Wilmas Bienenblog

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Archiv: Februar 2013

Neue Saatgutverordnung Europas reduziert Artenvielfalt?

18.30 Uhr: "heute konkret"

Claudia Reiterer präsentiert u.a. folgende Beiträge:

Neue EU-Saatgutverordnung
Zum wiederholten Mal liegt nun der Entwurf einer neuen Saatgutverordnung vor, die im März in Österreich parlamentarisch behandelt wird. Damit würde ein Großteil der alten Pflanzen- oder Gemüsesorten aus dem Handel verschwinden? Denn die von der EU ausgehende Verordnung sieht vor, dass jede Samensorte, die in den Handel gelangt, behördlich zu registrieren ist. Grundsätzlich sollen die gleichen Gesetze für die Agrar-Industriekonzerne gelten wie für Klein- und Kleinstbauern, die sich diese teuren Zulassungsverfahren gar nicht leisten können und mit Verwaltungsstrafen bedroht werden. Was mit Konsumentenschutz und Lebensmittelsicherheit argumentiert wird, würde zu weiterer enormer Reduzierung der Artenvielfalt im Angebot führen. Romana Kienesberger hat sich in Mitteleuropas größter "Samen-Bank" bei der Arche Noah in Schiltern darüber informiert.

Apfel-Karotten-Marmelade mit Honig

Rezept frei nach Kronenzeitung heute!

Zutaten:1/4 Kg frische Bio-Karotten(entsaften),1/4 Kg (bio)Äpfel(entsaften)1/4 Kg österreichischen Honig vom Imker(oder 1/4 Kg Gelierzucker-bio)etwas Apfelsaft,1-2 TL voll AgarAgar(natürliches Geliermittel)

Zubereitung: Karotten&Äpfel frisch entsaften oder dämpfen,teilen,passieren;Apfel-Karottensaft mit Honig und AgarAgar und Zitronensaft(ev.etwas Zitronenschale) auflösen mischen nochmals aufkochen und mit dem Stabmixer nochmals passieren;heiß in Gläser füllen; Geschmack(nach Karotten) ist gewöhnungsbedürftig aber erfrischend.

Eukalyptus(Eucalyptus globulus)

Sammeln in der Natur:
Nicht möglich, die Heimat des Eukalyptus ist Australien; bei uns wird er als Gewächshauspflanze gezogen, die gut überwintert.In Spanien gibt es bereits Eukalyptuswälder.

Konservieren/ aufbewahren:
Die Blätter werden in dünnen Schichten an einem luftigen,schattigen Ort getrocknet und in lichtgeschützten Behältern verwahrt.

Homöopathie:
Eucalyptus D2 wird bei Tuberkulose, Entzündungen der Luftwege und Nierenbeckenerkrankungen gegeben; mehrmals täglich werden 5 Tropfen genommen.

Chinesische Medizin(TCM):
Die thermische Wirkung ist kühl, die zugehörigen Organe sind Blase, Magen und Lunge.Der Baum klärt Hitze und Feuchtigkeit im oberen Erwärmer und hilft bei feuchter Hitze in der Blase.Er leitet feuchte Hitze aus dem mittleren Erwärmer aus.

Volksglaube und Mythologie
Eukalyptus stammt aus Ozeanien und hat dort in der Volksmythologie ähnliche Bedeutung wie der Buchsbaum.Die geweihten Zweige sollen vor Blitzgefahr schützen und Vieh und Mensch vor bösen Zauber und Krankheit schützen.Wer eine Reise tat und dabei nur Glück haben wollte, steckt sich einen Zweig an den Hut. Wölbte sich das auf einem heißen Ofen gelegte Blatt, so kam der Soldat in der Familie gesund aus dem Feld, schrumpfte es zusammen,so wurde er verwundet; wurde es schwarz, sollte es ein Hinweis darauf sein, dass der Soldat fallen würde.
Liebende legte einen Zweig(galt auch für Buchsbaumzweig) auf den Tisch.Das Mädchen mußte ihn mit verbundenen Augen auf Anhieb finden, dann würde es im selben Jahr noch Braut.

Anwendungen
In unseren Bronchien befinden sich feine Flimmerhärchen(Zillen), die sich bewegen und dabei etwaige Fremdkörper aus den Atemwegen entfernen. Um die Zillen anzuregen, ist das ätherische Öl in den Eukalyptusblättern sehr effektiv.Tee oder Tinktur wirken bei Husten, Bronchitis, und Rachenentzündung desinfizierend und auswurffördernd.Die Teeanwendung ist wenig üblich, kann aber doch hilfreich sein.Eine Eukalyptusabkochung dient zur Desinfektion von Haut und Händen, die mit infizierten Stoffen in Berührung gekommen sind.
Zu hohe Dosierungen(auch äußerlich)führen zu Hautreizungen.Eukalyptus kann die Wirkung anderer Arzneien abschwächen oder verkürzen.

Tee: 1/2 Teelöffel zerkleinerter Blätter werden mit ca 150 ml kochenden Wasser übergossen und 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen.1 Tasse über den Tag verteilt schluckweise trinken.

Viel häufiger als Tee wird das reine ätherische Öl in der Pflanze verwendet, das durch Destillation aus den Blättern gewonnen wird.Eukalyptusöl macht die Luft frisch und desinfiziert. Es ist deshalb sowohl für die Aromalampe in Krankenzimmern, als auch im Luftbefeuchter ideal.Einige Tropfen genügen.Ätherisches Öl darf nie pur verwendet werden, schon gar nicht innerlich.Es ist für Inhalationen, Einreibungen und für die Zubereitung von Heilsalben gedacht.Bei einer Inhalation oder durch einatmen des Duftes wird Schleim verflüssigt und leichter ausgehustet.

Um unerwünschte Hautreizungen zu vermeiden, vermische man das feine ätherische Öl mit Oliven-oder Johanniskrautöl.Selbstverständlich geht man nach dem Auftragen nicht in die Sonne!
Öl- und Salbenkombinationen können bei rheumatischen Beschwerden, bei Bronchialleiden auf die Brust und zwischen die Schulterblätter direkt auf die Haut aufgebracht werden.

Für ein desodorierendes und anregendes Vollbad bereitet man eine Abkochung der Blätter und gießt die Flüssigkeit dem Badewasser zu.Salben oder Öl mit Eukalyptus sind sehr sparsam zu dosieren, sie werden nach dem Auftragen mit einem trockenen Tuch abgedeckt.Bei Babys und Kleinkindern andere Pflanzen nehmen, für sie ist Eukalyptus noch zu stark.Gesicht oder Nase nicht einreiben.

Wenn Hund oder Katze Flöhe haben, ist ein Schuhband getränkt mit Eukalyptusöl und dem Tier einige Stunden umgebunden, erfolgreich.

Um ein Zimmer, dass von Flöhen oder anderen Insekten heimgesucht ist zu reinigen, gebe man einige Tropfen Eukalyptusöl in einem Luftbefeuchter(Dampfstaubsauger) mit Wasser und besprühe damit die Ecken, in der sich die Flöhe gerne einnisten.Auch gegen Kopfläuse hilft die Pflanze.

Zu diesem Zweck nimmt man 75 ml eines guten Pflanzenöls(Olivenöll bio)und mischt folgende ätherische Öle hinzu: 25 Tropfen Rosmarin- und Lavendelöl, 12 Tropfen Eukalyptusöl,13 Tropfen Gernanienöl.Diese Ölmischung soll sorgfältig auf Haarboden und Haar verteilt werden.Einige Stunden einwirken lassen, dann das Haar schamponieren und mit einem feinem Kamm Nissen herauskämmen.

Bei Gürtelrose helfen ein paar Tropfen des Eukalyptusöls, die vermischt mit biologischem Pflanzenöl auf die betroffene Stelle aufgetragen werden- sie bekämpfen die Viren und wirken schmerzlindernd.Bei Lippenherpes ist im Anfangsstadium ein Tropfen ätherisches Öl vermischt mit Alkohol hilfreich.Man betupft damit die aufsprießenden Blasen.

Rezept:
Eukalyptusbalsam
Es ist dem aus Asien stammenden Tigerbalsam ähnlich und eignet sich zur äußeren Anwendung bei Kopfschmerzen(auf die Schläfen)und Erkältungskrankheiten(auf die Brust).Nicht mit augen, Nase und offenen Stellen in Berührung bringen.

1 TL Bienenwachs, 2 TL Butterschmalz und 2 EL Sonnenblumenöl(auf biologische Qualität achten)in einem kleinen Topf vorsichtig zum Schmelzen erhitzen.Die leicht warme Miscung nimmt man vom Herd und rührt 40 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl ein, dazu noch 5 Tropfen Rosmarinöl, Pfefferminzöl oder Nelkenöl.Wer selbst einen Eukalyptusstrauch besitzt kann statt des ätherischen Öls den Pflanzensaft verwenden.(Blätter im Mixer zerkleinern, durch ein Tuch pressen)Dazu gibt man noch etwas Lanolin(1/2 Teelöffel), das sich aber nur auflöst wenn die Mischung noch warm genug ist.

Eukalyptus hat eine antibakterielle und schleimlösende Wirkung.Deswegen kann es bei Husten (mit Auswurf=produktiver Husten)hlefen die Atemwege zu befreien.Daneben gilt Eukalyptusöl aber auch bei Schnupfen als hilfreich.Da es einen kühlenden Effekt hat,wird das Durchatmen bei einer verstopften Nase erleichtert.Seine befreiende Wirkung hat Eukalyptus seinen vielen ätherischen Ölen zu verdanken.

Inhalieren mit Eukalyptus:
Geben sie 5 Tropfen Eukalyptusöl in eine Schüssel mit heißem Wasser und atmen sie die Dämpfe ein.Alternativ kann man auch einige Tropfen Eukalyptusöl in eine Duftlampe geben.

Eukalyptustee
..geben sie einen Teelöffel voll zerkleinerter Eukalyptusblätter in eine Tasse und übergießen sie diese mit 200 ml kochenden Wasser.Lassen sie den Tee mindestens 10 Minuten lang ziehen und den Tee abschließend abseihen.
Für Astmatiker und Epileptiker ist der Gebrauch von Ekalyptusöl nicht zu empfehlen.Gleiches gilt für Kinder unter zwei Jahren.

Wundtrank(=ein Trank der bei gefährlichen Verwundungen innerlich gebraucht wird) nach einem Rezept von Tabernämontanus, anno 1625
(z.B.bei Kriegsverletzungen):

…folgt…

Imker weltweit einig: Verbot von bienentötlichen und die menschliche Gesundheit gefährdeten Pestiziden soll durchgesetzt werden!


frei nach Kronenzeitung heute:

Europa kämpft für Bienen-(und Menschengesundheit) gegen Pharmaindustrie.Die Pharmaindustrie muß umweltfreundlich und grundwasserneutral werden.
Darum- ein für heute geplantes Verbot von gesundheitsgefährdeten bienentötlichen Pestiziden darf nicht vertagt werden!

Konkret geht es um spezielle Insektizide und ihre Bedeutung beim mysteriösen Bienensterben. Hergestellt werden diese Neonikotinoide unter anderem vom Schweizer Konzern Syngenta. In Frankreich wurden sie bereits für die Anwendung auf Raps verboten. Die EU entscheidet Ende Februar, ob sie ab Juli bei Nutzpflanzen verboten werden sollen, die von Bienen gerne bestäubt werden. Kommt es so weit, würde sich laut Berichten von «Südostschweiz» und «Aargauer Zeitung» wohl auch die Schweiz anschliessen.
Betroffen von einem Verbot wären die zwei Produkte Cruiser und Actara, die beide den Wirkstoff Thiamethoxam enthalten.

Die EU-Kommission will auf Druck vom „Bioland (gentechfreies)Österreich“ aber den Kampf nicht aufgeben.Wir müssen weiter Bienen-Massensterben verhindern und gleichzeitig die menschliche Gesundheitsvorsorge schützen.
Chemie-Produkte von Bayer und Syngenta müssen vom Markt genommen werden damit die Bienen-und Menschen-Gesundheit wieder aufatmen können und das Grundwasser geschützt bleibt.
SPÖ Kräuter und Grün-Mandatar Pirkelhuber und Greenpeace-Expertin Christine Gebeneter(selbst Imkerin) teilen mit uns die Sorgen und kämpfen mit uns weiter für eine gesündere biologische Landwirtschaftskultur in Österreich, Europa und in der ganzen Welt.


Ps.Was für Honigbienen(Insekten) tödlich ist, kann für Menschen nicht gesund sein!

Politik EU | 25.02.2013 Redaktion agrarheute.com
Bienensterben: Abstimmung über Neonikotinoid-Verbot verschoben

Brüssel – Die EU-Mitgliedstaaten werden voraussichtlich frühestens im März über eine Beschränkung von potentiell bienengiftigen Saatgutbeizmitteln entscheiden.

Eibisch(althaea officinalis)

Sammeln in der Natur
Es wird immer schwieriger wild wachsenden Eibisch zu finden, er stammt ursprünglich aus der Gegend um das kaspische Meer und ist nur sehr selten in unseren Gärten ausgewildert;Er bevorzugt feuchte Gräben, feuchte Wiesen und salzige Böden.Die wildwachsende Pflanze ist streng geschützt.

Eibisch im Kräutergarten bei uns im Retzerland

Verwendung:
Bei Reizhusten, Entzündungen der Mund und Rachenschleimhaut

Koservieren/aufbewahren

Blüten und Blätter in dünnen Schichten im luftigen Schatten trocknen.wurzeln von den seitlichen Wurzelteilen befreien, gut waschen und ebenfalls im Schatten trocknen oder rasch bei milder Wärme im Backofen.
Dauert die Trocknung zu lange, so besteht die Gefahr der Schimmelbildung, die Wurzel wird fleckig und verdirbt.In dunklen Gefäßen(Papiersäcken) lagern.

Volksnamen: Heilwurzel, Hilfswurz, Hustenkraut, Samtpappel,Schleimwurzel;

Pflanzenart,Höhe: mehrjährig, 1,5 Meter

Boden/Standort: feuchter Gartenboden, Sonne

Aussaat: spätes Frühjahr in Saatschale(bei 21 Grad)

Vermehrung: Wurzelteilung im Frühjahr und Herbst

Blütezeit: Juli bis September

Sammelzeit:
Blätter von der Blüte, Blüten, Wurzel im Herbst oder Frühjahr

Verwendete Teile: Blätter, Blüten und Wurzeln

Inhaltsstoffe: Pflanzenschleim, Gerbstoff, Asparagin, Stärke, ätherisches Öl, Pektin, Rohrzucker, Mineralstoffe;

Eigenschaften: erweichend, beruhigend, reizmildernd, hustenlösend, abführend, entzündungshemmend;

Volksglaube und Mythologie

Vielerorts hat sich unter dem Deckmantel der Marienverehrung ein uraltes Brauchtum erhalten, das sogenannte „Kräuterbüschelweihen„am 15. August.
Unverzichtbar im Büschel ist die Sonnenpflanze Eibisch.
Eibisch wurde oft in den (traurigen)Hexenprozessen als eine der neun Pflanzen erwähnt, die in der von den Frauen ausgeübte Heilkunde des Mittelalters eine besondere Rolle spielte.
Die neun Kräuter sind:
Eibisch(Husten,Erkrankungen der Harnwege),Wermut(stärkt)
Vogelknöterich(Kieselsäure)
Mutterkraut(Kopfweh)
Odermenning(Galle,Nieren,Blasse,Diabetes)
Guter Heinrich(Wilder Spinat),
Echter Speick(Duft des Orients)Eberraute und Pestwurz(krampflösend).Mit Hilfe dieser Kräuter wurden früher fast alle Leiden behandelt.

Anwendungen:
die Zubereitungen aus Eibisch mit seinem hohen Gehalt an schleimbildenden Stoffen in den Atmungswegen wie ein Schutzschild gegen eindringende Viren oder Reizungen und sind deshalb in Erkältungszeiten geeignet.

Eibisch-Honigzuckerl(Eibisch-Teig):
4 EL Eibischwurzelstückchen
1/2 l Wasser
20 EL Tragent (Arabischer Gumme)
25 EL Rohzucker oder Honig
1 Eiweiß verquirlt

Die Eibischwurzelstückchen im Wasser 20 Minuten köcheln und abgießen. Den Tragant in die noch warme Flüssigkeit rühren und gut vermengen. Anschließend die Masse gleich durch ein Sieb geben und sofort den Rohrzucker einrühren. Sobald dieser aufgelöst ist, das Eiweiß dazugeben, gründlich durchmischen und die Masse auf ein Backblech streichen. Auskühlen lassen und kleine Würfel ausschneiden. Schmeckt köstlich.

Zur Schleimlösung werden die zerkleinerten und getrockneten Wurzeln eingeweicht. So zubereitet hilft der Eibisch auch bei Heiserkeit, Husten und Bronchitis.Weil der Schleim auch magenwirkam ist, bei Entzündungen des Magen-(Magenschmerzen) und –Darm-Traktes anwenden.Die Samen kann man wie Nüsse essen oder auf den Salat streuen.

Tee: 2 Teelöffel geschnittene Eibischwurzeln werden mit 1/4 Liter Wasser oder Wein(bio) angesetzt.Über Nacht oder mindestens 2 Stunden stehen lassen.Schwach erwärmen und schluckweise trinken.Der Kaltauszug enthält ausschließlich die Schleimstoffe, kocht man auf, so geht auch die Stärke der Pflanze in den Tee, das ist nur dann erwünscht wenn man damit gurgelt oder für eine Eibischwurzelabwaschung nimmt:

Eibischwurzel-Abwaschung:

Zirka 1 Esslöffel voll getrockneter und zerkleinerter Eibischwurzeln wird 3 Stunden lang in 1/4 Liter kaltem Wasser angesetzt. Danach kurz ein wenig erwärmen, ohne zu kochen. Nach dem Abseihen nimmt man einen Waschlappen, den man im gewonnenen Auszug tränkt und reibt damit die Haut ab, ohne sie hernach abzutrocknen. So kann die Haut das Gute des Eibischs wirkungsvoller aufnehmen. Am besten am Abend durchführen, um u. a. auch Altersflecken hintanzuhalten.

Tee und Blüten(Eibischteig) wirken gut bei Erkrankungen der Harnwege, bei schmerzhaften Urinieren, bei Weißfluß, zuviel Magensäure und übermäßiger Galleabsonderung.1 Teelöffel Droge wird mit 1/4 Liter Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen, anschließend abgeseiht;3 Tassen pro Tag sind ausreichend.(…achten dass das Tee-Wasser nicht von einer Wasserleitung kommt die chemische Geräte-Entkalkungsmittel beinhaltet…das kann sich negativ auf die Blase auswirken.

Eibischbrei aus gepulverten frischen oder getrockneten Wurzeln, Blätter und Blüten, auf ein Tuch gestrichen und als Pflaster verwendet,fördert die Reifung von Furunkeln und Pickeln und hat abschwellende und linderde Wirkung.Man kann ihn bei Sonnenbrand verwenden.

Pulver aus Eibischwurzeln, mit einem Eiklar(bio)vermischt, ergibt eine wunderbar straffende Schönheitsmaske.Der Eibischsamen in Wein(bio) gekocht, gemixt,mit Jojobaöl vermischt und immer wieder als Augenmaske verwendet vertreibt dunkle Ringe unter den Augen.


Hildegard von Bingen
Der Eibisch ist warm und trocken.Bei Fieber zerstoße Eibisch in Essig, und trinke das morgens nüchtern und abends, und das Fieber, welcher Natur es auch sei, wird weichen.Bei Kopfweh füge etwas Salbei bei, dies zerstoße gleichzeitig und mische mit etwas Baumöl(Olivenöl kalt gepresst).Wärme es in der Hand und gebe es auf die Stirn und binde ein Tuch darüber.

Traditionelle Chinesische Medizin(TCM):
Die thermische Wirkung ist erfrischend, die zugehörigen Organe sind die Lunge und der Dickdarm.Eibisch nährt das Lungen-Yi und nährt das Dickdarm-Yi.Er hilft bei feuchter Hitze in der Blase und kühlt das Magenfeuer.

Eibischtinktur
100 g gepulverte Wurzel mit 500 g Wodka oder Kornschnaps(mindestens 60%) in ein Gefäß mit gut schließenden Deckel geben.
Zwei Wochen an einem warmen Ort stellen, anschließend abseihen, durch ein Tuch oder Kaffeefilter.In einer dunklen Flasche aufbewahren.Aus einigen Tropfen der Tinktur kann, unter Zugabe von Honig und Wasser, die man zum Sirup siedet, ein einfacher Hustensirup hergestellt werden.

Eibisch Hustensirup:
30 g zerkleinerte Eibischwurzel(in der Kaffeemühle grob zerkleinern)gibt man in einen Kaffeefilter.Man übergießt mit einer Mischung aus 2 EL Weingeist und 10 EL Wasser.Das ablaufende Wasser wird aufgefangen und sofort wieder über die Eibischwurzel gegossen.Diese Prozedur wiederholt man etwa 1 Stunde lang.aus 10-12 El Zucker(bio) oder Honig und sehr wenig wasser einen Sirup kochen.Mit der Eibischflüssigkeit verrühren.In eine Flasche füllen.Er ist äußerst wohlschmeckend.Hält aber nicht lange und muß kühl gelagert werden.den Honig erst möglichst abgekühlt zum Sirup geben.So verliert der Honig im Sirup nicht seine Heilwirkung durch Überhitzung.

Arnika(Anica montana)giftig und streng geschützt;in geringen Mengen auch innerlich heilkräftig,vor allem äußerlich sehr wirksam als altbewährtes Wundheilmittel.Sollte in biologischer Umgebung wieder angesiedelt werden!


Volksnamen:
Wohlverleih,Fallkraut,St.Johanniskraut,
Stoßkraut,Engelskraut,Wolfsauge,
Wolfsgelb,Kraftrose, Mönchskraut,

Eigenschaften:
– entzündungshemmend, kreislaufanregend, blutstillend.

Arnika-Tropfen zubereiten:

Ca. 75 g von getrockneten Arnikablüten werden in 1 Liter 70%igem Alkohol angesetzt und 14 Tage lang stehen gelassen. Danach presst man die Blütenblätter aus und verdünnt den Auszug in einem Verhältnis 1 : 1 mit Wasser. Um die Abwehrkräfte zu stärken und die Herztätigkeit zu fördern, kann man 2-mal täglich 3 bis 5 Tropfen davon einnehmen.

Anwendungen:
Es ist erst vor einigen Jahren gelungen, die mancherorts bereits ausgestorbene Arnika für den pharmazeutischen Bedarf auf Feldern anzubauen.Oft handelt es sich bei der kultivierten Art um den amerikanischen Wiesenarnika(Arnica chamissonis)der eine ähnliche Inhaltsdichte aufweist wie unser heimischer.

Sammeln in der Natur:
Streng geschützte Pflanze,deshalb ist das Sammeln nicht erlaubt.Nach Möglichkeit sollte diese Pflanze in der Umgebung(Hausgarten)wieder angesiedelt werden, wächst auf sandigen, nicht gedüngte Wiesen und Bergwiesen und in ausgetrockneten Mooren.Kalkböden werden gemieden.

Konservieren/aufbewahren:
Blüten im Halbschatten trocknen und in Dosen lagern, Tinktur kühl und trocken stellen.

Kommission E:
Verletzungs- und Unfallfolgen,Muskel und Gelenksbeschwerden,Entzündungen im Mund und Rachenraum.

Blätter und Wurzeln könnte man zu Kräutertabaken mischen.

Arnika wirkt auf Gefäßnerven und Blutgefäße. Man sollte sie immer dann anwenden wenn Gewalt im Spiel ist.
Also nach Unfällen, Schlaganfall etc.Die Volksmedizin sieht im Blütentee aus der frischen Pflanze ein Mittel gegen Impotenz.Hier ist allerdings Vorsicht angebracht, da die Blüte der Arnika häufig die Brut einer giftigen Fliegenart enthält.

Als Arnika noch nicht zu den geschützten Pflanzen zählte, machte man daraus Haarwaschmittel und Badezusätze.

°Eine kleine Prise Arnika sollte in keiner selbstgemachten Räucherkerze fehlen.

Frische Arnikablüten, in kaltgepressten Öl(bio) angesetzt sind ein Gelenks-und Körperöl

Als Essenz, Tinktur oder Salbe ist Arnika ein altbewährtes Wundheilmittel. sie hilft äußerlich in Umschlägen bei Schnitt-und Stoßwunden,Verstauchungen, Verrenkungen,Quetschungen und versteckten Blutungen, also überall dort wo Gewalt eingewirkt hat.

°1-2 Tropfen der Tinktur mit etwas Wasser oder pur auf die Zunge geben, helfen bei Gehirnerschütterung, Lähmungen nach Verwundungen und Schlaganfall.
Pfarrer Kneipp sowie alle Kräuterpfarrer haben eine hohe Meinung von der Heilpflanze und lieben sie über alle Maßen.Außer bei den Gewalteinwirkungen war sie für Pfarrer Kneipp auch Gurgelmittel für eine gute Stimme.

Für Kräuterpfarrer Weidinger war(und ist) sie eine fast ausgerottete schützenswerte Pflanze.Nach Kräuterpfarrer Weidinger nennen die Hirten auf den Almen diese Pflanze „Milchkrautweiden“ und die Botaniker nennen sie „Pappus“.Die Arniker gehört zu den Korbblütlern.Die Samenverbreitung erfolgt über den Wind.
Durch den zunehmenden Erholungsverkehr,Planierung der Skiabfahrten und die konventionelle Landwirtschaft wurde die Flora und Fauna der Almwiesen und Matten dezimiert.
„Schauen. Erschauern.Stehen lassen und innerlich bereichert weitergehen.(Hing´schaut und g´sund g´lebt)
Lehrer von Kräuterpfarrer Weidinger.Merk Dir eines.Unsere Berge sind schön.Aber ohne Pflanzen sind es Steinwüsten.Jedes Bergkräutl, das man ausreißt, braucht 15 Jahre, bis es wieder dasteht, so wie jetzt blüht und Dich erfreut.
Nach Düngung, intensiver Aufforstung und Trockenlegung sind die Bestände rasch zurrückgegangen.Wunderwerke der Schöpfung zeugen von der Spur Gottes.Die Schöpfung: Spiegel Gottes.
Nagelbetteiterungen und Abzesse werden mit Arnikaverdünnung behandelt.
Innerlich ist Arnika wirksam.Stärkt das Herz.Nimmt Spannungen.

Die Tinktur hat sich auch bei Krämpfen ,Epilepsie, Verdauungsträgheit, Bronchitis, Leber- und Milzanschwellung,Rheuma und Gicht bewährt.

10 bis 20 Tropfen einer Blütenessenz in 125 ml Wasser zum gurgeln benützt, vertreiben schnell Heiserkeit(alle 19 Minuten anwenden) nicht schlucken.

Für Umschläge oder Kompressen verwendet man eine Verdünnung 1:3 mit Wasser,bei Einreibungen gegen Übermüdung, Steifheit der Gelenke und sonstige, von anstrengender Arbeit kommenden Beschwerden verwendet man eine Verdünnung 1:5 und reibt den Körper damit ein. Um die Wirkung zu verstärken kann etwas Kampfer beigegeben werden.

Umschläge sind auch gut bei Hexenschuß, bei Rheuma, Schleimbeutel- und Sehnenentzündungen und auch Venenleiden.

Die Arnikasalbe ist äußerlich zu verwenden bei Prellungen, Stauchungen, Blutergüssen,Schmerzen durch Überanstrengung, jedoch nciht auf offene Wunden.Arnikasalbe wird aus frischen Blütenblättern gemacht, sie hilft bei den oben erwähnten Verletzungen, bei Muskelkater und Gelenksschmerzen, ausserdem bei Venenbeschwerden.

Mit der 1:1 verdünnten Tinktur kann man Insektenstiche behandeln.

Achtung: Das in der Arnika enthaltene Helenalanin ist ein Herzgift, dass bei Überdosierung zum Tod führen kann.Kleine Dosen aber helfen gegen die sogenannte Adernverknotung, das sind Geschwülste in den Adern,deren Ursachen in zuwenig Bewegung, berufsbedingten Sitzen oder Stehen und in Stuhlverstopfung zu finden sind.

Arnika verbessert auch die Durchblutung der Herzkranzgefäße, die Pflanze stimuliert das Herz älterer Menschen und verbessert die Herzleistung, besonders bei Angina pectoris. Bei Herz- oder Kreislaufstörungen sollte man die Arnika unte Kontrolle des Arztes anwenden.Innerlich darf die Tinktur wegen der Vergiftungsgefahr nur in kleinen Mengen und in der Verdünnung 1:3 genommen werden.

Manchmal kann der Körper verschiedene Mineralien oder auch Vitamine nicht richtig aufnehmen.Man fühlt sich schlapp und weiß nicht recht, warum.Heilpraktiker haben eine Reihe von Einschleuserpflanzen entdeckt. Arnika dürfte ein Zellkommunikator für Kalzium sein.Bei einer gestörten Kalziumaufnahme ist also Arnika ein Mittel zur Wahl., allerdings nur in sehr geringer Menge, da innerlich mit Vorsicht zu genießen.Ein paar Tropfen Tinktur genügen.

Allergiker, hellhäutige und rotblonde Menschen sollten vorsichtig ausprobieren, ob sie Arnka vertragen.Niemals unverdünnt anwenden.

Rezepte für die Gesundheit

Arnikatinktur

Die gepulverte Wurzel wird im Verhältnis 1:20 mit starkem Weingeist angesetzt, täglich geschüttelt und 2 bis 3 Wochen in die Wärme gestellt.Die Blüten werden 1:5 angesetzt und ebenso vorgegangen.Danach wird gefiltert.

Arnikaessenz

25 bis 30 frische, sorgfältig verlesenen Arnikablüten werden in eine Flasche gefüllt und mit soviel Obstschnaps oder Franzbrantwein übergossen, dass die Blüten bedeckt sind.
die Falschen verschließen und 3 Wochen in die Sonne stellen.Der Arnikageist wird nicht getrunken, außer tropfenweise bei Durchfall vor allem äußerlich bei Quetschungen, Blutergüssen oder zum Gurgeln bei Schmerzen im Bereich der Mundhöhle verwendet.

Arnikaöl

1 Glas zu Hälfte mit verlesenen Arnikablüten füllen und mit biologischen kaltgepressten Sonnenblumen-oder Olivenöl übergießen, dass alle Blütenblätter bedeckt sind.3 Wochen verschlossen in die Sonne stellen und manchmal aufschütteln.dieses Öl kann man mit Ringelblumenöl mischen und man hat ein hervorragendes Massagemittel.

Hildegard von Bingen
Die Arnika ist sehr warm und hat eine giftige Wärme in sich.Sie ist ein verteilendes Mäler und geronnenes Blut.WEnn ein Mensch einen anderen an der Haut mit grünen Arnika berührt, wird er in Liebe zu ihm entbrennen.

Die heilende Wirkung der Arnika bei Verletzungen wurde bereits im 17. Jahrhundert dokumentiert. Auch heute noch ist Arnika eine der meistgenutzten Heilpflanzen in der Naturheilkunde. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen, die häufig nur gegen ein bestimmtes Leiden eingesetzt werden können, ist das Wirkungssspektrum von Arnika sehr breit, was die Heilpflanze zum idealen Erste-Hilfe-Mittel bei Verletzungen und Schockzuständen macht.
Zu medizinischen Zwecken werden ausschließlich die getrockneten Blütenstände der Arnika verwendet. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Arnikablüten sind:

– Flavonoide

– ätherisches Öl (Thymole, Sesquiterpene, Phenolcarbonsäuren)

– Helenalin

– Polysaccharide

– Cumarine

– Bitterstoffe (Arnicin)

Für die entzündungshemmenden Eigenschaften von Arnika wird hauptsächlich der Wirkstoff Thymol verantwortlich gemacht, der Bestandteil des ätherischen Öls ist. Ganz ähnlich wirkt auch das Helenalin. Diese Substanz kann einen entzündungsfördernden Botenstoff (TNF alpha) hemmen und so Entzündungen und Ödembildungen verhindern. Damit hat Arnika eine ähnliche Wirkung wie Kortison, jedoch ohne dessen schädliche Nebenwirkungen. Arnika wirkt:

– entzündungshemmend

– abschwellend

– schmerzstillend

– keimtötend

Diese Wirkungen erreichen Sie in erster Linie mit äußerlichen Anwendungen in Form von Salben oder Tinkturen. Die innerliche Anwendung von Arnika ist nur in der homöopathischen Form empfehlenswert, da das Helenalin im ätherischen Blütenöl giftig wirkt. Der früher von der Volksmedizin zur Herzstärkung beliebte Arnika-Tee wird heute nur noch für Mundspülungen verwendet. Arnika hilft Ihnen bei:

– Quetschungen, Prellungen

– Verletzungs- und Unfallfolgen

– Blutergüssen

– rheumatischen Gelenk- oder Muskelschmerzen

– Mundschleimhautentzündung

Unmittelbar nach einer Operation in homöopathischer Potenzierung eingenommen, fördert Arnika die Wundheilung und verhindert die Bildung von Blutergüssen und Schwellungen.

Getrocknete Arnika-Blüten, Arnika-Essenzen, Fertigpräparate mit Arnika-Extrakten und homöopathische Arnika-Globuli erhalten Sie in der Apotheke. Arnika-Salben und -Tinkturen können Sie auch im Drogeriemarkt kaufen.

Grundrezept für Arnika-Tee: Übergießen Sie 1 – 2 TL getrocknete Arnikablüten mit einer Tasse kochendem Wasser und seihen Sie den Aufguss nach 15 Minuten ab. Machen Sie mit dem lauwarmen Tee bei Entzündungen im Mund und bei Aphthen mehrmals täglich eine Mundspülung.

Abschwellende Arnikakompressen: Vermischen Sie 1 EL Arnika-Essenz mit 9 EL Wasser und tränken Sie damit ein Kompressentuch. Lassen Sie bei Prellungen und Quetschungen zur Schmerzlinderung und Abschwellung die Kompresse 15 Minuten auf der verletzten Stelle einwirken.

Schmerzstillendes Arnika-Öl: Füllen Sie ein Schraubdeckelglas mit einer Handvoll Arnika-Blüten, und übergießen Sie diese mit Olivenöl bis diese vollkommen bedeckt sind. Lassen Sie den Ansatz 3 Wochen an einem sonnigen Ort ziehen. Verwenden Sie das Öl nach dem Abfiltern zur Massage bei Muskel- oder Gelenkschmerzen.

Homöopathische Anwendung: Lassen Sie bei Verletzungen oder Operationen unmittelbar nach dem Ereignis einmalig 3 Globuli in der Potenz C30 langsam im Mund zergehen.

Gleiches Recht für Mann&Frau: Frauenmantel(Alchemilla xanthochlora syn.A.Vulgaris)

Volksnamen: Frauenbiss, Frauentrost, Jungfrauenwurz, Regendach, Weiberkittel, Sonnentau, Jungfernkraut, Milchkraut;
Pflanzenart,Höhe:Rosengewächs,mehrjährig,30 cm.
Boden,Standort: feuchter Boden,Sonne bis Halbschatten;
Aussaat: Mitte März direkt ins Frühbeet
Vermehrung: Teilung des Wurzelstockes März, April
Blütezeit:Mai bis September
Sammelzeit: Frühjahr bis Herbst
Verwendete Teile: Blätter und blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:Gerbstoffe,ätherische Öle,Bitterstoffe,Salicylsäure,Harz,Lecitin,Öl,Phytosterine,Saponine,Tannine;

Sammeln in der Natur: In Fettwiesen und -weiden, an Bachufern und Gräben häufig zu finden.

Konservieren/aufbewahren:
Blätter ohne Stengel werden im Schatten in dünnen Schichten getrocknet und immer wieder umgewendet.Lagern in Papiersäcken.

Frauenmantel-Gesichtsmilch
1 handvoll Blätter werden mit einer Tasse Milch(bio)etwa 20 Minuten gekocht, dann filtriert und in eine Flasche gefüllt.Kühl stelle und täglich mehrmals wenden.Gibt der haut einen samtigen Schimmer, besonders bei empfindlicher Sommersprossenhaut.

Frauenmantel-Frischkäse
1 Pkg.Frischkäse(bio) mit etwa 10 jungen sehr fein gehackten Blättern vermengen,mit Kräutersalz,Pfeffer und etwas Senf würzen.Hat einen pikanten,pfeffrigen Geschamck.auch mit Sommersalaten zu mischen.

Eine Schicht Blätter am Kompost beschleunigt die Verrottung,frauenmantel macht Nachbarpflanzen widerstandsfähig gegen Schädlinge und verstärkt Geschmack und Duft.

Viele Bruchoperationen bei Kindern und Jugendlichen könnten vermieden werden, wenn häufiger Frauenmanteltee getrunken werden würde.Er stärkt Bänder und Gewebe.

Am Abend ein Schluck Gesundheit:

Ein Tee aus getrockneter Frauenmanteldroge (Alchemilla vulgaris) kann als begleitendes Getränk bei Frauenleiden zu sich genommen werden. Dieser Heißwasserauszug tut aber auch den Männern gut. Denn der Frauenmantel wirkt sich äußerst positiv auf das Entwässerungssystem unseres Körpers aus.

Bei Weißfluß(Flour)oder bei einer gestörten Scheidenflora durch Pilzerkrankungen kann als Zusatzbehandlung eine Teekur und die regelmäßige Spülung mit dem Aufguss helfen.Man mischt dazu 1 Teil Taubnesselblüten mit 3 Teilen Frauenmantel und 2 Teilen Salbei.

Weitere Indikationen(Der medizinische Begriff Indikation (Syn. Heilanzeige) leitet sich von lateinisch indicare (= ‚anzeigen‘) ab) des Frauenmantels sind Neigung zu Fehlgeburten,Eierstockentzündungen,Wechseljahrbeschwerden und Gebärmutervorfall.

Chinesische Medizin:
Die thermische Wirkung ist kalt, das zuerteilte Organ ist die Leber.Frauenmantel klärt das Leberfeuer und die feuchte Hitze in der Blase.Er löst feuchte Hitze im dickdarm auf und stärkt das Milz-Qi

Bei unreiner Haut kann man eine Teemischung aus Stiefmütterchen und Frauenmantel probieren.Manchmal hilft die Kur schon nach wenigen Tagen.

Verletzt man sich mit einem rostigen Gegenstand an der hand oder am Fuß, kann man die Wunde in einem absud der Pflanze baden.Bei Stich-,Stoß- und Schnittwunden wird das frische ,zerquetschte Kraut direkt aufgelegt.Frische Blätter kann man bei Zahnweh kauen..auf kleine Wunden(auch Rasierschnitte)tupft man den ausgepressten Frischpflanzensaft oder einfach ein zerquetschtes Blatt.Paracelsus sagte, es gäbe keine Wunde, die der Frauenmantel nicht heilen kann.

Bei Unterleibsentzündungen sind Sitzbäder anzuraten.Bei Hautrötungen setzt man einem Vollbad die starke Abkochung des Krautes zu, dann erzielt man eine wohltuende, zusammenziehende und rötungslindernde Wirkung.Für ein Gesichtsdampfbad nur die frischen Blüten verwenden.

Hagebutte(Rosa canina)


Voksglaube und Mythologie
Im Mittelalter, verwendete man für den Scheiterhaufen, auf dem man Menschen verbrannt hat immer Heckenrosenholz.In germanischer Vorzeit war die Rose hochverehrt und hatte mystische Bedeutung;in hellen Mondnächten sprachen Frauen ihre Bitten unter einem Rosenstrauch aus.Vor der Kraft der weiß blühenden Heckenrose sollen böse Mächte Angst haben.Zur Weissagung bewährte sich die Hundsrose bei Männer und Frauen.Am Johannistag(24.Juni)wurden zwei Rosenblätter einer Blüte mit den Lippen abgerissen, die sich erst in der Nacht zuvor geöffnet hatte, mit den Lippen dann wurden die Rosenblätter zum nächsten Bach getragen.Trennten sich die Blätter ging man auseinander, schwammen sie zusammen den Bach hinunter, blieb man zusammen.
Volksnamen:
Heckenrose,Hundsrose,Hagrose,Hagedorn,Hetschapetsch

Pflanzenart,Pflanzenhöhe:Rosengewächs, mehrjährig bis zu 3 Meter

Boden Standort: Jeder Boden, Sonne;
Vermehrung: Steckholz im Sommer
Blütezeit: Juni
Sammelzeit: Blüten im Juni;Früchte im September bis November
Verwendete Teile: Blüten,Früchte
Inhaltsstoffe: Fruchtsäuren, Vitamin C,A,B1,B2,K,P,Mineralstoffe,Pektine,Fruchtzucker,Gerbstoffe,ätherisches Öl,Flavonoide
Eigenschaften: schwach abführend, harn- und schweißtreibend

Anwendung:
Die Früchte und Blüten der wilden Rosen sind gute Mittel für Leber und Nieren.Man kann beides essen;die Blüten sind eine Delikatesse für den Salat, die Früchte ohne Kerne ergeben eine gute Marmelade; die Kerne sollen gekocht als Tee gut für die Blase sein;GEtrocknet ergibt der Hagebuttenaufguß ein wohlschmeckendes und Vitamin C-reiches Getränk, das wegen seiner Wasser -und schweißtreibenden Wirkung geschätzt wird und deshalb auch bei Nierensteinen, verdorbenen Magen, zur Blutreinigung und bei zu starker Regel genommen werden kann.Hagebuttentee ist besonders durststillend wenn man Fieber hat.

Tee
2 gehäufte Teelöffel Hagebutten werden mit 1/4 Liter Wasser kalt zugestellt und bis zum sieden erhitzt;anschließend lässt man 10 Minuten ziehen-auch ein Aufguß kann hergestellt werden, dann muß man mindestens 1/4 Stunde ziehen lassen.Mehrere Tassen können auch als Vitaminversorgung über den Tag verteilt getrunken werden.

Während im allgemeinen der Vitamingehalt von Tees innerhalb von kurzer Zeit abnimmt, bleibt der Vitamin C-Gehalt im Hagebuttentee längere Zeit erhalten, er kann also auf Vorrat hergestellt werden.100 g Früchte enthalten 800 mg Vitamin C.Das ist der höchste WErt der heimischen Pflanzen.Nur die Acerolakirsche hat das 5-fache, der Sanddorn annähernd gleich viel.

Aus den enthaarten Kernen, die man 5-10 Minuten kocht , wird ein wassertreibendes und steinlösendes Mittel hergestellt.

Äußerlich sind Rosen-oder Hagebuttentee-Umschläge eine Wohltat für gereizte Haut.Als Gesichtswasser belebt sie den TaintWirkstoffe und Duft entfalten das echte ätherische Öl, man kann es in kleinen Mengen in Cremen oder Lotionen rühren.

Rosenjoghurt:
1 Hand voll duftender Blütenblätter im Mixer pürrieren;mit 1 Naturjoghurt(bio) und 1 Teelöffel Honig verrühren und servieren.Durftet und schmeckt köstlich.

Hildegard von Bingen

Lesung:
Mittwoch der 20. Woche im Jahreskreis

Buch der Richter 9,6-15.
In jenen Tagen versammelten sich alle Bürger von Sichem und Bet-Millo, zogen zu der Eiche, die bei Sichem steht, und machten Abimelech zum König.
Als man das Jotam meldete, stellte er sich auf den Gipfel des Berges Garizim und rief ihnen mit erhobener Stimme zu: Hört auf mich, ihr Bürger von Sichem, damit Gott auf euch hört.
Einst machten sich die Bäume auf, um sich einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: Sei du unser König!
Der Ölbaum sagte zu ihnen: Soll ich mein Fett aufgeben, mit dem man Götter und Menschen ehrt, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: Komm, sei du unser König!
Der Feigenbaum sagte zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit aufgeben und meine guten Früchte und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten die Bäume zum Weinstock: Komm, sei du unser König!
Der Weinstock sagte zu ihnen: Soll ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten alle Bäume zum Dornenstrauch: Komm, sei du unser König!
Der Dornenstrauch sagte zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zu eurem König salben? Kommt, findet Schutz in meinem Schatten!

…herzerwärmend: Benediktinerlikör & Fenchellikör(bei Erkältung,Husten und Heiserkeit)

Benediktinerlikör:

50 g Nelken
5 g Ingwer
5 g Fingerwurz
5 g Arnikawurzel
5 g schwarzer Pfeffer
5 g spanischer Pfeffer
3 g Zimt
30 g Moschus-Schafgarbe
500 ml Alkohol
Alle Gewürze in 500 ml Alkohol geben, gut umrühren und 8 Tage stehen lassen. Anschliessend den Sud gut auspressen und filtrieren. Das Filtrat mit so viel Honig versetzen, dass es eine gewisse Süsse bekommt.

Der Fenchel ist eine sehr vielseitige Heilpflanze und Grundlage wirkungsvoller Hausmittel und Fertigpräparate. Zu medizinischen Zwecken werden die ganzen Früchte und das aus den getrockneten Samen durch Dampfdestillation gewonnene ätherische Öl angewendet. Sie erhalten Fenchel in Teezubereitungen, Fenchelhonig und als Bestandteil von Verdauungselixieren (Carminativa). Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Fenchels sind:

– ätherisches Öl (Hauptkomponenten: trans-Anethol, Fenchon, Estragol)

– Cumarine

– Flavonoide (u. a. Isoquercitrin, Rutin)

– fettes Öl

– Kaffeesäuren

– Phenolcarbonsäuren

Das ätherische Fenchelöl wirkt entspannend auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts und der Bronchien. Gleichzeitig beschleunigt es die Schlagfrequenz der feinen Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut. Dadurch unterstützt das Öl die natürlichen Reinigungsprozesse in den Atemwegen und löst dort festsitzenden Schleim. Die Inhaltsstoffe trans-Anethol und Fenchon haben zusätzlich eine leicht antibakterielle Wirkung. Die frühere Warnung des Bundesinstituts für Verbraucherschutz, dass Estragol im ätherischen Fenchelöl krebserregend wirkt, hat sich am Menschen nicht belegen lassen. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wirkt Fenchel:

– schleimlösend

– hustenstillend

– verdauungsfördernd

– krampflösend

– blähungstreibend

– appetitanregend

– schwach antibakteriell

Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) harmonisiert und erwärmt Fenchel den Magen. Er vertreibt innerliche Kälte und kann Schmerzen lindern.

Fenchellikör selbst gemacht:

Folgende Samenkörner zusammenmischen: 150 g Fenchel, 30 g Anis, 15 g Koriander und 5 g Kümmel. Alles zusammen in einem Mörser leicht anstoßen, in ein Glasgefäß geben und mit 1 Liter Obstbrand übergießen. 14 Tage ins Fenster stellen. Anschließend 500 g Honig in 1 Liter abgekochtem und temperiertem Wasser auflösen und mit dem Auszug vermischen. Den fertigen Likör in Flaschen abfüllen und kühl im Dunklen lagern. Bei Heiserkeit, Husten und Erkältung immer wieder ein Stamperl genießen. Gesundheit!

Ps.Man kann auch Kardamom und Mistel dazugeben.

Nelkenwurz(Geum urbanum)

Nelkenwurz(Geum urbanum)
Sammeln in der Natur

An Waldrändern, Bei Naturhecken, Gebüschen und Mauern relativ häufig zu finden, lässt sich gut ansiedeln.

Konservieren/Aufbewahren

Wurzeln reinigen,Kraut büscheln und zum Trocknen aufhängen, dies sollte im lichten Schatten geschehen.In Dosen oder Schachteln lagern.Die Wurzeln gräbt man am besten bei Vollmond oder abnehmenden Mond.

Hildegard von Binden
Die in einem Trank eingenommene "benedicta"entflammt zur Liebe.Dies Kraut verteilt die Feuchtigkeit, stärkt innerlich und äußerlich.Der Wein gewinnt einen edlen, lieblichen Geruch und Geschmack, stärkt das Haupt und Hirn, erquickt das Herz.

Die kleinere Verwandte der Nelkenwurz, die Bachnelkenwurz „Geum rivale“mit rosafarbenen, glockenförmigen Blüten, kann ebenso angewendet werden wie die größere Schwester, hat aber eine schwächere Wirkung.

Volksnamen: Benediktenwurz, Hasenauge, heil aller Welt, Igelkraut, Märzwurz, Weinwurz, Mannkraftwurzel, Nägleinkraut, Nardenwurz

Pflanzenart-Höhe: Rosengewächs(Rosacea)mehrjährig, 25-50 cm.

Boden, Standort: gut durchlässiger Boden, Sonne bis Halbschatten

Aussaat: Frühling

Vermehrung: Stecklinge

Blütezeit: Juni bis August

Sammelzeit: Wurzel im Frühling oder Herbst, blühendes Kraut im Juni und Juli

Verwendete Teile: Wurzel und ganze oberirdische Pflanze

Inhaltsstoffe: ätherische Öle,Eugenol,Gerbstoffe,Bitterstoffe

Eigenschaften: blutstillend,stopfend,herzstärkend,zusammenziehend,anregend,nervenstärkend und verdauungsfördernd.

Volksglaube und Mythologie

Nelkenwurz im Viehfutter sollte nach Überlieferung alle Krankheiten von den Tieren fernhalten und die Milchbildung fördern.Flecken in den Augen vertrieb man, indem man sich mit kleinen Bündeln des Krautes behängte.Nachdem man das Augenbündel acht Tage lang getragen hatte, warf man es rücklings, ohne sich umzusehen in ein fließendes Gewässer, daher kommt der volkstümliche Name „Hasenaug“.Die Nelkenwurz galt als ein Mittel, um einen Holzdieb ausfindig zu machen.Man legte sie unter das Kopfkissen, und der Dieb sollte alsbald im Traum erscheinen.

Anwendungen
Mit der Gewürznelke verbindet die Nelkenwurz nicht nur ein gemeinsamer Name, sondern auch die antiseptischen Eigenschaften des enthaltenen ätherischen Öls mit der Komponente „Eugenol“.Die Volksmedizin unterschätzte die Heilkraft der Pflanze nie und gibt ihr ein breites Wirkungsspektrum.Die Wurzel kommt als Abkochung bei inneren Blutungen, Durchfall, Ruhr, zu starker Regel, Gicht und Harnsäureleiden in Betracht.In der Heilpflanze verbinden sich die stoffwechselstärkenden Bitterstoffe mit der zusammenziehenden Wirkung der Tannine, das heißt die Pflanze ist ein Mittel für Blutungen und auch für Krampfadern und Venenschwäche.

Tee:
1 Teelöffel Wurzel mit 1/4 Liter kochenden Wasser übergießen und 1/4 Stunde ziehen lassen, oder kalt zustellen und bis zum Sieden erhitzen.2 Tassen pro Tag sind ausreichend.

°Magen und Verdauungsstörungen werden durch Tee von Kraut oder Wurzel günstig beeinflusst, er reguliert die Leber und Gallenfunktion.Weißfluss, wie er bei nervösen Frauen häufig auftritt, wird durch Anwendung der Wurzel in Form von Tee oder Tinktur gebessert und geheilt.Überhaupt scheint sich das Nervenkostüm durch Nelkenwurz um einiges zu verbessern.Als Fiebertee wirkt der Pflanzenauszug ähnlich(aber schwächer)wie Chinin, für das er zeitweise als Ersatz diente.

°Bei Zuckerkranken kann die Heilkraft der Pflanze ebenfalls eingesetzt werden, bisweilen bessern sich die Werte von Alterszucker.

Geum Urbanum, Wurzel oder Kraut, in ein Säckchen genäht und um den Hals gehängt(Das Säckchen soll sich etwa in Herzhöhe befinden)soll herzinfaktgefährdete Menschen schützen.Dieses Mittel kann von Heilpraktikern zur Vorbeugung empfohlen werden.

°Die äußerliche Anwendung erfolgt in Form von Umschlägen, Auflagen oder Teilbäder mit starken Abkochungen.Hämorrhoiden und Frostbeulen behandelt man mit Sitzbäder, bei Schleimhaut und Zahnfleischentzündungen gurgelt man einige Minuten lang.Krampfadern bekommen Umschläge.

Besonders häufig wird Nelken-oder Benediktinerwurz bei verschiedenen Herzleiden angewendet.
Zu diesen Zweck soll die Wurzel in guten Weißwein(bio) angesetzt und der Wein schluckweise getrunken werden.

Rezept für die Gesundung

Nelkenwurzwein

1/4 Kg Wurzeln werden mit 1 Liter Bioweißwein angesetzt, diese Mischung wird 10 Tage bei Zimmertemperatur stehen gelassen.Abseihen und bei Bedarf ein Likörglas voll trinken.

Nelkenwurztinktur

1/4 kg Wurzel werden in 1 Liter etwa 70%igem Weingeist 14 Tage lang bei ca 20 Grad angesetzt.Nachdem wird gefiltert und in durnkelbraune Fläschchen gefüllt.Bei Bedarf alle 3 Stunden 20 Tropfen einnehmen, Kinder nur die Hälfte.

Nelkenöl mögen die Bienen nicht und ziehen sich zurück wenn man ein Tuch mit Nelkenöl tränkt und über die Honigzarge hängt.

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