge gestrichen und Fabriken geschlossen, um die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit einzudämmen. „Reisebeschränkungen und die ausgedehnte Schließung großer Teile des chinesischen Industriesektors haben die Ölnachfrage belastet“, schreiben die Rohstoffanalysten von ING in einer Notiz.
10:27

China braucht „dringend“ Masken zum Schutz

China braucht nach eigenen Angaben „dringend“ medizinische Schutzausrüstung, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. „Was China momentan dringend braucht, sind Atemmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen“, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying. Nach Angaben des Industrieministeriums können chinesische Fabriken (Foto) pro Tag nur rund 20 Millionen Atemmasken produzieren – bei voller Auslastung. In vielen Fabriken läuft die Produktion nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest aber gerade erst wieder an.

09:19

China wirft den USA Panikmache bei Coronavirus vor

China hat die Reaktion der USA auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus scharf kritisiert. Anstatt Hilfe anzubieten habe Washington „Panik“ geschürt, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying. Sie kritisierte, dass die US-Regierung als erste Reaktion die Mitarbeiter ihres Konsulats in Wuhan abgezogen und dem Botschaftspersonal in Peking die Ausreise freigestellt habe. Hua verurteilte außerdem das von Washington erlassene Einreiseverbot für China-Reisende. Die USA hätten damit ein „sehr schlechtes Beispiel“ abgegeben, sagte die Außenamtssprecherin. Die US-Regierung habe China auch „keinerlei substanzielle Unterstützung“ angeboten.
09:08

Höhepunkt der Epidemie doch erst später als bisher erwartet

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. „Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird“, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. „Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen.“ Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht.08:57

Drohnen verfolgen Menschen in China

Im Kampf gegen die Lungenkrankheit verfolgt die chinesische Polizei offensichtlich auch mit Drohnen einzelne Menschen, die keinen Mundschutz tragen. Über Lautsprecher werden sie aufgefordert, eine Atemmaske anzulegen oder nach Hause zu gehen, wie auf Videos im chinesischen Internet zu sehen ist. „Sie sollten nicht draußen rumlaufen, ohne eine Maske zu tragen“, sagt eine männliche Stimme aus dem Lautsprecher der Drohne zu einer älteren Frau, wie auf einem Video zu sehen ist, das die “Global Times“ auf Twitter „Besser, sie gehen jetzt nach Hause – und Hände waschen nicht vergessen!“

08:55

Russland erwägt Ausweisung infizierter Ausländer

Russland erwägt, mit dem Coronavirus infizierte Ausländer auszuweisen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ministerpräsident Michail Mischustin. Er schlage außerdem vor, das für den 12. bis 14. Februar geplante Russische Investment Forum in Sotschi am Schwarzen Meer zu verschieben.08:47

Mehr Tote in China durch neuen Virus als bei Sars

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An dem neuen Coronavirus starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote – mehr als es durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) 2002/2003 in China gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.
07:35

Wuhan-Rückkehrer in Niederlanden eingetroffen

Auch in den Niederlanden sind nun Rückkehrer aus der stark vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Metropole Wuhan eingetroffen. 15 Niederländer sowie zwei chinesische Partner wurden in der Nacht mit einem Bus von Brüssel zum Flughafen Eindhoven gebracht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Sie sollen bis auf Weiteres in einer Isolierstation des Militärs untergebracht werden.
05:34

Elf infizierte Personen in den USA bestätigt

Die Zahl der in den USA mit dem Virus infizierten Personen erhöht sich auf elf. Bei einem Ehepaar im San Benito County in Kalifornien ist der Mann kürzlich nach Wuhan gereist und hat die Krankheit offenbar an seine Frau übertragen. Keiner der beiden Patienten sei im Krankenhaus, teilen die verantwortlichen Behörden mit.05:21

Erstes Krankenhaus in Wuhan nach acht Tagen Bau fertig

Das erste von zwei neuen chinesischen Krankenhäusern zur Isolation von Coronavirus-Erkrankten in Wuhan ist nach nur acht Tagen Bau fertig. Die ersten Patienten werden heute erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus „Huoshenshan“ („Feuergott Berg“) umfasst 1000 Betten. Mehr als 7500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus „Leishenshan“ („Donnergott Berg“) mit 1600 Betten soll am 5. Februar eröffnet werden.

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Quelle: AFP/STR

05:20

Huawei hat Produktion trotz Virus wieder aufgenommen

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei hat die Produktion wieder hochgefahren. Der Betrieb laufe wieder normal, sagt ein Unternehmenssprecher. Der Konzern besitzt eine Ausnahmegenehmigung der Regierung, mit der es bestimmten kritischen Branchen möglich ist, die Produktion von Waren und Konsumgütern trotz Zwangspause zur Eindämmung des Coronavirus wieder aufzunehmen. Der Sprecher sagt, der größte Teil der Produktion sei in Dongguan, einer Stadt in der südlichen Provinz Guangdong.
04:05

Australien fliegt Bürger aus Wuhan aus

Die australische Regierung hat 243 Bürger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung aus Wuhan mit Hilfe eines gecharterten Qantas-Jets ausgeflogen. „Wir haben schutzbedürftigen und isolierten Australiern Priorität eingeräumt, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass 89 der Australier auf dem Flug unter 16 und fünf unter zwei sind“, sagt Außenministerin Marise Payne in Canberra. Rund 600 Australier sind in der Region Hubai registriert. Das Flugzeug verfüge über medizinische Luftfilter, die 99 Prozent aller Partikel, einschließlich Viren, eliminieren, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Die 243 Menschen werden in einem umstrittenen Gefangenenlager auf einer abgelegenen Insel im Indischen Ozean vor der Nordwestküste Australiens unter Quarantäne gestellt. Das von Australien geführte Zentrum wurde in der Vergangenheit zur Inhaftierung von Asylbewerbern genutzt.
02:01

WHO besorgt über „massive Infodemie“ zu Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer „massiven Infodemie“, einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

Auch der Rauch von Feuerwerk helfe nicht gegen den Erreger, schreibt die WHO. Die Annahmen von Briefen oder Päckchen aus China sei hingegen ungefährlich. Das Virus überlebe nicht lange auf solchen Objekten. Auf einer gesonderte Webseite rät die WHO unter anderem zum regelmäßigen Händewaschen, auch wenn die Hände „nicht sichtbar dreckig“ seien. Erkrankte sollten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen und letzteres in einen geschlossen Abfalleimer werfen.01:13

Nach Video-Botschaft: Brasilien will Bürger aus Wuhan ausfliegen

Brasiliens Regierung will eigene Staatsbürger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des brasilianischen Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums vom Sonntag hervor.

Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten im Vorfeld ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den Präsidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto Araújo wenden. Sie verwiesen darauf, dass andere Länder bereits Schritte unternommen hätten, um ihre Bürger aus der Stadt zu retten. So waren zwei Brasilianerinnen, die auch die portugiesische Staatsbürgerschaft besitzen, an Bord einer französischen Maschine gegangen. Bolsonaro hatte zuvor rechtliche Hindernisse für eine solche Operation angeführt.02.02.202023:21

56 weitere Tote in Provinz Hubei

In der chinesischen Provinz Hubei sind dem staatlichen Fernsehen zufolge am Sonntag 56 weitere Todesfälle durch das Coronavirus registriert worden. Die Gesamtzahl betrage damit 350 in der Region um die Millionenstadt Wuhan, die von dem Ausbruch am stärksten betroffen ist. Die Zahl der neu bestätigten Infektionen in China ist am Sonntag um 2829 auf 17.205 geklettert. Die Zahl der Erkrankten in Deutschland liegt früheren Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zufolge weiter bei zehn.
23:17

Trump: „Wir haben es ausgeschaltet“

US-Präsident Donald Trump bewertet die amerikanischen Maßnahmen gegen die Virusepidemie als erfolgreich. „Wir werden sehen was passiert, aber ja, wir haben es ausgeschaltet“ (orig. „we did shut it down“), sagt er dem Sender Fox. Am Sonntagnachmittag (US-Ostküstenzeit, Abend MEZ) treten in den USA neue verschärfte Reisebeschränkungen in Kraft.
21:32

Etwa 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich mit Symptomen

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.20:33

Schätzung: 75.815 Infizierte allein in Wuhan

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer in China wächst immer schneller. In einer Studie, die am Freitag im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde, schätzen Experten der Hongkonger Universität die tatsächliche Zahl der Infizierten allein in Wuhan auf 75.815. Stand: 25. Januar. Demnach würde sich die Ausbreitung der Epidemie alle 6,4 Tage verdoppeln. Unter anderem die “Washington Post” berichtet über die Studie. Die offiziellen Zahlen für ganz China liegen lediglich bei 14.500 Infizierten.20:08

Angeblich erfolgreiche Behandlung in Thailand

Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails dramatisch verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklärte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von Fällen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in Krankenhäusern behandelt.19:30

Spahn: „Es bringt nichts, wenn ein Land allein Maßnahmen ergreift“

Die G7-Staaten wollen nach Angaben der Bundesregierung über eine einheitliche Strategie gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beraten. Er habe am Samstag mit seinem US-Kollegen Alex Azar telefoniert, um „zu einer gemeinsamen Einschätzung der Lage zu kommen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag in Berlin. „Und wir haben vereinbart, dass es auch eine Telefonkonferenz, eine Aussprache, der Gesundheitsminister der G7 zu dieser Frage geben soll.“ Ziel sei ein einheitlicher Umgang mit der Epidemie. „Es bringt ja nichts, wenn ein Land alleine Maßnahmen ergreift“, sagte Spahn.18:36

Chinas Zentralbank pumpt 1,2 Billionen Yuan in den Markt

Chinas Notenbank stärkt das Finanzsystem des Landes in der Coronavirus-Krise mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze: Die Zentralbank stelle den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) Liquidität zur Verfügung, kündigte das Institut am Sonntag an. Die Maßnahme solle die Funktionalität des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems während der Epidemie sicherstellen, heißt es in der Mitteilung, die auf der Website der Notenbank veröffentlicht wurde.

Das Geld soll im Rahmen eines sogenannten Repo-Geschäfts fließen. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg wäre die geplante Geldspritze die größte seit 2004.17:30

China soll frühe Hinweise auf Virus vertuscht haben

Die Regierung in China soll schon Ende Dezember über den Ausbruch einer neuen Krankheit in Wuhan informiert gewesen sein, aber nicht darauf reagiert haben. Dies berichtet die “New York Times” und beruft sich auf Aussagen von Ärzten in China, die sie in einer Online-Chat-Gruppe gemacht hatten. Der Krankenhausarzt hatte demnach versucht, Kollegen der medizinischen Fakultät zu warnen. Daraufhin bekam er der Zeitung zufolge Druck von der Gesundheitsbehörde und der Polizei, die ihn gezwungen hätten, Warnungen zurückzuhalten. Die Behörden hätten sich darauf konzentriert, die Krankheit zu vertuschen, schreibt die “New York Times”. Auch als die Zahl der Krankheitsfälle stieg, hätten sich die Beamten für Verschwiegenheit entschieden, um “öffentliche Besorgnis” zu verhindern. Die Polizei habe gegen acht Personen wegen der Verbreitung von Gerüchten über den Ausbruch eines neuartigen Virus ermittelt. Erst am 23. Januar wurde die Großstadt Wuhan abgeriegelt.16:59

Forscher isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. „Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können“, sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.
16:41

„Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst“

Die beiden Patienten in der Uniklinik Frankfurt, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, sind nach Angaben der Ärzte isoliert worden. Es gehe ihnen gut. Sie könnten normal Nahrung zu sich nehmen und bekämen keine Infusionen oder andere Medikamente, sagten Ärzte des Klinikums am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Das Virus wurde bei ihnen nachgewiesen, ohne dass sie Krankheitssymptome gezeigt hatten.

Bis auf eine Ausnahme seien damit alle Rückkehrer aus Wuhan, die sich noch in Quarantäne befinden, getestet worden. Ein Frau habe den freiwilligen Test auf den Coronavirus verweigert, er werde aber jetzt nachgeholt, hieß es. Die Experten schlossen aus, dass sich die isoliserten Menschen in der Kaserne, die momentan noch in Quarantäne sind, untereinander anstecken könnten, sollte einer von ihnen das VIrus in sich tragen. “Es spricht alles dafür, dass eine Übertragung erst möglich ist, nachdem Symptome der Krankheit auftreten”, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk. Er riet zur Gelassenheit: „Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst als vor diesen Viren“, sagte er. Der Verlauf der Coronainfektionen sei in Europa „sehr milde“.

Vier weitere Wuhan-Rückkehrer sind ebenfalls zur Behandlung in der Klinik. Sie seien nach der Landung am Samstagabend „wegen anderer Symptome“ dorthin gebracht worden.15:38

„Die Lage ist noch nicht im Griff“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat von einer “dynamischen Lage” gesprochen. “Wir kennen den Virus noch nicht abschließend. Wir haben noch keine Therapien, schon gar keine Impfungen. Die Lage ist auch noch nicht im Griff in China, offensichtlich, und damit insgesamt nicht”, sagte er.

In Deutschland funktioniere der Staat und die staatlichen Informationen. Man gehe mit der nötigen Wachsamkeit und Verhältnismäßigkeit vor. Auch hätten die Krankenhäuser ausreichend Kapazitäten für mögliche weitere Erkrankte, alle Kliniken könnten Einzelisolierungen anbieten.

Den beiden Menschen, die nach der Rückkehr aus China im Frankfurter Krankenhaus behandelt würden, gehe es “zur Stunde gut”. Die beiden seien beim Abflug in Wuhan und bei der Ankunft in Frankfurt noch symptomfrei gewesen, wenige Stunden später dann aber positiv getestet worden.14:37

Russland holt mit fünf Militärflugzeugen Bürger zurück

Die Regierung in Moskau schickt fünf Militärflugzeuge nach China, um russische Staatsbürger aus China zurückzuholen. Das meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.
14:06

Malaysias Regierung reagiert auf „Zombie“-Gerüchte

Über das Coronavirus kurieren im Internet die wildesten Gerüchte, auf die jetzt die Regierung von Malaysia reagiert. Neben Falschinformationen über angebliche Infektions- oder Totenzahlen, die von Malaysia aus verbreitet wurden, stellten Nutzer eine Verbindung zwischen dem Coronavirus und “Zombie-Verhalten” von Infizierten her, die sich wie “lebende Tote” benähmen. Nun schaltete sich das Gesundheitsministerium per Twitter ein und schrieb, diese Behauptung sei unwahr: „Patienten können wieder gesund werden.“

08:55

Russland erwägt Ausweisung infizierter Ausländer

Russland erwägt, mit dem Coronavirus infizierte Ausländer auszuweisen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ministerpräsident Michail Mischustin. Er schlage außerdem vor, das für den 12. bis 14. Februar geplante Russische Investment Forum in Sotschi am Schwarzen Meer zu verschieben.08:47

Mehr Tote in China durch neuen Virus als bei Sars

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An dem neuen Coronavirus starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote – mehr als es durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) 2002/2003 in China gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.
07:35

Wuhan-Rückkehrer in Niederlanden eingetroffen

Auch in den Niederlanden sind nun Rückkehrer aus der stark vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Metropole Wuhan eingetroffen. 15 Niederländer sowie zwei chinesische Partner wurden in der Nacht mit einem Bus von Brüssel zum Flughafen Eindhoven gebracht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Sie sollen bis auf Weiteres in einer Isolierstation des Militärs untergebracht werden.
05:34

Elf infizierte Personen in den USA bestätigt

Die Zahl der in den USA mit dem Virus infizierten Personen erhöht sich auf elf. Bei einem Ehepaar im San Benito County in Kalifornien ist der Mann kürzlich nach Wuhan gereist und hat die Krankheit offenbar an seine Frau übertragen. Keiner der beiden Patienten sei im Krankenhaus, teilen die verantwortlichen Behörden mit.05:21

Erstes Krankenhaus in Wuhan nach acht Tagen Bau fertig

Das erste von zwei neuen chinesischen Krankenhäusern zur Isolation von Coronavirus-Erkrankten in Wuhan ist nach nur acht Tagen Bau fertig. Die ersten Patienten werden heute erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus „Huoshenshan“ („Feuergott Berg“) umfasst 1000 Betten. Mehr als 7500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus „Leishenshan“ („Donnergott Berg“) mit 1600 Betten soll am 5. Februar eröffnet werden.

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Quelle: AFP/STR

05:20

Huawei hat Produktion trotz Virus wieder aufgenommen

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei hat die Produktion wieder hochgefahren. Der Betrieb laufe wieder normal, sagt ein Unternehmenssprecher. Der Konzern besitzt eine Ausnahmegenehmigung der Regierung, mit der es bestimmten kritischen Branchen möglich ist, die Produktion von Waren und Konsumgütern trotz Zwangspause zur Eindämmung des Coronavirus wieder aufzunehmen. Der Sprecher sagt, der größte Teil der Produktion sei in Dongguan, einer Stadt in der südlichen Provinz Guangdong.
04:05

Australien fliegt Bürger aus Wuhan aus

Die australische Regierung hat 243 Bürger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung aus Wuhan mit Hilfe eines gecharterten Qantas-Jets ausgeflogen. „Wir haben schutzbedürftigen und isolierten Australiern Priorität eingeräumt, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass 89 der Australier auf dem Flug unter 16 und fünf unter zwei sind“, sagt Außenministerin Marise Payne in Canberra. Rund 600 Australier sind in der Region Hubai registriert. Das Flugzeug verfüge über medizinische Luftfilter, die 99 Prozent aller Partikel, einschließlich Viren, eliminieren, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Die 243 Menschen werden in einem umstrittenen Gefangenenlager auf einer abgelegenen Insel im Indischen Ozean vor der Nordwestküste Australiens unter Quarantäne gestellt. Das von Australien geführte Zentrum wurde in der Vergangenheit zur Inhaftierung von Asylbewerbern genutzt.
02:01

WHO besorgt über „massive Infodemie“ zu Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer „massiven Infodemie“, einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

Auch der Rauch von Feuerwerk helfe nicht gegen den Erreger, schreibt die WHO. Die Annahmen von Briefen oder Päckchen aus China sei hingegen ungefährlich. Das Virus überlebe nicht lange auf solchen Objekten. Auf einer gesonderte Webseite rät die WHO unter anderem zum regelmäßigen Händewaschen, auch wenn die Hände „nicht sichtbar dreckig“ seien. Erkrankte sollten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen und letzteres in einen geschlossen Abfalleimer werfen.01:13

Nach Video-Botschaft: Brasilien will Bürger aus Wuhan ausfliegen

Brasiliens Regierung will eigene Staatsbürger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des brasilianischen Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums vom Sonntag hervor.

Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten im Vorfeld ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den Präsidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto Araújo wenden. Sie verwiesen darauf, dass andere Länder bereits Schritte unternommen hätten, um ihre Bürger aus der Stadt zu retten. So waren zwei Brasilianerinnen, die auch die portugiesische Staatsbürgerschaft besitzen, an Bord einer französischen Maschine gegangen. Bolsonaro hatte zuvor rechtliche Hindernisse für eine solche Operation angeführt.02.02.202023:21

56 weitere Tote in Provinz Hubei

In der chinesischen Provinz Hubei sind dem staatlichen Fernsehen zufolge am Sonntag 56 weitere Todesfälle durch das Coronavirus registriert worden. Die Gesamtzahl betrage damit 350 in der Region um die Millionenstadt Wuhan, die von dem Ausbruch am stärksten betroffen ist. Die Zahl der neu bestätigten Infektionen in China ist am Sonntag um 2829 auf 17.205 geklettert. Die Zahl der Erkrankten in Deutschland liegt früheren Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zufolge weiter bei zehn.
23:17

Trump: „Wir haben es ausgeschaltet“

US-Präsident Donald Trump bewertet die amerikanischen Maßnahmen gegen die Virusepidemie als erfolgreich. „Wir werden sehen was passiert, aber ja, wir haben es ausgeschaltet“ (orig. „we did shut it down“), sagt er dem Sender Fox. Am Sonntagnachmittag (US-Ostküstenzeit, Abend MEZ) treten in den USA neue verschärfte Reisebeschränkungen in Kraft.
21:32

Etwa 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich mit Symptomen

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.20:33

Schätzung: 75.815 Infizierte allein in Wuhan

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer in China wächst immer schneller. In einer Studie, die am Freitag im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde, schätzen Experten der Hongkonger Universität die tatsächliche Zahl der Infizierten allein in Wuhan auf 75.815. Stand: 25. Januar. Demnach würde sich die Ausbreitung der Epidemie alle 6,4 Tage verdoppeln. Unter anderem die “Washington Post” berichtet über die Studie. Die offiziellen Zahlen für ganz China liegen lediglich bei 14.500 Infizierten.20:08

Angeblich erfolgreiche Behandlung in Thailand

Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails dramatisch verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklärte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von Fällen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in Krankenhäusern behandelt.19:30

Spahn: „Es bringt nichts, wenn ein Land allein Maßnahmen ergreift“

Die G7-Staaten wollen nach Angaben der Bundesregierung über eine einheitliche Strategie gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beraten. Er habe am Samstag mit seinem US-Kollegen Alex Azar telefoniert, um „zu einer gemeinsamen Einschätzung der Lage zu kommen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag in Berlin. „Und wir haben vereinbart, dass es auch eine Telefonkonferenz, eine Aussprache, der Gesundheitsminister der G7 zu dieser Frage geben soll.“ Ziel sei ein einheitlicher Umgang mit der Epidemie. „Es bringt ja nichts, wenn ein Land alleine Maßnahmen ergreift“, sagte Spahn.18:36

Chinas Zentralbank pumpt 1,2 Billionen Yuan in den Markt

Chinas Notenbank stärkt das Finanzsystem des Landes in der Coronavirus-Krise mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze: Die Zentralbank stelle den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) Liquidität zur Verfügung, kündigte das Institut am Sonntag an. Die Maßnahme solle die Funktionalität des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems während der Epidemie sicherstellen, heißt es in der Mitteilung, die auf der Website der Notenbank veröffentlicht wurde.

Das Geld soll im Rahmen eines sogenannten Repo-Geschäfts fließen. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg wäre die geplante Geldspritze die größte seit 2004.17:30

China soll frühe Hinweise auf Virus vertuscht haben

Die Regierung in China soll schon Ende Dezember über den Ausbruch einer neuen Krankheit in Wuhan informiert gewesen sein, aber nicht darauf reagiert haben. Dies berichtet die “New York Times” und beruft sich auf Aussagen von Ärzten in China, die sie in einer Online-Chat-Gruppe gemacht hatten. Der Krankenhausarzt hatte demnach versucht, Kollegen der medizinischen Fakultät zu warnen. Daraufhin bekam er der Zeitung zufolge Druck von der Gesundheitsbehörde und der Polizei, die ihn gezwungen hätten, Warnungen zurückzuhalten. Die Behörden hätten sich darauf konzentriert, die Krankheit zu vertuschen, schreibt die “New York Times”. Auch als die Zahl der Krankheitsfälle stieg, hätten sich die Beamten für Verschwiegenheit entschieden, um “öffentliche Besorgnis” zu verhindern. Die Polizei habe gegen acht Personen wegen der Verbreitung von Gerüchten über den Ausbruch eines neuartigen Virus ermittelt. Erst am 23. Januar wurde die Großstadt Wuhan abgeriegelt.16:59

Forscher isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. „Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können“, sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag.

Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.
16:41

„Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst“

Die beiden Patienten in der Uniklinik Frankfurt, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, sind nach Angaben der Ärzte isoliert worden. Es gehe ihnen gut. Sie könnten normal Nahrung zu sich nehmen und bekämen keine Infusionen oder andere Medikamente, sagten Ärzte des Klinikums am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Das Virus wurde bei ihnen nachgewiesen, ohne dass sie Krankheitssymptome gezeigt hatten.

Bis auf eine Ausnahme seien damit alle Rückkehrer aus Wuhan, die sich noch in Quarantäne befinden, getestet worden. Ein Frau habe den freiwilligen Test auf den Coronavirus verweigert, er werde aber jetzt nachgeholt, hieß es. Die Experten schlossen aus, dass sich die isoliserten Menschen in der Kaserne, die momentan noch in Quarantäne sind, untereinander anstecken könnten, sollte einer von ihnen das VIrus in sich tragen. “Es spricht alles dafür, dass eine Übertragung erst möglich ist, nachdem Symptome der Krankheit auftreten”, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk. Er riet zur Gelassenheit: „Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst als vor diesen Viren“, sagte er. Der Verlauf der Coronainfektionen sei in Europa „sehr milde“.

Vier weitere Wuhan-Rückkehrer sind ebenfalls zur Behandlung in der Klinik. Sie seien nach der Landung am Samstagabend „wegen anderer Symptome“ dorthin gebracht worden.15:38

„Die Lage ist noch nicht im Griff“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat von einer “dynamischen Lage” gesprochen. “Wir kennen den Virus noch nicht abschließend. Wir haben noch keine Therapien, schon gar keine Impfungen. Die Lage ist auch noch nicht im Griff in China, offensichtlich, und damit insgesamt nicht”, sagte er.

In Deutschland funktioniere der Staat und die staatlichen Informationen. Man gehe mit der nötigen Wachsamkeit und Verhältnismäßigkeit vor. Auch hätten die Krankenhäuser ausreichend Kapazitäten für mögliche weitere Erkrankte, alle Kliniken könnten Einzelisolierungen anbieten.

Den beiden Menschen, die nach der Rückkehr aus China im Frankfurter Krankenhaus behandelt würden, gehe es “zur Stunde gut”. Die beiden seien beim Abflug in Wuhan und bei der Ankunft in Frankfurt noch symptomfrei gewesen, wenige Stunden später dann aber positiv getestet worden.14:37

Russland holt mit fünf Militärflugzeugen Bürger zurück

Die Regierung in Moskau schickt fünf Militärflugzeuge nach China, um russische Staatsbürger aus China zurückzuholen. Das meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.
14:06

Malaysias Regierung reagiert auf „Zombie“-Gerüchte

Über das Coronavirus kurieren im Internet die wildesten Gerüchte, auf die jetzt die Regierung von Malaysia reagiert. Neben Falschinformationen über angebliche Infektions- oder Totenzahlen, die von Malaysia aus verbreitet wurden, stellten Nutzer eine Verbindung zwischen dem Coronavirus und “Zombie-Verhalten” von Infizierten her, die sich wie “lebende Tote” benähmen. Nun schaltete sich das Gesundheitsministerium per Twitter ein und schrieb, diese Behauptung sei unwahr: „Patienten können wieder gesund werden.“

Bislang wurden sechs Verdächtige wegen der Verbreitung derartiger Gerüchte festgenommen. Ihnen drohen Geld- oder Gefängnisstrafen.
13:00

Verdachtsfall am Uniklinikum hat sich nicht bestätigt

Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit.
12:39

China beschleunigt Bau von Krankenhäusern in Hubei

China treibt den Bau von Spezialkliniken für mit dem Coronavirus Infizierte in der besonders betroffenen Provinz Hubei voran. Das meldet das staatliche Fernsehen. Firmen in den Branchen, die nicht wesentlich seien, könnten flexibel entscheiden, wann sie den Betrieb nach den Ferien anlässlich des Neujahrsfestes wieder aufnehmen. Diejenigen, die dringend notwendige Güter herstellten, würden Unterstützung erhalten.
12:37

Formel-E-Rennen in China abgesagt

Wegen des Coronavirus ist das für den 21. März geplante Formel-E-Rennen im chinesischen Sanya abgesagt worden. Diese in Absprache mit dem Automobil-Weltverband FIA, dem chinesischen Automobilverband CAMF und den Behörden getroffene Entscheidung gaben die Veranstalter am Sonntag bekannt. Dieser Schritt sei notwendig, um „die Gesundheit und Sicherheit“ für Fans, Fahrer und Personal zu gewährleisten, hieß es in einer Mitteilung.
11:58

Alle acht Coronavirus-Patienten Bayerns in guter Verfassung

Die bisher acht in Bayern mit dem Coronavirus infizierten Menschen befinden sich nach Auskunft des bayerischen Gesundheitsministeriums in guter Verfassung. Dies gelte auch für den achten Fall, der erst am Samstagabend bekannt geworden war. Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann aus München. Er ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg.

In Bayern ist nun bei sieben Mitarbeitern der Firma Webasto das Coronavirus nachgewiesen worden. Zudem war ein Kind eines der Erkrankten ebenfalls positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden.
11:02

Zwei China-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert

Zwei der mit dem Bundeswehrflugzeug zurückgekehrten Passagiere aus China haben sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. „Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert“, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Luftwaffe, des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Landkreises und der Stadt Germersheim. Die beiden Infizierten sollen nun in das Frankfurter Uniklinikum gebracht werden.10:40

Chinas Zentralbank stützt Wirtschaft wegen Virus mit Milliardensumme

Chinas Zentralbank will der vom Virusausbruch getroffenen Wirtschaft zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Über sogenannte Repo-Geschäfte würde den Märkten am Montag Liquidität im Wert von 1,2 Billionen Yuan (173,8 Milliarden Dollar) zugeschossen, teilte die People’s Bank of China (PBOC) auf ihrer Website mit. Damit werde die Gesamtliquidität im Bankensystem um 900 Milliarden Yuan höher liegen als im Vorjahreszeitraum. Erst am Samstag hatten die Notenbanker mitgeteilt, dass sie mit verschiedenen geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft des Landes stützen und vom Virenausbruch betroffene Unternehmen helfen wollen.
09:41

Neues Virus könnte auch über Verdauungssystem verbreitet werden

Das neuartige Coronavirus hinter der Lungenkrankheit aus China könnte neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. An der Forschung waren das Renmin Hospital der Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.
09:41

Ausgehverbot: Erstmals Stadt außerhalb Hubeis wegen Virus stillgelegt

Erstmals seit Ausbruch des Lungenkrankheit in China ist auch eine Millionenmetropole außerhalb der schwer betroffenen Provinz Hubei stillgelegt worden. Für die neun Millionen Bewohner von Wenzhou wird nun beschränkt, wie oft sie vor die Tür gehen dürfen. Jede Familie könne ein Mitglied auswählen, das alle zwei Tage zum Einkaufen könne, teilte die Stadtregierung am Sonntag mit. „Andere sollten grundsätzlich nicht das Haus verlassen.“ Wenzhou liegt mehr als 800 Kilometer östlich vom Ursprungsort der Epidemie in Wuhan. Der öffentliche Nahverkehr wurde stillgelegt, ebenso der Überlandverkehr mit Bussen in andere Regionen. An 46 Bezahl- und Kontrollstellen der Zufahrtsstraßen zu der Metropole wurde der Straßenverkehr vorübergehend gesperrt. Nur neun bleiben geöffnet. Schulen und Universitäten bleiben vorerst geschlossen. Mit 661 Erkrankten hat die Provinz Zhejiang, in der Wenzhou liegt, nach der Provinz Hubei die zweithöchste Zahl von nachgewiesenen Virusfällen.08:36

1400 medizinische Kräfte des Militärs für neues Krankenlager in Wuhan

Für das erste von zwei neuen Krankenlagern in der schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffenen Metropole Wuhan sind 1400 medizinische Kräfte des chinesischen Militärs entsandt worden. Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1000 Betten haben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars-Pandemie in einem ähnlichen Behelfs-Krankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten. Auch seien Experten dabei, die am Kampf gegen Ebola in Sierra Leone und Liberia beteiligt gewesen seien.05:44

Neuseeland und Australien lassen Passagiere aus China nicht einreisen

Neuseeland und Australien reagieren mit einer vorläufigen Einreisesperre für Flugpassagiere aus China auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Wie die neuseeländische Regierung am Sonntag mitteilte, soll das Einreiseverbot am Montag in Kraft treten, alle 48 Stunden überprüft werden und bis zu zwei Wochen gelten. Es betreffe sowohl Passagiere, die ihre Flugreise in China beginnen, als auch jene, die dort zwecks Weiterreise nach Neuseeland umsteigen. Ausgenommen seien neuseeländische Staatsangehörige und Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige.

Eine quasi identische Einreisesperre hatte am Samstag bereits Australien erlassen. Auf den Philippinen griffen die Behörden ebenfalls zu solch einer Maßnahme – dort hat es den bislang einzigen bestätigten Todesfall außerhalb Chinas gegeben, der nachgewiesenermaßen auf den Virus zurückgeht.
05:25

Erstmals Bewegungsfreiheit in Stadt außerhalb von Hubei massiv eingeschränkt

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China ist erstmals in einer Stadt außerhalb der Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner massiv eingeschränkt worden. In der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Wenzhou an der Ostküste Chinas dürfe nur noch ein Mensch pro Haushalt alle zwei Tage auf die Straße, um das zum Leben Notwendige einzukaufen, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. 46 Autobahn-Mautstellen der Stadt wurden derweil geschlossen.
04:27

Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

Bis zu dem nun publik gewordenen Patienten war nach WHO-Angaben keine der rund 150 Infektionen außerhalb Chinas tödlich verlaufen.00:40

Zahl der Toten durch Coronavirus in China auf mehr als 300 gestiegen

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten und daran gestorbenen Menschen in China ist erneut deutlich gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen habe die Lungenkrankheit nun insgesamt 304 Menschen das Leben gekostet, teilte die chinesische Gesundheitskommission am Sonntag in Peking mit. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages – um 2580 auf 14.380 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus erstmals auf den Menschen übergesprungen war, seien 1921 neue Infektionen hinzugekommen. Etwa 150 Erkrankungen sind bislang außerhalb Chinas bekannt, davon acht in Deutschland. Tote wurden bislang nur aus der Volksrepublik gemeldet.
01.02.202017:13

Hongkonger Gewerkschaft will für Grenzschließung streiken

Eine Gewerkschaft Hongkonger Krankenhausmitarbeiter will mit einem Streik ein Einreiseverbot für Personen aus dem chinesischen Kernland erzielen. Die Hospital Authority Employees Alliance rief dazu auf, die Arbeit ab Montag niederzulegen, um mit einer Grenzschließung die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu blockieren.16:39

Flugzeug mit China-Rückkehrern in Frankfurt gelandet

Ein Flugzeug der Bundeswehr, das Deutsche und andere Staatsbürger aus dem vom Coronavirus betroffenen chinesischen Wuhan ausgeflogen hat, ist um 16.37 Uhr in Frankfurt gelandet. Der Flieger kam wegen einer Umleitung über Helsinki verzögert an.

16:11

Quarantäne in Frankreich

In Frankreich wurden etwa 180 Menschen, zumeist Franzosen, nahe Marseille unter Quarantäne gestellt, die aus Wuhan ausgeflogen worden waren. Ein weiteres Flugzeug überwiegend mit Franzosen wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Frankreich erwartet.

Deutsche China-Rückkehrer: „Im Worst Case mehrere Wochen, vielleicht sogar einige Monate in Quarantäne“ – Video – WELT

Mehr als 100 Deutsche kommen aus Wuhan direkt in Quarantäne nach Germersheim. Ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist noch unklar. Dr. Fritz Brechtel, Landrat Germersheim, erklärt den Ablauf bei einer Erkrankung.
15:39

China will Hochzeiten verschieben und nur kleine Trauerfeiern

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat die chinesische Regierung weitere drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Atemwegserkrankung verkündet: Peking forderte Paare auf, ihre Hochzeiten zu verschieben, und bat darum, Trauerfeiern für verstorbene Angehörige klein zu halten. Die Regierung empfahl konkret in einer Erklärung, die für Sonntag geplanten Trauungen abzusagen und die Information an weitere Paare weiterzugeben.
14:47

Luftwaffenflug mit Rückkehrern startet in Helsinki

Für die Rückkehrer an Bord des Luftwaffen-Flugzeugs aus dem chinesischen Seuchengebiet hat die letzte Etappe der Reise nach Frankfurt am Main begonnen: Die Maschine sei kurz vor 14.30 Uhr vom Flughafen Helsinki gestartet, wo sie betankt worden sei und wo eine neue Crew an Bord gegangen sei, teilte die Luftwaffe mit. Gegen 16.30 Uhr wird die Maschine in Frankfurt erwartet.

14:46

Provinz Hubei verlängert Neujahrsferien

Die chinesische Provinz Hubei verlängert die Ferien anlässlich des Neujahrsfestes bis zum 13. Februar. Das berichten örtliche Medien. Der chinesische Neujahrstag fiel auf den 25. Januar.
14:24

Apple schließt vorübergehend Filialen in China

Apple schließt wegen des Coronavirus bis zum 9. Februar alle offiziellen Geschäfte und Firmenbüros auf dem chinesischen Festland. „Aus Vorsicht und auf der Grundlage der neuesten Ratschläge führender Gesundheitsexperten schließen wir bis zum 9. Februar alle unsere Niederlassungen, Geschäfte und Kontaktzentren auf dem chinesischen Festland“, teilt der iphone-Hersteller mit. Apple ist sowohl beim Verkauf von Smartphones als auch bei der Lieferkette und der Fertigung nach wie vor stark von China abhängig.

14:05

Großbritannien zieht Diplomaten vorübergehend aus China ab

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zieht nach den USA auch Großbritannien Personal aus seinen diplomatischen Einrichtungen in China ab. Angestellte der britischen Botschaft sowie der Konsulate in China würden aus Sicherheitsgründen vorübergehend abgezogen, sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. Von dem Schritt seien auch die Familien der Diplomaten betroffen. Allerdings bleiben demnach der britische Botschafter sowie eine diplomatische Notfallbesetzung weiter in Peking. Britische Bürger hätten in China auch weiterhin Zugang zu konsularischer Hilfe.13:50

Russische Luftwaffe fliegt Bürger aus China aus

Russlands Luftwaffe beginnt noch heute damit, Bürger des Landes aus China auszufliegen. Zurückgeholt würden russische Staatsbürger aus den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Gebieten, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow den Nachrichtenagenturen Interfax und Tass zufolge. Nach Regierungsangaben sollen mehr als 600 Russen aus der Provinz Hubei und ihrer Hauptstadt Wuhan nach Russland gebracht werden. Nach ihrer Rückkehr sollen sie für zwei Wochen isoliert werden.
13:45

Kaserne ist gut vorbereitet auf China-Rückkehrer

Rheinland-Pfalz sieht sich gut vorbereitet für die Quarantäne der deutschen Staatsbürger und Familienangehörigen aus der vom Ausbruch des neuen Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan. In der Südpfalz-Kaserne in Germersheim würden die „Menschen, die einiges durchgemacht haben“, eine gute und angemessene Betreuung erhalten, sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Ich hoffe, dass alle nach zwei Wochen gesund zu ihren Freunden und Familien zurückkehren können“, betonte die SPD-Politikerin.

13:43

Vietnam streicht alle Flüge von und nach China

Vietnam ruft wegen der Coronavirus-Epidemie den Gesundheitsnotstand aus und stoppt alle Flüge von und nach China. Alle Genehmigungen für Flüge zwischen Vietnam und China, einschließlich Taiwan, Hongkong und Macao, seien bis auf weiteres widerrufen worden, teilt die Regierung mit. Zudem würden an ausländische Besucher, die sich in den vergangenen zwei Wochen in China aufgehalten haben, keine Visa mehr ausgestellt. Die Fluggesellschaften Vietjet Air und Vietnam Airlines hatten bereits bekanntgegeben, dass sie ab dem 1. Februar alle Flüge von und nach China aussetzen.
13:42

Nordkoreas Machthaber Kim spricht China sein Mitgefühl aus

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un spricht in einem Kondolenzschreiben an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping sein Mitgefühl aus. Das meldet die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Kim sei überzeugt, dass „die Partei, die Regierung und das Volk Chinas mit Sicherheit im Kampf gegen die Krankheit siegreich sein werden“. China ist der einzige Verbündete des weitgehend isolierten Landes. Nordkorea hat fast alle Flüge nach China gestrichen und stellt alle Menschen, die von dort einreisen, unter Quarantäne.
13:30

Kramp-Karrenbauer kündigt mögliches Nachspiel an

Russland verweigert dem Luftwaffen-Flug aus Wuhan die Zwischenlandung. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ließ auf einer Pressekonferenz in Bonn durchblicken, dass sie sich mit der Erklärung Russlands nicht zufrieden geben wolle. Sie kündigte ein mögliches Nachspiel an: „Was jetzt neben der offiziellen Erklärung von mangelnden Kapazitäten am Flughafen von Moskau die Gründe sind, das werden wir sicherlich in der nächsten Woche gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt besprechen.“

13:12

Keiner der Deutschen an Bord zeigt Symptome

Keiner der Deutschen an Bord der Bundeswehrmaschine zeigt nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. „Es kommen erstmal gesunde symptomfreie Mitbürger zu uns nach Deutschland zurück“, sagt er in Bonn. Weil die Inkubationszeit zwei Wochen betrage und um eine Infektion ausschließen zu können, sei eine zentrale Unterbringung für zwei Wochen notwendig.
13:05

Flugzeug mit Deutschen aus China über Helsinki

Die Bundeswehrmaschine mit zahlreichen Deutschen aus China muss über Helsinki fliegen und dort aufgetankt werden. Das bestätigt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn in Bonn. Eine ursprünglich geplante Zwischenlandung in Moskau sei von den dortigen Behörden kurzfristig verweigert worden. Daher verzögere sich die Ankunft in Deutschland.

Verteidigungsministerium@BMVg_Bundeswehr

Statement I – Verteidigungsministerin @akk informiert in Bonn über den Rücktransport deutscher Staatsbürger aus Wuhan: „Ich freue mich sehr, dass die #Bundeswehr in der Lage war, in dieser Lage, ihre Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen“ #coronavirus @Bw_Einsatz @Team_Luftwaffe

Zahlreiche Staaten fliegen Staatsbürger aus

Neben China haben rund zwei Dutzend Länder bestätigte Fälle des Virus gemeldet, aber die große Mehrheit der Infizierten bleibt in der Volksrepublik. Die durch das Virus ausgelöste Lungenerkrankung war zuerst in der Metropole Wuhan in der Provinz Hubei nachgewiesen worden. Zahlreiche Staaten erließen Reisewarnungen und fliegen ihre Staatsbürger aus. So auch Bangladesch. Auf dem Foto ist zu sehen, wie die Menschen in einem Bus den internationalen Flughafen Dhaka verlassen.

China nimmt importierte medizinische Güter von Zöllen aus

China will Importgüter, die im Kampf gegen das Coronavirus gebraucht werden, von Zöllen ausnehmen. Das kündigt das Finanzministerium an. Die Befreiung solle vom 1. Januar bis 31. März gelten. Spenden aus dem Ausland wie Krankenwagen und Desinfektionsmittel würden von Importzöllen, Mehrwert- und Konsumsteuern befreit.
12:03

21 Kinder an Bord der Maschine aus Wuhan

Nach WELT-Informationen befinden sich an Bord der Luftwaffen-Maschine 126 Passagiere. 101 von ihnen sind Deutsche, 23 Chinesen, dazu jeweils ein rumänischer und ein US-amerikanischer Staatsbürger. Bemerkenswert ist die hohe Zahl an Kindern: 21 sollen es sein.11:47

Russland verweigert deutschem Flieger die Landung in Moskau

Diplomatischer Eklat um den deutschen Rückkehrer-Flug aus China: Zunächst meldete “Bild”, dass das Flugzeug nicht wie geplant in Moskau zwischenlanden könne. Dort hätte der Luftwaffen-Airbus aufgetankt werden und eine neue Piloten-Crew die Maschine übernehmen sollen. Die Landung wurde aber verweigert, wie auch WELT in Frankfurt am Main erfuhr. Stattdessen musste eine Ausweichroute erstellt werden, sie führt den Flieger nun nach Helsinki. Der Kommandeur der Flugbereitschaft im Bundesverteidigungsministerium, Oberst Daniel Draken, erklärte der „Bild am Sonntag“ wörtlich: „Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt. Aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert.“ Nach Informationen von „Bild am Sonntag“ halten Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben.11:36

Ministerium: Corona-Infizierte sind in stabilem Zustand

Die Corona-Patienten in Bayern befinden sich in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Dies teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit. Am Freitag war der insgesamt siebte Fall bekanntgeworden. Dabei handelt es sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Der neue Fall mit dem Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) zeige aktuell nur leichte Symptome, sagte Chefarzt Prof. Clemens Wendtner. „Auch die bereits bekannten vier Patienten mit positivem Testergebnis sind aktuell weitestgehend symptomfrei.“ Alle Patienten bleiben allerdings weiterhin zur klinischen Beobachtung in der Klinik.11:20

China übt scharfe Kritik an Einreiseverbot der USA wegen Virus

China ist verärgert wegen des US-Einreiseverbots für Chinesen und andere Staatsangehörige, die aus China kommen. „Es ist mit Sicherheit keine Geste des guten Willens“, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying in Peking. Während die Weltgesundheitsorganisation von Reisebeschränkungen wegen der Lungenkrankheit abrate, gingen die USA in die entgegengesetzte Richtung und setzten ein „schlechtes Beispiel“. Viele Länder hätten China ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus angeboten.10:14

Feldbetten in der Turnhalle – mehr als 40 Mediziner erwarten Rückkehrer

In Frankfurt bereitet man sich am Vormittag auf die Rückkehr der 126 Passagiere vor. 40 Mediziner des DRK, des Frankfurter Gesundheitsamts und der Flughafenklinik sollen sich um sie kümmern. Dafür wurde eine Turnhalle, Gebäude 461, umfunktioniert. Mit Stellwänden wurden acht Untersuchungsbereiche geschaffen, der restliche Platz ist voller Feldbetten. Hier sollen die Passagiere 24 Stunden bleiben. Die Turnhalle bleibt insgesamt sechs Wochen gesperrt.

Im Flughafen selbst ist nichts davon zu spüren. Ganz selten einmal trifft man jemanden mit Mundschutz. Business as usual. Ausnahme: Die Air-China-Schalter in Halle B des Terminal 1. hier trägt jeder einen Mundschutz.

07:41

Australien verhängt wegen Coronavirus Einreiseverbot gegen China-Reisende

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot gegen Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger, Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.
06:36

Australische und neuseeländische Fluggesellschaften setzen Direktflüge nach China aus

Die australische Fluggesellschaft Qantas kündigt an, ihre beiden China-Direktverbindungen zwischen Sydney und Peking sowie zwischen Sydney und Shanghai vom 9. Februar bis 29. März einzustellen. Auch die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand kündigt an, ihre Direktverbindung zwischen Auckland und Shanghai vom 9. Februar bis 29. März pausieren zu lassen.
01:31

Rückholaktion der Deutschen: „Glücklich am Gate zu sein“

Auf die Rückholaktion aus Wuhan in Zentralchina warteten am Morgen mehr als 100 Deutsche und andere Staatsbürger am Flughafen der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen Metropole. „Glücklich am Gate zu sein“, berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und dort auch die Nacht verbracht. „War bis hier doch alles ganz schön anstrengend.“ Der Start der Maschine des Bundesluftwaffe stand unmittelbar bevor.00:58

Deutscher auf La Gomera isoliert

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Betroffen sei ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera, der mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen sein soll, teilte die Regierung auf Twitter mit. Er liegt den Angaben nach isoliert in einem Krankenhaus der Insel. Einzelheiten zu Alter oder Herkunftsort des Patienten wurden zunächst nicht bekannt.

00:46

Zahl der Virus-Fälle in China steigt über 11.000 – 259 Tote

Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf mehr als 11.000 gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen sind mindestens 259 an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergibt sich aus neuen Zahlen, die die Gesundheitskommission der Provinz Hubei in Zentralchina am Samstag vorlegte. Danach kamen allein in der schwer betroffenen Krisenprovinz 1347 neue Virusfälle hinzu, so dass dort 7153 Patienten gezählt wurden. Die Gesamtzahl für China dürfte am Samstag noch steigen, wenn auch die anderen Provinzen ihre Statistiken vorlegen.
31.01.202014:11

Deutsche in Wuhan warten schon am Flughafen

Die Deutschen, die aus Wuhan ausgeflogen werden sollen, haben sich schon am Freitag am Flughafen der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen chinesischen Metropole versammelt. Ihnen war gesagt worden, bereits um 20.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) am Flughafen zu sein, berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte, telefonisch der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Frankfurter Flughafen hat sich bereits auf die Rückkehr vorbereitet.


13:49

Russland meldet ersten Infektionsfall

Russland meldet den ersten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Es handele sich um zwei infizierte Personen, die chinesische Staatsbürger seien, teilen die russischen Behörden mit. Sie seien unter Quarantäne gestellt worden. Zudem würden russische Bürger aus dem chinesischen Wuhan ausgeflogen und isoliert untergebracht. Aus China ausgeflogene Russen sollen nur dann unter Quarantäne gestellt werden, wenn bei ihnen Symptome der durch das Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung festgestellt werden. Das sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa. Alle Direktflüge aus Russland nach China würden von Mitternacht an ausgesetzt. Eine Ausnahme seien Flüge der Gesellschaft Aeroflot.
13:20

Firmen in Peking sollen ab 10. Februar Betrieb wieder aufnehmen

Die Unternehmen in Peking sollen vom 10. Februar an den Betrieb wieder aufnehmen. Das habe die Verwaltung der chinesischen Hauptstadt beschlossen, berichten Staatsmedien.
13:07

Hongkongs Schulen bleiben bis März geschlossen

Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus sollen die Schulen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong erst Anfang März wieder öffnen. Regierungschefin Carrie Lam kündigte an, dass Schulen mindestens bis zum 2. März geschlossen bleiben. Damit haben die Behörden die Ferien auf einen Schlag um einen ganzen Monat verlängert. Ursprünglich hätte der Unterricht nach dem chinesischen Neujahr am kommenden Montag wieder beginnen sollen.
13:07

Flugzeug mit Franzosen aus China landet in Südfrankreich

In Südfrankreich kommt die erste Maschine an, die Franzosen aus den vom Coronavirus betroffenen Gebieten in China zurückholt. Das Flugzeug sei auf dem Militärstützpunkt Istres gelandet, meldet der französische Fernsehsender BFM. An Bord seien rund 200 Menschen.

12:33

Tübinger Firma soll Impfstoff gegen das Coronavirus finden

Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI, an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,5 Millionen Euro) „für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien“ erhalten.
12:22

Äthiopier in Wuhan wollen nach Hause

Afrikanische Studenten im vom neuen Coronavirus heimgesuchten Wuhan dringen auf eine baldige Ausreise in ihre Heimat. Die Vereinigung äthiopischer Studenten forderte in einer Erklärung, Landsleute in Wuhan sollten so schnell wie möglich nach Äthiopien zurückgebracht werden. Die etwa 300 Studenten seien schockiert über die Epidemie und wegen Nahrungsmittelknappheit zunehmend besorgt. Zum Glück sei bislang noch keiner von ihnen vom Virus betroffen.
12:14

Passagiere müssen sich an Kosten des Fluges beteiligen

In einem Schreiben, das der dpa vorliegt, informierte das Auswärtige Amt die Passagiere über den geplanten Starttermin und die Bedingungen für die Mitreise. Dabei handelt es sich vor allem um folgende Punkte:

– Das Angebot des Mitflugs gilt für die angeschriebenen deutschen Staatsangehörigen, ihre Ehepartner und ihre Kinder.

– Es dürfen nur Personen ausreisen, die zum Zeitpunkt der Ausreise gesund sind. Die chinesischen Behörden werden vor dem Einstieg in den Flieger einen Gesundheitscheck durchführen und können bei Symptomen oder Verdacht auf eine Erkrankung die Ausreise verweigern.

– Die überwiegenden Kosten des Flugs wird die Bundesregierung tragen, die Passagiere müssen sich allerdings beteiligen. „Die konkrete Höhe der Kostenbeteiligung steht bisher nicht fest. Sie wird sich an der Höhe eines normalen Economy-Flugtickets orientieren.“

– Das Verfahren nach Einreise in Deutschland werde zwischen den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt. „Sie müssen damit rechnen, dass Ihre Mobilität in der ersten Zeit in Deutschland deutlich eingeschränkt wird.“12:08

WHO: Staaten sollten Grenzen offen halten

Die Weltgesundheitsbehörde WHO ruft die Staaten auf, trotz der Verbreitung des Coronavirus die Grenzen offen zu halten, damit Menschen reisen könnten und der Handel nicht unterbrochen werde. Es gebe gute Gründe, die Grenzübergänge durchgängig zu lassen, damit Menschen nicht unkontrolliert und ohne medizinische Untersuchung einreisen, sagt WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf. Die Staaten hätten die Souveränität, ihre Bürger zu schützen, doch sollten Grenzen so kurz wie möglich geschlossen werden.
12:06

Italien erklärt nationalen Notstand

Aufgrund der rasanten weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Italien den nationalen Notstand ausgerufen. Das gab die Regierung in Rom bekannt, nachdem zwei Fälle des Virus in dem Land bestätigt wurden. Der Notstand wird in Italien häufiger ausgerufen, etwa nach Erdbeben oder Unwettern.
12:03

Singapur untersagt Einreise für China-Besucher

Singapur untersagt Reisenden, die sich in jüngster Zeit in China aufgehalten haben, die Einreise. Visa für Chinesen würden nicht mehr erteilt, erklärt das Gesundheitsministerium von Singapur. Dies soll von Samstag an gelten und auch Transitreisende betreffen. Ausgenommen seien Bewohner von Singapur und Personen mit einer Arbeitserlaubnis.

11:59

Chinas UN-Botschafter: Mehr als 9800 Infektionsfälle

Die Zahl der Infektionsfälle in China ist auf mehr als 9800 gestiegen. Das teilt der chinesische UN-Botschafter Wang Qun in Wien mit. Insgesamt gebe es mittlerweile 9809 bestätigte Fälle. Darunter seien 1527 Menschen, deren Gesundheitszustand kritisch sei. Hinzu kämen 15.238 Verdachtsfälle. Bislang seien 213 Todesfälle bekannt.
11:59

Russlands Behörden raten von Küssen und Umarmungen ab

Die russischen Behörden raten von Küssen, Umarmungen und Händeschütteln zur Begrüßung ab. Zudem sollten in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, teilt die Behörde für Verbraucher- und Gesundheitsschutz mit. Firmen mit chinesischen Mitarbeitern, die sich derzeit in China aufhielten, sollten den Urlaub dieser Beschäftigten bis auf weiteres verlängern. In Russland wurde bislang kein Infektionsfall gemeldet.
11:54

Maschine der Bundeswehr ist in der Luft

Die Evakuierungsaktion für Deutsche, die wegen des neuartigen Coronavirus aus China ausgeflogen werden sollen, ist angelaufen. Die Maschine der Luftwaffe ist auf dem Weg nach China. Mehr als 100 Menschen sollen nach Deutschland geholt werden. Die Maschine wird am Samstag wieder auf dem Frankfurter Flughafen erwartet.

11:14

Großbritannien meldet zwei Erkrankte im Land

Nun gibt es auch in Großbritannien zwei bestätigte Krankheits-Fälle. Die beiden Personen stammten aus einer Familie, teilten die Behörden mit. Sie würden von Medizinern versorgt.
11:13

Japan lässt Reisende aus Hubei nicht mehr ins Land

Japan verweigert Personen die Einreise, die in den vergangenen beiden Wochen in der chinesischen Provinz Hubei waren – dem Zentrum des Virus-Ausbruchs. Die Anordnung gelte bis auf weiteres, erklärt Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem Treffen mit einer Arbeitsgruppe der Regierung zu dem Thema.
10:50

Evakuierungsflug startet in Kürze

Mit dem Flug der Luftwaffe wegen der Lungenkrankheit in China sollen mehr als 100 Menschen nach Deutschland geholt werden. Es gebe darunter niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Die Maschine sollte noch am Vormittag in die schwer vom Coronavirus betroffene Provinz Hubei starten, nachdem nun alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vorliegen. Die Ankunft in Deutschland ist an diesem Samstag vorgesehen. Beim Hinflug sollen auf Bitten Chinas 10.000 Schutzanzüge mitgenommen werden, die vor Ort gebraucht würden.

09:09

Vorbereitungen auf Rückkehr von Deutschen

Das Frankfurter Gesundheitsamt bereitet sich auf mehr als 100 Deutsche aus der vom Corona-Virus stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei vor. Am Frankfurter Flughafen werden die Passagiere des Rückholfluges zunächst in das medizinische Zentrum Medical Assessment Center gebracht, wie der Leiter der Behörde, René Gottschalk, dem Sender hr-Info sagte. Dies diene dazu, „mögliche Kontaktpersonen zu erfassen“. Anschließend sollen die Passagiere in eine Quarantäne-Station gebracht werden, die sich auf dem Luftwaffenstützpunkt im südpfälzischen Germersheim befindet.

Gottschalk will das Medical Assessment Center gemeinsam mit Sozialminister Kai Klose (Grüne) und dem Leiter der Klinik, Michael Sroka, vorstellen (10.45 Uhr). Der Flug ist nach bisherigen Angaben der Bundesregierung für Samstag geplant. Sicher ist das aber noch nicht. Sollte doch einer der Passagiere Krankheitssymptome zeigen, werde er in die Uniklinik in Frankfurt gebracht, sagte Gottschalk. In der Quarantäne müssten die Passagiere seiner Einschätzung nach 12 bis 13 Tage bleiben, denn die maximale Inkubationszeit betrage 14 Tage – und die Zeit des Fluges könne bereits abgezogen werden.08:53

Menschen verlassen Hubei trotz Abriegelungs-Anordnung

Die Abriegelung der Provinz Hubei funktioniert nicht hermetisch. Zahlreiche Menschen überqueren am Fluss Jangtze in beide Richtungen eine Brücke, die die Stadt Huanggang in Hubei mit der Stadt Jiujiang in der Nachbarprovinz Jiangxi verbindet. Ein Polizist erklärt, wenn es „besondere Umstände“ gebe, könnten Menschen die Brücke passieren. Huanggang ist eine der am stärksten von dem Virus-Ausbruch betroffenen Städte.07:39

Zahl der offiziellen Todesopfer steigt auf mindestens 213

Die Zahl der offiziell verzeichneten Todesopfer durch das Virus in China stieg erneut sprunghaft an – um 43 auf insgesamt mindestens 213, wie die chinesische Regierung mitteilte. Es handelte sich um den höchsten Anstieg der verzeichneten Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Gesamtzahl der in China offiziell bestätigten Infektionsfälle wuchs um 1982 auf rund 9700. Weitere rund 102.000 Patienten würden wegen Verdachts auf das Virus medizinisch beobachtet, erklärte der Gesundheitsausschuss der Regierung.06:13

China hilft Landsleuten bei Rückreise nach Hubei

China will im Ausland gestrandeten Menschen aus der Provinz Hubei bei der Rückreise in die Heimat helfen. Wie eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums abkündigte, soll Landsleuten aus Hubei und insbesondere der vom Coronavirus besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan wegen der derzeitigen Schwierigkeiten so schnell es geht dabei geholfen werden, mit Chartermaschinen zurück nach Hause zu kommen. Fluggesellschaft rund um die Welt hatten zuvor zahlreiche Flüge nach China gestrichen.
04:11

Südkorea und Japan fliegen Staatsbürger aus Wuhan aus

Japan und Südkorea haben weitere Staatsbürger aus der besonders vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in Zentralchina ausfliegen lassen. Eine Chartermaschine mit mehr als 360 Südkoreanern traf in Seoul ein. Sie wurden zunächst auf Fieber getestet und dann per Bus zu Quarantäneeinrichtungen in den Städten Asan und Jincheon gebracht.

 Kampf gegen das Virus getroffen worden seien, hätten internationale Anforderungen weit übertroffen.
03:31

US-Außenministerium: Amerikaner sollen nicht mehr nach China reisen

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus ruft die US-Regierung Amerikaner dazu auf, nicht mehr nach China zu reisen. US-Staatsbürger in China sollten die Ausreise in Betracht ziehen, hieß es in dem am Donnerstagabend (Ortszeit) verschärften Reisehinweis des Außenministeriums in Washington. Amerikanische Regierungsmitarbeiter, die nicht unbedingt nach China reisen müssten, sollten ihre Reisen wegen des Virus verschieben. Das US-Außenministerium stufte den Reisehinweis für China auf die höchste von vier Warnstufen hinauf – „nicht reisen“.
02:29

Piloten von American Airlines verlangen Total-Flugstopp für China

Die Piloten der American Airlines versuchen wegen des Coronavirus-Ausbruchs einen völligen Flugstopp für China einzuklagen. Die Gewerkschaft Allied Pilots Assocation beantragte am Donnerstag bei einem Bezirksgericht in Dallas eine einstweilige Verfügung. Diese solle American Airlines verpflichten, Flüge in die Volksrepublik sofort einzustellen. Zudem forderte die Gewerkschaft ihre Mitglieder auf, Maschinen mit Ziel China nicht länger zu bedienen.01:09

Deutschlands Ärzte warnen vor mangelhafter Ausstattung von Krankenhäusern

Angesichts der ersten Coronavirus-Fälle haben Deutschlands Ärzte vor einer mangelnden Ausstattung der Krankenhäuser gewarnt. „Optimal für Patienten mit Coronavirus wären Einzelzimmer mit Vorschleusen. Entsprechend ausgerüstete Zimmer gibt es aber nicht mehr sehr viele, sie sind im letzten Jahrzehnt aus Kostengründen reduziert worden“, sagte Susanne Johna, Vorstandsmitglied und Pandemie-Beauftragte der Bundesärztekammer (BÄK), im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ)

Bei dringendem Behandlungsbedarf würden sogenannte Einzelboxen auf Intensivstationen benötigt, um die Übertragungsgefahr zu minimieren, erklärte Johna weiter. „Auch davon gibt es aus Kostengründen zu wenige, das gilt auch für Neubauten. In Doppelboxen ist das Ansteckungsrisiko höher, das wissen wir schon lange. Insofern müssen wir hier im Sinne der Patienten umdenken.“

Nicht nur bei der Krankenhausausstattung sieht die Expertin Nachholbedarf: „Der Coronavirus muss ein Weckruf sein, um den öffentlichen Gesundheitsdienst zu stärken, der vielerorts massiv unterbesetzt ist“, sagte Johna.30.01.202023:05

Weiterer Webasto-Mitarbeiter mit Corona infiziert

In Bayern hat sich ein weiterer Patient mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in München mitteilte. Der fünfte nun bestätigte Patient wohnt den Angaben zufolge im Landkreis Traunstein.
22:44

Mundschutzverbot für Airport-Mitarbeiter

Das Coronavirus sorgt für Angst bei den Beschäftigten am Düsseldorfer Flughafen. Nach Informationen der „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (Freitagausgabe) wurde eine Mitarbeiterin der Fluggastkontrolle nach Hause geschickt, weil sie im Transferbereich mit Mundschutz arbeiten wollte. „Das sei nicht möglich, weil ich für Panik sorgen würde“, so die Frau zur NRZ. Weil sie darauf bestand, sei sie vom Schichtleiter nach Hause geschickt worden.

Kötter Security, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrollen durchführt, schreibt in einem Aushang: „Die Bundespolizei hat mitgeteilt, dass eine Trageerlaubnis eines Mundschutzes für Luftsicherheitsassistenten (…) nicht vorgesehen ist.“ Stattdessen werden Gummi-Handschuhe und Desinfektionsmittel bereit gestellt.
20:47

WHO erklärt internationale Notlage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen in China eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen.
20:14

Bricht das Virus aus, wird die Kreuzfahrt zur „Infektionsgemeinschaft“

Der erste Verdacht auf hoher See lenkt das Augenmerk auf eine Branche, die für Virenerkrankungen besonders anfällig und gleichzeitig milliardenschwer ist.

 Die Details sollen voraussichtlich an diesem Freitag veröffentlicht werden. Bisher gibt es von Lufthansa Cargo pro Woche etwa 48 Frachtflüge zwischen Deutschland und China (Festland). Am Frankfurter Flughafen gab es zuletzt wöchentlich etwa 77 Flugbewegungen von Frachtmaschinen, die nach China abgeflogen oder gelandet sind. Dazu zählt nicht nur Lufthansa Cargo.19:13

China-Rückkehrer sollen in Kaserne in Rheinland-Pfalz kommen

Für die Deutschen, die wegen der neuen Lungenkrankheit aus China zurückgeholt werden sollen, ist eine zentrale Unterbringung am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Wie zuerst die Zeitungen der VRM am Donnerstagabend berichteten, gibt es dort in einer Ausbildungskaserne medizinische Einrichtungen, um die Menschen zwei Wochen abgeschottet in Quarantäne zu betreuen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen: „Das ist eine gute Lösung, um die Rückkehrer, ihr Umfeld und die Gesamtbevölkerung gleichermaßen zu schützen.“ Das Ansteckungsrisiko werde so minimiert. Falls sich einer der Betroffenen doch infiziert haben sollte, könne er dort schnell erkannt und gut versorgt werden.18:10

Quarantäne nach Evakuierungsflug nicht in Frankfurt

Nach ihrer Landung in Frankfurt sollen die wegen des Coronavirus aus China ausgeflogenen Deutschen andernorts in Quarantäne. Man werde die Passagiere nur in Empfang nehmen, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Danach würden sie – unter Federführung des Bundes – zu einer Quarantäneeinrichtung gebracht, wo sie die nächsten 14 Tage verbringen sollen.
17:20

MSC und Costa streichen vorerst alle Kreuzfahrten von China aus

Wegen des neuartigen Coronavirus streichen die Gesellschaften MSC und Costa Cruises vorerst alle Kreuzfahrten, die in chinesischen Häfen starten sollten. MSC strich am Donnerstag zunächst drei Touren des Schiffes „Splendida“ mit 6880 Plätzen. Betroffen sind Anfang Februar geplante Fahrten nach Japan. Das Unternehmen betonte, dass bisher keinerlei Verdachtsfälle auf einem seiner Schiffe aufgetreten seien.16:55

Deutsche müssen sich an Kosten ihres Rückholflugs beteiligen

Die “überwiegenden” Kosten des Rückholflugs der Deutschen aus der chinesischen Provinz Hubai wolle die Bundesregierung tragen – die Passagiere müssen sich allerdings beteiligen. Darüber informierte das Auswärtige Amt Mitreisende in einem Schreiben. „Die konkrete Höhe der Kostenbeteiligung steht bisher nicht fest. Sie wird sich an der Höhe eines normalen Economy-Flugtickets orientieren“.
16:47

Coronavirus-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff nicht erhärtet

Die ersten Tests nach einem Verdacht auf das Coronavirus auf einem Kreuzfahrtschiff deuten auf Entwarnung: Wie das italienische Gesundheitsministerium am Donnerstag bestätigte, ergaben erste medizinische Untersuchungen keinen Hinweis auf den Erreger der Lungenkrankheit aus China. Man wolle aber noch weitere Resultate abwarten.16:28

McDonald’s sagt Jubiläumsaktion in Moskau ab

Russland riegelt wegen des neuartigen Coronavirus seine Grenze zu China teilweise ab. Der russische Regierungschef Michail Mischustin ordnete am Donnerstag die Schließung zahlreicher Grenzposten an, wie die Regierung in Moskau mitteilte. Ein Fall der Krankheit sei in Russland noch nicht bekannt.

Auch in der Hauptstadt Moskau haben die Befürchtungen vor einer Übertragung erste Auswirkungen. So sagte die US-Fastfoodkette McDonald’s eine geplante Rekordaktion zum 30-jährigen Bestehen in Russland ab. Der Konzern wollte mit einer Sonderaktion mehr als 30.000 Menschen anlocken: Ein Big Mac sollte zu einem ähnlichen Preis wie vor 30 Jahren verkauft werden.16:11

Spahn: Mitfliegen kann nur, wer symptomfrei ist

Die geplante Rückholaktion deutscher Staatsbürger aus Wuhan geschieht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf freiwilliger Basis. Wer sich entscheidet mit nach Frankfurt zu fliegen, muss dann aber auch in Deutschland, wie angekündigt für zwei Wochen in Quarantäne. Mitfliegen könne außerdem nur, wer symptomfrei sei.
14:51

Über 8100 Infizierte weltweit

Mit den neuen Fällen in der chinesischen Provinz Hubei ist die Gesamtzahl der Infizierten auf über 8100 weltweit gestiegen. Das sind mehr Infizierte als beim Ausbruch der Atemwegserkrankung Sars in den Jahren 2002/2003. Das Foto zeigt eine Straßensperre in der Stadt Wuhan.

14:30

Fischer schickt gegen Coronavirus Schutzmasken nach China

Zum Schutz seiner Mitarbeiter vor dem Coronavirus schickt der Befestigungsspezialist Fischer Atemschutzmasken nach China. Zunächst würden 2000 in Deutschland gekaufte Masken per Luftfracht nach China gebracht und weitere 2000 eingelagert, teilte das Unternehmen mit Sitz in Waldachtal im Nordschwarzwald mit. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme für unsere Belegschaft in China“, teilte Firmeninhaber Klaus Fischer mit. Das Unternehmen beschäftigt etwa 400 Mitarbeiter in dem asiatischen Land. Diese könnten sich nicht mehr selbst mit Atemschutzmasken versorgen, da sie ausverkauft seien.13:41

China ruft Firmen zu Produktion von Schutzkleidung auf

Die chinesische Regierung ruft angesichts des verbreiteten Mangels an wichtigen Medizinprodukten zum Kampf gegen das Coronavirus die Hersteller auf, solche Produkte rasch zu produzieren. Dringender Bedarf bestehe unter anderem an Schutzkleidung, Atemschutzmasken, Schutzbrillen und Medikamenten. Die Zentralregierung erklärt, sie selbst sei verantwortlich für die einheitliche Verteilung der Güter. Die lokalen Verwaltungen dürften die Lieferungen nicht abfangen und weiterleiten, aber sie müssten sicherstellen, dass die Firmen vor Ort diese Dinge herstellen.13:21

British Airways setzt Flüge nach China bis Ende Februar aus

British Airways setzt die Flüge nach China für einen Monat aus. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft sagt, Peking und Shanghai würden bis Ende Februar nicht mehr angeflogen. Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong sei davon aber nicht betroffen.
13:20

Australier sollen auf abgelegene Insel – Protest gegen Quarantänepläne

Die australische Regierung will ihre aus China ausgeflogenen Bürger auf einer abgelegenen Insel im Pazifik unter Quarantäne stellen und ist dafür heftig kritisiert worden. Innenminister Peter Dutton sagte, die Unterbringung auf der Weihnachtsinsel sei ein Kompromiss, um eine Übertragung des neuen Coronavirus auf andere Australier zu verhindern.

Australien brachte in den vergangenen Jahren auch zahlreiche illegale Einwanderer auf die Weihnachtsinsel – eine Praxis, die international scharf verurteilt wurde. Der Vorsitzende der Regionalregierung der Weihnachtsinsel, Gordon Thomson, verurteilt die Pläne. „Erst ein Sträflingslager für unschuldige Leute schaffen, jetzt werden wir zur Leprakolonie.“

Mehrere hundert Australier sollen aus Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei ausgeflogen werden, wo das Coronavirus erstmals auftrat. Für die Inkubationszeit von 14 Tagen sollen sie dann isoliert werden. „Ich kann kein Krankenhaus in Sydney oder Melbourne oder Brisbane räumen“, sagte Dutton. Die Weihnachtsinsel sei hingegen für die Ankunft von Hunderten Menschen gleichzeitig ausgestattet.



WIRTSCHAFTSTREFFEN IM VATIKAN:„Neue Formen der Solidarität“:

Top-Ökonomen zu Besuch bei Papst Franziskus

Von: Regina Krieger

Georgieva, Stiglitz, Hoyer: Der Papst hat einige der größten Namen der Wirtschaftswissenschaften zu sich gebeten. Die Themen? Globalisierung, Klimaschutz, Kapitalismus.

Der Pontifex bittet zum Austausch der Wirtschaftswissenschaftler. dpa

Papst Franziskus

Der Pontifex bittet zum Austausch der Wirtschaftswissenschaftler.

Vatikanstadt Der Papst hatte persönlich eingeladen – rund 50 handverlesene Ökonomen und Finanzexperten waren seinem Ruf gefolgt.

Sie sollten über die Globalisierung debattieren.

„Eine neue Art des Wirtschaftens“ sei eine weltweite Herausforderung, sagte Papst Franziskus zur Begrüßung und forderte Lösungen.

Die Welt ist reich, doch die Armen werden immer mehr.“

Einer der Ökonomen: Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, bekannt für deutliche Worte. „Der Kapitalismus ist in der Krise“, sagte der US-Ökonom gestern,- Mittwoch im Vatikan.

Und diese Krise habe viele Facetten:

▪ die Zerstörung der Umwelt,

▪der fehlende Klimaschutz,

▪soziale Ungleichheit,

▪fehlendes Vertrauen in die Institutionen.

▪Dazu komme die „moralische Verworfenheit“.

Stiglitz nannte als Beispiele Marktmanipulationen, den

☆„Dieselgate“-Skandal,

☆ Facebook als Plattform für Manipulationen und damit verbunden die Gefahren für die Demokratie – das seien Zeichen einer moralischen Krise.

Das Ungleichgewicht habe nichts mit Naturgesetzen oder Ökonomieregeln zu tun, sondern sei Ergebnis von Menschenhand gemachter Politik und Gesetze.

Was ist zu tun? „Die Regeln des Kapitalismus müssen neu geschrieben werden“, sagte Stiglitz, heute Professor an der Columbia University und Chefökonom des Roosevelt Institute.

Der Neoliberalismus (USA=New Deal)habe verheerende Folgen für entwickelte und unterentwickelte Länder gehabt.

Franziskus hat das Thema einer humanen Wirtschaft, geprägt von Solidarität und Inklusion( Als soziologischer Begriff beschreibt das Konzept der Inklusion eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen …)seit seiner Wahl 2013 in den Mittelpunkt gestellt. Der Papst gilt als Kritiker des neoliberalen Wirtschaftssystems.

Seine Kritik und sein Engagement zur Bekämpfung der Armut wurzeln in seinen frühen Jahren in Argentinien, wo er soziale Spannungen und das Leben der Benachteiligten aus der Nähe erlebt hat.

Globalisierung, aber solidarisch

„Im Mittelpunkt für Unternehmen und Politik muss der Mensch stehen, nicht das Streben nach Macht oder Gewinn“, das hatte Franziskus vor kurzem in seiner Botschaft an die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos geschrieben.

Echte Entwicklung könne es nur geben, wenn alle am Gemeinwohl mitwirken könnten und dazu beitrügen.

Und in seiner Enzyklika „Laudato Si‘“ von 2015, die sogleich „Umwelt-Enzyklika“ getauft wurde, kritisiert er nicht nur Umweltverschmutzung, Müllberge und die Wegwerfkultur, sondern fordert auch eine integrierte Ökologie für „unser gemeinsames Haus“.

In der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften – einem kleinen, prächtigen Palazzo im Vatikanstaat, mitten in den vatikanischen Gärten tauschten am Mittwoch Top-Ökonomen ihre Ideen aus.

Die neue IWF-Chefin Kristalina Georgieva zitierte dabei Papst Franziskus: „Die erste Aufgabe ist es, die Wirtschaft wieder in den Dienst der Menschen zu stellen.“

Der Schlüssel dazu sei, in Partnerschaft zu arbeiten.

„Unsere Verantwortung besteht darin, den Welthandel inklusiver zu machen und die Kapitalflüsse sicherer“, sagte sie.

So könne eine Globalisierung der Hoffnung gefördert werden, eine Kultur der Solidarität, die über Wirtschaft hinausgehe. Es gebe unterschiedliche Auffassungen, aber gerade dazu sei der Dialog da.

„Der Papst will in Einklang mit der Soziallehre der Kirche eine Wirtschaft, die auf moralischen Grundsätzen basiert und inklusiv ist, die Marktwirtschaft allein hat das nicht“, sagte der ebenfalls geladene US-Ökonom Jeffrey Sachs dem Handelsblatt.

„Sie kann große Ungleichheiten produzieren und verheerende Zerstörungen der Umwelt.“

Der Papst wolle eine Wirtschaft, die soziale Gleichheit schaffe, menschliche Würde garantiere und die Umwelt schütze.

Die Folgen des neoliberalen Kurses sehe man in den USA, so der Direktor des Center for Sustainable Development an der Columbia University:

„Das ist eine Ökonomie für Mächtige und Reiche“, Franziskus dagegen sage, man brauche eine Wirtschaft für alle.

Realpolitik für Argentinien

„Der Papst nimmt uns alle mächtig in die Pflicht“, sagt Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank und einziger deutscher Teilnehmer des Treffens dem Handelsblatt.

„Er macht Mut, dass Probleme lösbar sind, wenn man mit Ambitionen daran geht und Bereitschaft zu Innovationen hat.“

Das Thema Wirtschaft hat für Franziskus Priorität.

Neben der hochkarätigen Wirtschaftskonferenz im Vatikan hat er für Ende März junge Ökonomen unter 35 nach Assisi eingeladen.

Er wolle jungen Männern und Frauen begegnen, die Wirtschaftswissenschaften studieren und eine andere Art von Wirtschaft umsetzen möchten, eine, die Leben bringt, und nicht Tod; die inklusiv ist und nicht exklusiv; menschlich und nicht entmenschlichend; eine, die für die Umwelt Sorge trägt und sie nicht ausbeutet, schreibt er in seinem Einladungsschreiben.

„Eine Initiative, die dazu beitragen wird, einander besser kennenzulernen und einen „Bund“ zu schließen, der uns die Verpflichtung eingehen lässt, die Wirtschaft von heute zu verändern und der Wirtschaft von morgen eine Seele zu geben“.

Nebenbei wurde gestern,- Mittwoch im Vatikan auch Politik gemacht.

Es ging um die Schuldenkrise in Argentinien.

Unter den Teilnehmern der Konferenz befand sich Hernán Lacunza, Finanzminister Argentiniens, der die IWF-Chefin, neben der er saß, schon am Abend zuvor zu einem langen Gespräch getroffen hatte.

Bei der Konferenz waren zahlreiche Vertreter anderer lateinamerikanischer Länder.

Es ist sehr wichtig, die Wirtschaft in Argentinien zu stabilisieren“, sagte Georgieva.

Deutlicher war Stiglitz: „Wir haben im Fall Argentinien die Möglichkeit, zu zeigen, dass ein alternatives Herangehen möglich ist, ein besseres als die bisherigen, die gescheitert sind“.

Dazu nötig sei nicht nur ökonomische Rationalität, sondern auch der Sinn für soziale Solidarität.

Mehr: Finanzskandal im Vatikan – Papst Franziskus und das Geld.

Der Pontifex bittet zum Austausch der Wirtschaftswissenschaftler. dpa

Honigwasser am Morgen

Honig hat weniger Kalorien als Zucker
Als Süßungsmittel sehr verbreitet ist Honig. Darin stecken vor allem Frucht- und Traubenzucker, also Fruktose und Glukose. Das Bienenprodukt hat aufgrund des Wassergehalts weniger Kalorien als Haushaltszucker.

Honig-Fans schwören auf die Vorteile des natürlichen Produkts. So kann etwa ein Glas Honigwasser am Morgen beim Abnehmen helfen und gleichzeitig die Gesundheit stärken.

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Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates