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Archiv: Montag, 2. Januar 2017

Maut-Krisentreffen in Brüssel ohne Berlin…?

Kommt jetzt der Winter (ab Mittwoch)mit -20°?

Ökostrom verdrängt Atomstrom in den Grenzregionen immer mehr aus dem Netz!

Eschensterben in Österreich (Tulln, Korneuburg, Stift Klosterneuburg)… Trockene Gegenden  in NÖ und Burgenland sind noch weniger betroffen

Eschentriebsterben in Österreich
Seit einigen Jahren bedroht ein Pilz die Eschen in Österreichs Wäldern. Eine direkte Bekämpfung des Eschentriebsterbens ist derzeit nicht möglich.

Was können Waldbesitzer also tun?

Eschentriebsterben in Österreich

Seit einigen Jahren bedroht ein Pilz die Eschen in Österreichs Wäldern. Eine direkte Bekämpfung des Eschentriebsterbens ist derzeit nicht möglich.

 

Was können Waldbesitzer also tun?

© Maximilian Sachsen-Coburg

Das Eschentriebsterben wurde in Österreich erstmals 2008 als eigene Krankheit wahrgenommen. (Pestizidlandwirtschafts-Genpflanzenschutz schwächt das Immunsystem der Bäume? )Davor meinte man, dass das Absterben einzelner Triebe auf Frost, Trockenheit und abrupte Temperaturwechsel (Klimawandel)

zurückzuführen sei. Im Frühjahr 2010 konnte dann ein Pilz, genannt das „Falsche Weiße Stengelbecherchen“, der vermutlich aus Japan eingeschleppt wurde, als Verursacher des Eschentriebsterbens identifiziert werden?

Der Pilz wächst ausgehend von den Blättern in das unverholzte Mark von Zweigen und Trieben und von dort in die bereits verholzten Bereiche weiter. Befallenes Holz ist nicht infektiös, die Infektion erfolgt ausschließlich über die Sporen.

Mittlerweile sind sämtliche Bundesländer erfasst, am meisten die gesamten nördlichen Kalkalpen mit den dichtesten Vorkommen von Esche, die trockeneren Gebieten in Niederösterreich und dem Burgenland sind noch nicht so stark betroffen.

 

Die Symptome der Erkrankung

Triebumfassende Rindennekrosen unterbrechen die Wasserversorgung des Astes, sodass Pflanzenteile oberhalb der Nekrose welken und absterben. Unterhalb dieser Nekrosen treiben schlafende Knospen aus und führen zu einer Verbuschung der Krone. Die so geschwächten Bäume werden anfälliger für sekundäre Schadorganismen, wie Hallimasch und Eschenbastkäfer.

 

Handlungsempfehlungen gegen das Eschensterben

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft kann man folgende Empfehlungen abgeben:

  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Es zeichnet sich ab, dass einzelne Eschen aufgrund ihrer biologischen Ausstattung weniger anfällig oder resistent gegen die Krankheit sind. Daher ist es wichtig, einen natürlichen Anpassungsprozess zu ermöglichen. Befallene Eschenbestände sollten also zunächst nur beobachtet werden. Ein sofortiger Eingriff ist in der Regel nicht erforderlich, außer bei älteren, stark befallenen Eschen besteht eine akute Gefahr der Holzentwertung oder Kulturen und Jungbestände sterben flächig ab.
  • Das große Naturverjüngungspotenzial der Esche sollte weiterhin genutzt werden, da die nicht betroffenen Bäume resistent sein könnten.
  • Ein Rückschnitt befallener Pflanzenteile macht keinen Sinn.
  • In von Eschen dominierten Jungbeständen mit Eschentriebsterben sollten grundsätzlich Pflegemaßnahmen unterbleiben. Pflegebedürftige Bestände ohne Symptome des Eschentriebsterbens sollten gleichmäßig aufgelichtet werden. Der Anteil der Mischbaumarten ist bei der Jungbestandspflege unbedingt zu erhalten und sollte bei entsprechender Qualität möglichst gesteigert werden.
  • Bei der Jungdurchforstung von gemischten Stangenhölzern sollten gezielt geeignete Mischbaumarten gefördert werden, sie sind vor allem in den stark betroffenen Regionen zu bevorzugen. Vitale und gut bekronte Eschen sollen weiterhin, vor allem in den Gebieten mit bisher geringer Befallsintensität, gefördert werden.
  • Sobald sich an älteren Eschen aufgrund der Erkrankung Wasserreiser am Stamm bilden, ist mit einer Entwertung des Stammholzes zu rechnen. Daher sollten in Altdurchforstung und Endnutzung Werthölzer mit deutlichen Vitalitätsverlusten und Wasserreiserbildung bevorzugt entnommen werden.
  • Totholz kann als Brutraum für sekundäre Schadorganismen dienen. Stehendes Totholz kann daher nur dann im Bestand belassen werden, wenn es nicht mehr bruttauglich für Frischholz besiedelnde Insekten ist. Das ist in der Regel gegeben, wenn sich die Rinde leicht ablösen lässt.
  • Aufgearbeitetes Eschenholz sollte unverzüglich aus den Beständen abgefahren werden. Eine Lagerung des Holzes (Brenn- und Stammholz) könnte sonst dem Eschenbastkäfer vermehrt Brutraum bieten.

 

Für mehr Information stehen Ihnen die Pflanzenschutzspezialisten in Ihrem Lagerhaus gerne zur Verfügung.

Woher kommt der aggressive Pilz?

○Ist die Pestizidgentechnik im Pflanzenschutz Ursache für die Mutations-Veränderung eines ,,Baumpilzes?

Lange standen die Biologen vor einem Rätsel, woher der gefährliche Pilz stammte. Denn es existiert eine einheimische Schwesternart namensHymenoscyphus albidus das echte Weiße Stängelbecherchen –, die sich äußerlich und auch unter dem Mikroskop nicht von ihrem aggressiven Verwandten unterscheidet. Sie macht die Eschen nicht krank. “ Hymenoscyphus albidusist ein harmloser Blattbesiedler im Herbst und zersetzt das Falllaub“, sagt Metzler. Diesen Schlauchpilz kannte die Wissenschaft seit 1851, ohne dass er jemals als schädlicher Parasit in Erscheinung getreten wäre.

Die Forscher waren ratlos, warum der Pilz plötzlich zur tödlichen Plage wurde. Schwächten Klimaveränderungen oder Umweltverschmutzung die Bäume und machten sie anfälliger für Krankheiten? Oder war Hymenoscyphus albidusmutiert und hatte eine aggressivere Variante hervorgebracht?

Erst 2010 kam durch molekulargenetische Untersuchungen heraus, dass es sich bei der Plage um eine in Europa bislang unbekannte Art handelt: das Falsche Weiße Stängelbecherchen. „Nach neuesten, noch unbestätigten Ergebnissen soll der Pilz aus Japan stammen. Er muss wohl vor etwa 20 Jahren in Nordosteuropa eingetroffen sein“, meint Metzler und deutet damit an, warum die europäischen Eschen ihm so wenig entgegensetzen können: Evolutionär haben sie sich mit dem Zwilling der invasiven Art entwickelt und an diesen angepasst. Gegen den Neuankömmling fehlen die Abwehrmechanismen, weshalb sie in Massen dahinsiechen, ähnlich wie die europäischen Ulmen oder die amerikanischen Kastanien, die durch eingeschleppte Pilzkrankheiten ökologisch so gut wie ausgestorben sind.

Mehr noch: Der exotische Schlauchpilz ist auf dem Vormarsch, wie dänische Forscher um Iben Thomsen von der Universität Kopenhagen bemerkt haben: Sie hatten alte Herbarbelege von Pilz und Esche in den Museen unter die Lupe genommen und die Standorte, von denen sie stammten, aufgesucht. Während die historischen Nachweise stets das echte Weiße Stängelbecherchen zeigten, fanden Thomsen und sein Team 2010 nur noch den gefährlichen Import an diesen Orten: Hymenoscyphus pseudoalbidus hatte seinen Verwandten komplett verdrängt – und das fast europaweit. „Sammlungen neueren Datums weisen den einheimischen Pilz nur noch in Schottland , im südwestlichen England und südlichenWales nach – Gegenden, die damals vom Eschensterben noch verschont geblieben waren“, schreiben die Wissenschaftler in einer Stellungnahme.

Esche in Not
Eschenerhaltungsprojekt: Esche in Not
Seit dem vergangenen Jahr setzen das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) das Projekt „Esche in Not“ um. Es geht darum resistente Eschen in Österreich zu finden, zu erfassen und auf ihre Krankheitsresistenz zu überprüfen. Mittelfristig sollen Samenplantagen mit hoch resistenten Eschen eingerichtet werden.

Meldung von gesunden Bäumen
Um weitere Beerntungen von feldresistenten Eschen zu ermöglichen, sind WaldbesitzerInnen, Forstleute und NaturschützerInnen aufgerufen mitzuhelfen. Nicht oder nur gering erkrankte Eschen in stark geschädigten Beständen sollen gemeldet werden. Ein Merkblatt dazu findet sich auf der Projektwebseite von „Esche in Not“.

Die gemeldeten Bäume werden von Expertinnen und Experten des BFW auf ihre Eignung überprüft. Von ausgewählten Eschen wird schließlich Saatgut für die nachfolgende Pflanzenanzucht geerntet.

Meldungen und Anfragen bitte an: Institut für Waldgenetik des BFW, Tel: 01/878 38-2110 bzw. institut2@bfw.gv.at.

Weitere Informationen:
www.esche-in-not.at
www.bfw.at

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