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Neue Bandscheibe aus dem Labor …

Neues aus der Welt der Wissenschaft
Sylvia Unterdorfer, Modern Times Gesundheit

Knorpelzellen heilen kaputte Bandscheiben
In Deutschland wird eine neuartige Therapie getestet, die geschädigte Bandscheiben wieder reparieren soll: Dabei kommen gezüchtete Knorpelzellen aus dem Biolabor zum Einsatz.

Operierte Bandscheiben funktionieren nicht mehr

Auch nach einer zunächst erfolgreichen Bandscheibenoperation bekommen viele Patienten erneut Rückenschmerzen. Dabei wird zwar das aus der Bandscheibe ausgetretene Knorpelmaterial entfernt – und somit zunächst der Schmerzen und Lähmungen auslösende Druck auf die Nerven verhindert.
Doch der verbleibende Rest der Bandscheibe ist oft zu dünn, um noch als Puffer zu dienen. Der Verschleiß schreitet weiter fort. Das will man mit der neuen Behandlung verhindern.

Zellen im Labor gezüchtet

Bei einer üblichen Bandscheiben-Operation wird ein kleines Stück Bandscheiben-Material ins Biolabor geschickt. Aus der Gewebeprobe werden gesunde Knorpelzellen isoliert und im Brutschrank vermehrt.

Die Zuchtzellen sollen die kaputte Bandscheibe auf ihr ursprüngliches Volumen auffüllen und einen neuen, elastischen Gallert-Kern bilden. Rund drei Monate nach der ersten Operation werden mehrere Millionen der gezüchteten Knorpelzellen in einem zweiten Eingriff unter Röntgenkontrolle in die operierte Bandscheibe injiziert.
Erste Ergebnisse sind vielversprechend .Bis jetzt wurden für die Studie in sechs deutschen Kliniken 87 meist junge Patienten operiert, mit Erfolg wie Studienleiter Rudolf Bertagnoli vom St. Elisabeth Klinikum Straubing betont:

„Als Vorergebnis können wir sagen, dass diese Methode sehr erfolgversprechend zu sein scheint. In fast allen Fällen hat die Bandscheibe wieder ihre natürliche Form und ihr natürliches Aussehen bekommen. Wir sind sehr optimistisch, dass wir die Methode auch in Zukunft bei vielen anderen Patienten einsetzen können.¿

Methode eignet sich nur am Beginn des Leidens

Die Frischzellen-Kur funktioniert nur, wenn der Verschleiß noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Der Nährstoffwechsel in der operierten Bandscheibe muss noch intakt sein, damit die neuen Zellen auch sesshaft werden und die natürliche Stoßdämpferfunktion wieder herstellen.

Langfristig ist geplant, ganz am Anfang eines Bandscheiben-Verschleißes mit einer Kanüle etwas Bandscheiben-Material abzusaugen, dieses zu vermehren und auf mehrere geschädigte Bandscheiben aufteilen.

So soll einem weiteren Rückenschaden vorgebeugt werden. Auch in anderen Spitälern – wie dem Wiener AKH – wird die Knorpel-Zelltransplantation erforscht, allerdings noch im Tierexperiment.

Gezüchtetes Gewebe soll von Rückenschmerzen befreien!

Quelle: Krone
Medizin aktuell
Von Eva Rohrer

Manche Patienten pilgern von Arzt zu Arzt, weil sie Rückenschmerzen nicht in den Griff bekommen.Ein Bandscheibenvorfall(Vorwölbung des Bindegeweberinges)kann chirurgisch saniert werden, ein geschädigter Bandscheibenkern aber nicht.Abbau und Schäden in diesem Bereich sind jedoch in vielen Fällen Ursache für ungeklärte chronische Kreuzbeschwerden.
Forschern am SMZO/Donauspital in Wien ist es gelungen, Zellen aus Bandscheibenkernen zu entnehmen, in Kultur zu vermehren und in die kranke Bandscheibe einzubringen.
>>Es zeigte sich, dass diese Zellen funktionsfähig bleiben und weiterhin gallertartige Grundsubstanz erzeugen.Davon erhoffen wir uns eine sehr gute Therapiemethode für die große Gruppe der Kreuschmerzpatienten, die derzeit noch ohne ursächliche Behandlung auskommen müssen<<,erklärt Primarius Universitäts-Professor Dr.Walter Krugluger vom Institut für Labormedizin.

Vielverspechend sind auch die Aussichten bei Makuladegeneration: Retinapigmentepithelzellen(bestimmte Schicht in der Netzhaut)werden vermehrt und als Häutchen in die Netzhaut eingebracht.Diese Methode könnte in einigen Jahren zum Einsatz kommen.

Was ist Tissue-Ingeneering?
Unter diesem Begriff versteht man die Züchtung von Gewebe aus körpereigenen Zellen, um kranke Gewebe zu ersetzen oder zu regenerieren.Aus körpereigenen Stammzellen lassen sich nahezu alle Gewebe und Organe herstellen.In einigen Bereichen ist das schon in der Praxis möglich, z.B. bei Krebs des Blutsystems.Blutstammzellen werden ausserhalb des Körpers vermehrt und dem Patienten nach der (Chemo)Therapie zurückgegeben.Beim Blut ist das relativ einfach, weil es sich um einzelne Zellen handelt.Eine größere Herausforderung sind zweidimensionale Gewebe und noch schwieriger ist es, Organe(dreidimensional) nachzubilden.Am gro0en Durchbruch wird noch gearbeitet.

Bandscheibe aus dem Labor.
Sensationelles aus der Neurochirurgie-Tagung.

Die ersten Patienten erhielten an der Klinik Innsbruck nachgezüchtete Bandscheiben in die Halswirbelsäule injiziert.Bei Eingriffen, die früher eine Versteifung erforderten, hält nun ein Schraubensystem die Wirbel beweglich.Defekte der oberen Wirbelsäule werden künftig ohne sichtbare Narben durch die Nase repariert.Auch Arzneien, die das Denkorgan bei Schädel-Hirntrauma schützen, sind von 10. bis 12 Oktober Thema in Innsbruck.

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