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Archiv: Montag, 9. September 2019

Umweltgifte -Gefahr für unsere Kinder

Text vom Jänner 1992
Hautausschläge, Asthma und andere chronische Leiden stellt man immer häufiger fest.
Das atmen ist für die 11 Wochen altes Baby eine Qual.Das Baby leidet an einer schweren spastischen Bronchitis.Die Infektionskrankheit, bei der die Luftwege durch eine chronische verengt sind, verursacht ständig Atemnot.Das Leiden wird sehr häufig durch Umweltschadstoffe hervorgerufen, sagt der Arzt, der das Kind behandelt und Mitglied des ökologischen Ärztebundes ist.
ein anderes 15 Monate altes Kind in Europa ist an einer schweren Neurodermitis erkrankt.Das allergisch mitbedingte Exzem hat die Haut des Kindes hart, trocken und greisenhaft runzelig gemacht.
Sobald die Eltern nicht aufpassen, kratzt sich das Kind wegen des unerträglichen Juckreizes die Haut blutig.
In Europa leiden Millionen Kinder an schweren chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Asthma, Neurodermitis und Allergien und den daraus folgenden psychischen Stoffwechselstörungen.
Während die moderne Medizin in den letzten Jahrzehnten die früher oft tödlich verlaufenden Infektionen wie Diphtherie,Kinderlähmung und Tuberkulose oder die ernährungsbedingte Rachitis erfolgreich unter Kontrolle gebracht hat, werden immer öfter chronische Erkrankungen diagnostiziert.
Die Ärzte sind bei der Therapie der häufig durch verseuchte Umwelt verursachten neuen Leiden oft rat- und hilflos.Unsere Geselllschaft in Europa nimmt kaum wahr, daß das Leben vieler Kinder ein Kreuzweg aus Arztbesuchen, Klinikaufenthalten, Diäten und Verboten ist.
Nur gelegentlich wenn Presse und Fernsehen über eine Häufung schwerer Erkrankungen bei Kindern berichten, die in der Nähe von Chemiefabriken, Weingärten,Pestizid-gespritzten Feldern, Atomkraftwerken oder Sondermülldepoien wohnen, sind betroffen.Die Demenz-Zunahme am Land ist wegen LKW-Verkehr und Pestizide-mix mit Medikamenten einnahme bedenklich.Niemand redet darüber.
In der Nähe von Chemie- und Braunkohlezentren leiden aufgrund der hochen Schwefeldioxydemissionen immer mer Jugendliche an Atemwegserkrankungen und Alte Menschen an Demenz.Immer öfter diagnostiziern die Ärzte heute Krebs im Kindesalter.Man rechnet hier mit etwa 1800 neuen Fällen von Leukämie oder bösartigen Tumoren pro Jahr.
In der Nähe von Atomkraftwerken ist die Belastung durch das radioaktive Edelgas Radon sehr hoch.In Wohnhäuser in AKW-Nähe wurden Extremwerte von über 10.000 Becquerel pro Kubikmeter Luft gemessen. als unschädlic für die Gesundheit gelten 250 Becquerel.Kinder , die heir leben tragen ein erhähtes Risiko an Leukämie zu erkranken.
Die VErtreter der klinischen Ökologie, eines neuen Wirtschaftszweiges, der die Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen und der Häufigkeit von Krankheiten erforscht, ist sich sicher, daß die Umweltschadstoffe gravierende Gesundheitsschäden hervorrufen können.Auch der Psyche.
Bei einer Befragung von 12-17jährigen Jugendlichen klagen 41% der europäischen Kinder über Nervösität und Unruhe.46% über Konzentrationsproblemen,,25% über Schlafstörungen. rund 1 Million Kinder unter 14 Jahren werden werden mit Antidepressiva,Tranquilizern, und anderen Psychopharmaka behandelt.
Trotz alamierender Tatsachen hat man bisherkeine wirksamen Hilfsmaßnahmen eingeleitet.
Im Gegenteil, noch immer wird die Wahrheit verharmlost und Pestizid-Warner als Panikmacher diffamiert.
Viele Ärzte nehmen die Welle der chronischen Umweltkrankheiten als schicksalgegeben hin.Die meisten betroffenen Eltern sind durch die intensive Pflege,und Aufmerksamkeit, die ihre Kinder benötigen viel zu erschöpft, um an die Öffentlichkeit zu treten.
So haben sich bisher nur wenige engagierte Ärzte und Eltern zu Gruppen zusammengeschlossen und wenige Politiker trauen sich das Problem ,,Umweltbelastungen der Pestizidlandwirtschaft“ anzusprechen.
Die Arbeitsgemeinschaft Allergie-kranker Kinder hat auch politische Aktionen gestartet.Obwohl für diese Gruppen und die klinischen Ökologen kein Zweifel besteht, daß Schadstoffe in der Landwirtschaft und (Atom)Industrie chronische Krankheiten verursachen, oder zumindest ihre Entstehung begünstigen, lä´t sich der wissenschaftliche Nachweis meist so schwer erbringen wie z.B. die Arges Studie über die Ursachen des Bienensterbens.
Selten gibt es klare Kausalketten zwischen gift und Symptomen, wie etwa bei Säuglingen, die Leberschäden, weil das Trinkwasser mit Kupfer verseucht ist.
Umweltkrankheiten werden fast immer durch ein Zusammenwirken mehrerer Gifte ausgelöst.
die einzelne Substanz ist wegen ihrer geringen Konzentration vielleicht nicht einmal wirk-schädlich. Doch wenn sich die Schadstoffe in ihren Wirkungen summieren oder gar potenzieren, können sie den komplexen menschlichen Zellstoffwechsel stören.
Die Fahndung nach Krankheitsursachen wird noch dadurch kompliziert, daß die von den Schadstoffen ausgelösten Symptome oft unspezifisch und individuell verschieden sind.
Sie äußern sich häufig in allgemeiner Infektanfälligkeit., in einem geschwächten Immunsystem, Mattigkeit oder Konzentrationsmangel und sind deshalb kaum einer bestimmten chemischen Umwelt-Belastungs-Chemikalie zuzuordnen.
Darum wurde das Glyphosat leider noch nicht verboten.
Dennoch gelten einige Erkenntnisse inzwischen als gesichert.Schon das Ungeborene nimmt über den Organismus der Mutter Umweltgifte auf, so der ökologische Ärzte-Bund.Die Schwermetalle, Industriechemikalien und Pestizid-Pflanzenschutzmittel, denen jeder Mensch ausgesetzt ist, können Organe, Immunabweh und geistige Entwicklung des Embryos in verstärkten Maße schädigen, denn sein Organismur ist überaus empfindlich.So haben Professor Karl-Heinz Nissen und Dr.Manfred Teufel von der Universitätsklinik Mannheim(D) 1990 bei einer Untersuchung an 18 Neugeborenen festgestellt,daß bei ihnen schon vor dem ersten Stillen fast 2.5 Milligramm giftiger chlorierter Kohlenwasserstoffe pro Kg Fettgewebe nachweisen ließen.
Mit der Muttermilch nimmt der Säugling weitere gefährliche Stoffe auf.sie enthält oft Dioxine,die den vom Bundesgesundheitsamt empfohlenen Grenzwerte um das 10-100 fache überschreiten oder auch giftige Schwermetalle wie Cadmium.
Säuglinge und Kleinkinder leiden besonders unter der zunehmenden Verseuchung von Luft, Wasser und Nahrung mit chemischen Stoffen und chemischer Belastung im Grundwasser,wo es nicht die Lösung sein kann jährlich die Grenzwerte in Ausnahmeregelungen in die Höhe zu schrauben, denn das Enzym-System von Babys ist noch nicht voll entwickelt, und die Entgiftungsleistung der Leber ist begrenzt.
SPÖ-Politiker im atomfreien Österreich fordern zurecht neben Glyphosatverbot verpflichtende Biolandwirtschaft, die möglich wäre, denn Lebensmittel und Trinkwasser müssen für die Zukunft gesund sein.
Verantwortliche Politiker und Behörden müssen endlich das Ausmaß der Gesundheitsbelastungen erkennen und Maßnahmen gegen die Industrielle Verseuchung in die Wege leiten.
Die Gründerin der Initiative gegen die Verletzung ökologischer Kinderrechte meinte schon 1992:Was heute geschieht ist ein Verbrechen von Wehrlosen.Der Schutz unserer Kinder und ihrer Lebensräume muß gesetzlich verankert werden.Nicht allein die nächste Generation sondern wir alle haben ein Recht auf ,, Gesundheit des täglichen Lebens“

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