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Archiv: Mittwoch, 5. Mai 2010

Brennnessel & Co: Mehr als nur Unkraut


Brennnessel & Co: Mehr als nur Unkraut (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Entschlackend, appetitanregend und köstlich: Wer im Frühling und Sommer durch Wälder und über Wiesen spaziert, kann einen ganzen Strauß gleichsam geschmackvoller wie gesunder Pflanzen mit nach Hause nehmen. Denn was als Unkraut oder bestenfalls ganz hübsches, aber nicht weiter aufregendes „Blumerl“ gilt, hat oft erstaunliche Qualitäten.
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Welcher Tee aus Heilkräutern wirkt wie?

Zum Beispiel Löwenzahn, der von April bis Oktober blüht. Ein Sud aus Löwenzahnblüten als Haarspülung hilft gegen Schuppen. Der Albtraum jedes Gärtners eignet sich aber auch perfekt für eine Entschlackungskur: Zwei Teelöffel der gehackten Pflanze (ohne Stängel) in einem Viertelliter kaltem Wasser aufsetzen, eine Minute kochen und zehn Minuten ziehen lassen und trinken.

Wer dagegen seinen Appetit anregen will, zum Beispiel um einen schmackhaften Salat aus den leicht bitteren jungen Blättern des Löwenzahns zu essen, liegt mit Tee aus Gänseblümchen richtig. Und die kleinen weißen Blüten können als optische und geschmackliche Aufwertung gleich zum Salat dazugegeben werden. Darüber hinaus wirken Bäder mit Gänseblümchen-Aufguss gegen Entzündungen, blaue Flecken und Ausschläge.

Alleskönner-Unkraut
Ein echter Allrounder ist die Brennnessel: Tee aus der weit verbreiteten Pflanze ist äußerst wirksam gegen Harnwegsentzündungen, als Badezusatz hilft er bei Gliederschmerzen und als Gesichtsdampfbad gegen Hautunreinheiten. Blanchiert lässt sich Brennnessel wie Spinat zubereiten oder schmeckt roh im Salat. In jedem Fall gilt: Nur junge Pflanzen oder Triebe verwenden, denn die Brennhaare der älteren Pflanzen können zu Reizungen auch des Magens führen.

Aus der Apotheke – oder von der Wiese
Wer sich beim Sammeln dennoch verbrennt, sollte zu Spitzwegerich greifen. Der Saft seiner frischen Blätter auf die betroffene Stelle gerieben lindert augenblicklich den Schmerz. Das Gleiche gilt für Insektenstiche. Wegen der in ihm enthaltenen Iridoidglycoside wirkt Spitzwegerich auch bei Atemwegserkrankungen Wunder: entweder als Tee aus den getrockneten Pflanzen oder als Sirup, für den die Blätter und Blüten – die Blütezeit geht von Mai bis September – mit Zucker oder Honig gekocht werden. Die pharmazeutische Industrie lässt Spitzwegerich großflächig anbauen, doch er wächst auf fast jeder Wiese.

Schöne Blüten für den Magen
Ähnlich verhält es sich mit der Kamille, die wegen ihrer ätherischen Öle geschätzt wird. Auch sie findet man auf heimischen Wiesen, ihre Blütezeit ist im Mai und Juni. Ein Tee aus den getrockneten Blüten, die eine reizvolle Alternative zum Teebeutel ergeben, wirkt beruhigend und lindert Magen- und Darmbeschwerden.

Ab Mai bis in den Juli geht die Holunderblüte los. Holunderblüten kann man nicht nur zu Sirup und gebackenem Holler verwerten. Tee aus den Blüten oder der Rinde des Strauchs gilt außerdem als hilfreich bei Magen-, Nieren- und Blasenproblemen sowie bei Erkältungen. Wirklich toll ist die Wirkung des in den reifen Beeren – sie sind im rohen Zustand übrigens leicht giftig und sollten roh nicht verzehrt werden – enthaltenen Antioxidans Anthocyan: Es schützt vor freien Radikalen und verlangsamt so den Alterungsprozess der Zellen.

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