Wilmas Bienenblog

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Archiv: Dienstag, 18. Mai 2010

Bericht über rätselhaftes Bienensterben

2006 sind in der USA zigtausende Bienen gestorben. Seit den 90er-Jahren melden Imker Verluste überall in der Welt. Wissenschaftler gehen den Ursachen nach. Bienen agieren mit Pflanzen. Ist es schon zu spät die Bienen zu retten? Ein Exzerpt einer Dokumentation von Arte.

Das Geheimnis des Bienensterbens.
In Europa und USA haben die Imker 80 % der Völker verloren.
Die Bienen stellen einen besonderes Bindeglied der Ernährung dar – wegen der Bestäubung. 30 % der menschlichen Ernährung ist auf die Bestäubung der Bienen angewiesen. Pflanzen im weiblichen Pollenstadium können von den Bienen befruchtet werden. Im Labor konnte festgestellt werden wie sich die bestäubenden Arten zusammensetzen und wieviele Bienen die Pflanze aufsuchen.

Borsten an den Beinen der Bienen halten den Pollen fest, mit einem Rüssel saugt sie den Nektar. 2005: In Kalifonien gibt es nicht genug Bienen um die Mandelbäume zu befruchten. Es wurden von Australien Millionen Bienen eingeführt. Sie sterben jedoch an einer seltsamen Krankheit. Besonders die Arbeiterinnen-Bienen sterben. Forscher glauben an eine neue Krankheit, jedoch glauben die Imker an die chemischen Pflanzenschutzmittel als Ursache des Bienensterbens.

IAPV ist ein Virus an dem die Bienen sterben. Die Ursache Pestizide, Gentechnik, Viruskrankheiten; Massensterben in Kroatien.Ursache unbekannt. Sommer in der Provance: ein Paradies von Lavendelfelder:
Alles begann mit chemischen Insektenvernichtungsmitteln. Früher gab es 3-4 Imker im Dorf, früher gab es Majoran, Blumen und Disteln.
1980 kam eine neu Plage:Varroa, eine Milbe die unsere Bienen tötet. Der Handel hat die Ausbreitung begünstigt.

Varroa ist eine blutsaugende Biene und infiziert die Biene. Sie leben auf den Rücken der Biene. Die Milben haben weniger Schuld – es sind die Viren, welche die Milbe überträgt. Dieser ist tötlich für die Bienen. Varroaresidete Bienen können die Milben aufspüren und die befallene Made ausmerzen. Es gibt besonders Varroa-resistente Bienen. Bienen mit besonderen Putztrieb können gezüchten werden, welche Varroa-resistent sind.

2000 Eier legt die Königin am Tag; wenn sich der Feromonaustausch verringert, besteht die Gefahr, dass die Königin getötet wird. Kurz nach der Geburt produziert sie kein Feromon – erst Stunden später. Der Mensch ist mitverantwortlich dafür, dass Bienen kranheitsanfällig sind. Bienen müssen sich an die örtlichen Gegebenheiten des Menschen anpassen. In Schottland konnten Bienen gezüchtet werden, welche gegen viele bekannte Krankheiten imun sind.

Nicht einmal Hummeln können Bienen ersetzen bei der Bestäubung.
19000 Bienenarten gibt es wetweit.
Pflanzen und Bienen bilden eine Gemeinschaft. Wildbienen können nicht mit Varroa infiziert werden aber sie sterben an anderen Krankheiten. Bienen reagieren auf den Selektionsdruck der gesamten Umgebung. Da gibt es ein Netzwerk, wo alles aufeinander Einfluss hat.

Bei gleich bleibender Entwicklung steht die Menschheit kurz vor dem globalen Kollaps. Dann werden wir Menschen mit den Bienen verschwinden. Ist Monokultur die Ursache?

Die Mandelbäume in Kalifonien werden mit den Bienen 70 % mehr Ertrag haben. Wie kommen die Mandelproduzenten zu Bienen? Bienen werden eingeflogen um die Monokultur zu befruchten. Imker werden für die Bienen bezahlt die für die Befruchtung herangezogen werden. Madeln bringen sehr viel Geld einmehr als Äpfel. 75 Prozent seines Einkommens kann der Imker durch die Bestäubung verdienen. Jedoch verausgaben sich die Bienen leicht durch das viele Eierlegen und die (zu)gute Mandeltracht. 2 Bienenstöcke auf 4000 m² werden aufgestellt. Es ist keine natürliche Umgebung für Honigbienen, dann aber werden sie weggebracht. Mandelpollen ist braun. Da die einzige Monokultur-Pollenrart in den USA arm ist an Spurenelementen, verhält es sich wie bei Viehzüchtern: Die Tiere müssen mit Künstlichen Nährstoffen versorgt werden.

Doch genau von diesen Monokulturen kommen die Probleme. Die Gefährdung durch Erreger ist enorm. Parasiten und Viren gedeihen, Pestizide und Fungiziden belasten.

Solche Mandeln möchte ich nicht essen. Die Plantagen sind giftig, sie überleben nur weil sie nicht lange bleiben. Die Bienen werden mit Medikamenten vollgepumpt und mit Pollen am Leben gehalten. 11500 Bienenvölker starben an Pflanzenschutzmittel. Bienen verlassen das Bienenvolk vor dem Sterben – außer sie sind vergiftet oder sterben an einer Krankheit. Das Schädlingsbekämpfungsmittel gegen den Maiswurzelbohrer ist tötlich für die Bienen. Es wurde irrtümlich als bienenfreundlich eingestuft, weil sie das Mittel zuerst falsch eingeschätzt haben. Jetzt wurde doch noch alles wissenschaftlich aufgedeckt.

Die Fima Bayer behauptet das Mittel (Gaucho) sei ungefährlich. Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland meinen: die Mittel sind hoch toxisch. Die Bienen sterben sofort bei Kontakt mit dem Mittel. Insektizide beeinträchtigen die Orientierungsfähigkeit der Bienen. Gift im Organismus kommt nicht gleich zum Tod. Gedächnisverlust ist die Folge. Verbot von Gaucho wäre wichtig. Als Gaucho bei Sonnenblumen und Mais abgesetzt wurde, fühlten sich die Bienen wieder wohl. Bienen sind permanent chemischen Schadstoffen ausgesetzt. Honigbienen nehmen so ziemlich alles auf was sie in der Natur finden. Sie haben eine geringe Imunabwehr und sind allen Giften wehrlos ausgesetzt.
Mehrere Faktoren (Lebensraum, Parasiten, Krankheiten) sind Ursachen des Beinensterben.
Der Bienenorganismus ist sehr komplex, auch NICHT nachweisbare Giftkonzentrationen schwächen das Imunsystem der Bienen. Momentan werden Bienen nur zur Wegwerfarbeiterinnen gezüchtet. Eine zu intensive Landwirtscchaft mit Insektiziden und Pestiziden stören die Bienen weil die Bienen sehr sensibel sind auf die Art der Landbewirtschaftung.

In Österreich gibt es sehr viel Biolandwirtschaft, das ist noch unsere letzte Hoffnung. Die Förderunspolitik muß ausschließlich in Richtung Biolandwritschaft gehen, sonst werden Schäden anfallen die man gar nicht bezahlen kann. Walk the Talk – Geh den Weg über den du sprichst. Bio und Vielfalt kann der Konsument fordern, dann kann er auch gegen Bienensterben etwas tun.


Darum haben wir unsere Bienen in unseren Naturgarten und im geschützten Birkenwald wo sich in der Nähe eine frische Quelle befindet.

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