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Archiv: Montag, 18. Mai 2020

Coronavirus hat sich wohl schon im Dezember 2019 weltweit verbreitet

06.05.2020, 20.12 Uhr

Viele Länder meldeten die ersten Corona-Fälle Anfang des Jahres. Doch aktuelle Analysen legen nahe, dass das Virus schon früher weltweit kursierte.

Dezember in Pariser U-Bahn: Wahrscheinlich hatte das neuartige Coronavirus Frankreich da schon erreicht
Dezember in Pariser U-Bahn: Wahrscheinlich hatte das neuartige Coronavirus Frankreich da schon erreichtMartin Bureau/ AFP

Das neuartige Coronavirus ist womöglich nicht erst seit Anfang 2020 weltweit im Umlauf. Wissenschaftler der Universität von London veröffentlichten am Mittwoch eine Studie, wonach das Virus Ende 2019 von einem Tier auf den Menschen übersprang und sich ab dann in rasantem Tempo rund um die Erde ausbreitete.

Für die Analysen hatten die Wissenschaftler das Genom von mehr als 7500 Sars-CoV-2-Viren analysiert. Die Proben stammen von Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, berichtet das internationale Forscherteam im Fachblatt „Infection, Genetics and Evolution“. Kleine Veränderungen im Erbgut der Viren verraten, wie sich der Erreger weltweit ausgebreitet hat.

Um sich zu vermehren, muss sich das Genom des Virus ständig kopieren. Dabei passieren zufällige Fehler, sogenannte Mutationen. Sie haben meist keinen Effekt auf das Virus, doch über sie lassen sich die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den einzelnen Viren bestimmen.

Mutationen an sich sind keine schlimme Sache“

Die Forscher fanden fast 200 solcher Mutationen. Während sich einige Genabschnitte offenbar nicht verändern, häufen sich die Mutationen in anderen Abschnitten des Virus. In den besonders vom Coronavirus betroffenen Ländern fanden sich nahezu alle der global vorkommenden Mutationen. Die Forscher schließen daraus, dass sich das Virus schon am Anfang der Epidemie weltweit rasant ausgebreitet hat.

„Alle Viren mutieren“, sagte einer der Studienautoren, Francois Balloux vom University College London (UCL). „Mutationen an sich sind keine schlimme Sache. Es gibt keinen Hinweis, dass Sars-CoV-2 schneller oder langsamer mutiert, als man erwarten würde.“ Ob die kleinen Veränderungen das Virus gefährlicher machen, können Forscher noch nicht sagen.

Nach ersten Studienergebnissen chinesischer Forscher hatte es zwar Spekulationen gegeben, es könnte bereits zwei Stränge des Coronavirus geben, von denen einer aggressiver sein könnte. Doch weitere Untersuchungen sprechen gegen diese These. Demnach kursiert weltweit nur ein Typ des neuartigen Coronavirus.

Der gemeinsame Vorfahre aller untersuchten Sars-CoV-2-Viren kursierte Ende vergangenen Jahres. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Erreger erst dann den Sprung auf den Menschen schaffte und sich nicht schon längere Zeit verbreitete, ehe die ersten Covid-19-Fälle bekannt wurden. Wo genau die Pandemie ihren Anfang nahm, lässt sich anhand des Genoms jedoch nicht ausmachen.

Die ersten Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenkrankheit traten in der chinesischen Metropole Wuhan auf und schienen auf einen Markt zurückzugehen. Zunächst versuchten chinesische Behörden, den Ausbruch zu vertuschen. Erst am 31. Dezember unterrichtete China die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die neue Lungenkrankheit.

Die ersten Infektionen in Europa wurden im Januar dokumentiert. Doch offenbar hat es in Frankreich schon gut einen Monat früher Fälle gegeben. Die Probe eines Lungenpatienten vom Dezember war bei einer erneuten Untersuchung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wo sich der Mann angesteckt haben könnte, ist unklar. Auch seine Kinder erkrankten. Die WHO hält es für möglich, dass es weitere frühe Fälle gibt, die bisher unentdeckt blieben.

Forscher versuchen zu verstehen, wie sich das neuartige Coronavirus verändert und welchen Einfluss die Mutationen haben. Das könnte auch darüber entscheiden, wie lange eine mögliche Impfung oder Medikamente wirksam sein werden. „Wenn wir unsere Arbeit auf die Abschnitte des Virus konzentrieren, die kaum mutieren“, sagte Balloux, „haben wir eine bessere Chance, Medikamente zu entwickeln, die langfristig wirken.“

HINTERGRUND10.03.2020 15:02

Coronavirus: Von Chinas Wildtiermärkten und Italiens Textilindustrie?

Die Epidemie nahm auf Chinas Märkten mit Wildtieren ihren Ausgang. Auch für die besonders starke Ausbreitung des Virus in Italien werden chinesische Firmen verantwortlich gemacht – mit der Textilindustrie im Mittelpunkt.CoronavirusChinaTextilindustrieWTO Alle 7 Schlagworte anzeigen

Textilindustrie, Fasern

Die Epidemie Covid-19 nahm auf Chinas Märkten mit Wildtieren ihren Ausgang, genau so wie eine andere Epidemie namens „Sars“ einige Jahre zuvor. Von einem Markt der Stadt Wuhan konnte sich das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 ausbreiten. Mit verheerenden Auswirkungen auf das öffentliche Leben weltweit, auf die globale Wirtschaft und insbesondere die Lieferketten der Industrie. 

Fehlende Hygiene und befremdliche Essgewohnheiten Chinas als Ausgangspunkt

Im Zuge der Ausbreitung häufen sich Medienberichte über die Essgewohnheiten der Chinesen, die vielen Menschen in anderen Regionen der Welt recht befremdlich erscheinen. Dazu kommen die oft katastrophalen hygienischen Zustände auf den Märkten, auf denen mit Tieren und Lebensmitteln gehandelt wird. Zwar hat Chinas Regierung den Handel mit Wildtieren Ende Jänner verboten – vorübergehend. Doch laut aktuellen Zahlen der Umweltorganisation „Environmental Investigation Agency“ scheint der Appetit der Chinesen auf wilde und oft illegal gefangene Tiere weiterhin ungebrochen zu sein, wie orf.at hier berichtet. Demnach wird das Fleisch von Fledermäusen, Affen, Krokodilen, Schlangen, Schuppentieren und sogar Tigern gehandelt, aber auch von Haustieren wie Eseln, Hunden und selbst Katzen. Häufig werden Tiere gleich an Ort und Stelle geschlachtet und zubereitet. Ein großer Treiber der Nachfrage ist auch die sogenannte „Traditionelle chinesische Medizin“ (TCM).

Peter Hacker (SPÖ)wörtlich: Wien hatte bislang die geringsten Zahlen!Corona wird zum Politikum?ÖVP Nehammer verwendet Coronazahlen um politisches Kapital zu schlagen gegen den erfolgreichen SPÖ-Wien-Wahlkampf?

Slowenien führt wieder Einreisebeschränkungen ein.©

18.05.2020 12:25(Akt. 18.05.2020 14:55)

Slowenien führt wieder Einreisebeschränkungen ein.

APA/AFP/NIKOLAY DOYCHINOV (Sujet)Slowenien hatte vergangene Woche überraschend die Einreisebeschränkungen aufgehoben. Dies wurde nun wieder zurückgezogen.

Österreicher können ohne einen triftigen Grund nicht mehr nach Slowenien einreisen.

Seit gestern,-Sonntagabend gilt ein neues Grenzregime, mit dem die slowenische Regierung ihre am Freitag verkündete Grenzöffnung wieder zurückgezogen hat.

Nunmehr können nur Bürger jener EU-Länder ohne Einschränkungen einreisen, mit denen es bilaterale Vereinbarung gibt. Die Liste der Länder steht noch nicht fest.

Wiener Einreisebeschränkungen in Slowenien

Österreichische Staatsbürger, die keinen Wohnsitz in Slowenien haben, keine Immobilie besitzen oder nicht Durchreisen, müssen einen bestimmten Grund für die Einreise haben“, verkündete die Leiterin der Grenzpolizeiabteilung der slowenischen Polizeibehörde, Melita Mocnik, bei einer Pressekonferenz heute,- Montag.

Wenn man etwa in medizinischer Behandlung in Slowenien ist, dann werde einem der Eintritt nach Slowenien ermöglicht, erklärte sie. „Ohne Grund können österreichische Staatsbürger nicht nach Slowenien einreisen„, so Mocnik.

Slowenien pocht bei Lockerung auf Reziprozität

Die slowenische Regierung begründet ihre Entscheidung, die Grenzöffnung aufzuheben und wieder Reisebeschränkungen einzuführen, mit Reziprozität. „Das Problem der Reziprozität ist sehr aktuell“, sagte der Regierungssprecher für die Bekämpfung des Coronavirus, Jelko Kacin, bei einer Pressekonferenz am Montag auf die Frage nach den Gründen für das neue Grenzregime.

Wenn Nachbarländer für eigene Bürger bei der Rückreise aus Slowenien eine Quarantäne vorschreiben, dann seien die Möglichkeiten, dass jemand nach Slowenien kommt, wesentlich geringer als sonst, sagte Kacin. „Wir wünschen uns Gegenseitigkeit. Wir wollen keinesfalls, dass eines unserer Nachbarländer mit politischen Einschränkungen Slowenien diskriminiert und Reisenden aus größeren Ländern die Einreise ermöglicht, aus einem südlichen Nachbarland aber nicht“, so der Regierungssprecher. „Wir behandeln alle Nachbarn auf der gleichen Grundlage, auf der Grundlage ihres epidemiologischen Bildes“, fügte er hinzu.

„Grenzen werden schrittweise geöffnet“

Die österreichische Lockerung der Reisebeschränkungen lediglich für einige Nachbarländer bezeichnete Kacin als eine „politische Entscheidung“. Er rechnet aber damit, dass es bald auch zu Lockerungen mit den restlichen Nachbarn kommen werde. Ungeachtet dessen, wie Österreich bisher gehandelt habe, liege die Initiative bei Slowenien, sagte Kacin und betonte, dass der slowenische Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek am Montag über mögliche Lockerungen mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) gesprochen habe.

„Die Grenzen werden schrittweise geöffnet“, verkündete Kacin nun. Entscheidend für die Entscheidung, mit welchen Ländern das Grenzregime gelockert wird, sei die epidemiologische Lage im jeweiligen Land. Diese werde vom slowenischen Institut für öffentliche Gesundheit eingeschätzt. „Die Regierung ist bemüht, das erneute Hineintragen des Virus ins Land und seine Ausbreitung zu verhindern“, sagte Kacin und betonte, dass aus diesem Grund die Verordnung zum Grenzregime geändert wurde.

Aktuelle Nachrichten zum Coronavirus

WHO warnt: Europa muss sich für zweite Welle wappnen?

 via REUTERS

18.05.2020

Die Weltgesundheitsorganisation mahnt: Jetzt sei „Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten“. Der UN-Chef übt scharfe Kritik an der uneinheitlichen Reaktion der Staaten auf die Pandmie.

Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. Es sei an der „Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten“, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Montag der britischen Zeitung „Daily Telegraph“.

Kluge reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern. Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer „Doppelwelle“. „In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern.“ Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen.DIESES VIDEO KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN:Heiko Maas: „Europa ist ein Europa ohne Grenzen“

Zwar gingen nun in – den besonders betroffenen – Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Italien die Fallzahlen zurück, sagte der Experte. Aber das bedeute noch nicht, dass sich die Pandemie dem Ende nähere.

WHO-Jahrestagung im Zeichen der Coronakrise

Wegen der Coronakrise hält die WHO ihre zweitägige Jahresversammlung bis Dienstag nur online ab. Zum Auftakt der Tagung kritisierte UN-Generalsekretär Antonio Guterres die uneinheitliche Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Pandemie scharf. „Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien befolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür“, sagte er am Montag in einer Videobotschaft.

Guterres beklagte, es habe „sehr wenig Einigkeit“ gegeben bei der Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. „Viele Länder haben die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ignoriert.“

Unabhängige Untersuchung der WHO-Antwort?

Die WHO-Mitgliedsstaaten wollen bei dem Treffen wohl auf eine unabhängige Überprüfung des Umgangs der Weltgesundheitsorganisation mit der Coronavirus-Pandemie dringen. Dem dürften sich Diplomaten zufolge auch China und die USA anschließen, obwohl sie gegensätzliche Ansichten über die Arbeit der WHO geäußert haben.

Nach mehr als einer Woche intensiver Verhandlungen über die Resolution, die von der Europäischen Union bei dem zweitägigen virtuellen Treffen präsentiert werden soll, sei es zu einem „zerbrechlichen Konsens“ gekommen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus verteidigte unterdessen die Organisation gegen Kritik an ihrem Umgang mit dem Coronavirus. Die WHO habe nach dem Auftreten des Virus „früh Alarm geschlagen“, sagte Tedros er.

Gleichzeitig kündigte er an, „zum frühesten geeigneten Zeitpunkt“ werde er eine unabhängige Untersuchung der weltweiten Reaktion auf die Pandemie in Auftrag geben. Ziel der Untersuchung solle es sein, Lehren aus der Pandemie zu ziehen und Empfehlungen zu geben, um die Welt und die einzelnen Staaten besser gegen künftige Pandemien zu rüsten.

Der WHO war in den vergangenen Wochen von verschiedenen Seiten vorgeworfen worden, zu spät auf das Auftreten des neuartigen Coronavirus in China reagiert zu haben.

Zwei Milliarden Dollar aus China

China stellt im Kampf gegen die Corona-Pandemie nun zwei Milliarden Dollar (1,85 Mrd. Euro) bereit. Der chinesische Staatschef Xi Jinping sagte am Montag ebenfalls in einer Videobotschaft, sein Land sei „immer“ transparent im Umgang mit der Pandemie gewesen.

Sollte China einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 entwickeln, werde dieser weltweit zur Verfügung gestellt werden, versprach der chinesische Präsident.

(APA/DPA)

Wiens Stadtchef Michael Ludwig kontert Regierungs-Kritik

Vor 5h

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig fordert klare Aussagen von der Regierung.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig fordert klare Aussagen von der Regierung.(Bild: Sabine Hertel)

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mahnte die Stadt Wien wegen angeblich schwieriger Zusammenarbeit bei den Corona-Maßnahmen?

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) will das nicht auf sich sitzen lassen. 

„Leider immer noch besorgniserregend“, seien die Coronafälle in Wien, so Innenminister Nehammer, der Informationsfluss sei mühsam und die Stadt würde keine aktuellen Daten an den Einsatzstab übermitteln. Eine Kritik, die Wiens Bürgermeister Ludiwg nicht auf sich sitzen lässt. „Widersprüchliche Minister-Aussagen zu Situation in Wien„, ortet Ludwig und fordert von der Regierung Klarheit.

So sei Wien bei beinahe zeitgleichen Pressekonferenzen heute,- Montag einerseits gelobt, andererseits getadelt worden.

Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudi Anschober (beide Grüne) erklärten, mit Wien eine sehr gute Zusammenarbeit zu haben und dass die derzeitigen neuen Infektionszahlen „keine Causa Wien“ seien.

Wenige Minuten später rückte dann Innenminister Nehammer mit seiner „Mahnung an die Stadt Wien“ aus und warf der Stadt eine mangelnde Zusammenarbeit vor.

„Dies ist derzeit nicht der Fall“

„Als Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien muss ich von der österreichischen Bundesregierung verlangen können, dass sie in Zeiten einer Krise klar, verständlich und mit einer Stimme mit den Bundesländern und mit der Bevölkerung kommuniziert.

Die heutigen Aussagen zeigen aber, dass dies derzeit nicht der Fall ist“, so Ludwig. „Widersprüchliche Aussagen zur Covid-19-Situation in unserem Land beziehungsweise in unserer Stadt verunsichern die Bevölkerung. Gerade das darf jetzt nicht passieren“, so der Wiener Bürgermeister.

Es sei wichtig, das Land gemeinsam „mit Ruhe und Bedacht durch diese schwierige Zeit zu bringen“.

In diesem Zusammenhang bedankte sich der Wiener Bürgermeister bei allen Stellen, die mit dem „contact tracing“ in Wien derzeit betraut seien.

Er sprach auch seinen Dank an die Wiener Polizei aus.

Die Stadt habe immer schon mit der Wiener Polizei hervorragend zusammengearbeitet und in dieser schwierigen Zeit funktioniere die Zusammenarbeit ebenso hervorragend.

Anschober sieht „keine Causa Wien“

CORONAVIRUS

Angesichts der im beginnenden Wahlkampf laut werdenden Kritik der ÖVP an der Corona-Strategie der Gemeinde Wien hat sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) heute,- Montag hinter die Wiener Gesundheitsbehörden gestellt. Aus seiner Sicht gibt es „keine Causa Wien“, denn vom jüngsten Infektionscluster in zwei Post-Verteilerzentren und einem Flüchtlingsheim sei auch Niederösterreich betroffen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 18. Mai 2020 (12:31)

Anschober lehnt den Vergleich zwischen Wien und Ischgl ab  APA (Archiv) 

„Es ist ein Thema, das im Übrigen keine Causa Wien ist, wo Wien und Niederösterreich betroffen sind und hervorragend zusammenarbeiten“, sagte Anschober.

Infektions-Cluster in einzelnen Bereichen seien zu erwarten gewesen. Wichtig sei nun ein schnelles Containment, betonte Anschober.

Die Gesundheitsbehörden beider Länder haben aus seiner Sicht „die richtigen Schritte gesetzt“.

Außerdem kündigte Anschober an, der vom Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) aufgeworfenen Frage von Infektions-Clustern im Bereich prekärer Arbeitsverhältnisse nachgehen zu wollen.

Einen Vergleich zwischen Wien und dem Skiort Ischgl, aus dem heimkehrende Urlauber das Coronavirus in zahlreiche Länder „exportiert“ hatten, lehnt Anschober ab: „Es ist nicht Wien, sondern wir haben in einem bestimmten Arbeitsbereich – prekäre Arbeitssituationen – ein Thema in Niederösterreich und Wien. Wir schauen uns das aber auch über diese beiden Bundesländer hinausgehend in Zukunft an.“

Kein Arbeitnehmer ohne Rechte“Papst spricht sich für Grundeinkommen aus

Papst Franziskus fordert universalen Grundlohn © (c) APA/AFP/VATICAN MEDIA/HANDOUT (HANDOUT)

Der Papst hat sich für die Einführung eines Grundeinkommens für einkommensschwache Arbeitnehmer mit prekären oder informellen Arbeitsverhältnissen ausgesprochen.

12.04.2020 um 19:09

Diese hätten kein festes Gehalt, um schwierige Situationen wie die jetzige zu meistern, so Papst Franziskus in einem Brief an katholische Arbeitnehmerverbänden, der am Sonntag von der katholischen Tageszeitung „L´Avvenire“ veröffentlicht wurde.

„Kein Arbeitnehmer darf ohne Rechte sein“

„Die Zeit ist gekommen, um an eine Form von universalem Grundlohn zu denken (…) Kein Arbeitnehmer darf ohne Rechte sein“, hieß es in dem Schreiben das Papstes. Die Arbeitnehmerverbänden rief er auf, sich Gedanken über die Zeit nach der Coronavirus-Epidemie zu machen. Wichtig sei es, über neue Formen der menschlichen Entwicklung nachzudenken, in denen die Völker in all ihrer Verschiedenheit im Vordergrund stehen können.

Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten 2 Milliarden Menschen täglich ohne jede Absicherung für Krankheit, Unfall, Pension oder Arbeitslosigkeit. Ein Drittel, fast 800 Millionen, davon sind Frauen.

DAS KATHOLISCHE LAND ,,SPANIEN“ WILL SCHON BALD GRUNDEINKOMMEN EINFÜHREN

Spanien wird schon bald ein Grundeinkommen für finanzschwache Haushalte einführen. Die Regierung wolle das sogenannte „Mindestlebenseinkommen“ Ende des Monats beschließen, kündigte der Minister für Integration, Sozialversicherung und Migration, José Luis Escrivá, heute,- Montag in Madrid an.

Das geplante Grundeinkommen ist Thema des Koalitionsvertrags.

Schon kurz nach Inkrafttreten des entsprechenden Dekrets sollten demnach rund 100.000 finanzschwache Haushalte in den Genuss der Zahlung kommen, sagte der Minister im Radiointerview.

Mittel- bis langfristig könne die Zahl der begünstigten Haushalte auf etwa eine Million steigen.

Die Einführung eines Grundeinkommens für Mittellose hatten der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez und der Chef des Linksbündnisses Unidas Podemos (UP), Pablo Iglesias, vor einigen Monaten bei den Gesprächen zur Bildung ihrer Koalitionsregierung vereinbart.

Medienberichten zufolge wurde die Verwirklichung des Projekts nun vom Coronavirus beschleunigt. Madrid hoffe, heißt es, dass das Grundeinkommen nicht nur die sozialen Folgen der Krise abmildert, sondern auch als „Konjunkturspritze“ fungiert.

Dem Vernehmen nach soll das Mindestlebenseinkommen (IMV) zwischen 450 und gut 1.000 Euro pro Monat betragen. Nach Angaben Escrivás wird die Sozialleistung den Staat bis zu 3,5 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

Die Bedingungen für ein Anrecht auf das IMV wollte Escrivá zunächst nicht im Detail bekanntgeben. Er sagte nur, das Nettovermögen der Antragsteller werde eine Höchstgrenze nicht übersteigen dürfen. Der Wert eines Eigenheimes werde bis zu einem bestimmten Betrag nicht in die Berechnung des Vermögens einfließen. Haushalte mit Kindern und mit nur einem Elternteil würden besondere Berücksichtigung finden. Die neue Hilfe würden finanzschwache Haushalte je nach Situation auch neben anderen Sozialleistungen beziehen können.

Das Bruttoinlandsprodukt Spaniens wird dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nach Schätzung der Regierung um etwa 9,2 Prozent schrumpfen. Erwartet wird zudem ein Anstieg der Arbeitslosenrate von 13,8 Prozent Ende 2019 auf rund 19 Prozent in diesem Jahr.© APA

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