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Archiv: Donnerstag, 5. Januar 2017

Mit Vernunft gegen  den Terror (wörtlich mit katholischer Sichtweise aus diesem Buch):

Gewalt gegen den Terror ist der falsche Weg; er ist so weit wie möglich zu meiden.Denn Gewalt provoziert neuen Terror – man spricht von der Spirale der Gewalt – und bestätigt Terroristen in der irrigen Auffassung, daß erstens die Gegner böse und aggressiv seien und zweitens der Terror die höchst bösestes Form der Auseinandersetzung seien, die auch die Gegenseite nicht unterlassen könne.

Alle anderen Wege sind in der Konfrontation mit Terror dem der Gewalt vorzuziehen.

Gewalt nährt neue Gewalt und der Krieg hilft nicht zur Beseitigung des Krieges; Die Lösung liegt immer nur außerhalb der Vergeltungsrache des Krieges.

Schon die Griechen sagten, gemäß einem Zitat eines unbekannten Autors der Antike bei Immanuel Kant: ,,Der Krieg ist darin schlimm, daß er mehr böse Leute macht, als er deren wegnimmt.

„Gemäß dieser uralten Erfahrung bewirkt auf die heutige Moderne angewandt, die gewaltsame Beseitigung eines Terroristen in der Regel, daß noch mehr Terroristen auftauchen.

Friede entsteht eher durch friedliche Mittel.Allein ein echter Friede in sozialer und allgemeiner Gerechtigkeit ist schon ein guter Schutz gegen Terror, aber es ist doch nicht genug.

Auch der friedliche Staat kann Zielscheibe des Terrorismus werden.Daher bedarf es weiterer Mittel und Methoden, um der Gefahr des Terrorismus vorzubeugen.Da der Terrorismus auf die Faszination der Angst baut, gilt es diese Angst zu entzaubern.(Beispiel: Märchen von Schöne und das Biest?).Das beste Mittel zur Entzauberung des Terror ist eine gewisse rationale Abklärung.Das heißt, es gilt die realen Umstände und Bedingungen nüchtern zu betrachten, frei von Obsession und Mythen, soweit dies gelingen kann.Übrigens sollte nicht nur die Angst vor dem Terror sondern auch die oft rational nicht eingstandene Sympathie und Faszination des Terrors vernunftmäßig betrachtet werden.

Terror als solcher ist vernünftig betrachtet machtlos.Denn der Terror selbst kann nur zerstören, aber nichts von sich aus produktiv hervorbringen.

Selbst in den harmlosen? Vorzeichen des Terrors-in der neuen Börsen-Korruptionssprache wird in letzter Zeit in den Medien und der Politik mit allen bewußt provokanten Stotterern in den aalglatten Reden mit bewußt betonten Satzpausen massiv provoziert wo ,,a“ und ,,os“ und ,,am “ bewußt Zeichen dafür sind, sich mit den Auftrags- Terror-bereiten Korruptions-Spekulanten zu sympatisieren und sich vom Volk zu distanzieren und die  Zuhörer mit ,,Stotter-Reden“ zu verärgern und zu verwirren.Und das nennen dann die Politiker noch :::::::Arbeit::::::::: und lassen sich nicht zu wenig bezahlen.Daran erkennt man, das vieles im Argen liegt;die Leute werden ,, mit ::::a::::: und o und ::::am::::: gezwungen , selber zu denken als Stotter-Reden zuzuhören? Unehrlichkeit und spöttischer Sekten-Satanismus gibt  sich damit zu erkennen  und hier kann man die Geister auch gut unterscheiden.Auch solches unsinnig irre Verhalten der gewählten Volksvertreter und Mediensprecher kann Terror und Protest im Herzen schüren, weil sich die Leute über den Tisch gezogen fühlen und Unzufriedenheit und Proteststimmung  anheizt.
Das Wort Macht kommt bekannterweise von ,,machen“:

Macht ist die Fähigkeit, etwas produktiv hervorzubringen,und soziale Macht, um die es bei der Verwendung des Begriffes Macht in der Regel geht, ist dieselbe, von vielen Personen stammmende, gebündelte -Fähigkeit in Bezug auf Tätigkeiten, die ein soziales Gebilde (Gruppe, Partei,Staat ect.)vorraussetzen.Macht bedeutet zunächst die personale Fähigkeit, zu wissen was man will und den Willen auch gehen Widerstände durchzusetzen.Soziale Macht entsteht, sobald Tätigkeiten zu verrichten sind, die Zusammenatbeit vorraussetzen.Aus dieser Sicht betrachtet ist es theoetisch keineswegs die Regel,daß Macht einseitig sei, also die eine Seite die wollende und zwingende, die andere aber die unterdrückte und realisierende sei.,,Die Macht bleibt eigetlich immer beim Volk „sagte Hanna Arendt.Der Terror aber will zugleich gegen die Macht protestieten, durch die er sich verletzt sieht, und selbst Macht durch noch gezieltere Verletzung gewinnen.Dies ist der psychotische Schlüssel des Terorismus.Er zerstört und tötet aber nicht nur, sondern er lähmt sogar außerdem den Verstand.-den der von ihm Unterworfenen, was er aus Hass heraus beabsichtigt, aber er lähmt auch den eigenen Verstand-was er aber nicht zu Kenntnis nehmen will und auch nicht kann.

Der Terrorist und der vom Terror Schockierte bilden eine Gemeinschaft ,,der Lähmung der Vernunft.“Die Lösung liegt außerhalb des Terrors, aber auch außerhalb des durch den Terror hervorgerufenen Schocks.Es gibt freilich auch Momente, wo die Unvernunft eines Zustandes durch eine Extremsituation, wie sie in der Not und ev.auch durch den Terror herborgerufen wird, besser durchschaut werden kann, aber selbst dies geschieht nur außerhalb der durch den Schock selbst hervorgebrachten Lähmung.Meist ist ein Anstoß von außen, der die Lösung findet und bewußt macht und es bedarf – über den direkten Schaden hinaus-einer mühsamen Aufarbeitung der seelischen Schäden, welche durch den Terror angerichtet wurden.

Der Terrorist ist eigentlich ein ebenso Traumatisierter wie er seine Opfer traumatisiert. Wenn er Unschuldige an seinen seelischen Verletzungen verzweifelt und rücksichtslos gezwungenermaßen teilhaben läßt, fühlt er sowas wie Befreiung aus seinem Gefängnis und erzwingt damit Mitgefühl.

Der einzelne Terrorist baut möglicherweise darauf, daß gerade sein Terrorakt eine ausnahmemäßige Reaktion hervorrufen wird und daß somit die Lösung, die er sich wünscht, hervorgerufen wird.Aber weil die erwartete Wirkung meist nicht zutrifft, wird der Terror immer wieder wiederholt,stets in der Hoffnung, nun werde der Verstand seiner Gegner endlich einsetzen, und die Gegner werden sich ganz nach seinen Wünschen und Vorstellungen und seiner besessenen eingebildeten Ordnung(oder Idealen)verhalten.Aber der vergisst erstens, daß die Angst den Verstand außer Kraft setzt und die von ihm hervorgerufene Provokation eher das Gegenteil dessen bewirkt, was er damit zu bewirken beabsichtigt. Die absolute Kontrolle der Gedanken und Handlungen weil er sich im Recht sieht und den Gegnern nicht die Freiheit lässt es anders zu sehen und anders zu fühlen als er selber.

Zweitens vergisst er, daß er mit der Hoffnung auf die Autorität des Verstandes in seiner eigenen Überzeugung inkonsequent ist: In der Frage, ob der Verstand auf der Gegenseite vorherrscht oder nicht, ist der Terrorist ebenso gespalten wie letztlich auch in der Frage, ob seine eigene Vorhangsweise wirklich die richtige ist.Sollte es möglich sein, allmählich Terroristen auf die Inkonsequenz der eigenen Position hinzuweisen, dann kann man den Teroristen unter Umständen auch zur Besinnung bringen.
Man kann es nämlich so sehen, daß der Terrorist gerade das Gegenteil eines vernünftigen Handelns zu erreichen versucht: Die Provokation zielt darauf ab den Gegner mit der Aggression aus der gewohnten vernunftbeseelten Ordnung herauszuzwingen und ihn somit moralisch an den Pranger zu stellen.
Die RAF-Terroristen wollten expressis verbis weniger, wenn überhaupt an die Vernunft appelieren, sondern die Unvernunft der Gesetze-Systemordung offen legen.Sie hatten eigentlich die These Herbert Marcuses von der ,,repressiven Toleranz“ auf ihrer Seite und gewisse Kreise-bis hin zum Philosophen Jean Paul Sartre-hegten daher sämtliche Sympathien mit ihnen und ihren Zielen.Es ist eine negativ-utopische, zutieftst pessimistische These, daß selbst dort, wo angeblich Vernunft herrscht, in Wirklichkeit letztlich bloß Gewalt herrsche.
Im Falle der Terrorbekämpfung ist es zwar selten zu vermeiden, weil ja in Polzeikreisen die Order herrscht: Mit Terroristen könne man nicht verhandeln-und darum Sicherheitsvorkehrungen die Rechte der Bürger mit sanfter Gewalt beeinträchtige.Aber dieser konsoquente Pessimismus gegenüber der Kraft der Vernunft widerspricht sich selbst, denn letztlich handelt der Terrorist ja in der Hoffnung auf eine Verbesserung und nicht auf eine für ihn noch schlechtere Situation.Das würde aber vorraussetzen, daß sein Gegner doch nicht so durch und durch böse ist, wie er ihn bloßstellen will, sondern eigentlich doch von Vernunft geleitet ist.Der Terrorist baut also darauf, daß sich das angefeindete System als böse demaskiert-aber auch, daß es sich letztlich doch als vernünftig entpuppt..

Die Vernunft ist also die Lösung und das Ziel der Kommunikation.
,,Terror kämpft gegen Windmühlenflügel.Das System muß darum eine ,,Umwegigkeit inzenieren, die im Effekt über eskalierende Attacken gegen unschuldige Körper (und Dinge)Resonanz in der Gesellschaft produziert, das dann mit Hilfe des Show-Effektes der Massenmedien, die – zur Beobachtung gezwungen -eine unkontrolierbare Streuung dieser Beobachtung erzwingen.

Erfahrungsgemäß sind Teroristen für Vernunftgründe kaum zugänglich, schon wegen des Drogenkonsums; aber sie haben im Hintergrund Vordenker, die ihnen die Ideen geben, und auf diese ideelle Ebene und deren Akzeptanz oder Nichtakzeptanz in der Bevölkerung bei der Terrorbekämpfung mehr viel gelegen als man meint.Es kommt freilich darauf an, wie früh oder spät sich die Vernunft im Volk gegenüber der Gewalt, Angst, Hysterie und Unvernunft Gehör und Glaubwürdigkeit und Einsicht statt Rache verschaffen kann.Was bedeutet in diesem Zusamnenhang aber ,,Vernunft“?Nach Martin Buber ist der Ursprung aller Konflikte nicht die katholische Selbstbeherrschung der Aggression durch Disziplin sondern: …,,daß ich nicht sage was ich meine, und daß ich nicht tue was ich sage.“Vernunft impliziert also nicht Frieden durch Anpassung sondern peinharte Aufrichtigkeit.Dialog heißt Verständigung -durch (=dia)-die Vernunft (=Logos )Wenn man Terrorismus als höchstgradige Störung der Verständigung und Dialog als Weg der Verständigung versteht, dann ist die Vernunft das Mittel und Dialog der Weg zur aufrichtigen Verständigung und somit auch zur erfolgreichen und nach und nach zur dauerhaften Demontage des Terrorismus.

Terror und Dialog

Gewiss gehört zum Dialog ebenso, daß ungerechte Strukturen, welche im Dialog aufgedeckt werden, auch möglichst angegangen und aufgearbeitet werden, sie der frühere Papst Johannes Paul II. sagte: ,,Kein Friede ohne Gerechtigkeit.„Dies ist ein Kernsatz der katholischen Soziallehre, daß es keinen dauerhaften Frieden geben kann, wenn nicht eine Gesinnung und Athmosphäre geschaffen wird, in der die Würde und die Grundrechte aller Menschen geachtet werden.Aber der Papst geht noch einen Schritt weiter: ,, Keine Gerechtigkeit ohne Vergebung“.Die menschliche Gerechtigkeit, so schreibt er, ist den Grenzen und Egoismen von Personen und Gruppen ausgesetzt und bleibt darum immer zerbrechlich und unvollkommen.Man sieht, daß der menschlichen Vernunft zur Erkennbarkeit der Gerechtigkeit Grenzen gesetzt sind.Wahrer Friede ist nur daher möglich, wenn die Menschen zur Vergebung bereit sind.
Nur so wird der Teufelskreis von Rache und Vergeltung , vom Schlag und Gegenschlag aufgebrochen; nur so kann es gelingen, das Böse durch das Gute zu überwinden (vgl.Röm 12,21).Nur die Vergebung, so sagt der Papst, kann die in den Herzen blutenden Wunden heilen und die gestörten menschlichen Vertrauensbeziehungen wiederherstellen.Eine ,,Ethik und Kultur des Vergebens“ ist ein Gebot der praktischen Vernunft, die nicht nur bei der Überwindung von Kriegen gilt, sondern auch jener des Terrorismus.Es wäre aber nicht realistisch, der Gesellschaft ein Übermaß an Vergebungsbereitschaft abzuverlangen, das sowohl ihre Fähigkeit übersteigt, als auch der Gerechtigkeit nicht entspräche.

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