Wilmas Bienenblog

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Archiv: Freitag, 5. April 2013

Khalil Gibran 1883-1931(libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter)

„“

Wie die Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn
in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit. / And like seeds dreaming beneath the snow your heart dreams of
spring. Trust the dreams, for in them is hidden the gate to eternity.

Umstrittene Pestizide haben sich in der konventionellen Landwirtschaft europaweit(weltweit) nach dem Jahr 2000 verdreifacht.Daten werden zum Schutz der Chemiekonzerne geheim gehalten

Damit haben wir alle nicht gerechnet.Sehr viele europäische Länder, darunter sogar das genfreie biologische Umwelt-Musterland Österreich stimmte Mitte März(wahrscheinlich unter dem Druck weltweit mächtigen Chemiekonzerne) GEGEN?????????????ein vorrübergehendes Verbot einiger bienengefährlichen Pestizide.
Schon Ende Mai 2012 wurde im Parlament in Wien ein Unterausschuß eingerichtet, der sich mit diesen speziellen Pestiziden – sogenannte Neonikotinoide -befassen soll.
Was dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit -auf den Tisch kam ist höchst fraglich.
Erstmals präsentierte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
Informationen darüber, welcher dieser Pestizid-Wirkstoffe pro Jahr in welchem Ausmaß europaweit(auch in Österreich)weltweit in den Verkehr gebracht wurde.
NEWSliegt das Arges-Papier nun schwarz auf weiß vor.
die darin enthaltenen Zahlen wirken absolut alarmierend:
Die Gesamtmenge der drei – für Bienen besonders gefährlichen – Insektengifte hat sich von 2000 bis 2009 weltweit(europaweit) verdreifacht.
Zuletzt gab es -wohl nicht zuletzt also Folge zunehmender Kritik und daraus resultierender Gegenmaßnahmen -zwar einen Rückgang,weil auch Privatgärten in Österreich(Genfreiheit in der Biolandwirtschaft) auf biologischen Pflanzenschutz umgestellt haben.
2011 war der Pestizideinsatz(in der konventionellen Landwirtschaft) aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2000.
Was viele(uns) besonders ärgert:
Vor der Öffentlichkeit -und unabhängigen Wissenschaftlern -werden die Zahlen geheim gehalten.
Die ARGES mit der Unterstützung der agrarisch bestens verankerten ÖVP -beruft sich auf den Datenschutz.
Kern der Argumentation: Der Pestizidmarkt ist so eng, dass man aus den Daten Rückschlüsse auf die Umsätze einzelner Händler oder Hersteller ziehen könnte.Dazu gehören Chemie-Riesen wie Syngenta und Bayer.
Offenbar sind deren Interessen wichtiger als das -gesetzlich verankerte-Recht auf Umweltinformation.
Seltsam.
Der offenenbar „erpresster“unter Druck gesetzte ÖVP -Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich begründet das Nein Österreichs zum EU-Verbot mit „angeblich“ unzureichenden Datenmaterial und den angeblich fehlenden wissenschaftlich fundierten Grundlagen.(??????????)…Bürokratie tötet die Realität?
Mittlerweile hat sich eine politische Front gegen die ÖVP formiert, der auch der Koalitionspartner angehört.
SPÖ-Landwirtschaftsminister Kurt Gaßnerwörtlich zu NEWS:
Dieses Pflanzen-Pestizid-Beizmittel gehört(zumindestens für ein paar Jahre?)verboten.
Ähnliches fordert auch die EU-Kommission, die Neonikotinoide vorerst für 2 Jahre aus dem Verkehr ziehen will, bis -längst bekannte- NEUE wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen.
Österreichs Landwirtschaftsministerium hat -von den Konzernen unter Druck gesetzt- GEZWUNGENERMAßEN dagegen stimmen müssen?

Bei einer anstehenden Abstimmung im Parlament in Wien werde sich die SPÖ „schon auf die Beine stellen“, so Gaßner.?????
Er sieht in seinem SPÖ-Klub „eine breite Mehrheit“ FÜR ein VERBOT.

Sollte die ÖVP dann nach wie vor dagegen sein, will man offenbar keine Rücksicht mehr nehmen.
Gaßner: „Es kann nicht sein, dass wir -nur um die Koalition aufrecht zu erhalten-bienentötliche und für Kinder gesundheitsgefährdende Pestizide und Beizmittel zulassen“
.

Klare Worte findet auch FPÖ-Agrarsprecher Harald Jannach: „Wenn die EU-diese Pestizide nicht verbietet, dann sollte sie ÖSTERREICH ALLEIN verbieten können“, meint Jannach.
Nur die ÖVP lehne das ab?
Das Nein auf EU-Ebene käme nicht in Frage?

Neonikotinoide wirken auf Insekten vor allem auf die sensiblen gemeinschaftsabhängigen Honigbienen(sogar auf Kinder) als Nervengift.
Allergien steigen an.Bienen können nicht mehr fliegen, finden nicht mehr in den Stock zurück oder sind zu geschwächt, um den Winter zu überleben.
Da die Bestäubung der Nutzpflanzen in Gefahr ist schrillen die Alarmglocken.

Aber es keimt Hoffnung auf.In einigen Ländern gibt es schon Verbote von Neonikotinoiden.

Neonikotinoide werden weltweit häufig zum Beizen von Saatgut eingesetzt:
Körner werden mit dem gefährlichen Pestizid behandelt um sie vor Schädlingen zu schützen.

In Österreich ist das auch beim NOCH konventionellen Maisanbau noch relevant, wo NOCH konventionelle Großbauern gegen den Maiswurzelbohrer -einen engeschleppten Käfer -in der konventionellen Landwirtschaft mit bienentötlichen Beizmittel kämpfen.
Die Lösung wäre eine komplette Umstellung auf biologischen Landbau mit biologischen Pflanzenschutz. .Österreich will sich diesem Ziel nach und nach annähern und damit mit gutem Vorbild vorangehen.

Die übermächtigen(börsenzentrierten?) Pestizidkonzerne(weltweit) drohen erpresserisch dass NUR GEN-MAIS eine wirksame Alternative zu den Beizmittelpestiziden wäre.????????????????????

Die ÖVP schiebt die Verantwortung des Bienensterbens realitätsfremd auf die Varroamilbe ab und wirft den Bumerang uns kleinen Imkern zu, die mit der europäischen konventionellen landwirtschaftlichen Situation heillos überfordert sind.

Der Grüne Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirkelhuber betont allerdings,dass es -trotz Verbesserungen bei der Aussaat immer noch zu Bienenschäden durch Pestizide gekommen sei.
Die Grünen sehen die Lösung leider NOCH nicht etwa in einer völligen Umstellung auf „Biologische Landwirtschaft“ sondern propagieren nur die Fruchtfolge gegen den Maiswurzelbohrer.

Die (österreichischen)Pestizid-Kritiker weisen vehement die GENMAIS-Argumentation zurück.Sie haben auch weniger Freude mit den offiziellen Zahlen der ARGES.Diesen zufolge waren 2011 lediglich 0,4 Prozent der Bienenvölker NACHWEISLICH durch Pestizide geschädigt.2012 nur noch 0,1 Prozent.Offenbar sollen Imker unter Druck gesetzt werden Verluste zu melden, die aber jegliches Vertrauen verloren haben und völlig verunsichert sind und Angst haben vor negativen geschäftschädigenden Konsequenzen.Viele Imker sind selbst Landwirte und sind noch zurückhaltend mit Meldungen, da sie oft Umstellungsbetriebe auf Biolandwirtschaft sind und noch abwarten wollen und noch voller Hoffnung sind,dass diese Umstellung auf BIO ein Rückgang des Bienensterbens bewirken wird.

In wenigen Wochen soll auf Europa-Ebene erneut über das Pestizidverbot abgestimmt werden.
Die Hoffnung besteht weiterhin dass die Vernunft siegen wird und endlich die gesamte Landwirtschaft biologisch wird.
Die Kinder hätten eine gesunde Zukunft, die biologische Ernährung macht fröhlich weil auch die Allergien durch die Biologische Nahrung zurückgehen werden.

Bericht: Stefan Melichar von News

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