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Archiv: Freitag, 25. Januar 2013

Dost(Wilder Majoran)Origanum vulgare

Sammeln in der Natur:
Auf Südhängen,an Böschungen und Waldrändern und in sonnigen Wiesen, in erster Linie auf Kalk- und Kiesböden zu finden.

Konservieren/aufbewahren:
Die blühenden Pflanzenspitzen etwa 20 cm unter dem Blütenstand abschneiden, bündeln und aufgehängt im Schatten trocknen lassen.Bei Trocknung über 35 Gard gehen die ätherischen Öle verloren,In Glas-oder Porzelangefäßen lagern.

Möbelpflege:
Selbstgemachte Möbelpolitur aus Bienenwachs,Terpentin und Olivenölseife mit biologischen Olivenöl gewinnt durch die Beimischung pulverisierter Dostblätter.Man kann abe auch Lavendelblüten oder Zitronenmelissenblätter verwenden.

Kräuteröl oder Kräuteressig-Bereitung
Ganze Zweige der Pflanze mit biologischen Weinessig übergießen.Laufend verwenden; der Geschmack wird mit der Zeit intensiver.

Ebenso macht man es mit Kräuteröl; hier vor allem geschmacksneutrales Öl(bio-Sonnenblumen,bio Raps)verwenden;in der Küchenwärme ausziehen lassen.

Hildegard von Bingen:
Nimm Galgant und ein Drittel davon Aloe und zweimal soviel Galgant, Dost, und Pfirsichblätter im gleichen Gewicht wie Dost.Aus diesen mache ein Pulver und gebrauche täglich nach dem Essen und nüchtern wenn das Gedächtnis an Konzentration verliert oder gar das Gehör schwach wird.

Volksglaube und Mythologie
Dost bzw.wilder Majoran(Oregano) sollte der Überlieferung nach bei allen Reinigungsriten gute Dienste tun; weil es Fremdenergie verscheucht.Dies galt für Räucherungen, wie für das Aufhängen getrockneter Büschel.
Ein alter Spruch lautet:Hättest du nicht Dorant und Dosten,tät es dich Deine Gesundheit kosten.
>>Dost ist meistens Bestandteil des Kräuterbündels, das früher gegen „böse“ Einflüsse als Amulett um den Hals getragen wurde;gehörte als in einen Amulettbeutel, wie ihn auch die Indianer noch heute tragen.
Dem Neugeborenen wurde Dost in die Wiege gelegt.Dies hatte den Ursprung in der Legende, nach der die Jungfrau Maria aus dem Kraut ein Lager für das Jesuskind bereitet hat.
Im Stall oder im Haus aufgehängt, sollte Dost einer bösen Verwünschung die Kraft nehmen.
Dost am St.Jörgentag gegraben und an einem Baum aufgehängt, machte, dass sich die Vögel vom Baum „Herunterklauben“ lassen.

Anwendungen
Dost bzw.Oregano wird in der Küche genauso wie Gartenmajoran verwendet, hat aber einen herberen und kräftigeren Geschmack, nicht verwunderlich, der Anteil an ätherischen Öle in der Pflanze ist mit etwa 4 % relativ hoch.Die Öle dienen dem Kraut als Transpirationsschutz, dem Menschen als Würze.
Das Heilkraut wird als Gewürz zu dunklem Fleisch, Soßen und bei Wurst und Pastetenerzeugung verwendbar, ausserdem bei allen italienischen Speisen, es kann statt Majoran eingesetzt werden.Doststängel, die während des Grillens auf Fleisch, Fisch oder Gemüse liegen, geben einen unaufdringlichen Majorangeschmack.

In der Heilkunde schätzt man den wilden Majoran in Form von Tee vom frischen oder getrockneten Kraut bei Blähungen,Krämpfen,Durchfall,Koliken,Husten,Menstruationsschmerzen,
Harnverhaltung,Schlaflosigkeit,Herzklopfen,Verstauchungen, und Verrenkungen,Prellungen,Bindehautentzündungen und Nervenschwäche.
Ein echtes Allroundgenie also!Die Heileigenschaften beruhen auf der antiseptischen Wirkung des Thymols und auf den schmerzstillenden und gleichzeitig stimulierenden Einfluß auf das Nervensystem.

Tee:
Man übergießt 1 Esslöffel Dost bzw.Oregano mit 1/4 kochendes Wasser und lasst 10 Minuten ziehen.3 Tassen täglich sind ausreichend,aber man kann auch mehr trinken.

Frauen, die ihre Milchbildung verbessern wollen, sollte morgens nüchtern Oregano essen,das tut ihnen und dem Baby gut und bringt ein frohes Gemüt.

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