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Archiv: Sonntag, 17. Mai 2020

Protest von SPÖ und Kultur: „Werden nicht die Gosch’n halten“

POLITIK/INLAND14.05.2020

Neue Kulturstaatssekretärin heißt Andrea Mayer

Wenn Andrea Mayer morgen, Dienstag als Nachfolgerin Ulrike Lunaceks antritt, dann sieht sie sich einer Forderung gegenüber, die man als Politiker nicht oft umgehängt bekommt: Sie soll doch bitte das Kulturbudget verdoppeln, richtet ihr die IG Autoren aus.

Wir wünschen viel Erfolg. Auch abseits dessen kann man die neue Kulturstaatssekretärin um die Aufgabenlast nicht beneiden.

Rendi-Wagner forderte ein langfristiges Rettungsprogramm für die Branche. Die Kulturlandschaft Österreichs „ist in Gefahr.“

In der virulenten Diskussion um die Lage der Kunst- und Kulturszene in Zeiten der Coronabeschränkungen hat am Donnerstag die SPÖ eine Runde prominenter Kulturschaffender versammelt. Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner forderte ein langfristiges Rettungsprogrammfür die Branche, das auch entsprechend dotiert sein müsse: „Eine Milliarde Euro für die nächsten drei bis vier Jahre ist das Minimum.“

Ausgestaltet werden soll dieses Programm von einer Expertenkommission, die sich aus Kunstschaffenden, der Politik und dem Gesundheitswesen zusammensetzt. Bisherige Hilfen seien „zu wenig, zu klein und in vielen Fällen hochbürokratisch“. „Ein einziger Bereich in Österreich verharrt weiter im verordneten Stillstand – ohne Perspektive und offensichtlich ohne Plan vonseiten der Bundesregierung“, attackierte Rendi-Wagner die türkis-grüne Regierung: „Es ist die Kulturlandschaft Österreich als solches in Gefahr.“

„Es ist auch Kanzleraufgabe“

In die gleiche Kerbe schlug auch Filmemacher Markus Schleinzer, der beklagte, dass die Politik zu seinem Unverständnis die vergangenen Wochen nicht genutzt habe, entsprechende Modelle zu entwickeln: „Was ich orte, ist ein enormer Zeitverlust, der hier stattgefunden hat.“ Man versäume vollends, in Länder wie Luxemburg, Deutschland oder die Schweiz zu blicken, die sinnvolle Modelle entwickelt hätten.

SPÖ - "ROTES FOYER-KULTUR IST SYSTEMRELEVANT": SCHLEINZER
© Bild: APA/HANS PUNZ / HANS PUNZ

So beginne in einer Woche ein Filmteam im Auftrag des ZDF in der Steiermark zu drehen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der österreichischen Filmbranche“, konstatierte Schleinzer. Ein österreichischer Filmproduzent werde hingegen den Teufel tun, mit einem Dreh zu beginnen, solange Rahmenbedingungen wie die Ausfallshaftung oder in punkto Kurzarbeit nicht geklärt seien.

Da könne man nicht nur Staatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) kritisieren, zumal er nicht in den Chor der Rücktrittsaufforderungen einstimmen wolle: „Das wäre ein Albtraum – dann müsste man alles, was in den vergangenen Wochen gesagt wurde, in ein neues Gesicht hineinsagen.“ Schon alleine angesichts der Wertschöpfung der österreichischen Filmbranche von 1,4 Mrd. Euro gelte: „Es ist auch Kanzleraufgabe.“

Grüne Kultursprecherin Blimlinger äußert sich kritisch zu LunacekWar verärgert über die Bestellung und hielt die glücklose Kulturstaatssekretärin nicht für die ideale Besetzung.

Mannerschnitten oder Schnitzel?

Schriftstellerin Julya Rabinowich beklagte für die Literaten, dass man seit Beginn der Kriseim Regen stehen gelassen werde und sich mit dem Gefühl auseinandersetzen müsse, als unwichtig abgestempelt zu werden. Das habe auch System und sei der Versuch einer Zähmung der Widerspenstigen: „Wir sollen so mit unseren Existenzsorgen kämpfen, dass wir die Gosch’n halten. Das werden wir nicht!“

SPÖ - "ROTES FOYER-KULTUR IST SYSTEMRELEVANT": RABINOWICH
© Bild: APA/HANS PUNZ / HANS PUNZ

Die bisher angekündigten Hilfen griffen nicht, unterstrich Regisseur Nikolaus Habjan: „Ich kenne niemanden – wirklich niemanden -, der Geld aus dem Härtefallfonds bekommen hätte.“ Stattdessen höre er Gesundheitsminister Rudolf Anschober(Grüne) sagen, dass alle Menschen Kunst und Kultur konsumierten. „Da frage ich mich: Sind wir ein Packerl Mannerschnitten oder ein fettes Schnitzel?“

Schauspielerin Gerti Drassl beklagte für ihren Berufszweig: „Wir fallen durch viele Raster durch.“ Dabei gelte letztlich nur eines: „Wir wollen keine Almosen. Ich will arbeiten.“

Hilfsfonds von 700 Millionen Euro für Sport- und KulturvereineGemeinnützige Organisationen sollen in der Corona-Krise unterstützt werden und Starthilfe für den Herbst bekommen. Auch Wirte-Paket kommt heute in den Nationalrat.

„Ich habe hier keine parteipolitische Agenda – ich habe eine sachliche Agenda“, resümierte SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda: „Ich erwarte mir, dass es eine Gleichbehandlung für alle Bereiche gibt.“ Er sehe hier nicht zuletzt Kulturminister Werner Kogler (Grüne) in der Pflicht und wolle ebenfalls nicht Staatssekretärin Lunacek in die Schusslinie bringen: „Ich bin so erzogen worden, dass ich nicht auf Menschen hinhaue, die am Boden liegen.“

Impf-Begeisterte Meinl Reisinger(NEOS) in der ORF-Pressestunde:Je früher eine Impfung möglich ist, desto besser…?

▪Meinl-Reisinger(NEOS)Corona-Daten gehören auf den Tisch, damit eigenverantwortliches Handeln wieder möglich ist.

▪Für Grundeinkommen für Künstler

▪Wer wird die Krise zahlen?

Starker Staat?

▪Alles öffnet, warum die Schulen zuletzt?

▪Abschaffung der Maskenpflicht von 6-14jährige.

▪Förderunterricht in den Ferien für sozial Schwache

▪Schichtbetrieb: Distancelearning für Ältere Kinder beibehalten

▪40.000 Tests in Dänemark, solö auch bei uns für Lehrkräfte kommen

▪Straßen sperren damit Kindergärten und Volksschulen im Freien sein können.

▪Bürger sollen das Recht haben transparente Informationen zubekommen.

▪Wahlziel für Wien: Mehr als 6 %.

Bill Gates fühle sich schrecklich?Menschen haben mit Recht Sorge im Namen der Gesundheit besachwaltert zu werden und Freiheits-,und Menschenrechte zu verlieren!Gesundheit muß eigenverantwortlich bleiben!

Das Virus sei das Dramatischste, was er je in seinem Leben gesehen habe

15. Mai 2020, 10:01

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Bill Gates

Sein Name reicht aus, um Impfgegner binnen Minuten auf die Palme zu bringen. In Wien werden Denkmäler und Wände beschmiert, um vor ihm zu warnen: Bill Gates. Er ist das Feindbild jener, die hinter der Corona-Pandemie eine Verschwörung wittern.

Ich fühle mich schrecklich“

Gates setzt sich für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus ein und wird damit verstärkt zur Zielscheibe von Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die Pandemie bewusst ausgelöst zu haben, um die Menschheit zu kontrollieren. In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ verteidigte sich Gates gegen die Unterstellung, er würde mit seiner Stiftung entscheiden, welche Krankheiten Vorrang haben und wie sie bekämpft werden müssen: „Wir geben nur unser Geld aus und teilen unsere Meinung. Zum Ende des Tages treffen wir aber nicht die Entscheidungen?“

Zudem betont er, dass das Virus das Dramatischste sei, was er je in seinem Leben gesehen habe.

Gates warnt bereits seit Jahren vor den gravierenden Folgen einer Pandemie – und macht sich dennoch Vorwürfe, nicht genug dagegen getan zu haben. „Ich fühle mich schrecklich„, so der Microsoft-Gründer.

„Digitale Zertifikate“

Seit Jahren kämpft die Bill & Melinda Gates Stiftung für eine bessere Gesundheitsversorgung weltweit.

Dieser Kampf wird nun gegen die Stiftung und ihren Gründer verwendet.

So wird behauptet, Gates wolle im Kampf gegen den Erreger den Menschen Mikrochips einpflanzen lassen – und so die totale Kontrolle erlangen.

Tatsächlich schrieb Gates, dass irgendwann „digitale Zertifikate“ Auskunft darüber geben könnten, wer eine Infektion mit dem Coronavirus bereits durchgestanden hat oder – sobald das möglich ist – dagegen geimpft ist.

Diese Aussage wurde mit vollkommen anderen Projekten verrührt, die von der Gates-Stiftung unterstützt werden – etwa Forschungen zur digitalen Identifizierung, zu einer Technik, die Impfungen im Infrarotlicht auf der Haut anzeigt, sowie zu Verhütungsmethoden via Mikrochips. Mit dem Coronavirus haben sie nichts zu tun.

Entwicklung des neuen Coronavirus finanziert?

Weit verbreitet ist auch die Gesichte, die Gates-Stiftung soll die Entwicklung des neuen Coronavirus finanziert haben – inklusive Patent.

In Wien wurde das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz beschmiert.

Der vermeintliche Beweis: das Patent eines von der Stiftung unterstützten Instituts von 2015 mit dem Titel „Coronavirus“. Dabei geht es aber nicht um Sars-CoV-2, sondern um die Impfstoffentwicklung gegen ein Geflügelvirus aus der Gruppe der Coronaviren.

In der Immunologie ist es üblich, dass Forscher das Erbgut von Erregern verändern, um sie weniger gefährlich zu machen.

Diese eignen sich dann zur Herstellung von Impfstoffen. Zudem halten Wissenschafter eine Entwicklung des neuen Coronavirus im Labor für nicht plausibel. (red, 15.5.2020)

Nachlese

Was ist dran an der Bill-Gates-Verschwörung?

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