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Archiv: Freitag, 11. Januar 2013

…giftigen Liguster nicht mit „nur leicht giftigen Kreuzdorn“ verwechseln

Die Beeren des Liguster sind für Menschen giftig, der Verzehr kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Leibschmerzen führen.[1] Die Wirkung tritt sicher ein, wenn eine größere Menge gegessen wurde. In den Blättern ist das Glucosid Syringin enthalten, wodurch sie ebenfalls giftig sind. Hautkontakt beim Schneiden der Pflanze kann zu Hautreizungen, dem sogenannten Liguster-Ekzem, führen.
Die Ligusterblüten, die ihren Nektar am Grund der Kronröhre und an der Wand des Fruchtknotens abscheiden, werden von Honigbienen, Wildbienen und einigen Fliegenarten aufgesucht. Als Pollenquelle nutzen Honigbienen sowie Sandbienen- und Furchenbienenarten die Blüten. Die Pollen werde von der Blüte ganztags angeboten, mit der Bestzeit zwischen 6 und 8 Uhr.

Die Blüten werden auch von verschiedenen Falterarten aufgesucht darunter alle vier Weißlinge, Kleiner Fuchs, Gemeiner Scheckenfalter, Großes Ochsenauge, Brauner Waldvogel, Perlgrasfalter, Pflaumenzipfelfalter und mehrere Widderchenarten.

Der Liguster als Habitat für Falterraupen.

Der Liguster ist eine Heimat für eine Reihe von Nachtspannerarten wie Nachtschwalbenschwanz, Fliederspanner, Kreuzflügel und Gefleckter Baumspanner sowie ein Dutzend Kleinschmetterlingsarten. Gelegentlich wird der Strauch auch von der Raupe des Totenkopfschwärmers besiedelt, der meist auf Nachtschattengewächsen lebt.

Namensgebend wurde der Liguster für den 9–12 cm großen Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri), der als Raupe oft, aber nicht ausschließlich Ligusterhecken besiedelt.

Ligusterbeeren als Tiernahrung
Insgesamt 20 Vogelarten wurden beim Verzehren der Ligusterbeeren beobachtet, etwa Amsel, Drossel und Dompfaff. Die schwarzen Beeren werden oft erst im Spätwinter verzehrt und dann auch ausgeschieden und dadurch verbreitet. Die Keimung der Samen wird durch Frost gefördert.

Außerdem fressen eine Reihe von Nagetieren die Früchte.

Nicht verwechseln darf man den Liguster mit dem Kreuzdorn.

Kreuzdorn-Beeren-Tee:

Manchmal kann es vorkommen, dass Magen und Darm durch schlechte Speisen belastet sind oder dass Verstopfung für Unwohlsein sorgt. Dann kann man in äußerst behutsamer und sparsamer Weise auf den Kreuzdorn zurückgreifen. 2 schwache Teelöffel getrockneter Beeren werden in 1/4 Liter kaltem Wasser angesetzt und dann erhitzt, aber nicht gekocht. 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Am besten trinkt man das fertige Getränk am Abend eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen. Schwangere sollen den Kreuzdorn auf jeden Fall meiden!

Kreuzdornbeeren-Wein:

100 g getrocknete Beeren werden in 1 Liter Weißwein 8 Tage lang angesetzt. Danach abseihen. Wenn man von diesem Ansatz täglich 1 bis 2 Stamperl voll zu sich nimmt, kann man so ein bewährtes Hausmittel als begleitende Therapie bei Wassersucht und vor allem bei Steinleiden zur Geltung kommen lassen. Mit Vorsicht kann dieser Wein auch bettlägerigen Menschen verabreicht werden, sofern diese unter einem zu harten Stuhl leiden.

Nur gut durchgetrocknet sollten die Kreuzdornbeeren für den Winter aufbewahrt werden, da sich sonst ungesunder Schimmel darauf bilden kann. Die Früchte keinesfalls roh essen, dies könnte Vergiftungserscheinungen hervorrufen! Im getrockneten Zustand hingegen dienen die Kreuzdornbeeren in Form einer Teezubereitung als mildes Abführmittel. Es gibt aber noch andere Weisen, um sie heilbringend einzusetzen.

Der Abführende Effekt wird von den Antrachinonen erzeugt,die z.B. auch im Faulbaum enthalten sind.Sie sorgen für weichen Stuhl und beschleunigen die Magen-Darm Passage, stehen aber auch im Ruf, krebsfördernd zu sein.Schwangere und stillende Frauen sollten Kreuzdorn nicht verwenden, auch für Kinder ist er tabu.

Früchte, Blätter und Rinde färben Wolle, Stoffe, und Leder in ein strahlendes Gelb bis Grün.
Den Körper genau beobachten und nicht zu hoch dosieren, eher weniger als mehr nehmen.
Nach einer Woche aufhören;Kreuzdorn ist nicht für den Dauergebrauch bestimmt, dazu hat er zu viele Nebenwirkungen.
Kreuzdorn hemmt die Kalium-Aufnahme im Körper.

Sammeln in der Natur:
Kreuzdorn ist nurmehr selten wild zu finden; manchmal in lichten Wäldern, in frisch gepflanzten Windschutzhecken,aber auch in Mooren.Kreuzdorn leidet nicht unter Luftverschmutzung und ist somit ein anspruchsloser Baum für das Stadtklima sowie für Windschutzgürtel am Land.;er wird aber wegen seiner sparrigen Wurchsform und den langen Dornen aber kaum als Parkstrauch verwendet.

Volksnamen: Amselbeeren,Färbebaum,Hexendorn,Hirschdorn,Purgierdorn,Stechdorn.
Pflanzenart,Höhe: Kreuzdorngewächse,(Rhamnaceae)Strauch,3 Meter
Boden und Standort: sandiger Boden, Halbschatten bis Sonne
Blütezeit; Mai, Juni
Sammelzeit, August bis September
Verwendete Teile: Früchte
Inhaltsstoffe: Antrachinonklykoside,Bitterstoffe,Fruchtsäuren,Flavonoide,Emodin
Eigenschaften: abführend

>Konservieren, aufbewahren:
Die Früchte werden ohne Stiel in der prallen Sonne schnell getrocknet und am besten in einer Holzdose gelagert.

Drogennamen:Rhamnus fructus

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