Wilmas Bienenblog

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Archiv: Mittwoch, 11. Oktober 2017

Schwarm des Tages


Als die Wolken der Sonne Platz machten beim vorüberlaufen…

losgelöst von schwermütigen Mauern

lächelst du mich einen Augenblick an..

Du erinnerst mich daran, als wir jung waren und schön…

beschwingt und frisch dem Tag verschworen…

Du aber treue Seele, schläfst getröstet an meiner Seite

nichts schmerzt dich, nichts verletzt dich mehr…

nun ist dein Körper begierig Fluß zu sein

und schmilzt mir entgegen…

nichts verletzt dich, nichts kränkt dich in deiner Wasserlandschaft…

seelenruhig streckst du deine Zweige aus

die nur der Windzug streichelt

Der Windzug und meine Finger

duftend nach deinem Gesicht…

Mutter
Nichts trennt uns mehr.
An deiner Hand führst du mich

einmal noch

in den Wald,

wo ich mich in deinen Schatten

setze.

frei nach

(Coraçao do Dia,1956-1958)

Der kollektive Tote

Es starb ein Mensch.Wer erbt sein erfülltes intensives Zeitwort?Brunnen von Dingen die nur er sah, verborgen hinter dem Fleisch.

spärliche Welt vereinigt

in vielen Gliedern ein einziges Mal-

Wer erbt sein übertriebenes Lebenswerk mit dem er nicht erfüllte?

wer erbt seinen gescheiterten Versuch

das Endlose zu übermitteln, wofür er geboren wurde…

Geboren werden hieß die Übermittlung einer Erbschaft bezahlen, die er nie erhielt?

Wer vollendet das göttliche, das er menschlich machte?

Wird nach dem Todsein seine Stunde schlagen?

Zu Lebzeiten war es schluchzende Arbeit

für eine Nachwelt, die man nicht kennt?

Zwang der Zeit-

Übung des unabgeschlossenen Menschen, der sich in einer zweiten persönlichen Unendlichkeit folgerichtig macht und aus seiner Erfindung das Patent zieht…

Gerahmt von vier Kerzen ist jetzt sein Abbild.Sein Leben war nicht mehr, als zu verschwinden als es nottat?

Pünktlich stirbt der, für den seine unfreiwillige Nacht wächst,-ratlose Frucht eines anderen Lebens?

Morgenluft in die er entschwindet?

Warum flüchtig?Der Tod ist Wut des Lebens welches das Fleisch nicht festhalten kann?

Ein Mensch starb, weil er den Durst nährte nach einem anderen-

seinem Jenseits.

frei nach

(A.Mosca Iluminada,1972)

Das Buch der Toten

Wenn man mich für tot hält,
von Tränen keinen Tropfen:
halte ich ein vierblättriges Kleeblatt unter der Zunge.

Mein Paß ist in Ordnung
Es komme die Altergrenze.
Beweint mich nicht, es ist nicht Tod
Es ist nur Unsichtbarkeit.

Tunnel,Brunnen oder Spirale saugt die Seele
Es bleibt der Raum des Körpers, …wandelt und weitet sich nur.
Es weicht nur die Sternenabschrift
und das heißt nicht tot sein.

Es ist Staunen und Befremden
weil man noch nicht Himmel ist.
Es gilt solange zu sterben solange die Suche nach Gott nicht endet.

***

Das Leben ist auch in einer anderen Seinsart ewig.
Vom dauernden Steigen wird es immer leichter.
Bis – dies ist die Botschaft
die Seele nicht mehr nötig ist,weil das Ende mit dem Anfang verbunden ist,findet der Geist die Wohnung.

***

Erinnernd hört der Sinn auf, wo alles in der Glorie ruht.
Daher ginge unterwegs die Erinnerung verloren, wären wir nicht geliebt.

Bitte, umgebt mein Begräbnis nicht mit Trauertränen.
Dieses Gejammer tut dem weh, der sich nur von Gewicht befreit.

Hier als Leiche erscheinend, heil im Fleisch, dem nicht toten
schreite ich im Schiff voran und habe ein Kleeblatt im Mund!

Und wenn ihr mich im Schatten beerdigt,
auch wenn ich nicht katholisch wäre,
Doch wenn ihr eine Seelenmesse für mich betet,
ist es mir gleichgültig.

Das Lächeln

Ich glaube, das Lächeln war es, das Lächeln öffnet die Tür.Es war ein Lächeln mit viel Licht darin, man hätte es betreten mögen, sich entkleiden, gemütlich in diesem Licht verweilen.Gehen, Laufen segeln, lieben in diesem Lächeln.

 

 

 

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