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Corona-Info

ÖSTERREich

■6398 bestätigte Fälle.

■🥀 49 Tote

■ 🌹Genesende 112

■Österreich hat derzeit 12.000 Betten und will auf 20.000 Betten aufstocken.

Im Überblick

Das amtliche „Dashboard COVID19“ (Aktuelle Entwicklung in Österreich, viertelstündliches Update)

Maßnahmen der Bundesregierung

  • Regierung verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 13. April (Ostermontag)
  • Geschäfte sind seit Montag, 16.03.2020, geschlossen. AUSNAHMEN: Supermärkte, Apotheken, Trafiken, Bankfilialen und Tankstellen bleiben offen
  • Geschäfte sind seit Montag, 23.03. 2020, nur noch bis 19:00 geöffnet
  • Restaurants, Cafés und Bars sind geschlossen
  • Ausgangsbeschränkung für ganz Österreich
  • Paznauntal, St. Anton am Arlberg, Sölden, St. Christoph am Arlberg, Großarltal, Gasteinertal, Flachau in Salzburg sowie Heiligenblut in Kärnten sind unter Quarantäne gestellt
  • Gesamte Vorarlberger Arlbergregion bis 3. April unter Quarantäne
  • Veranstaltungen sind verboten
  • Universitäten sind geschlossen
  • Grenzen geschlossen
  • Bundeskanzler ruft Arbeitgeber auf, Heimarbeit zu unterstützen
  • Alle Bundesmuseen sind geschlossen
  • ÖsterreicherInnen müssen soziale Kontakte einschränken
  • Schulen sind geschlossen (nur zur Betreuung offen), Kindergartenkinder sollen zuhause bleiben
  • Matura wird um zwei Wochen verschoben – Start 18. Mai
  • Seit 16.03.2020 keine Gottesdienste mehr
  • Versammlungsverbot
  • Polizeikontrollen seit 16.03.2020
  • Sportplätze seit 17.03.2020 geschlossen
  • Flugverkehr weitgehend eingestellt, AUA hat Betrieb eingestellt
  • Rehakliniken, Kuranstalten und Thermen sind geschlossen

Alle Ausnahme-Maßnahmen in Österreich finden Sie detailliert hier

Information: Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine rund um die Uhr erreichbare Hotline eingerichtet: 0800 555 621

Wer Symptome aufweist oder befürchtet, erkrankt zu sein, soll zu Hause bleiben. Der Kontakt zu anderen Personen soll minimiert und das Gesundheitstelefon 1450 angerufen sowie die dort erhaltenen Anweisungen genau befolgt werden.

Coronavirus: Die wichtigsten Anlaufstellen und Telefonnummern

Die Verdoppelungszeit der nachgewiesenen Infektionsfälle habe sich zwar von zwei Tagen (vor rund zwei bis drei Wochen) auf etwa vier Tage erhöht, sagte der Professor für die Wissenschaft Komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien im APA-Interview. Aber: „Es geht nach wie vor sehr, sehr schnell hinauf.“ Es sei zwar „wunderbar“, wenn die Maßnahmen wirken, aber: Wenn sich alle vier Tage etwas verdoppelt, „ist es fast so schlimm wie wenn sich etwas alle zwei Tage verdoppelt“.

Es sei wichtiger, den Blick auf die Zahl der Intensiv-Patienten und Toten zu legen, als auf die Zahl der nachgewiesenen Infektionen, betonte Thurner. Denn erst jetzt sehe man langsam, wie viele Betten tatsächlich belegt werden und wie viele Betroffene tatsächlich durch das Virus sterben.

Die Verdoppelungszeit bei den Toten liege bei etwa drei Tagen, die Verdoppelungszeit bei den Intensivbetten bei zwei Tagen und sechs Stunden. „Das geht sehr schnell. Da ist derzeit kein Anzeichen, dass das besser wird“, so die Warnung.

Zum Vergleich mit Italien sagte Thurner: „Wenn ich schaue, wie es in Italien mit den Toten losgegangen ist, und wie in Österreich, dann liegen die Kurven fast identisch.“ In Italien sei die Verdoppelungszeit bei den Toten in den letzten zehn Tagen auf 4,4 Tage angestiegen. Das heißt die Kurve ist abgeflacht, „ein bisschen“ – der Zuwachs sei aber „immer noch riesengroß“. Natürlich könnte es sein, dass die Kurve in Österreich schneller abflacht, sagte der Experte. Auf validen Daten würde diese Hoffnung aber derzeit nicht stehen: „Man kann darauf hoffen, dass Österreich besser aufgestellt ist und die Kurve früher abflacht, aber man kann nur hoffen. Zur Zeit sieht es so aus, als gingen die Zahlen der Toten genauso los wie in Italien.“ Und: „Für eine Entwarnung ist es zu früh.“

Zwei medizinische Szenarien möglich

Thurner verwies auf zwei Szenarien, von denen beide aus derzeitiger Sicht gleich wahrscheinlich sind – ein Best- und ein Worst-Case-Szenario. Im besten Fall würde es Anfang April zu einem Maximum (Peak) der Infizierten kommen, das Gesundheitssystem könnte das stemmen. Dann könnte man ab etwa 14. April „in sehr geplanter Art und Weise Leute wieder zurückführen in die Arbeit“. Freilich wären dann noch nicht alle Österreich immun gegen das Virus. Daher müsste man dann „gezielt“ so viele Personen in den Arbeitsprozess zurückkehren lassen, dass es nicht neuerlich zu einem exponentiellen Ausbrauch kommt. Und sobald die Infektionen wieder ansteigen sollten, müsste man die Beschränkungen wieder rauffahren oder Personen gezielt wieder in Quarantäne schicken.

Im Worst-Case-Szenario geht Thurner von nur einer leichten Verbesserung beim Anstieg der Infektionsfälle aus – von derzeit vier Tagen Verdoppelungszeit auf sechs Tage. „Wenn man annimmt, dass es bis zur vierten Aprilwoche dann so bleiben würde, dann sind wir bei einem Szenario, das mit Hunderttausenden Angesteckten und Erkrankten einhergeht. Das hält das Gesundheitssystem nicht mehr aus.“ Er verwies aber auf asiatischen Staaten, die ihren Verdopplungszeitraum auf über sechs Tage gehoben haben: „Es gibt also Optimismus auch.“

Quarantäne über Paznaun

Das Land Tirol hat Verordnungen, wonach die Tiroler Skiorte im Paznauntal, St. Anton, St. Christoph und Sölden, komplett isoliert wurden, verlängert. Die Orte werden bis 13. April – bis zum eventuellen Ende der De-facto-Ausgangssperre – unter Quarantäne stehen, sagte LH Günther Platter bei einer Pressekonferenz. Damit stehe die Maßnahme im „Gleichklang“ mit den österreichweiten Ausgangssperren.

Energie für alle gesichert

Haushaltskunden und kleinen Firmenkunden wird Strom, Gas oder Wärme bei Zahlungsverzug durch die Corona-Krise nicht abgeschaltet. Dies hat die heimische Energiewirtschaft zugesichert, wie Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Energie-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gaben.

Die Regelung gilt vorerst bis 1. Mai und zielt neben Privatkunden auf Einpersonenunternehmen und andere Kleinfirmen ab. Gewessler und Urbantschitsch zeigten sich erfreut über die „rasche und unbürokratische“ Lösung. Die Energielieferanten würden sich dabei das Risiko mit den Netzbetreibern teilen, sagte die für Energie und Umwelt zuständige Ministerin.

Möglich ist laut Urbantschitsch, mit dem Versorger einen Zahlungsaufschub oder einen Ratenplan zu vereinbaren, bei Betrieben allenfalls auch eine Reduzierung von Vorauszahlungen, da es bei Firmenschließungen ja einen Energie-Minderbezug gebe.

Verschärfte Maßnahmen nicht sinnvoll

Im Kampf gegen die Corona-Pandemiewurden weitgehende Maßnahmen gesetzt, um die Zahl der sozialen Kontakte möglichst zu reduziert. Die große Frage dabei ist, ob das ausreicht, um die Ausbreitung von COVID-19 entscheidend zu verlangsamen. Neue Simulationsrechnungen von Wiener Forschern zeigen nun, dass eine noch drastischere Einschränkung der Kontakte kaum zusätzlichen Nutzen hätte.

In China oder Italien wurden zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie noch härtere Maßnahmen als derzeit in Österreich verhängt, etwa generelle Ausgehverbote oder weitgehende Betriebsschließungen. „Unsere Simulationsrechnungen zeigen allerdings ganz klar, dass ab einem gewissen Punkt eine weitere Verschärfung keinen spürbaren Nutzen mehr bringt“, erklärte Niki Popper, Leiter des Forschungsteams von der Technischen Universität (TU) Wien und des TU-Spin-Offs dwh GmbhH,.

Das Forschungsteam analysierte nun auch, wie die Maßnahmen wieder gelockert werden könnten. „Eines ist klar: Sofort wieder zum gewohnten Alltag zurückzukehren, wäre jetzt falsch“, erklärte Popper. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass bei Beibehaltung der aktuellen Maßnahmen der Höhepunkt der Krankheitsfälle bald erreicht wird und die Zahl der Infektionen dann zurückgeht. „Wenn die Kontaktzahl aber dann sofort wieder auf das früher übliche Niveau ansteigt, dann wird auch die Zahl der Krankheitsfälle sehr rasch wieder zunehmen.“

Kein übereiltes Ende empfohlen

Eine durch ein übereiltes Ende der Maßnahmen verursachte zweite Corona-Welle könnte den Simulationen zufolge innerhalb kurzer Zeit zu deutlich höheren Krankheitszahlen führen als derzeit. Daher seien gewisse Vorsichtsmaßnahmen noch längere Zeit notwendig.

Dazu auch interessant: Corona-Online-Fragebogen in Deutschland hilft weiter – auch für Österreich denkbar?

Für die Zukunft haben die Wissenschafter drei mögliche Szenarien berechnet: Im ersten Fall gingen sie davon aus, dass die derzeitigen Maßnahmen – etwa mit einer Schließung der Schulen und von etwa einem Viertel der Arbeitsstätten sowie einer Reduktion der Freizeitkontakte um die Hälfte – voll beibehalten würden. Dann würde die Zahl der COVID-19-Erkrankungen über den Sommer kontinuierlich zurückgehen.

5.888 Infizierte in Österreich (Stand 8:00)

In Österreich hat es am Donnerstag (Stand: 15.00 Uhr) 6.398 Personen gegeben, die positiv auf COVID-19 getestet worden sind. Die meisten Fälle gab es in Tirol mit 1.623, gefolgt von Oberösterreich mit 1.054. Insgesamt betrug die Steigerungsrate seit Mittwoch (15.00 Uhr) 15,07 Prozent.

Die Fälle nach Bundesländern: Burgenland (115), Kärnten (183), Niederösterreich (873), Oberösterreich (1.054), Salzburg (591), Steiermark (699), Tirol (1.623), Vorarlberg (435), Wien (825). Insgesamt sind bisher 49 Personen an COVID-19 gestorben, die meisten – nämlich 14 – in Wien. Die Toten nach Bundesländern: Burgenland (2), Kärnten (2), Niederösterreich (12), Oberösterreich (3), Salzburg (1), Steiermark (11) und Tirol (4).

Um als Genesen zu gelten, hat das Gesundheitsministerium eine entsprechende Definition nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts erstellt: Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, benötigen zwei negative Testungen und müssen seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, um entlassen zu werden. Leichte Fälle, die sich in den eigenen vier Wänden auskurieren, werden nach ärztlicher Rücksprache frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit aus der häuslichen Quarantäne entlassen. Die Meldung der wieder gesunden Fälle erfolgt derzeit noch nicht automatisch in das Meldesystem des Gesundheitsministeriums, daher kann es diesbezüglich zu Verzögerungen kommen.

26. Mrz. 2020 23:36

USA das Land mit den meisten bestätigten Fällen

Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gab es bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) 82.400 bekannte Infektionen, in China rund 81.800 und in Italien etwa 80.600, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging.
US-Präsident Donald Trump sagte, die hohe Zahl bestätigter Infektionen in den USA liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden. In anderen Ländern wie China wisse man zudem nicht, was die wirklichen Zahlen seien, sagte Trump. Experten gehen davon aus, dass es vielerorts wesentlich mehr Infektionen gibt, als bisher durch Tests bestätigt wurden.26. Mrz. 2020 23:05

Wien will Spielplätze in „eher kürzerer“ Zeit wieder öffnen

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) will Spiel- und Sportplätze in „eher kürzerer“ Zeit und nicht erst „in weiter Ferne“ wieder öffnen. Die älteren Menschen ab 65 und andere Risikogruppen müssten jedoch „Verständnis“ haben, dass von ihnen „wirkliche Disziplin über einen längeren Zeitraum“ gefordert sei. Aktuell steht Hacker aber zum österreichweiten „Schulterschluss“, versicherte er mehrfach.

Man könne bei Hunderttausenden Wiener Kindern nicht sämtliche Spielplätze über Wochen geschlossen halten, verwies er vor allem auf Familien, die mit zwei, drei Kindern in kleinen Wohnungen leben und keine Möglichkeit hätten, an die frische Luft zu kommen (Spazierengehen ist allerdings mit den bundesweit geltenden Regeln erlaubt, Anm.).AKTUALISIERT AM 26. MRZ. 2020 23:3726. Mrz. 2020 22:57

Corona-Auszeit: Hinteregger grüßt als Stormtrooper

Österreichs Fußball-Teamspieler Martin Hinteregger trotzt der Corona-bedingten Auszeit zu Hause mit Ziehharmonika und Gartenarbeit. In einem von Eintracht Frankfurt veröffentlichtem Kurzvideo bringt der Verteidiger des deutschen Bundesligisten ein Ständchen dar. Im Trainingsgewand trägt Hinteregger dabei einen Stormtrooper-Helm aus den „Star Wars“-Filmen. „Ja so verbringe ich meine freie Zeit“, sagt Hinteregger am Ende des Clips. „Es zahlt sich aus, bleibt zu Hause. Dann schaffen wir das.“

EU-Gipfel endet ohne große Beschlüsse

Die Europäischen Staats- und Regierungschef haben einen Minimalkompromiss bei dem Sondergipfel zur Corona-Krise erzielt. In zwei Wochen sollen die Länder der Eurozone Vorschläge zur Geldpolitik angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Verbreitung des neuartigen Virus vorlegen. Der Beschluss der Gipfelerklärung hatte sich verzögert, da Uneinigkeit über die Einführung von sogenannten „Corona-Bonds“ und dem Einsatz des Euro-Rettungsschirms ESM bestand. Eine Entscheidung dazu wurde damit vertagt.

26. Mrz. 2020 22:03

28 neue Fälle im Burgenland

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Burgenland hat sich am Donnerstag um 28 auf 117 erhöht. Der Anstieg sei auf die Menge der Tests, die vom AGES Institut für Mikrobiologie und Hygiene abgearbeitet wurden, zurückzuführen, berichtete der „Koordinationsstab Coronavirus“. Erstmals wurden auch im Bezirk Güssing Fälle gemeldet. Am stärksten betroffen sind laut dem Koordinationsstab der Bezirk Oberwart mit 40 und der Bezirk Neusiedl am See mit 27 Fällen. Im Bezirk Güssing, in dem es bisher noch keine Covid-19-Erkrankung gab, sind es nun drei Fälle. In der Freistadt Rust wurde hingegen noch kein positiver Coronavirus-Test gemeldet.

Mehr als 43.000 Infizierte und 260 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bisher mehr als 43.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.800 nachgewiesenen Fällen und 82 Toten sowie Bayern mit mehr als 8.800 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8.400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 87,7 die meisten Infektionen. Mehr als 260 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben.

26. Mrz. 2020 21:37

EU-Gipfel im Streit um Hilfen festgefahren

Der EU-Gipfel ist wegen eines Streits um die europäische Unterstützung finanzschwacher Länder bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise blockiert. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte sei nicht bereit, eine vorbereitete Abschlusserklärung zu akzeptieren, hieß es aus italienischen Regierungskreisen am Donnerstagabend.
Nach Angaben aus EU-Kreisen wurden die Gipfelberatungen zur Suche nach einer Lösung aber zunächst fortgesetzt. Conte habe gefordert, die Präsidenten der fünf EU-Institutionen damit zu beauftragen, „in zehn Tagen“ einen neuen Vorschlag vorzulegen, hieß es aus italienischen Regierungskreisen. Dies wären die Chefs der EU-Kommission, des Europaparlaments, des EU-Rats, der Eurogruppe und der Europäischen Zentralbank, die 2015 bereits einen Bericht über die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion erstellt hatten.

Bild: APA/AFP

Der per Video-Konferenz abgehaltene Gipfel hätte ursprünglich eigentlich nur zwei Stunden bis 18.00 Uhr dauern sollen. EU-Ratspräsident Charles Michel prüfe derzeit einen Kompromissvorschlag „nördlicher“ EU-Länder, sagte ein Diplomat drei Stunden später. Damit solle ein „Nein“ Italiens und auch Spaniens gegen die vorbereiteten Gipfel-Erklärung abgewendet werden.

Italien ist nicht nur das am schwersten von der Epidemie getroffene EU-Land. Es hat nach Griechenland mit einem Schuldenberg von über 130 Prozent der Wirtschaftsleistung auch den geringsten finanziellen Spielraum, um auf den Konjunktureinbruch infolge der Corona-Krise zu reagieren.

Bild: APA/AFP

Zusammen mit acht weiteren Ländern einschließlich Spaniens hatte Italien am Mittwoch die Schaffung von europäischen Corona-Bonds gefordert, um finanziell schwächere Staaten in der Krise zu unterstützen. Deutschland, Österreich und andere Länder lehnen dies aber als Vergemeinschaftung von Schulden in Europa ab.

Weltweit mehr als 500.000 Infektionen, fast 23.000 Tote

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Mindestens 501.556 Infektionsfälle wurden in 182 Ländern laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben, lag bei 22.920.
Bei den offiziell gemeldeten Infektions- und Todesfällen handelt es sich nach Einschätzung von Experten nur um einen Bruchteil der tatsächlichen Corona-Fälle weltweit. In vielen Ländern mangelt es an Testkapazitäten, vielerorts werden zudem nur Patienten mit schweren Symptomen auf das Coronavirus getestet. Virologen gehen daher von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

26. Mrz. 2020 21:11

Zahl der Toten in Frankreich steigt – 16-Jährige stirbt

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Damit liege die Zahl nun bei 1.696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern – die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.

Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3.375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4.000 Fälle auf 29.155 gestiegen

ECA spricht von „existenzieller Bedrohung“ durch Coronavirus

Die unabhängige Interessensvertretung der europäischen Fußball-Clubs (ECA) spricht in einem Brief an seine mehr als 200 Mitglieder – darunter auch Red Bull Salzburg, Rapid, Austria Wien und Sturm Graz – von einer „existenziellen Bedrohung“ wegen des durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Stillstands. Dieses Schriftstück liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor.

Bild: APA/AFP/Archiv

Darin wird bestätigt, dass aktuell die Lockerung des Financial Fair Plays (FFP) und der Lizenzierungsregeln mit der UEFA diskutiert werde, weil der Fußball in Europa vielleicht noch monatelang pausieren müsse. „Wir sind alle Fußballmanager, die für das Wohlergehen und die Nachhaltigkeit der von uns geführten Vereine verantwortlich und einer echten existenziellen Bedrohung ausgesetzt sind“, schreibt der ECA-Vorsitzende Andrea Agnelli.

„Da der Fußball jetzt zum Stillstand kommt, gilt dies auch für unsere Einnahmequellen, von denen wir abhängig sind, um unsere Spieler, Mitarbeiter und anderen Kosten zu bezahlen“, fügte der 44-Jährige, der auch Italiens Rekordmeister Juventus Turin vorsteht, hinzu. „Niemand ist immun und das Timing von entscheidender Bedeutung“, betonte Agnelli, für den die Corona-Krise „die größte Herausforderung ist, der sich unser Spiel und unsere Branche jemals stellen musste“.26. Mrz. 2020 20:53

Spanische Regierung kaufte mangelhafte Testkits

Das von der Coronavirus-Pandemie besonders betroffene Spanien hat mangelhafte Testkits gekauft. Man habe die 9.000 Stück inzwischen zurückgegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Die Vorwürfe der konservativen Opposition, die linke Regierung habe beim Kauf fahrlässig gehandelt, wies das Ministerium zurück. Das Material sei für den gesamten europäischen Raum zugelassen gewesen, hieß es.
Die Diagnosekits hatten nach Angaben von Ärzten und von Experten der konservativ regierten Region Madrid eine Genauigkeit von nur 30 Prozent. Als akzeptabel gelten 80 Prozent. Tests mit dem mangelhaften Material hätten deshalb leicht zu falschen Ergebnissen führen können. Die Verteilung der Kits hatte das Ministerium zuvor bereits aufgenommen. 

Die Regierung dementierte auch Berichte, das Material sei in China gekauft worden. Man habe es vielmehr von einem spanischen Lieferanten bezogen.26. Mrz. 2020 20:51

Papst spendet 30 Beatmungsgeräte an Kliniken

Der Papst spendet 30 Beatmungsgeräte an besonders von der Corona-Krise betroffene Kliniken. Wie der Vatikan am Donnerstagabend mitteilte, wird die Aktion vom Apostolischen Almosenamt koordiniert. Die Geräte sind laut Kathpress in den vergangenen Tagen erworben worden. Die für die Spende geeigneten Krankenhäuser würden nun unverzüglich ermittelt, um die lebensrettenden Apparate rasch ausliefern zu können.

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Bild: 🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹APA/AFP

Vor allem in Norditalien waren zuletzt viele Patienten am Coronavirus gestorben – auch weil auf den Intensivstationen nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung standen, um die Erkrankten angemessen zu behandeln.
26. Mrz. 2020 20:38

Trump will Regeln regional lockern

US-Präsident Donald Trump strebt regionale Lockerungen der Richtlinien im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie an. In einem Brief an die Gouverneure der US-Bundesstaaten schrieb Trump, die Ausweitung der Coronavirus-Tests werde bald Risikoanalysen auf Ebene der Landkreise ermöglichen.
Die Landkreise könnten dann in solche mit hohem, mittleren oder geringen Risiko eingestuft werden. Dies wiederum erlaube dann regional abgestufte Handlungsempfehlungen. Trump beteuerte, all dies werde in „enger Abstimmung“ mit Gesundheitsexperten erfolgen. Wann die neuen Empfehlungen veröffentlicht werden sollen, schrieb der Präsident nicht.

Bild: APA/AFP/GETTY

Trump hatte Anfang vergangener Woche Richtlinien vorgestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So wurden alle US-Bürger aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, keine Gruppen von mehr als zehn Menschen zu bilden und bei Krankheitssymptomen umgehend zu Hause zu bleiben.

Der auf 15 Tage angelegte Plan enthält allerdings lediglich Empfehlungen, die nicht bindend sind. Die weitaus strikteren Vorgaben in vielen Bundesstaaten – etwa umfassende Geschäftsschließungen und verpflichtende Heimarbeit – wurden von Gouverneuren erlassen.26. Mrz. 2020 20:25

Bereits über 140 Personen in Tirol wieder genesen

In Tirol haben mit Stand Donnerstagabend bereits 143 Personen die Corona-Erkrankung überstanden und wurden wieder für gesund erklärt. Dies teilte das Land mit. Die Anzahl der insgesamt positiv Getesteten stieg indes auf 1.664, das waren um 134 mehr als am Donnerstagvormittag.26. Mrz. 2020 20:22

Aufruf von Land Tirol an Besucher der Axamer Lizum

Das Land Tirol hat alle Personen, die sich vom 13. März bis zur Schließung des Skigebiets Axamer Lizum am 16. März im Skigebiet oder im Raum Axams aufgehalten haben und Symptome aufweisen, dazu aufgerufen sich bei 1450 zu melden. Mindestens zwei Personen von drei ausländischen Touristengruppen waren in ihrer Heimat positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Die drei Touristengruppen aus Schweden, den Niederlanden und Irland hatten sich, wie die Tiroler Gesundheitsbehörden nun erfuhren, vom 13. bis zum 16. März in Götzens bzw. Axams in diversen Hotels und Apres-Ski-Lokalen aufgehalten. Die Länder der drei betroffenen Touristengruppen werden umgehend über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt, hieß es.

Bild: APA/EXPA/Spiess

Laut Einschätzung der Gesundheitsbehörden kann es vom letzten Kontakttag, also vom 16. März beginnend bis zum 30. März zu möglichen Corona-Ansteckungen kommen. „Wer sich in den genannten Lokalitäten bzw. im Skigebiet aufgehalten hat, soll auf den Gesundheitszustand achten und sich im Krankheitsfall an die Hotline 1450 wenden“, appellierte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Man werde auch mit allen Mitarbeiterin in Verbindung treten, die in touristischen Betrieben gearbeitet haben.

Folgende Örtlichkeiten wurden vom Land genannt:

  • Gondel und Liftanlagen in der Axamer Lizum
  • Almbar
  • Dohlennest
  • Bärenhütte bzw. Pleisenhütte
  • Sunnalm
  • Hoadl
  • Hotel Edelweiss in Götzens
  • ClubHotel
  • Tiroler Haus
  • Öffentlicher Skibus in die Axamer Lizum
  • Golfstüberl Birgitz
  • Sportcafe Götzens
  • Intersport Axamer Lizum
  • Gasthaus Bini’s
  • Alparthotel in Götzens

Die Gesundheitsbehörden wiesen in diesem Zusammenhang außerdem erneut darauf hin, dass es unter anderem auch für Inhaber von Gast-und Schankbetrieben bei meldepflichtigen Erkrankungen, zu denen auch das Coronavirus zählt, eine gesetzliche Verpflichtung gibt, Erkrankungen zu melden.26. Mrz. 2020 20:15

Bilanz der Todesopfer in Italien höher als gemeldet

Die Bilanz der Coronavirus-Todesopfer in Italien ist am Donnerstag höher als vom Zivilschutz angegeben. Die veröffentlichte Bilanz von 662 Todesopfern berücksichtigte nicht die 50 Toten, die in der norditalienischen Region Piemont gemeldet wurden. Damit stieg die Zahl der Toten am Donnerstag auf 712, am Vortag waren es noch 683 gewesen. Die Zahl der Toten seit Beginn der Epidemie am 20. Februar kletterte somit auf 8.215.

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