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Archiv: Freitag, 24. Juni 2016

EU-Staaten uneins über Zulassung für Unkrautkiller

http://app.handelsblatt.com/politik/international/glyphosat-in-der-kritik-eu-staaten-uneins-ueber-zulassung-fuer-unkrautkiller/13784674.html?mwl=ok

Vertreter der EU-Länder haben über die Zukunft des Unkrautkillers Glyphosat abgestimmt – wieder ohne Ergebnis. Die aktuelle Europa-Zulassung des Stoffes läuft Ende Juni aus. Jetzt ist die EU-Kommission am Zug.

24.06.201614:32 Uhr
GLYPHOSAT IN DER KRITIK

EU-Staaten uneins über Zulassung für Unkrautkiller
Vertreter der EU-Länder haben über die Zukunft des Unkrautkillers Glyphosat abgestimmt – wieder ohne Ergebnis?
Die Tatsachen sind unumstritten.
Die aktuelle Europa-Zulassung des Stoffes läuft Ende Juni aus. Jetzt ist die EU-Kommission am Zug.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht in Verdacht, krebserregend zu sein.
Proteste in Europa

Das Unkrautvernichtungsmittel steht in Verdacht, krebsauslösend zu sein.

Brüssel
Beim Unkrautvernichter Glyphosat sind die EU-Länder weiter uneinig obwohl Expertenmeinungen auf den Tisch liegen.:

Bei einer Abstimmung hEUte- Freitag in Brüssel kam nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung zustande.

Damit ist jetzt die EU-Kommission am Zug, die diesen Montag über die Zukunft des Mittels beraten will.

Die aktuelle Europa-Zulassung des Stoffes läuft Ende Juni aus.

Frankreich und Malta stimmten Angaben von Diplomaten gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verlängerung der Zulassung um bis zu 18 Monate. In dieser Zeit soll die europäische Chemikalienagentur Echa ihre Bewertung zu möglichen Risiken abgeben. Glyphosat ist hoch umstritten, das Mittel steht im Verdacht, verschiedene Krebsarten auszulösen.

Die Bundesregierung ist in der Frage ohne Meinung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unionsparteien möchten, dass Glyphosat weiter zum Einsatz kommt?

Aber nicht im Sinne der EU-BEVÖLKERUNG, die ein Recht auf gesunde Lebensmittel hat.

Die SPD-Minister lehnen dies bis auf Weiteres ab und verweisen auf mögliche Gesundheitsgefahren.

Deutschland erpresst von den Konzernen enthielt sich deshalb so wie sechs andere Länder, 19 Länder stimmten für ungesunde Lebensmittelkulur?

Bulgarien hat entgegen ersten Angaben eines EU-Diplomaten nicht gegen die Zulassung votiert, sondern gehört zu den Ländern, die sich enthalten haben.

Erpresst von den Konzernen sind: Deutschland und Bulgarien sind dies auch Italien, und das gentechfreie Umweltland Österreich?, Griechenland, Portugal und Luxemburg mit keiner Meinung zu dem wichtigen Gesundheitsthemen wie Biolandwirtschaft weltweit.
Ohne Geschmackverstärker braucht die Menschheit nur die Hälfte Nahrung.Das würde sich mit Biolandwirtschaft weltweit locker ausgehen.

Glyphosat – Wie gefährlich ist das Pflanzengift?

Damit ist nun die EU-Kommission in der Pflicht. Es wird erwartet, dass die Brüsseler Behörde bei ihrer für kommenden Montag geplanten nächsten Sitzung die Zulassung selbst verlängert. Die Behörde bedauere den Ausgang der Abstimmung, sagte ein Sprecher. Dabei habe man sich bemüht, Bedenken nationaler Regierungen und des Europaparlaments aufzugreifen.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Ruckwied, hatte zuvor auf eine weitere Zulassung des Unkrautkillers gepocht. „Ein Verbot hätte massivste Auswirkungen auf eine ressourcenschonende und erosionsmindernde Bewirtschaftung der Böden“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagsausgabe). Ohne moderne Produktionsmethoden, und dazu gehöre der Glyphosateinsatz, sei die Landwirtschaft nicht mehr wettbewerbsfähig.

Dieser Beschluß ist zwar demokratisch aber FALSCH.
Auch die Biolandwirtschaft kommt ohne Glyphosat aus und die Nachfrage nach Gesundheitsfreundlichen Biolebensmittel steigt immer mehr.

Der Generalsekretär des europäischen Bauernverbandes Copa-Cogeca, Pekka Pesonen, forderte, die EU-Kommission müsse nun die Genehmigung erteilen. Der Einsatz der Substanz habe viele Vorzüge für Umwelt und Böden, etwa weil Bauern dadurch auf das Pflügen verzichten könnten. Der europäische Branchenverband ECPA, der große agrochemische Unternehmen vertritt, warnte ebenfalls vor negativen Folgen, sollte das Mittel in Europa nicht mehr erlaubt sein.

Katholische Einstellung:
Wenn Konzerne gehen die Produktion gesunder BioLebensmittel klagen, werden sie nicht Recht bekommen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace:
Zehntausende Gentechfreie Bio-Ökobauern alleine in Europa davon 20%Bio in Österreich zeigen längst, dass gute BioLandwirtschaft kein Glyphosat braucht.“

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner forderte die EU-Kommission auf, die geltende Zulassung ohne Nachfolger zum Monatsende auslaufen zu lassen.

„Klagen der Glyphosat-Hersteller dagegen wären Gesundheitsfeindlichkeit und unmenschlichdarum wäre das den Menschen aber kaum zu vermitteln und würde die Politik-Verdrossenheit weiter fördern, wenn Monsanto und Konsorten Europa den Stoff per Gerichtsbeschluss aufzwingen“, argumentierte Ebner.

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