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Archiv: Montag, 5. September 2016

Hochzeitsbräuche

Vor der Hochzeit, -seltener erst nachher, fand in den Alpenländern noch das ,,Brautkastenführen“, – wie in Tirol und Salzburg, oder das ,,Valisführen“, wie es in Kärnten genannt wird, statt.Da wurde die Habe der Braut auf schön geschmückten Leiterwagen hoch aufgetürmt ins Hochzeitshaus gefahren.Meist folgte die Braut dem Zug, bei dieser Gelegenheit dem Bräutigam das selbstgenähte Brauthemd zu überreichen, dazu ein gesticktes Tüchlein und den Hochzeitsbuschen(Brautstrauß).Sie erhielt dafür vom Bräutigam die Brautschuhe. So war und ist es vielleicht auch heute in Salzburg immer noch der Brauch. Während z.B. in Burgenland Jugendfreunde des Bräutigams, wieder in anmutiger Wechselrede, der Braut die Schuhe überbringen.Daher stammt möglicherweise auch der Bibelspruch:,,auf Edon werfe ich meinen Schuh…“das kommt Verachtung der Welt und Sklavendienst gleich…Schuh und Hemd gelten im Volksrecht als Übergabe und Inbesitznahme. Aber auch die Taufpatenleute traten bei der Hochzeit oftmals in Erscheinung.Nach dem sie sich seit der Taufe ihres Patenkindes durch alljährliche kleine Geschenke bis zum 14. Jahr(Firmung) um das Kind angenommen hatten, erhält es, – nun erwachsen – mancherorts auch das Brautkleid von den Taufpaten. Das Mädchen wohl auch noch Bettzeugstoff und weitere nützliche Gaben, je nach Vermögen.Da es in vielen Orten nicht üblich war, daß die Mutter des Bräutigams bei der Hochzeit erschien,damit sie sich nicht zuviel einmische, wurde das Mama-Amt – der Brautmutter=,Altmutter,Schlottermutter übertragen oder von der Patin übernommen.
Bricht nun der Hochzeitstag an, so werden die Festteilnehmer schon am frühen Morgen durch heftiges Knallen geweckt.Die Feierlichkeiten fanden früher meist im Haus des Bräutigams, noch öfter aber im Gasthaus statt.So wurde im Elternhaus der Braut nur ein kleines Frühstück an die Gäste verabreicht, an denen, die die Braut holen kamen.Doch fand auch dieses bei größeren Hochzeiten schon im Wirtshaus statt.Warmer Wein(Glühwein), Jagertee,Würstel, Bier und selbst gebackenes Brot,Lüngerl(Beuschl), für die Frauen besonders Kaffee und Kuchen wurden da als kräftige Grundlage für die kommenden Anstrengungen geboten.
Aus dem 18. Jahrhundert, wo die Hochzeiten unerhört üppig gefeiert wurden, wissen wir aus dem Pinzgau, daß schon die Morgensuppe aus mehreren Ge(,,Richten“)bestand.Freilich in den ärmsten Hochgebirgstälern,wie Großarl, erhielten sich noch höchst altertümliche Honigspeisen und besondere Brotfladen.Nach diesem Frühstück wurde nun vom Brautführer(in) das ,,Brautbegehren“ ausgesprochen, das aus ganz Österreich in ähnlichen feierlichen Sprüchen bekannt ist. Nicht selten knüpfte sich auch eine Abbitte der Tochter an die Eltern und des Bräutigam an die Brauteltern daran.Dazu kniet sich die Braut nieder von den Eltern und dankt für alles was ihr Gutes geschechen ist in ihrer Kindheit und verspricht das Böse zu vergessen und bittet danach um den Segen. Der Bräutigam kniet dann ebenso vor den Brauteltern und bittet um den Segen und verspricht treu für die Braut zu sorgen und ihr keinen Kummer zu bereiten.Schon vor dem Aufbruch aus dem Brauthaut kam es bereits stellenweise zu einem ,,Brautvertauschen„, z. B. im Gailtal und im Lungau; heute ein sehr lustiger mit alten Weibern und Kindern ausgeführter Brauch, der aber ernste Täuschungsmaßnahmen wiederspiegelte.Der Abschied selbst von den Eltern und Geschwistern und dem Elternhaus ist allerorts ein recht feierlicher Augenblick mit Segen und Gebet gewesen.Man verabschiedet sich von den nächsten Lieben und gesteht, daß man sich hauptsächlich jetzt nur noch um die junge Liebe annehmen werde.Der Stimmung entsprechend spielen die Musikanten nicht nur im Salzburger Vorland bei Wegfahren die allerorts üblichen Brautlieder, die man andernorts erst beim Kranz-(Schleier)-ablösen anstimmte.Wenn auch in den einzelnen Gegenden die Anordnung des Hochzeitszuges leicht verschieden ist, soviel steht heute noch fest, daß voran die Musik marschiert, daß viel Lärm, Gejuchze und Knallerei dazugehört, sodaß Braut und Bräutigam, geleitet von Beiständen ihre unverheirateten Altersgenossen als Kranzelnherrn und Kranzljungfern und Verwandte getrennt zur Kirche geführt werden, und diese erst nach der Hochzeitsnacht(Kopulation)gemeinsam verlassen.Als Vortretter,Dümmlinge,Tanzschaffer,Hochzeitsbuam oder gar als Vorrreiter(mit Pferden) bei berittenen Bauernhochzeiten mit den langen Hochzeitspeitschen knallend, tummeln sich die Altersgenossen und alten Freunde der Braut und des Bräutigams im Zug; doch wird von ihnen auch das ,,Wegversperren“, ,,Fürmachen“, ,,Zaunmachen“ veranstaltet, das den Festzug noch vor der Kirche aufhält.Ja schon beim Kastenführen und am Weg zum Trauungsort versperren sie der Braut mit allerlei Hindernissen, wie Ketten, Seilen, Latten, den Weg, wobei sie als vermummte Gestalten lustige Begebenheiten wahr oder teilweise stark übertrieben aus der Ledigenzeit spielten oder nur um eines vom Brautführer und dem Bräutigam und den Gästen gegebenen Geldstücks wegen die Weiterfahrt gestatten.Darin erblickt man Reste alter Rechtshandlungen, wie des Lostretens von der Sippe und des Aufnehmens in die neue Gemeinschaft , auch Opfergaben-Gedanken sollen enthalten sein.
Nach der feierlichen kirchlichen Zeremonie erfolgt in einem fröhlichen Auszug, bei dem sich sogar die ernste Kirchenorgel zu heiteren Weisen hinreißen läßt, -der Zug zum Hochzeitsmahl.Allerdings vorher werden noch die Gräber der nahestehenden Verwandten besucht.Damit besinnt sich auch die heutige Hochzeitsfeier noch auf ihre wichtige Familienbedeutung.In der Steiermark und auch in Salzburg war es früher einmal üblich, daß zu diesen Zeitpunkt, etwa wenn der Bräutigam in der Sakristei dem Pfarrer samt Kirchenchor und Ministranten ein Geldgeschenk überreichte, -die Braut versteckt wurde.Wenn dem Bräutigam im Gasthaus dann zwei verhüllte Mädchen zum Raten gezeigt wurden, erinnert dies an das gleiche, im Märchen so oft vorkommende Motiv.Da spielen auch uralte Vorstellungen, die bösen Mächte zu täuschen und die guten zu prüfen, hinein. Beim anschließenden Mahl leitet der Hochzeitlader, Wirtin oder auch der Brautführer die ortsüblich festgelegte Sitzordnung.Die Braut muß sich auch heute noch(mit Schürze) in die Küche begeben, ,,um das Kraut zu salzen“, außer es ist üblich, daß die Köchin(Brautmutter) ohnedies* mit geschmückt bekränzten Kochlöffel erschient, um Glückwünsche zu sagen und das Trinkgeld für die ,,Kuchelleute2 in Empfang zu nehmen.
Früher fand oft schon zu diesem Zeitpunkt nach den ersten GE(Richten)des Mahles, der Brauttanz statt, bei dem der Bräutigam die Braut aus den Händen des Brautführers nach der ersten Tanzrunde empfing …nicht ohne sinnige Spüche und symbolischen Handlungen, so daß die ,,frische“ Braut danach manchmal über den Tisch sprang und nicht selten entführt wurde.Während des Tanzes löste ihr der Bräutigam den Hochzeitskranz(Schleier)aus dem Haar,und die Hausfrauenhaube wurde ihr aufgesetzt.In Tirol und Salzburg kannte man bei den anschließenden Runden die Spöttischen Tanzlieder.In anderen Gegenden, wie es scheint, mehr im Falchland, fand der Brauttanz oft nach dem langen Mahl oder gar erst nach Mitternacht statt.Mit dem Kranzabnehmen und er Haubung war der Austritt aus dem Ledigenstand symbolisch vollzogen.
Das Hochzeitsmahl zog sich mit vielen Gängen über mehrere Stunden diese bedeutungsvollen Tages hin.Mit Würste und Gebackener=Leberknödelsuppen fing es an,um über abwechselnd gesottenen und gebratenen Fleisch und Gefügel und Zuspeisen bei Torten und Kaffee zu enden.Da waren die Halleiner Hochzeitsbretteln, auf denen man auf ein großes sauberes Picknick-Tüchel als ,, Bschoadessen“alles einpackte, was der Magen nicht mehr fassen konnte, eine notwendige praktische Einrichtung, damit man den nächsten Tag für die daheimgebliebenen Alten, Armen,Kranken oder Knechte etwas mitnehmen konnte vom Fest und die Zuseher der nicht geladnenen Gäste besänftigen.So ein Hochzeitsmahl war für die Gäste freilich eine willkommene Unterbrechung im sonst sehr kargen Alltagsspeisezettel.So erwirkte selbst das Zusehen , allem voran der Pfarrer das ,,Hochzeitsschauen“ ein Anreiz zum Dabeisein beim Mahl samt Dienstboten.
Nach dem Mahl kommt heute noch stellenweise das ,, Weisertgeben“, wobei die geladenen Gäste und Zuseher immer mit einem Tuch begleitet, dem Brautpaar Geschenke überreichen.Für die Kosten des Mahles wird dabei Geld in einen aufgestellten Topf geworfen.Alle möglichen nützlichen Gaben, aber auch Scherzhaftes darunter gemischt,werden da geschenkt: Püppchen, ganze Zeilen von Lebkuchenkindern, auch die herzigen barocken Wachchristkindel in den Fensterkästen waren früher beliebt um Kindersegen anzudeuten.Schüsseln, Krüge und Handtücher waren weiters ausgesprochene Hochzeitsgeschenke.
Nach dem ersten Teil des Mahles war einst bei größeren Hochzeiten auch heutzutags, bei den anschließenden Tänzen wieder Gelegenheit gegeben, die Braut zu stehlen.Der Brautführer oder Beistand der Braut hat das mühsame Amt, sie in den anderen Gasthäusern,wohin sie verschleppt wurde, zu suchen und die dort angelaufenen Zechschulden zu bezahlen.
Noch einmal kann hier eine ,,falsche Braut“(alte Schulfreundin des Bräutigams ) womöglich mit einem Wickelkind, inzwischen den Platz der Verlorengegangenen beanspruchen.Sie unterhält mit allerhand Späßen inzwischen die Gäste, bis die richtige wieder eingebracht ist.Nach dem 2. Teil des Mahles, nach vielen Ehrentänzen,treten die Brautleute entweder in aller Stille oder von der Musik ,,hinausgeblasen“ den Heimweg an. Da kann in Tirol oder Kärnten aber noch einmal ein Hindernis den Weg versperren.
Eine sehr schöne Sitte hat sich in Niederösterreich erhalten, wo die junge Frau sofort nach ihrer Ankunft im neuen Heim den Herd, dieses alte Zentrum der Heiligkeit, umwandern muß, der Pfarrer muß dabei sein und mit einem Kräuterwedel eine Haussegnung machen.
Da und dort kommen noch kleine Nachhochzeiten vor, entweder am nächsten Tag im Haus des burgenländischen Ehepaares oder am nächsten Sonntag bei den Kärtnern., wo die ,,Schlüsselwerfer“ erst zu diesem Zeitpunkt eine Art Polterabend veranstaltet.Der Abschied vom Jungesellenleben wird also auch nachträglich ausgiebig gefeiert, weil dann ein lebenlange Treue folgt aber Freundschaften so aufrecht erhalten werden sollen. Dabei heißt es: ,,Soviel Scherben soviel Kinder“.Mit dem Kindersegen hängt auch die oberinntalische Sitte zusammen, dem jungvermählten Paar den Maibaum vor das Haus zu stellen.Erst bei der Geburt des ersten Kindes wird der Baum in aller Stille nächtlicherweile von der Dorfjugend umgeschnitten.So reihen sich von der ersten Anbahnung einer Ehe bis über die Hochzeit hinaus die verschiedensten Bräuche aneinander,von denen nur die wesentlichsten hier geschildert werden konnten.Sie sind so bunt und vielfältig, weil sie die verschiedensten Kultureinflüsse von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart in sich aufnahmen und widerspiegeln.

Voksmund:
Du bist mein, ich bin dein:
Das sollst du gewiss sein.
Du bist beschlossen
In meinem Herzen;
Verloren ist das Schlüsselein:
Du mußt immer drinnen sein

 Alufolie sparsam verwenden!

Kälte aus Wärme -nicht Atomstrom!

Verlobt im Alter

Sie treffen einander im Herbst des Lebens – an einem berauschenden Frühsommertag.Ein zündende Blick und sie stehen in Flammen, die aller Verstand nicht zu löschen vermag.

Sie sehen sich tief in die feurigen Augen und wittern Gottes verborgenen Schatz, entdeckten das Zauberland ihrer Gestalten und sprechen es aus in dem uralten Satz.

,,I Love you“.Nimmermehr kann ich dich lassen.Nun seh ich die Welt erst in richtigen Farben.Erhellt sind die einsamen, ziellos Mühen, die oft uns die Freude am Leben verdarben

Sie sehen zusammen ins Auge des Kindes und singen Te Deum der Quelle des Lebens.Dem Wunder des Werden im Schoße der Welt als Ort des verborgenen göttlichen Webens.

Sie lieben einander im Herbst ihres Lebens und bleiben sich treu im gemeinsamen Wandern.Von Flammen gewandelt zu ruhigem Leuchten, doch immer mit Freude im Auge des Andern.

Sie sprechen gereift vom Geheimnis der Liebe und fanden den Schlüssel im Ja zu den Grenzen-, die beiden, der Frau und dem Manne gesetzt sind, da maßlose Dinge nur trügerisch glänzen.

Es ist eine Lüge, die Spötter verkünden, daß Glück nur im Rausch der Süchte besteht.Der tollste Reichtum und die hemmungslosesten Spiele, verglichen mit Treue…vom Winde verweht. 

Christian Kern im ORF-Sommergespräch

https://mobil.derstandard.at/jetzt/livebericht/2000043822808/montag-ab-21-uhr-liveticker-christian-kern-im-orf-sommergespraech

Am Ende der ORF-Sommergesprächsreihe stellt sich Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern den Fragen von Moderatorin Susanne Schnabl. Das Gespräch beginnt am heute-Montag um 21.06 in ORF 2.

Pfefferoni-Ernte&Honig!Unser Leben sei ein Fest!

Goldrute!

Tee bei Zahnschmerzen

Prickelknöpfe

Van der Bellen für uns für Alternativ-Energie contra Atom

Europas  Wirtschaft ist nicht tot-sondern muß Öko-Zukunft haben!

Reform-Polit-Show oder mehr als nur ,,Reden“

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