Wilmas Bienenblog

Ein weiteres tolles WordPress-Blog

Archiv: Sonntag, 4. Juli 2010

Honig geschleudert, Imkerraum und Varroaseminar mit Teilnahmezertifikat in der Weinviertler Erlebnisschule in Asparn/Zaya

Am 1.Juli war es zum 4.mal soweit. Es stand wieder einmal Schleudern am Programm. Wir ernteten wieder eine nicht geringe Menge(ca 30 kg) an Robinien-und Honigtauwildkräutermischhonig vom Birkenwald und Lindenhonig und Wildkräuterhonigtauhonig vom WildKräutergarten.(von 2 Bienenvölkern)
Die Qualität des Honigs ist erstklassig.
Wir planen einen imkerlichen (Abstell)Raum im Jahre 2011 zu bauen mit Bausparverträgen und sind mit bau-meisterlicher Unterstützung schon fest am Planen um einen Baumeisterplan einreichen zu können.
Heute durften wir bei Imkermeister Schittenhelm bei einem fachlich sehr versiertem Seminar teilnehmen wo wir in der Weinviertler Erlebnisschule in Asparn/Zaya ausführlich die verschiedenen Varroareduzierungsmaßnahmen kennengelernt haben.
Ob mit Ameisensäure auf trockenem Schwammtuch oder mit verschiedenen anderen Methoden,wie Brutwaben entfernen, oder Bannwabenverfahren Varroabefall muß behandelt werden wenn wir unsere Bienenvölker glücklich und gesund über dem Winter bringen wollen. Besonders in der milden Weinbauregion muß auch eine (Ende November) Restentmilbung erfolgen weil wir vom Herbst vergangenen Jahres gelernt haben, dass der extrem warme Herbst die Milbenvermehrung explosionsartig in die Höhe getrieben hat,womit kein Imker gerechnet hat und die Völker waren lange in Brut und viel Brut bringt auch viel Milben mit sich Wer nicht behandelt riskiert den totalen Verlust der gesamten Bienen.
Behandelt sollte am Morgen
(am besten 5 Uhr früh) eines wolkigen Tages (spätestens 25.Juli- Ende August )bei 10-25 °C nach der letzten Schleuderung.Dabei sollte zuerst etwas (nicht zu viel) gefüttert werden dann etwas (einige Tage)gewartet werden und dann Varroa-behandelt werden und dann abermals gefüttert werden.Das Füttern vor AS-Behandlung hat den Sinn dass gefütterte Bienen die( AS) Milbenreduzierungs-Behandlung viel besser vertragen als abgeschleuerte verunsicherte hungrige Bienen, nach dem Füttern sollte auch noch einige Tage gewartet werden damit die Bienen das Futter gut aufgenommen haben und gut verarbeitet haben, erst dann mit der 2. AS-Behandlung beginnen bei BEDARF; am Besten um 5 Uhr früh an einem wolkigen Tag(eher nicht abends oder in der größten Hitze) wo nicht die Gefahr besteht dass durch enorme Hitze die Ameisensäure zu schnell verdunstet und die Bienen belastet werden und die Wirkung gleich null ist.Wenn die Ameisensäure jedoch etwas langsamer aber schon (schockartig)gut verdunsten kann ist die Varroa-Reduzierungswirkung-besser und doch Bienen-schonender damit nicht die GEfahr besteht das durch die zu rasche AS-VERdunstungs-BEhandlung die Königin eingeknäuelt wird und erstickt.
Aus diesem Grunde muß das Flugloch auch geöffnet sein bei der Ameisensäurebehandlung, nach einer Pause von 2 Wochen erfolgt die 2 As-Behandlung bei Bedarf,welche ich durch die Windeleinlage überprüfe.(Mai ab 5 Milbenabfall pro Tag, Juni am 10 Milben pro Tag und Juli ab 50 Milben pro Tag) Ende November erfolgt die Restentmilbung auch bei Bedarf nach Milbenzählung.
Ob die Tobee-Brutfrei und Tobee Pflegetücher zur Entmilbung herangezogen werden muß erst im Familienrat besprochen werden.Tobee ist erst in der Testphase und es gibt noch keine Langzeit-Erfolgsberichte-(wie auch- ist ja relativ neu) jedoch soll
Tobee schon zugelassen sein beim BIO-Imkern), aber das Volk muß brutfrei sein und die Entmilbung mit Tobee darf erst nach dem letzen Abschleudern erfolgen, damit die Honigqualität unverfälscht erhalten bleibt.

Wir haben zur Zeit 6 Bienenvölker weil wir wieder einen starken Ableger dazugewonnen haben.
Alle Ableger entwickeln sich sehr gut und der Vereinsbienenstock hat ungemein viel Brut, obwohl die Königin schön langsam die Bruttätigkeit stoppt und die Konzentration der Arbeiterinnenbienen auf die Honigproduktion gelenkt wird.Es gab auch (wenig) Drohenbrut-Wildbau den wir entfernt haben jedoch wenig Dronenbrut bei der Arbeiterinnenbrut diese haben wir belassen. Eigene Dohnenrahmen wo ein kleinen Wachstrefen ins Volk gehängt wird damit Drohnenbrut entsteht um sie dann wieder zu entfernen das haben wir aus persönlichen Gründen nicht gemacht, könnte man aber ohne weiters,viele machen das weil so die Varroa in der Drohenbrut schnell und leicht entfernt werden kann, weil sich die Varroa besonders gern in den tieferen Drohnenbrutwabenlöchern sehr wohlfühlt, sich dort sehr vermehrt und dann leicht entfernt werden kann.
Zur Zeit sehen wir da nicht wirklich einen tieferen Sinn zuerst züchten und dann entfernen, etwas widersinnig. Ich bin für natürlichen Drohenwildbau der dann willkürlich belassen oder entfernt werden kann.Feststeht dass sich in der Drohnenbrut vorwiegend die Varroa sehr gerne vermehrt und auch in der Arbeiterinnenbrut.
Darum nach der letzten Ernte vor dem Winter vollkommen entfernte Brut soll 80 % Varroareduktion bringen.
Einfach Bienen auf frische Mittelwände abkehren, Brut entfernen, füttern…
Bienen sind von der Brut entlastet und können sich unbelastet konzentrieren auf Honigreserven für den Winter und frische Brut.Gestärkt werden sie in den Winter gehen.

Fotos vom Varroaseminar im Bienenforum

Wilmas Bienenblog läuft unter Wordpress 5.2.6
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates