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Vorsicht vor Desinfektion gesunder Balterien:Neuer Ansatz: Gesunde Bakterien könnten Krebstherapien revolutionieren

Alexander Stindt

Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für GesundheitsnewsQuellen ansehen23. November 2020 Leseminuten 3 min 

Das Bakterium Helicobacter pylori.
Wird das Bakterium Helicobacter pylori in naher Zukunft zur Behandlung von Krebs eingesetzt? (Bild: Maksym Yemelyanov/Stock.Adobe.com)

Therapie mit Bakterien zur Behandlung von Krebs

Bakterien könnten in Zukunft eine wahre Revolution in der Krebstherapie ermöglichen. Ein neuer Ansatz zur Behandlung von Krebs umfasst die Verwendung von Bakterien der Gattung Yersinia enterocolitica. Diese sollen eine effektivere Behandlung mit weniger Nebenwirkungen ermöglichen.

Verbindung zwischen Bakterien und Krebs

Bisher wird davon ausgegangen, dass verschiedene Bakterien das Krebsrisiko erhöhen. Sie haben möglicherweise jedoch auch das Potenzial zur Behandlung von Krebs, so die Aussage eines Schmweizer Pharmaunternehmens gegenüber dem Magazin „Wirtschaftswoche“. Solche neue Therapie wäre eine Alternative zu derzeit vorhandenen Behandlungsansätzen, die mit starken Nebenwirkungen verbunden sind.

Außergewöhnlicher Ansatz zur Behandlung von Krebs

Das Schweizer Start-up-Unternehmen T3 Pharmaceuticals AG (T3 Pharma) – ein Spin-off der Universität Basel – versucht die Krebstherapie zu revolutionieren, indem Bakterien als Heilmittel eingesetzt werden. Da Bakterien häufig als Gefahr für die Gesundheit angesehen und sogar mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht werden, scheint dieser Ansatz auf den ersten Blick äußerst außergewöhnlich.

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Bakterien in ungünstigen Verbindungen (Medikamente, Glyphosat, Pestizide) begünstigen Krebs

Die Deutsche Krebsgesellschaft berichtet beispielsweise über eine Studie, in der Helicobacter pylori als ein Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs ermittelt wurden. Aber auch andere Bakterien scheinen Einfluss auf das Krebsrisiko zu haben. Von Chlamydien wird angenommen, dass sie Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs fördern, außerdem können bestimmte Bakterien das Risiko für Prostata- oder Darmkrebs erhöhen wenn ungünstige Verbindungen im Spiel sind .

Neuer Ansatz der Krebstherapie verfolgt

Das Spin-off der Universität Basel verfolgt jedoch den neuartigen Ansatz, mittels lebender Bakterien gezielt bioaktive Proteine in Krebszellen einzubringen. „Die Idee dahinter kombiniert 2 Naturphänomene: dass Bakterien Tumore besiedeln können, und dass bestimmte Bakterien in der Lage sind, selbst hergestellte Eiweißmoleküle (Proteine) in menschliche Zellen zu injizieren. Dazu verwenden die Bakterien feinste Kanüle, in der Fachsprache «Typ-III-Sekretionssytem» genannt”, erläutert die Universität Basel in einer Pressemitteilung.

Welches Bakterium soll genutzt werden?

Das Bakterium mit der Bezeichnung Yersinia enterocolitica ist hierzulande nach Campylobacter und Salmonellen einer der häufigsten bakteriellen Erreger für Darmkrankheiten und genau dieses Bakterium soll nun als Behandlungsoption für Krebs eingesetzt werden.

Bakterien könnten Krebswirkstoffe hervorbringen

„Unser neuartiger Ansatz, bioaktive Proteine mit Hilfe lebender Bakterien selektiv an Krebszellen zu liefern, hat das Potenzial, die Behandlung solider Tumore zu revolutionieren”, betont Dr. Olivier Valdenaire, Vorsitzender des Verwaltungsrats von T3 Pharma.

Die neue Form der Therapie könnte eine bessere Behandlung von Krebserkrankungen ermöglichen und gleichzeitig zu weniger Nebenwirkungen führen, weil die Bakterien den Krebs von innen heraus angreifen. „Lebende Bakterien könnten die nächste große Welle an Krebswirkstoffen hervorbringen“, betont Simon Ittig, Gründer von T3 Pharma, gegenüber der „Wirtschaftswoche“.

Studie soll 2021 beginnen

Bereits im Juli des Jahres 2020 hat T3 Pharma nach eigenen Angaben 25 Millionen Franken (etwa 23 Millionen Euro) von Investoren für die Durchführung klinischer Studie erhalten, welche sich mit dem entwickelten therapeutischen Spitzenkandidaten „T3P-Y058-739″ befassen sollen. Der Start dieser Untersuchung ist für den Anfang des Jahres 2021 geplant. (as)

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