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Entzündungen lindern und heilen mit Aloe vera

von Beate Rossbach

Liebe Leserin, lieber Leser,, 

In den Wüstengebieten von Afrika und Südamerika sowie in den trockensten Landstrichen des Mittelmeerraums wächst die wie eine Kaktee aussehende Aloe vera. Hier, wo aufgrund extremer Trockenheit und Dürre kaum eine Pflanze überleben kann, gedeiht die Aloe vera aufgrund ihres enormen Wasserspeicherungsvermögens und ihrer erstaunlichen Regenerationskraft. Ihre inzwischen wissenschaftlich nachgewiesenen über 200 Inhaltsstoffe machen sie zu einer Heilpflanze von großem Wert.

Zu heilenden Zwecken wird vor allem der gelartige Saft in den Blättern der Aloe verwendet. Dieser Saft kann sowohl innerlich als auch äußerlich pur oder als Extrakt in Fertigpräparaten eingesetzt werden.

Besondere Zuckerverbindungen lindern Entzündungen

Im Blattgel der Aloe sind Zuckerverbindungen, sogenannte Mucopolysaccharide, sowie Enzyme und spezielle Aminosäuren enthalten, die zusammen für die entzündungshemmende, wundheilende und keimtötende Wirkung sorgen. Gleichzeitig wirkt das AloeGel – äußerlich aufgetragen – kühlend und juckreizlindernd.

Äußerlich angewendet, hilft Ihnen die Aloe bei:

  • kleinen Wunden
  • Verbrennungen
  • Sonnenbrand
  • Ekzemen
  • Hautpilzerkrankungen
  • Herpes

Als Saft oder in Form von Dragees wirkt die Aloe abführend und immunstärkend. Die abführende Wirkung des Aloins beruht auf einer Reizung der Schleimhaut und auf der Aktivierung der Muskulatur des Dickdarms. Die Zuckerverbindung Acemannan im Blattgel der Aloe hemmt das Virenwachstum und kurbelt das Immunsystem an, indem es die Fresszellen (Makrophagen) aktiviert und die Produktion eines entzündungshemmenden Signalstoffs (Interleukin 1) fördert.

Nach dem Ähnlichkeitsprinzip hilft homöopathische Aloe gegen Durchfall

Da die Aloe eine abführende Wirkung hat und die Darmschleimhaut reizt, wird sie in der Homöopathie als potenziertes Arzneimittel gegen Entzündungen der Magen- oder Darmschleimhaut und bei Durchfall mit Blähungen verabreicht.

Forscher von der Hochschule für Sport und Gesundheit in Berlin haben zusammen mit Kollegen der Naturheilklinik in Hattingen sämtliche Studien aus den Jahren 1990 bis 2017 über die Wirksamkeit der Aloe überprüft. Wissenschaftliche Belege fanden sie für alle vorgenannten äußerlichen Indikationen sowie für die innerliche Anwendung bei Reizdarm und Colitis ulcerosa.

So wenden Sie die Aloe an

Aloe-vera-Pflanzen können Sie problemlos selbst im Blumentopf anbauen. Kleine Pflänzchen erhalten Sie in Baumärkten und Gärtnereien. Die Aloe benötigt sandigen Boden und verträgt keine direkte Sonnenbestrahlung. Sobald die Pflanze groß genug ist (nach ca. zwei Jahren), können Sie einzelne Blätter abschneiden und bei Bedarf das Blattgel direkt auf die Haut auftragen.

Aloe-Saft und -Gel können Sie auch in der Apotheke oder im Bioladen kaufen. Achten Sie aber unbedingt auf die Reinheit der Präparate und bevorzugen Sie Produkte, die mit einem Bio-Siegel versehen sind und eine DE-Öko-Kontrollnummer vorweisen können.

Entzündungshemmende Aloe-Packung

Schälen Sie ein Blatt der Aloe, passieren Sie das Mark durch ein Sieb und vermischen Sie es mit einem großen Esslöffel Speisequark. Tragen Sie den Brei bei Sonnenbrand, Insektenstichen oder kleinen Verbrennungen auf die geröteten, heißen Hautstellen auf und lassen Sie die „Packung“ etwa 20 Minuten lang einwirken.

Homöopathische Aloe gegen Durchfall

Lassen Sie bei akuten Magen-Darm-Beschwerden mit starkem Durchfall z. B. durch ungewohntes Essen in südlichen Ländern dreimal täglich drei Globuli in der Potenz D6 langsam im Mund zergehen.

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