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Archiv: Freitag, 17. Juni 2016

Gestern wurde bei uns in Obernalb(Nö) am Sonnleitenweg ein Wiedehopf gesichtet

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Der Wiedehopf flog sehr graziös.Nach intensiven Flügelbewegungen zieht er seine Flügel ein und gleitet in der Luft, er kann wegen der großen Flügel gut Schwung holen und gleitet aus dieser Kraft sekundenlang ohne Flügelschlag sehr schnell von Baum zu Baum.

Der Wiedehopf vermag vielfältige Lebensräume zu besiedeln, immer sind es jedoch wärmeexponierte, trockene, nicht zu dicht baumbestandene Gebiete mit nur kurzer oder überhaupt spärlicher Vegetation.

In Mitteleuropa kommt die Art vor allem in extensiv genutzten Obst- und Weinkulturen, in Gegenden mit Weidetierhaltung sowie auf bebuschten Ruderalflächen vor.

Auch sehr lichte Wälder, wie bei unsinsbesondere
(Kiefern)Föhren- wälder, sowie ausgedehnte Lichtungsinseln in geschlossenen Baumbeständen dienen gelegentlich als Bruthabitat. Im mediterranen Bereich ist die Art relativ häufig in Eichenbeständen (unser Eichenwald)anzutreffen;
Schon von alters her ist den Menschen aufgefallen, dass Eichen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten beherbergen (bis zu 1000 Arten in einer Krone).

Die Spezialisierung zahlreicher Insekten auf diese Bäume gilt als ein Zeichen des hohen entwicklungsgeschichtlichen Alters (Koevolution).

Die Eiche ist Nahrungshabitat der Raupen von vielen Schmetterlingsarten. Sie wird in Mitteleuropa nur von der Salweide übertroffen. Beide beherbergen über 100 Arten.

Ökologische Bedeutung des Föhrenwaldes

Die Kiefernbäume(Föhren) bieten einigen Kleintieren, wie auch dem Wiedehopf einen Lebensraum und Nahrungsgrundlage.Auch Schmetterlinge wie Kiefernschwärmer, Kiefernspinner, Klosterfrau, Nadelholz-Rindenspanner oder Nonne, deren Raupen sich von Fichtennadeln, Kiefernnadeln und Lärchennadeln ernähren.

aber auch karge, nur spärlich mit Sträuchern und Büschen bestandene Stein- und Geröllfluren sowie weitgehend baumlose Steppenlandschaften können dem Wiedehopf geeignete Lebensräume bieten.

Geschlossene Waldgebiete, Regenwaldgebiete sowie Wüsten werden im gesamten Verbreitungsgebiet der Art nicht beziehungsweise nur in ihren äußersten Randbereichen besiedelt.

Der Wiedehopf ernährt sich fast ausschließlich von Insekten. Bevorzugt werden größere Insektenarten, wie Feldgrillen, Maulwurfsgrillen, Engerlinge sowie verschiedene Raupenarten und Käfer. Seltener werden Spinnen, Asseln, Tausendfüßer oder Regenwürmer aufgenommen. Gelegentlich erbeutet er Frösche und kleine Eidechsen. Auch Vogelgelege und Nestlinge gehören zur seltenen Beikost.

Der Wiedehopf erbeutet seine Nahrungstiere am Boden, nur ausnahmsweise fängt er langsam fliegende Insekten auch im Fluge.

Die Beutetiere werden meistens visuell, oft aber auch taktil(mit dem Tastsinn des Schnabels), sowie wahrscheinlich auch akustisch geortet.

Auf der Oberfläche laufende Beutetiere werden verfolgt, im Boden verborgene durch Stochern ertastet. Dabei werden die Stocherlöcher (insbesondere beim Fang von Maulwurfsgrillen) oft dadurch erweitert, dass der Wiedehopf mit in den Boden gestecktem Schnabel mehrmals im Kreis herumläuft. Oft werden die Beine sowie harte Chitinteile der Beutetiere vor dem Verzehr entfernt.

Größere Insekten schlägt er häufig gegen einen Stein oder bearbeitet sie am Boden; zum Verschlucken wirft er sie oft etwas in die Luft.

In Europa war der Wiedehopf bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts ein in manchen Gebieten häufiger Brutvogel.

Verschiedene Faktoren (stärker atlantisch beeinflusstes Klima, Biotopzerstörung und zunehmender Pestizideintrag) lösten einen starken Areal- und Bestandsrückgang aus.

Viele früher regelmäßig besetzte Brutgebiete in Großbritannien, Südskandinavien, Belgien und den Niederlanden sowie im gesamten Mitteleuropa wurden wegen dem intensiven Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft aufgegeben.

In den letzten Jahren ist ein besonders deutlicher Bestandsrückgang in Ostgriechenland und in der Türkei feststellbar.

Zurzeit scheinen sich einige Kleinpopulationen in Südengland und Südschweden wieder etwas zu erholen.

In manchen Gebieten Mitteleuropas dürfte die Art von der intensivierten Pferdehaltung profitieren.

In Gesamteuropa wird der Bestand, der insgesamt als gesichert gilt, auf fast eine Million Brutpaare geschätzt.

In den Niederlanden, Belgien und Luxemburg gilt der Wiedehopf wegen der Pestizidlandwirtschaft mit wenig Insektenvielfalt als ausgestorben,

in Deutschland, der Schweiz, in Tschechien sowie in Österreich erscheint er auf den Roten Listen, meistens in den höchsten Gefährdungsstufen.

In Deutschland wurden wegen dem intensiven GenPestizideinsatzes 2005 nur 380 bis 450 Brutpaare gezählt.

In der Schweiz wurden 2007 nur noch 185 Paare nachgewiesen.

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